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Firma erloschen

The Limey

Britischer Knastprofi rächt in L.A. den Tod seiner Tochter.

The Limey Großansicht
Verleih Highlight (Central)
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 1999
Regie Steven Soderbergh
Darsteller Terence Stamp, Peter Fonda, Lesley Ann Warren
Kinostart 06.01.2000
Einspielergebnis D € 117.997
Bes. (EDI) 20.944
Bes. (FFA) 20.704
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Boxoffice USA $ 2.934.362
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L.A. ist das Ziel des gerade aus der Haft entlassenen britischen Gangsters Wilson, der den Tod seiner geliebten, aber von ihm vernachlässigten Tochter klären will. Als Verantwortlichen hat er Plattenproduzent Valentine im Visier, für den der knallharte Gegner ein Rätsel bleibt, bis sich dieser mit drastischen Gewaltaktionen direkt Zugang verschafft.

Steven Soderberghs neuer Film erzielt bescheiden im Budget, reich an Einfall und Witz große Wirkung. Ungeachtet einer gelegentlich experimentellen Erzähl- und Montagetechnik ist "The Limey" spannendes, amüsantes Genrekino, das Filmografisches aus Hauptdarsteller Terence Stamps Vergangenheit als biografische Basis seiner Gangsterfigur nutzt.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Ein Vater sieht rot im neuen Film von Steven Soderbergh ("Out of Sight"), der mit Terence Stamp und Peter Fonda zwei Ikonen der 60er Jahre auf kalifornischem Terrain in einem Racheduell gegeneinander antreten läßt, als eine von beiden geliebte Figur mysteriös zu Tode kommt. Mit inhaltlicher und stilistischer Ökonomie, knackigen Dialogen, kompromißloser Attitüde und clever integrierten cineastischen Erinnerungen stellt sich "The Limey" unprätentiös als Genrefilm mit Avantgarde-Touch und Unterhaltungsanspruch vor, ohne auf das ganz große Publikum zu schielen.

Artisan Entertainment, die Hollywood mit Einkauf und Marketing von "The Blair Witch Project" dieses Jahr eine Lektion erteilten, stehen auch hinter "Kafka"-Autor Lem Dobbs' Krimi und seiner zugänglichen Handlung, seinem gerade durch seine Versäumnisse zur Identifikation einladenden Protagonisten und seinen Nebencharakteren, die mit Star Stamp leuchten. "The Limey" (US-Slang für einen britischen Seemann und im Sprachgebrauch längst auf die Nationalität verallgemeinert) ist der kürzlich entlassene Knastveteran Wilson, der auf dem ungewohntem Terrain von L.A. den Tod seiner Tochter klären will. Mit dem Bewußtseinsstrom Wilsons, Reflexionen über Vergangenheit und Gegenwart, startet und endet der Film, der gerade zu Beginn durch seine unorthodoxe, verwirrende Montagetechnik auffällt, mit der sich Soderbergh spielerisch von den Erzählgewohnheiten im Mainstream löst. Lakonische Aussparungen gehören ebenfalls zum Konzept wie Dialoge, die einen Schauplatz mit dem anderen verbinden, in dem sie an einem Ort beginnen und an einem anderen fortgeführt werden. Obwohl Stamps Figur am Ballast seiner kriminellen Vergangenheit, die ihm kaum Zeit für seine Tochter ließ, zu tragen hat, und Wilson auf dem Weg zum vermeintlichen Mörder, einem ehemals erfolgreichen Plattenproduzenten (Peter Fonda), kaum Gefangene macht, ist der Ton dieses stark mit Handkameras arbeitenden Low-Budget-Films sowohl nachdenklich als auch humorvoll. Wobei das Reflexive in Wilson selbst wie auch der Freundin seiner Tochter, der Witz in seiner knallharten, schnörkellosen Vorgehensweise und den Reaktionen seiner Kontaktperson (gewohntes Juwel: Luis Guzman) zum Ausdruck kommen. Der Clou dieses intelligenten, aber niemanden überfordenden Unterhaltungsfilms sind schließlich Aussschnitte aus Ken Loachs Sozialdrama "Poor Cow - geküsst und geschlagen" (1967), die Stamp als 30 Jahre jüngeren Kriminellen Wilson zeigen und von Soderbergh clever und Budget sparend als biografischer Background in den Film integriert wurden. Willkommene, aber nicht willkürliche Nostalgie in einem sehr modernen, geradlinigen und sympathischen Genrefilm. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Highlight (Central)
O-Titel The Limey
Land / Jahr USA 1999
Kategorie Spielfilm
Genre Thriller / Drama
Kinostart 06.01.2000
Laufzeit 89
FSK ab 16 Jahre
Bildformat 1:1,85
Tonformat Dolby-SRD
Einspielergebnis D € 117.997
Bes. (EDI) 20.944
Bes. (FFA) 20.704
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USA-Start 08.10.1999, bei Artisan Entertainment
Boxoffice USA $ 2.934.362
nach oben Cast & Crew
Regie Steven Soderbergh
Drehbuch Lem Dobbs
Darsteller Terence Stamp (Wilson), Peter Fonda (Valentin), Lesley Ann Warren (Elaine), Luis Guzmán (Ed), Barry Newman (Avery), Joe Dallesandro (Onkel John), Nicky Katt (Stacy), Amelia Heinle (Adhara), Melissa George (Jennifer)
Kamera Ed Lachman
Schnitt Sarah Flack
Musik Cliff Martinez
Produktionsdesign Gary Frutkoff
Ton Jim Webb
Kostüme Louise Frogley
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
The Limey (Mediabook, + DVD) Koch Films Blu-ray Disc, ab 16, 88 Min. Kauf
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Nicht lieferbar
Cine Plus Entertainment DVD, ab 16, 85 Min. Kauf
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Nicht lieferbar
Cine Plus Entertainment VHS, ab 16, 90 Min. Kauf
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Paramount Home Entertainment Germany VHS, ab 16, 90 Min. Kauf
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Nicht lieferbar
Universal Pictures Germany DVD, ab 16, 90 Min. Kauf
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Nach einem neunjährigen Gefängnisaufenthalt setzt der Brite Wilson zum ersten Mal seinen Fuß auf den nordamerikanischen Kontinent - fest entschlossen, die Schuldigen am rätselhaften Tod seiner geliebten Tochter Jenny ausfindig zu machen. Nichts und niemand vermag ihn aufzuhalten, denn er kennt nur ein Ziel: Rache. Und tatsächlich findet er schon bald eine Zielscheibe für seine Wut: den reichen Plattenproduzenten Valentine. Dieser, so wird erzählt, hatte mit Jenny ein großes Ding geplant...

Nach "Out of Sight" taucht Steven Soderbergh erneut in die Welt der Glücksritter und Ganoven ab. Sein Held, die britische Leinwand-Ikone Terence Stamp ("Bowfinger"), besticht dabei als wortkarger Rächer, der in Peter Fonda ("Easy Rider") einen ebenbürtigen Partner findet. Einerseits simples tough-guy-movie, andererseits kontemplativ-hypnotische Meditation über die Erblast vergangener Fehler, funktioniert "The Limey" in erster Linie als Großstadtwestern. Ein cineastischer Leckerbissen fürs Arthaus-Publikum.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Nach neun Jahren im Gefängnis kommt der Brite Wilson nach Amerika, um den Mord an seiner Tochter Jenny zu rächen. Star-Regisseur Steven Soderbergh mit einem Großstadtwestern, in dem sich Terence Stamp und Peter Fonda gegenüberstehen.

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