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Wiener Dog

Skurrile Episoden-Ensemble-Komödie, in der ein Hund von einem Besitzer zum nächsten wechselt.

Wiener Dog Großansicht
(Bild: Prokino (24 Bilder))
Verleih Prokino
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2016
Regie Todd Solondz
Darsteller Danny DeVito, Greta Gerwig, Ellen Burstyn
Kinostart 28.07.2016
Einspielergebnis D € 177.790
Bes. (EDI) 25.427
Bes. (FFA) 28.477
Charthistory
Boxoffice USA $ 273.439
Charthistory
Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Als Welpe kommt ein Dackel zu einem neunjährigen Jungen und erfreut dessen Leben zwischen streitenden Eltern und Designer -Möbeln. Als er aber dem Hund etwas Falsches zu essen gibt, wird dieser krank und zum Tierarzt zum einschläfern gebracht. Doch dessen Assistentin rettet ihn und bringt ihn nach einer Odyssee zu einem Ehepaar, das ein bisschen Trost durch den Hund vertragen kann. Danach landet der tierische Held bei einem gescheiterten und gealterten Drehbuchautor, der mittlerweile an einer Filmhochschule lehrt, von den Studenten aber nicht ernst genommen wird. Die letzte Station des Dackels ist die im Pflegeheim wohnende und verbitterte Nana, die ihm kurzerhand "Krebs" tauft.

Als eine Art Lebenszyklus des Dackels hat Regisseur Todd Solondz seinen Episodenfilm angelegt. Dabei fällt sein Blick auf die amerikanische Gesellschaft zwar weniger ätzende aus, als zum Beispiel noch in seinem gefeierten "Happiness" von 1998. Wirklich altersmilde ist die New Yorker Indie-Ikone aber auch fast zwanzig Jahre später noch nicht. Weiterhin sorgt er mit Freude dafür, dass dem Zuschauer das Lachen im Halse stecken bleibt. Dabei funktioniert nicht jede Episode gleichermaßen und auch ein rundes Ganzes mag sich nicht wirklich ergeben. "Wiener-Dog" kann sich aber auf den unnachahmlichen Solondz-Ton und den Blick des Regisseurs für skurrile Momente, sowie auf eine grandiose Darstellerriege verlassen.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Spätestens seit "Happiness" von 1998 ist Regisseur Todd Solondz auch hierzulande eine kleine Größe im US-Indie-Markt. Sein beißender, oft ätzender Humor, lässt dem Zuschauer regelmäßig das Lachen im Halsen stecken bleiben, während er genüsslich die Befindlichkeiten seiner Protagonisten und damit einer ganzen Generation bloßlegt. Dabei dürfte der New Yorker Filmemacher aber kein Misanthrop, sonder eher von einem starken Moralbedürfnis getrieben sein.

Mittlerweile sind seit "Happiness" fast 20 Jahre vergangen und es scheint, als ob Solondz ein bisschen entspannter ist. Jedenfalls fällt sein jüngster Film "Wiener-Dog" fast schon freundlich aus - allerdings nur im direkten Vergleich zu seinen früheren Filmen. Denn zahm ist sein Blick auf die amerikanische Gesellschaft auch dieses Mal nicht. Jeder bekommt sein Fett weg, sogar ein liebenswürdiger Dackel - allerdings erst im Finale des Films, wobei der Hund auch nach seinem Ende noch Verwendung findet. Zuvor ist es am Dackel, die einzelnen Episoden von "Wiener-Dog" zusammen zu halten. Schließlich ist er es, der im Laufe des Films mehrfach das Herrchen wechselt und Einblicke in das Leben selbiger liefert. Da wäre zunächst einmal Danny, der den Welpen seinem neunjährigem Sohn Remi schenkt, der darüber überglücklich ist. Remi dürfte einer der wenigen unverdorbenen Charaktere in Soldondz' filmischem Universum sein. Doch nachdem er aus Versehen dem Hund etwas Falsches zu essen gibt, dieser seinen Magen- und Darminhalt in der kompletten Designer-Wohnung seiner Eltern verteilt, bringt ihn Danny zum Einschläfern. Aber Assistentin Dawn Wiener (wie immer grandios: Greta Gerwig, mit der Solondz schon in "Welcome to the Dollhouse" zusammen arbeitete) rettet den Hund, nur um ihn, nach einer Odyssee mit ihrem mittlerweil zum Junkie gewordenen Ex-Freund, bei dessen Bruder und seiner Frau zu lassen. Danach geht es weiter mit dem in die Jahre gekommenen Drehbuchautor Professor Schmerz (Danny DeVito). Dieser wartet immer noch auf den Durchbruch seines jüngsten Werks und lehrt in einer Filmhochschule. Dort verzweifelt er an Filmstudenten, die beim Aufnahmegespräch nicht mal in der Lage sind, den Titel eines Films zu nennen, den sie zuletzt gesehen haben. In der letzten Episode landet der tierischer Held bei Nana (die große Ellen Burstyn) im Altersheim und erhält den vielversprechenden Namen "Krebs".

Wie so oft bei Soldondz lebt auch "Wiener-Dog" weniger von dem großen Plot, der hier teilweise eher gewollt, als gekonnt zusammenkonstruiert wurde, sondern von einzelnen skurrilen Momenten, wie beispielsweise einer Mariachi-Band, die von Dawn Wiener und ihrem Ex-Freund in ihrem Auto mitgenommen wird. Völlig desillusioniert von den USA wollen diese einfach nur möglichst schnell zurück nach Mexiko. In der Mitte lässt Solondz zudem den Dackel in einer Intermission (bei einem gerade mal neunzig Minuten langen Film) in bester Western-Tradition durch das Land streifen und unterlegt die Szenen mit einem amüsanten Heldengesang auf die Abenteuer des Hundes.

Die einzelnen Episoden funktionieren derweil mal besser und mal schlechter. Ein Ganzes mag sich nicht wirklich ergeben. Zu wahllos wirken die einzelnen Teile, als hätte Solondz krampfhaft versucht bereits unabhängig voneinander bestehende Kurzgeschichten in eine gemeinsame Form zu gießen. Natürlich gibt es neben dem Hund auch noch das verbindende Element der Suche aller Charaktere nach ihrem Platz im Leben, doch wirklich rund wirkt "Wiener-Dog" nur in Teilen. Auch der Hund scheint Solondz im Laufe des Films immer weniger zu interessieren. Nicht nur, dass der Zuschauer in den Übergängen der späteren Episoden überhaupt nicht mehr erfährt, wie er sein Herrchen wechselt, auch seine Beteiligung an der Geschichte lässt spürbar nach. Nichtsdestotrotz ist "Wiener-Dog" ein weiteres Indie-Kleinod im Superhelden-Einheitsbrei. Die Darsteller sind durch die Bank mit spürbar viel Spaß und Leidenschaft bei der Sache, und immer wieder schafft es Solondz auf seine unnachahmliche Art, einem mit einem Lächeln im Gesicht den Hals zuzudrücken. mahe.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Szene

 
nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Prokino
O-Titel Wiener-Dog
Land / Jahr USA 2016
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie / Satire
Kinostart 28.07.2016
Erster Verleiher Prokino (24 Bilder)
Laufzeit 88
FSK ab 12 Jahre
Einspielergebnis D € 177.790
Bes. (EDI) 25.427
Bes. (FFA) 28.477
Charthistory
USA-Start 24.06.2016, bei IFC Films
Boxoffice USA $ 273.439
Filmtrailer Video
nach oben Cast & Crew
Produzenten Megan Ellison, Christine Vachon
Ausf. Produzent David Hinojosa
Regie Todd Solondz
Drehbuch Todd Solondz
Darsteller Danny DeVito (Dave Schmerz), Greta Gerwig (Dawn Wiener), Ellen Burstyn (Nana), Julie Delpy (Dina), Zosia Mamet (Zoe), Kieran Culkin (Brandon), Tracy Letts (Danny), Michael James Shaw (Fantasy)
Kamera Ed Lachman
Schnitt Kevin Messman
Musik James Lavino
Produktionsdesign Akin Mckenzie
Kostüme Amela Baksic
Casting Jessica Daniels
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Wiener Dog EuroVideo Medien DVD, ab 12, 85 Min. Kauf
Wiener Dog EuroVideo Medien Blu-ray Disc, ab 12, 88 Min. Kauf
Wiener Dog EuroVideo Medien DVD, ab 12, 85 Min. Leih
Wiener Dog EuroVideo Medien Blu-ray Disc, ab 12, 88 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Als Welpe kommt ein Dackel zu einem neunjährigen Jungen. Als er aber dem Hund etwas Falsches zu essen gibt, wird dieser krank und zum Tierarzt zum Einschläfern gebracht. Dessen Assistentin rettet ihn und bringt ihn nach einer Odyssee zu einem Ehepaar, das ein bisschen Trost durch den Hund vertragen kann. Danach landet der Dackelbei einem gescheiterten Drehbuchautor, der als Lehrer an einer Filmhochschule von den Studenten nicht ernst genommen wird. Die letzte Station des Dackels ist die verbitterte Nana, die ihn "Krebs" tauft.

Als eine Art Lebenszyklus des Dackels hat Regisseur Todd Solondz seinen Episodenfilm angelegt. Dabei fällt sein Blick auf die amerikanische Gesellschaft weniger ätzend aus als zum Beispiel noch in seinem gefeierten "Happiness" von 1998. Wirklich altersmilde ist die New Yorker Indie-Ikone aber auch fast 20 Jahre später noch nicht. Weiterhin sorgt er mit Freude dafür, dass dem Zuschauer das Lachen im Halse stecken bleibt. "Wiener-Dog" kann sich auf den unnachahmlichen Solondz und seine namhafte Darstellerriege verlassen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Ein Dackel gehört einem Neunjährigen, einer unsicheren Arztassistentin, einem gescheiterten Drehbuchautor und dann einer alten Frau. Skurrile Episoden-Ensemble-Komödie der New Yorker Indie-Ikone Todd Solondz.

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Datum Stadt Festivalname
23.06.2016 - 02.07.2016 München 34. Filmfest München

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