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Sin Nombre

Beeindruckendes Drama über einen jungen Mexikaner, der einem Mädchen Unschuld und vielleicht Leben rettet und damit auf die Abschussliste seiner eigenen Gang gerät.

Sin Nombre Großansicht
(Bild: Prokino (Fox))
Verleih Prokino (Fox)
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Mexiko, USA 2009
Regie Cary Fukunaga
Darsteller Paulina Gaitan, Edgar Flores, Kristian Ferrer
Kinostart 29.04.2010
Einspielergebnis D € 780.216
Bes. (EDI) 122.899
Bes. (FFA) 116.618
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Boxoffice USA $ 2.436.392
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Filmtrailer Video

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Seiner Gang, einer lokalen Clika der berüchtigten Mara Salvatrucha, ist der 18-jährige Mexikaner El Casper treu ergeben. Doch der Tod seiner großen Liebe, für den er Gangleader Lil' Mago verantwortlich macht, verändert alles. Bei einem Überfall auf einen Zug mit Flüchtlingen aus Mittelamerika rettet er kurz entschlossen das junge Mädchen Sayra aus Honduras, muss dafür aber seinen Anführer töten. Aus Dank und Zuneigung schließt sich Sayra El Casper an, doch die Mara folgt den Spuren der Flüchtenden mit blutiger Konsequenz.

Nichts am berauschenden Debüt des Amerikaners Cary Joji Fukunaga erinnert an einen Erstlingsfilm. Handwerklich souverän ist "Sin Nombre" inszeniert, in Cinemascope-Kompositionen, die immer für großes Kino stehen und die faszinierende Bühne für eine ebenso spannende wie emotionale, immer an der Realität ausgerichteten Geschichte bieten. Auch im Ton ist dieses Debüt über eine zarte Liebe im Angesicht höchster Lebensgefahr stimmig. Der von Fukunaga nach eigenem Drehbuch an mexikanischen Schauplätzen gedrehte Film appelliert an das Gefühl, an die Humanität und ist immer mitreißend.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Das Regiedebüt des Amerikaners Cary Joji Fukunaga ist ein Glücksgriff, eine überzeugende Mischung aus Gangdrama, Lovestory und Roadmovie.

Seit der Uraufführung beim Sundance Film Festival ist "Sin Nombre" durch internationale Festivals getourt. Dass der Film hierzulande nicht unter dem Laser Premiere feiert, ist trotzdem keineswegs selbstverständlich, aber eine Chance für Kinofans, ihren Akku wiederaufzuladen.

Denn "Sin Nombre" zeigt, wie auch ein Erstlingsfilm aussehen kann: handwerklich souverän, formatiert in Cinemascope, unsentimental und hart, aber doch voller Menschlichkeit. Fukunagas geradliniges Drehbuch beginnt in Mexiko, mit dem brutalen Aufnahmeritual des zwölfjährigen Smiley in die lokale Dependance der Mara Salvatrucha, der größten und gefährlichsten Gang der Welt. Hauptfigur aber wird Smileys älterer Freund El Casper (Edgar Flores) werden, denn er leistet sich in dieser Welt der Gnadenlosigkeit Gefühle, verheimlicht Gangleader Lil' Mago, dass er ein Mädchen mehr noch als die Mara liebt. Ein Unfall, verursacht durch einen Schlag Lil' Magos, tötet das Mädchen kurz vor der Vergewaltigung, bringt El Caspers Welt zum Einsturz. "Du findest eine andere", resümiert der Anführer lapidar und setzt seine These beim Überfall auf einen Zug mit Flüchtlingen aus Mittel- und Südamerika selbst in die Tat um. Doch dieses Mal schreitet El Casper ein, tötet den Gangleader, bevor dieser die junge Honduranerin Sayra (Paulina Gaitlan, das entführte Mädchen in "Trade - Willkommen in Amerika") missbrauchen kann. Der Beginn einer überraschenden Zuneigung, für die der Film keinen Namen finden muss. Aber auch der Anfang vom Ende El Caspers, nach dem jetzt der lange Arm der Mara greift. Ohne große Worte etabliert Fukunaga Kodex und Zusammenhalt der Mara, aber auch die Ausnahmestellung des Protagonisten, der seinen Wert im Schutz für eine völlig Fremde erkennen lernt.

Kitschfrei ist diese Beziehung entwickelt, in ein authentisches Umfeld eingebettet, in denen die Flüchtlinge vom amerikanischen Paradies träumen, in denen gerade aber die Gangs, die sie hier terrorisieren, ihre Wurzeln haben. Die Mara, die unlängst durch die Ermordung des Filmemachers Christian Poveda ("Mi Vida Loca") Schlagzeilen machte, und längst auch über Dokus hinaus Plotzugang in den US-Serienmainstream ("Nip/Tuck") gefunden hat, wirft einen furchterregend realistischen Schatten über diese nie belehrende oder exzessiv gewalttätige, stets der Unterhaltung verpflichtete Reise durch unterschiedliche Gefühlswelten, durch Verrat, Vertrauen und die Armenhäuser Mittelamerikas. Eine stark bebilderte, auf Zugdächern erlebte Reise mit ungewöhnlichen Perspektiven und klugen Einstellungen (die aus der Unschärfe im Rücken El Caspers hervortretende Sayra), mit der sich Fukunaga dem Titel zum Trotz auf Anhieb einen Namen gemacht hat. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Prokino (Fox)
O-Titel Sin Nombre
Land / Jahr Mexiko/USA 2009
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Kriminalfilm
Produktionsfirmen Canana Films/Creando Films/Primary Productions
Kinostart 29.04.2010
Laufzeit 95
FSK ab 16 Jahre
Einspielergebnis D € 780.216
Bes. (EDI) 122.899
Bes. (FFA) 116.618
Charthistory
USA-Start 20.03.2009, bei Focus Features
Boxoffice USA $ 2.436.392
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.sinnombre-derfilm.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Amy J. Kaufman
Ausf. Produzenten Gerardo Barrera, Pablo Cruz, Diego Luna, Gael García Bernal
Regie Cary Fukunaga
Drehbuch Cary Fukunaga
Darsteller Paulina Gaitan (Sayra), Edgar Flores (Willy/El Casper), Kristian Ferrer (El Smiley), Tenoch Huerta (Lil' Mago), Diana Garcia (Martha Marlene), Luis Fernando Pena (El Sol)
Kamera Adriano Goldman
Schnitt Craig McKay, Luis Carballar
Musik Marcelo Zarvos
Produktionsdesign Claudio Contreras
Kostüme Leticia Palacios
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Sin Nombre Plaion Pictures DVD, ab 16, 91 Min. Kauf
Sin Nombre Plaion Pictures Blu-ray Disc, ab 16, 95 Min. Kauf
Sin Nombre
Nicht lieferbar
EuroVideo Medien DVD, ab 16, 91 Min. Kauf
Sin Nombre
Nicht lieferbar
EuroVideo Medien Blu-ray Disc, ab 16, 95 Min. Kauf
Sin Nombre EuroVideo Medien DVD, ab 16, 91 Min. Leih
Sin Nombre EuroVideo Medien Blu-ray Disc, ab 16, 95 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Marcelo Zarvos Sin Nombre
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Seiner Gang, einer lokalen Clika der berüchtigten Mara Salvatrucha, ist der 18-jährige Mexikaner El Casper treu ergeben. Doch der Tod seiner großen Liebe, für den er Gangleader Lil' Mago verantwortlich macht, verändert alles. Bei einem Überfall auf einen Zug mit Flüchtlingen aus Mittelamerika rettet er kurz entschlossen das junge Mädchen Sayra aus Honduras, muss dafür aber seinen Anführer töten. Aus Dank und Zuneigung schließt sich Sayra El Casper an, doch die Mara folgt den Spuren der Flüchtenden mit blutiger Konsequenz.

Das Debüt des Amerikaners Cary Joji Fukunaga ist handwerklich souverän inszeniert, in Cinemascope-Kompositionen, die für großes Kino stehen und die faszinierende Bühne für eine ebenso spannende wie emotionale, immer an der Realität ausgerichteten Geschichte bieten. Auch im Ton ist das Drama über eine zarte Liebe im Angesicht höchster Lebensgefahr stimmig. Der von Fukunaga nach eigenem Drehbuch an mexikanischen Schauplätzen gedrehte Film appelliert an das Gefühl, an die Humanität und ist immer mitreißend.

Quelle: mediabiz.de

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Datum Stadt Festivalname
27.10.2009 - 01.11.2009 Hof 43. Internationale Hofer Filmtage

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