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Thor: Love and Thunder

Im vierten Film mit Chris Hemsworth als Marvel-Held trifft Thor seine große Liebe Jane wieder und bekommt es mit einem neuen mächtigen Gegner zu tun. Amüsante und knallige Action.

Thor: Love and Thunder Großansicht
(Bild: Walt Disney)
Verleih Walt Disney
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2022
Regie Taika Waititi
Darsteller Chris Hemsworth, Natalie Portman, Tessa Thompson
Kinostart 06.07.2022
Einspielergebnis D € 16.463.820
Bes. (EDI) 1.575.374
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Boxoffice USA $ 316.170.072
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Thor musste den Abschied von seiner Liebe Jane und die Zerstörung seines Planeten verkraften. Nach einiger Zeit als Couch Potato findet er neue Kraft und Energie. Beides ist auch bitter nötig. Denn mit Gorr tritt ein neuer, mächtiger Gegenspieler auf den Plan. Dessen Ziel ist es, die Welt von allen Göttern zu befreien. Thor bekommt Unterstützung von seinem Gefährten in der Arena und auf der Couch Korg, der Amazone Valkyrie und völlig überraschend von Jane, die sich in den Jahren ganz besonders verändert hat.

Taika Waititi, der mit "Thor: Tag der Entscheidung" den mit 1,5 Mio. Besuchern bis dato im deutschen Kino erfolgreichsten, und den mit Abstand witzigsten "Thor"-Film inszenierte, übernahm auch bei Film vier des Marvel-Helden aus der nordischen Sagenwelt die Regie. Ein weiteres knalliges, Action-reiches und vor allem amüsantes Abenteuer steht an, in dem die Figur Jane in einen der wilden Storytwists einen besonders markanten Auftritt hat und die Figuren Valkyrie und Korg zurückkehren. Ein neuer Besetzungscoup ist den Machern damit gelungen, Christian Bale, ehemaliger Batman-Darsteller, als Bösewicht zu gewinnen.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Zweiter von Taika Waititi inszenierter "Thor"-Film, in dem der Marvel-Held seiner Ex begegnet und es mit einem Gottkiller zu tun bekommt.

Mit "Thor: Tag der Entscheidung" hatte der Neuseeländer Taika Waititi 2017 dem nordischen Gott unter den Marvel-Helden den Shakespeare und alles Staatstragende ausgetrieben und mit dem Knick-Knack-Ist-ihre-Frau-ne-Flunder-Humor der augenzwinkernden "Guardians of the Galaxy"-Art eine neue Daseinsberechtigung gegeben, dabei en passant aus einem bis dahin muskelbepackten Langweiler das fortan augenzwinkernde Trumpfass unter den Avengers gemacht. Und setzt nun, um einen Drehbuchoscar für "Jojo Rabbit" reicher, mit "Love & Thunder" mehr oder weniger da an, wo "Tag der Entscheidung" tonal und "Avengers: Endgame" erzählerisch geendet hatten: Thor, fitter denn je und jetzt wieder mit den Wallehaaren eines David Coverdale in besten Jahren, ist mit den Guardians of the Galaxy unterwegs in den unendlichen Weiten des Weltalls und rettet gelangweilt Universen, wenn er nicht gerade schwermütigen Gedanken nachhängt, was das alles soll - und überhaupt: die Ewigkeit...

Gleichwohl ist genau die auch für Götter nicht mehr gesetzt, wie wir im Prolog des Films erfahren, wenn der einfache Untertan Gorr die Unsterblichen verflucht mit einer Inbrunst, wie man es seit Vlad Dracul im Intro von "Bram Stokers Dracula" von keiner Filmfigur mehr erlebt hat: Sterben sollen sie alle, und los zieht er, bewehrt mit einem verfluchten Schwert, um aufzuräumen unter denen, die gleichgültig mitansehen, wie ihre Schutzbefohlenen darben und sterben. Gespielt wird der God Butcher von Christian Bale, das neben der angenehmen Lauflänge von gerade einmal zwei Stunden Trumpfass des Films, der all die Albernheiten und Augenzwinkereien erdet mit einem großen Ernst, den man von Taika Waititi eher nicht erwarten würde. Tatsächlich kann man sich diesmal des Eindrucks nicht erwehren, dass die unablässige Gagparade der ersten Hälfte eher die Funktion eines trojanischen Pferdes hat: Wenn man erst einmal genug gelacht hat über die maßlose Götterwelt in Omnipotence City, wo Russell Crowe als Zeus den Müßiggang zur Kunst erhoben hat, oder Thors hilflosen Bemühungen, vor seiner nunmehr als The Mighty Thor mit Thors Hammer Mjölnir wieder aufgetauchter Ex-Freundin Jane, gespielt von Natalie Portman, so zu tun, als sei er nicht immer noch Hals über Kopf in sie verliebt, dann geht es in "Love & Thunder" doch richtig ans Eingemachte, als Thor und seine Mitstreiter losziehen in eine beklemmende Schwarzweißwelt, wo sie die von Gorr aus New Asgard entführten Kinder des Dorfs befreien wollen. Emotion, Leute!

Nicht alles läuft rund in diesem Film - auch wenn Waititi in den Produktionsnotizen des Pressehefts unbescheiden konzediert, ihm sei "ein brillanter Film" gelungen. Tatsächlich ist es die eigene Hybris, die dem Filmemacher im Weg steht und etwas nervt. Die immer ähnlichen Gags werden aber nicht origineller dadurch, dass sie sich selbst für irre lustig halten. Und ein paar der bekanntesten Songs von Guns'n'Roses als musikalisches Rückgrat zu wählen, dürfte einer der lahmeren Needle-Drops des laufenden Kinojahres sein. "Sweet Child o' Mine"? "Paradise City"? "Welcome to the Jungle"? Echt jetzt? Über den Abspann läuft dann "Rainbow in the Dark" von Dio und lässt ahnen, was man musikalisch alles hätte anstellen können, wenn man das 80s-Heavy-Metal-Motiv, das sich wie ein roter Faden durch "Love & Thunder" zieht, wirklich ernstgenommen hätte. Aber vielleicht funktioniert der Song auch deshalb so gut, weil der ganze Film sich mehr und mehr am Riemen zu reißen scheint, je länger seine Handlung voranschreitet. Und schließlich einen Showdown bietet, der nicht nur die Oscargewinner Bale und Portman fordert, sondern nunmehr auch Chris Hemsworth, der auf ihm unerwartete Weise eine Antwort auf die von ihm eingangs gestellte Frage erhält, was das alles soll.

Thomas Schultze.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Walt Disney
O-Titel Thor: Love and Thunder
Alternativ-/Arbeitstitel Untitled Marvel
Land / Jahr USA 2022
Kategorie Spielfilm
Genre Action / Science Fiction
Kinostart 06.07.2022
Laufzeit 119
FSK ab 12 Jahre
Bildformat Digital 3D
Einspielergebnis D € 16.463.820
Bes. (EDI) 1.575.374
Charthistory
USA-Start 08.07.2022, bei Walt Disney
Boxoffice USA $ 316.170.072
Web-Link https://www.disney.de/filme/thor-love-and-thunder, https://www.youtube.com/watch?v=bdLqLPTTb6k, https://www.youtube.com/watch?v=DuykDNe9BFs
nach oben Cast & Crew
Regie Taika Waititi
Darsteller Chris Hemsworth (Thor), Natalie Portman (Jane Foster), Tessa Thompson (Walküre), Christian Bale, Karen Gillan, Chris Pratt, Pom Klementieff, Jaimie Alexander, Dave Bautista, Russell Crowe, Sean Gunn, Sam Neill, Matt Damon, Luke Hemsworth
Sprecher Taika Waititi, Bradley Cooper, Vin Diesel
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