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Somersault - Wie Parfüm in der Luft

Coming-of-age-Geschichte um eine 16-Jährige, die sich nach einem Streit mit ihrer Mutter alleine durchschlagen will.

Somersault - Wie Parfüm in der Luft Großansicht
(Bild: Prokino (Filmwelt))
Verleih Prokino (Filmwelt)
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Australien 2004
Regie Cate Shortland
Darsteller Abbie Cornish, Sam Worthington, Lynette Curran
Kinostart 19.05.2005
Einspielergebnis D € 102.233
Bes. (EDI) 18.037
Bes. (FFA) 16.214
Charthistory
Filmtrailer Video

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Die 16-jährige Heidi flüchtet sich in einen kleinen Wintersportort, nachdem sie von ihrer Mutter mit deren Liebhaber erwischt wurde. Heidi ist sich ihrer Wirkung auf Männer mehr als bewusst und setzt ihre Sexualität ein, um ihre Grenzen zu erfahren. Voller Schuldgefühle und Scham stolpert sie von einer Affäre in die nächste, bis sie für den Farmerssohn Joe Gefühle entwickelt.

Das bemerkenswerte Spielfilmdebüt der australischen Regisseurin Cate Shortland fordert mit seinem langsamen Takt zwar etwas Geduld, belohnt aber mit genauen Charakterzeichnungen bis in die Nebenrollen hinein. Auch wenn die Erzählung nicht immer mit der möglichen Stringenz vorangetrieben wird, überzeugt die in ihrer Einfachheit tiefe Geschichte um die Wirrnisse des Erwachsenwerdens.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Das bemerkenswerte Spielfilmdebüt der australischen Regisseurin Cate Shortland, die bereits mit einigen preisgekrönten Kurzfilmen auf sich aufmerksam machte, lief in Cannes in der Reihe Un Certain Regard. Der langsame Takt des Arthouse-Films fordert zwar etwas Geduld, belohnt aber mit genauen Charakterzeichnungen bis in die Nebenrollen hinein. Auch wenn die Erzählung nicht immer mit der möglichen Stringenz vorangetrieben wird, überzeugt die in ihrer Einfachheit tiefe Geschichte um die Wirrnisse des Erwachsenwerdens.

Sieben Jahre lang entwickelte Shortland ihr eigenes Drehbuch, und diese Sorgfalt schlägt sich nieder in detaillierten Personenbeschreibungen, die ein Leben der Figuren jenseits ihrer Szenen vor der Kamera erahnen lassen. Die differenzierten Charaktere, die mit ihren unterschiedlichen Lebensherausforderungen zu kämpfen haben, finden ihre Entsprechung in schneeverhangenen Landschaften und den düsteren Lokalitäten eines Skiorts. Das Setting mutet europäisch an und ist nicht gerade das, was man hierzulande von einem Aussie-Film erwartet.

Die Regisseurin lässt nicht den typischen immerblauen Down-Under-Himmel scheinen, sondern verlegt ihre Coming-of-Age Geschichte in die klamme Umgebung eines kleinen Wintersportortes. Dorthin, nach Jindabyne, flieht die 16-jährige Heidi (Abie Cornish zeigt überzeugend Verletzlichkeit unter einer rauen Schale), nachdem sie von der Mutter in flagranti mit deren Liebhaber erwischt wurde. Heidi ist sich ihrer Wirkung auf Männer mehr als bewusst und setzt, in einem kindlichen Akt des Ausprobierens, ihre Sexualität ein, um ihre Grenzen zu erfahren. Voller Schuldgefühle und Scham stolpert sie von einer Affäre in die nächste, bis sie für den Farmer-Sohn Joe (Sam Worthington) Gefühle entwickelt. Sie sucht sich einen Job und eine Bleibe, um ihm nahe zu sein, knüpft soziale Kontakte mit Irene, einer älteren Hotelbesitzerin, die sie beherbergt, und einer jungen Arbeitskollegin und deren autistischem Bruder. Doch Joe, ebenso unreif wie Heidi, kann die Unzufriedenheit, in der er gefangen ist, nicht deuten und seine Gefühle nur schwer artikulieren. So ist ihrer Liebe zwar kein Happy End beschert, doch gehen beide gereift aus diesem Zusammentreffen hervor, mit einer Ahnung davon, was sie vom Leben und von der Liebe erwarten. Heidi lernt, was es heißt zu verzeihen, und die Versöhnung von Mutter und Tochter liefert einen Anhaltspunkt dafür, dass ihr Leben fortan in anderen Bahnen verlaufen könnte.

Die Unwirtlichkeit der Umgebung setzt sich fort in der Kühle des Umgangs der Personen untereinander, deren Unfähigkeit, ihre Gefühle zu verstehen beziehungsweise zu kommunizieren. Auch wenn Shortlands Blick wenig Mitleid zeigt, verrät sie dennoch ihre Figuren nicht. Die Empathie stellt sich nur viel langsamer ein, als es bei einer gefühlsbetonteren Regie der Fall wäre. Die Handkamera von Robert Humphery spiegelt die emotionalen Konflikte der Figuren, viel Blau und Stahl unterstreicht die Distanziertheit, mit der diese Geschichte eines emotionalen Reifeprozesses fesselnd erzählt wird. boe.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Szene

 
nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Prokino (Filmwelt)
O-Titel Somersault
Alternativ-/Arbeitstitel More Than Scarlet
Land / Jahr Australien 2004
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Red Carpet Prods.
Drehzeit 09.01.2003
Kinostart 19.05.2005
Laufzeit 106
FSK ab 12 Jahre
Bildformat 35 mm/1:1,85
Tonformat DTS
Einspielergebnis D € 102.233
Bes. (EDI) 18.037
Bes. (FFA) 16.214
Charthistory
USA-Start 14.04.2006, bei Magnolia Pictures
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.somersault-film.de/
nach oben Cast & Crew
Produzenten Anthony Anderson
Ausf. Produzent Jan Chapman
Regie Cate Shortland
Drehbuch Cate Shortland
Darsteller Abbie Cornish (Heidi), Sam Worthington (Joe), Lynette Curran (Irene), Erik Thompson (Richard), Nathaniel Dean (Stuart), Hollie Andrew (Bianca), Leah Purcell (Diane), Olivia Pigeot (Nicole), Blake Pittman (Karl), Paul Gleeson (Roy), Anne Louise Lambert (Joes Mutter), Damian de Montemas, John Sheerin
Kamera Robert Humphreys
Schnitt Scott Gray
Musik Norman Parkhill
Produktionsdesign Melinda Doring, Janie Parker
Ton Sam Petty
Kostüme Emily Seresin
Casting Nikki Barrett
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Somersault - Wie Parfüm in der Luft
Nicht lieferbar
Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 102 Min. Kauf
Somersault - Wie Parfüm in der Luft Paramount Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 102 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Decoder Ring Somersault Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Die 16-jährige Heidi haut von zu Hause ab, nachdem ihre Mutter sie beim Knutschen mit dem Lebensgefährten ertappt hat. Fast pleite landet sie in einem trostlosen Skiort, wo sie sich betrinkt und mit Typen herummacht, um einen Schlafplatz zu ergattern. Als Heidi einen Job in einer Tankstelle findet und den Farmersohn Joe kennen lernt, scheint sich die Lage zu bessern. Doch mit ihrer unverblümten Art und ihrem ungebremsten Hang zu alkoholisierten Eskapaden mit herzlosen Bastarden legt sie sich selbst immer neue Steine in den Weg.

Einen schonungslosen, bittersüßen und bisweilen beinahe körperlich schmerzhaften Coming-of-Age-Film, besonders empfehlenswert für Eltern mit pubertierenden Töchtern, präsentiert die australischen Spielfilmdebütantin Cate Shortland. Weit weg von Hollywoods weichgespülten Teenie-Komödien erzählt das Werk vom schwierigen Erwachsenwerden, ohne auf bunte Massentauglichkeit zu setzen. Brillant gespielt von der Neuentdeckung Abbie Cornish, gehört das Drama zu den absoluten Top-Tipps für die anspruchsvollen Dramenfreunde.

Quelle: mediabiz.de

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