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Summertime Blues

Atmosphärisch stimmige Coming-of-Age-Story um ein 15-jähriges Scheidungskind.

Summertime Blues Großansicht
(Bild: Universum (Walt Disney))
Verleih Universum Film (Walt Disney)
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland 2009
Regie Marie Reich
Darsteller François Goeske, Sarah Beck, Zoe Moore
Kinostart 20.08.2009
Einspielergebnis D € 189.022
Bes. (EDI) 31.710
Bes. (FFA) 29.604
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 20.05.2012 (ARD)

nach oben Inhalt & Info

Der 15-jährige Alex muss die Trennung seiner Eltern verkraften. Der Vater hat eine schwangere Freundin und die Mutter einen neuen Lover, mit dem sie den Sommer in Südengland verbringen will. Alex begleitet sie nur widerwillig in die für ihn öde Pampa von Kent. Als er dort ein ausgeflipptes Mädchen kennenlernt, gefällt ihm die neue Umgebung schon besser, obendrein verknallt er sich in seine aus Amerika angereiste "Fast"-Schwester. Doch muss er bald wieder zurück zum durch die verfrühte Geburt des Babys überforderten Daddy. Und er übernimmt erstmals wirklich Verantwortung.

Nach ihrem preisgekrönten Kurzfilm "Musik nur wenn sie laut ist" gibt Marie Reich mit dieser leisen und atmosphärisch stimmigen Coming-of-Age-Story ihr Regiedebüt. Basierend auf Julia Clarkes gleichnamigen Roman setzt sie auf Hauptdarsteller François Göske, der schon in "Das fliegende Klassenzimmer" und "Bergkristall" sein Talent unter Beweis stellte. Sie nimmt ihre jugendlichen Protagonisten ernst, verzichtet auf krude Teenie-Sexkomik oder kitschige Romantic-Comedy-Elemente. So gelingt Reich ein gut angerichteter Mix aus Tiefgang und zurückhaltendem Humor.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Durch die Trennung der Eltern und erste Liebeserfahrungen reift ein Jugendlicher zum verantwortungsvollen und selbstbewussten jungen Mann.

Nach ihrem preisgekrönten Kurzfilm "Musik nur wenn sie laut ist" gibt Marie Reich mit dieser leisen Coming-of-Age-Story ihr Regiedebüt. Basierend auf Julia Clarkes gleichnamigen Roman setzt die Tochter der Produzenten Uschi Reich und Peter Zenk breit gefächert auf die Lebens- und Gefühlswelt Jugendlicher und auf ihren Hauptdarsteller François Göske, der schon in "Das fliegende Klassenzimmer" und "Bergkristall" sein Talent unter Beweis stellte. Er spielt den 15-jährigen Alex (was mit seinen 20 Jahren etwas riskant ist), dessen junges Leben so richtig durcheinander geschüttelt wird. Die Eltern trennen sich und planen den Verkauf des Familienhauses, Vater hat eine schwangere Freundin und Mutter einen neuen Lover, mit dem sie den Sommer in Südengland verbringen will. Alex begleitet sie nur widerwillig in die für ihn öde Pampa von Kent. Als er dort ein ausgeflipptes Mädchen kennen lernt, gefällt ihm die neue Umgebung schon besser, obendrein verknallt er sich in seine aus Amerika angereiste "Fast"-Schwester, doch bevor er das Kribbeln im Bauch richtig deuten kann, muss er zurück zum durch die verfrühte Geburt des Babys völlig überforderten Daddy. Im heimischen Chaos übernimmt er Verantwortung wie ein Großer.

Mit leichter Hand und melancholischem Unterton sind Unbill und Unsicherheiten eines Heranwachsenden inszeniert, der seinen Gefühlen noch nicht traut und wenn's um Mädels geht, alles falsch macht. Kein Wunder, dass ihn der "Summertime Blues" packt. Marie Reich gelingt ein atmosphärisch stimmiges Erstlingswerk, sie nimmt ihre jugendlichen Protagonisten ernst und verzichtet konsequent auf krude Teenie-Sexkomik oder kitschige Romantic-Comedy-Elemente. Die Jungen müssen noch lernen, Emotionen anzunehmen und auszudrücken, die Älteren haben beides verlernt. Ein authentischer Film über Patchworkfamilien, den komplizierten Prozess des Erwachsenwerdens und die erste Liebe, die Suche nach einem Platz im Leben mit großer Identifikationsmöglichkeit für Jugendliche. Der lockere Umgang mit Problemen, der gut angerichtete Mix aus Tiefgang und zurückhaltendem Humor heben "Summertime Blues" von den 08/15-Filmen dieses Genres wohltuend ab. Zum Auf und Ab der Gefühlwogen passen der Soundtrack mit Musik des Komponisten Youki Yamamoto, der schon für Oliver Stone und JohnWilliams orchestrierte, und die gut getimten Songs des Münchner Komponisten Jakob Anthoff ("Die wilden Hühner"), klassische Rockballaden, die zu Herzen gehen. mk.

Quelle: Blickpunkt:Film

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  • Szene aus Summertime BluesSzene aus Summertime Blues
  • Szene aus Summertime BluesSzene aus Summertime Blues
  • Szene aus die Kommune SchmidtSzene aus die Kommune Schmidt
  • Szene aus Flucht auf den BaumSzene aus Flucht auf den Baum
 
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Verleih Universum Film (Walt Disney)
O-Titel Summertime Blues
Land / Jahr Deutschland 2009
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie / Jugend
Produktionsfirmen Bavaria Filmverleih- und Produktions GmbH, Bremedia Produktion
Koproduktionsfirmen Constantin Film Produktion, Solaris Film & Co. Produktions KG, Münchner Filmwerkstatt, Universum Film
Senderbeteiligung Norddeutscher Rundfunk (NDR), ARTE G.E.I.E.
Förderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 150.000),
DFFF - Deutscher Filmförderfonds (EUR 309.611)
Produktionsförderung nordmedia Fonds (EUR 351.559)
Verleihförderung nordmedia Fonds (EUR 25.000)
Drehort Bremen und Umgebung; Canterbury und Umgebung (England)
Drehzeit 08.07.2008 - 22.08.2008
Kinostart 20.08.2009
Laufzeit 116
FSK ab 6 Jahre
FBW-Prädikat Wertvoll
Einspielergebnis D € 189.022
Bes. (EDI) 31.710
Bes. (FFA) 29.604
Charthistory
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.summertimeblues-derfilm.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Uschi Reich, Bernd Krause
Koproduzenten Peter Zenk, Martin Blankemeyer, Tobias Alexander Seiffert, Tania Reichert-Facilides, Benjamina Mirnik-Voges
Ausf. Produzent Martin Moll
Redaktion Daniela Mussgiller, Barbara Häbe
Regie Marie Reich
Drehbuch Friederike Köpf, Uschi Reich, Robin Getrost
Buchvorlage Julia Clarke
Darsteller François Goeske (Alex Homann), Sarah Beck (Faye), Zoe Moore (Louie), Karoline Eichhorn (Diana Homann), Alexander Beyer (Seth McElroy), Christian Nickel (Steffen Homann), Maja Schöne (Mandy Teubner), Jonathan Beck (Danny Schmidt)
Kamera Egon Werdin
Schnitt Barbara von Weitershausen
Musik Youki Yamamoto
Produktionsdesign Heike Lauer-Schnurr
Kostüme Astrid Karras
Herstellungsleitung Manfred Lenert
Produktionsleitung Ismael Feichtl
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Summertime Blues
Nicht lieferbar
Universum Film DVD, ab 6, 112 Min. Kauf
Summertime Blues Universum Film DVD, ab 6, 112 Min. Kauf
Summertime Blues Universum Film DVD, ab 6, 112 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Diverse Summertime Blues Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Der 15-jährige Alex muss die Trennung seiner Eltern verkraften. Der Vater hat eine schwangere Freundin und die Mutter einen neuen Lover, mit dem sie den Sommer in Südengland verbringen will. Alex begleitet sie nur widerwillig in die für ihn öde Pampa von Kent. Als er dort ein ausgeflipptes Mädchen kennen lernt, gefällt ihm die neue Umgebung schon besser, obendrein verknallt er sich in seine aus Amerika angereiste Fast-Schwester. Doch muss er bald wieder zurück zum durch die verfrühte Geburt des Babys überforderten Daddy.

Mit dieser leisen und atmosphärisch stimmigen Coming-of-Age-Story gibt Marie Reich ihr Regiedebüt. Basierend auf Julia Clarkes gleichnamigen Roman, setzt sie auf Hauptdarsteller François Göske, der schon in "Das fliegende Klassenzimmer" und "Bergkristall" sein Talent unter Beweis stellte. Sie nimmt ihre jugendlichen Protagonisten ernst, verzichtet auf krude Teenie-Sexkomik oder kitschige Romantic-Comedy-Elemente. So gelingt Reich ein gut angerichteter Mix aus Tiefgang und zurückhaltendem Humor. Empfehlung für jugendliche Filmfreunde.

Quelle: mediabiz.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: WertvollKurztext:

Im Gegensatz zu anderen, betont coolen Teenie-Komödien stehen in dieser Romanverfilmung einmal die zarten bis hitzigen Emotionen des 16jährigen Alex im Vordergrund, dessen Eltern ihm nach der Scheidung das Leben nicht gerade leicht machen. Regisseurin Marie Reich versteht sich in ihrem Erstling bereits bestens auf eine sichere Führung der Nachwuchsdarsteller durch dieses emotionale Gefühlschaos zwischen Patchwork-Familien, erster Liebe und verschiedenen Kulturen. So werden viele jugendrelevante Themen, wie die Definition von Familie und die Suche nach einem Zuhause, ernst genommen und sensibel mit viel Herz und Humor auf die Leinwand gebracht - noch dazu mit überaus charmanten Protagonisten! Eine schön anzusehende, temporeiche Sommerkomödie.

Gutachten:

Summertime Blues ist ein erfrischend gelungenes Werk, dem es gelingt ernsthaft auf die Probleme junger Menschen im pubertären Alter und ohne den berühmten pädagogischen Zeigefinger einzugehen. Und das nicht mit coolen Sprüchen und lautem Discosound. Man merkt deutlich, dass das sorgfältig geschriebene Drehbuch aus einer Romanvorlage hervorgeht.

Zwischen Bremen und der englischen Grafschaft Kent spielt die Geschichte um Alex und Faye, zwei sogenannten Scheidungskindern, die zwischen den Eltern hin und her gerissen werden und nicht mehr wissen, wo ihre Heimat ist. Das Vertrauen und den Respekt gegenüber den geschiedenen Eltern und auch deren neuen Lebenspartnern ist entweder zerbrochen oder stark gestört.

Aus der Sicht von Alex, mit Witz und Ironie erzählt, vielfach auch im Off, dessen innere Zerrissenheit und seine Suche nach Liebe und Geborgenheit. Das ist nicht nur gut gespielt von François Goeske, seine Sprache ist auch seinem Alter angemessen und durchweg glaubhaft. Auch die von ihm angebetete Faye (Sarah Beck) und die englische Freundin Louie (Zoe Moore) können auf diesem Level gut mithalten. Ihr Spiel miteinander unter guter Führung der Regie ist temporeich mit allen üblichen Verwicklungen und Verirrungen. Die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Alex und Faye ist behutsam inszeniert und mit viel Identifikationspotential für junge Zuschauer ausgestattet. Leider erscheinen dagegen Spiel und Dialoge der Erwachsenen etwas klischeehaft.

Wenn auch bei der 'Film im Film-Szene' einige dramaturgische Möglichkeiten verschenkt wurden, so ist das Setdesign und die Location-Wahl überaus gelungen. Ein besonderes Lob verdient auch die herausragende musikalische Begleitung, die mit gutem Gespür für Stimmungen eingesetzt wird.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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