Bundesverband Regie e.V. (BVR)

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Berlin, 24.07.2014, 15:21  Blickpunkt:Film | TV

Urheber verlangen Geld für Mediathekennutzung

Wegen der intensiven Nutzung von TV-Filmen (im Bild: "Unsere Mütter, unsere Väter") in Mediatheken gehen Kreative Einnahmen durch die Lappen. Das muss sich ändern, fordern Verbände (Bild: ZDF/David Slama) Großansicht
Wegen der intensiven Nutzung von TV-Filmen (im Bild: "Unsere Mütter, unsere Väter") in Mediatheken gehen Kreative Einnahmen durch die Lappen. Das muss sich ändern, fordern Verbände (Bild: ZDF/David Slama)
Angesichts wachsender Beliebtheit und steigender Nutzerzahlen der Mediatheken von ARD und ZDF sowie Bestrebungen der Politik, die sogenannte 7-Tage-Regelung auszudehnen, schlagen Urheberverbände Alarm. Die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm, derRegieverband (BVR) und der Drehbuchautorenverband (VDD) sagen: "es reicht!".

Um was geht es? Weil Fernsehfilme immer häufiger und intensiver online via Mediatheken genutzt werden, gehen den Kreativen Einnahmen aus anderen Verwertungsstufen - etwa DVD oder Bezahl-VoD - verloren. Als Ausgeleich verlangen die Urheber jetzt eine angemessene Vergütung für die Mediathekennutzung. Durch die kostenlose Bereitstellung von fiktionalen Produktionen beklagen Autoren und Regisseure außerdem den Wegfall von Wiederholungshonoraren; ein "wesentlicher Teil ihres Honorargefüges", heißt es in einer Erklärung der Verbände.

Eine Ausweitung der kostenlosen Internetnutzung gefährde außerdem die Grundlage der TV-Filmfinanzierung. Weil viele Auftragsproduktionen von ARD und ZDF nur noch teilfinanziert sind und Produzenten einen immer größeren Finanzierungsanteil übernehmen würden, fehle es an Refinanzierungsquellen. "Die Forderung nach dauerhafter kostenloser Internet-Präsenz des öffentlich-rechtlichen Programms entzieht anderen Geschäftsmodellen aber die Grundlage", so die Verbände.

Die Urheber fordern die Rundfunkpolitiker der Länder "dringend auf, gemeinsam mit ihnen, den Anstalten und Produzenten darüber zu beraten, wie eine angemessene Vergütung der Mediatheken-Nutzung bemessen und konkret finanziert wird." Einen Hinweis darauf hätten die Landtagsfraktionen von SPD und Grünen in NRW gegeben: hier wird eine Erweiterung der Verweildauer in Mediatheken verbunden mit der Forderung nach einer angemessenen und fair ausgehandelten Urhebervergütung.


Quelle: Blickpunkt:Film

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