The Purge - Die Säuberung

Horrorthriller um eine Familie, die sich während der Nacht, in dem jedes Verbrechen erlaubt ist, in ihrem Haus verschanzt und ums nackte Überleben kämpfen muss.

The Purge - Die Säuberung Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2013
Regie James DeMonaco
Darsteller Ethan Hawke, Lena Headey, Max Burkholder
Kinostart 13.06.2013
Einspielergebnis D € 2.296.220
Bes. (EDI) 296.674
Bes. (FFA) 308.573
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Boxoffice USA $ 64.423.650
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Das Amerika des Jahres 2022 ist eine strahlende, wiederauferstandene Nation, in der alljährlich für eine Nacht die Grundgesetze aufgehoben und 12 Stunden straffrei Mord und Totschlag erlaubt sind. Wie immer verbarrikadiert sich der mit Sicherheitsanlagen reich gewordene James Sandin samt Familie so lange im eigenen Luxusanwesen. Doch der heimliche Freund der Tochter hat sich in tödlicher Absicht eingeschlichen und als der Sohn auch noch einem Verletzten Zuflucht gewährt, klopft draußen der schwer bewaffnete und zu allem entschlossene Lynchmob an die Pforten.

An John Carpenters "Das Ende" angelehntes SciFi-Szenario einer tödlichen Belagerung, während der Ethan Hawke und Lena Heady mit ihren Kindern eine Nacht lang erbittert ums Überleben kämpfen. James DeMonaco entdeckt in der Utopie einer erfolgreichen Nation eine bitterböse Dystopie und Satire auf den Preis von wirtschaftlichem und religiösen Fanatismus amerikanischer Prägung. Aus der Grundidee fertigt er einen konventionellen Thriller, der routiniert Spannung erzeugt und gleichzeitig als Faschismus-Allegorie mit starkem Friedensappell fungiert.

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Klaustrophobische Thriller-Dystopie, in der Ethan Hawke als Vater mit seiner Familie ums Überleben kämpft.

Die beste Science Fiction kommt ohne Effekte aus. Deshalb lässt James DeMonacos sein selbst entworfenes, originelles Szenario für das Jahr 2022 ganz heutig aussehen. Nur bei der Spannungserzeugung greift er auf Routine zurück und schießt mit seiner Satire auf Kapitalismus, Fanatismus und übertriebene Religiosität amerikanischer Bauart übers Ziel hinaus. Ausgangspunkt bildet die Idee einer prosperierenden, ökonomisch wiedergeborenen Nation, in der es hübsch und angenehm zugeht - außer in einer Nacht, in der für 12 Stunden eine religiös konnotierte Gewaltorgie ausbricht, in der jedes Verbrechen, einschließlich Mord, straffrei bleibt: Die große "Reinigung". Geschickt beleuchten TV-Beiträge die Facetten eines Rituals, das für kurze Zeit den Zivilisationsvertrag aufkündigt, womit DeMonaco schöne Pointen setzt und wie in "Assault on Precinct 13", an dessen Remake er mitschrieb, eine pessimistische Sicht auf die menschliche Natur offenbart. Aber DeMonaco ist weder Paul Verhoeven noch John Carpenter, auch wenn er dessen pulsierenden Synthiebass sehr stimmungsvoll einsetzt.

Er liefert einen erstaunlich spannenden, aber auch konventioneller Home-Invasion-Thriller: Ethan Hawke, als neureicher Erfolgs-Sicherheitsvertreter und nerviger Super-Papi James Sandin wohnhaft in einer oberklassigen Vorstadt-Idylle, wird mit seiner Familie (Lena Heady zu hysterisch; Max Burkholder und Adelaide Kane dafür fabelhaft als Teenies) Ziel entfesselter Mordbrenner, die ihre Hochsicherheitsburg belagern und stürmen. Ausgerechnet die Kinder öffnen dem Verderben die Tür: die Tochter bringt ihre verbotene Liebe mit, der den Konflikt mit Sandin rabiat zu lösen gedenkt; der Sohn gewährt einem verletzten Schwarzen (Edwin Hodge) Zuflucht. Die Herausgabe von letzterem fordert ein schwer bewaffneter Lynchmob, dessen Anführer (Rhys Wakefield als American Psycho mit diabolischem Joker-Grinsen) ihnen ein Ultimatum setzt und den Strom abdreht. Die Kamera zoomt fortan auf unerbittliche Suspense-Nähe heran, während im stockfinsteren Riesenhaus nur bei Taschenlampen-Beleuchtung ein Überlebenskampf tobt. Die Gewalt ist ungebremst direkt inszeniert, wenn zwischen den Angreifern, eine Mischung aus Droogs und Manson-Family, und den Hausherren ein Gefecht antagonistischer Familien-Entwürfe entbrennt.

Dabei will Hawkes Figur als Schützer seiner Liebsten den verletzten Fremden erst ausliefern, rudert aber zurück, als er merkt, dass seine Rücksichtslosigkeit die Angehörigen schockt. Er zeigt Zivilcourage, wofür die Familie einen hohen Preis zahlen wird, aber wieder zusammenwächst. So lobt DeMonaco konservative Werte. Sein Moraldrama ist auch eine etwas plumpe Faschismus-Allegorie mit grotesker Friedensbotschaft. Die Satire sabotiert sich selbst, wenn sie die Figuren-Charakterisierung Lehrstück-Dialogen opfert. So reicht "The Purge" nicht an seine Vorbilder "Clockwork Orange" und "The Most Dangerous Game" heran, kann aber zweifellos Geheimtippstatus für sich reklamieren.

tk.

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Verleih Universal
O-Titel The Purge
Alternativ-/Arbeitstitel Vigilandia
Land / Jahr USA 2013
Kategorie Spielfilm
Genre Thriller
Produktionsfirmen Blumhouse Productions/Platinum Dunes/Universal Pictures/Why Not Productions
Kinostart 13.06.2013
Laufzeit 85
FSK ab 16 Jahre
Einspielergebnis D € 2.296.220
Bes. (EDI) 296.674
Bes. (FFA) 308.573
Charthistory
USA-Start 07.06.2013, bei Universal
Boxoffice USA $ 64.423.650
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.thepurge.at/thepurge
nach oben Cast & Crew
Produzenten Michael Bay, Jason Blum, Andrew Form, Bradley Fuller, Sebastien Lemercier
Koproduzenten Jeanette Volturno-Brill
Ausf. Produzent Sebastien Lemercier
Regie James DeMonaco
Drehbuch James DeMonaco
Darsteller Ethan Hawke (James Sandin), Lena Headey (Mary Sandin), Max Burkholder (Charlie Sandin), Adelaide Kane (Zoey Sandin), Edwin Hodge (Fremder), Rhys Wakefield (Anführer), Tony Oller (Henry), Arija Bareikis (Mrs. Grace Ferrin), Tom Yi (Mr. Cali), Chris Mulkey (Mr. Halverson), Tisha French (Mrs. Halverson), Dana Bunch (Mr. Ferrin), Peter Gvozdas (Dr. Peter Buynak), John Weselcouch (Freak), Alicia Vela-Bailey (Freak, weiblich)
Kamera Jacques Jouffret
Schnitt Peter Gvozdas
Musik Nathan Whitehead
Produktionsdesign Melanie Jones
Kostüme Lisa Norcia
Line Producer Gerard DiNardi
Casting Lisa Fields, John Barba
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
The Purge - Die Säuberung (4K Ultra HD + Blu-ray) Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 16, 85 Min. Kauf
The Purge - Die Säuberung Universal Pictures Germany DVD, ab 16, 82 Min. Kauf
The Purge - Die Säuberung Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 16, 85 Min. Kauf
The Purge - Die Säuberung Universal Pictures Germany DVD, ab 16, 82 Min. Leih
The Purge - Die Säuberung Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 16, 85 Min. Leih
Enthalten in:
The Purge 3-Movie-Collection (3 Discs)The Purge 3-Movie-Collection (3 Discs)The Purge 3-Movie-Collection (4K Ultra HD + Blu-ray)
Universal Pictures Germany UPHE
Universal Pictures Germany UPHE
Universal Pictures Germany UPHE
DVD, ab 16, 285 Min.
Blu-ray Disc, ab 16, 297 Min.
Blu-ray Disc, ab 16, 297 Min.
Kauf
Kauf
Kauf
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Das Amerika des Jahres 2022 ist eine strahlende Nation, in der alljährlich für eine Nacht die Grundgesetze aufgehoben und zwölf Stunden straffrei Mord und Totschlag erlaubt sind. Wie immer verbarrikadiert sich der mit Sicherheitsanlagen reich gewordene James Sandin im eigenen Luxusanwesen. Doch der heimliche Freund der Tochter hat sich in tödlicher Absicht eingeschlichen, und als der Sohn auch noch einem Verletzten Zuflucht gewährt, klopft draußen der schwer bewaffnete und zu allem entschlossene Lynchmob an die Pforten.

An John Carpenters "Das Ende" angelehntes SciFi-Szenario einer tödlichen Belagerung, während der Ethan Hawke und Lena Headey mit ihren Kindern eine Nacht lang erbittert ums Überleben kämpfen. James DeMonaco entdeckt in der Utopie eine bitterböse Dystopie und Satire auf den Preis von wirtschaftlichem und religiösen Fanatismus amerikanischer Prägung. Aus der Grundidee fertigt er einen konventionellen Thriller, der routiniert Spannung erzeugt und gleichzeitig als Faschismus-Allegorie mit starkem Friedensappell fungiert.

Quelle: mediabiz.de

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Eine Familie verschanzt sich während der Nacht, in dem jedes Verbrechen erlaubt ist, in ihrem Haus. Horrorthriller, der das Motiv von Carpenters "Das Ende" raffiniert variiert.

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