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Shine - Der Weg ins Licht

Einfühlsames Porträt eines musikalischen Ausnahmetalents auf dem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn.

Shine - Der Weg ins Licht Großansicht
Verleih Buena Vista
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Australien, Großbritannien 1995
Regie Scott Hicks
Darsteller Armin Mueller-Stahl, Noah Taylor, Geoffrey Rush
Kinostart 13.03.1997
Einspielergebnis D € 2.726.972
Bes. (EDI) 491.809
Bes. (FFA) 488.054
Boxoffice USA $ 35.752.489

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Unter der Obhut seines besessen überprotektiven Vaters Peter wächst David Helfgott in ärmlichen Verhältnissen auf. Von seinem Vater angetrieben erlernt der schüchterne Junge das Klavierspiel, als er jedoch Stipendien großer Konservatorien angeboten bekommt, lehnt Peter ab. Als David sich dem väterlichen Befehl widersetzt und in London auf die Schule geht, ist der Zusammenbruch nicht fern.

Mit seiner zutiefst bewegenden Annäherung an das Leben des unkonventionellen Konzertpianisten David Helfgott und dessen Gratwanderung zwischen Genie und Wahnisnn ist Scott Hicks ein großer Überraschungswurf gelungen. In seiner wunderbaren Geschichte über den Triumph der Kraft der Liebe brilliert vor allem Hauptdarsteller Geoffrey Rush, der soeben mit einem Golden Globe ausgezeichnet wurde.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Shine on you crazy diamond: Mit seiner zutiefst bewegenden Annäherung an das Leben des unkonventionellen Konzertpianisten David Helfgott ist dem Australier Scott Hicks ein fulminanter Überraschungswurf gelungen. Er verpackte die scheinbar unmögliche Geschichte eines Mannes beim Tanz auf dem schmalen Grat zwischen Vernunft und Wahnsinn als überwältigendes Drama purer Emotionen, als bewegende Success Story der etwas anderen Art, in der ein scheinbar verlorenes Individuum trotz aller Widrigkeiten dank der Kraft der Liebe triumphiert.

In diesem Sinne steht dieser angenehm rohe und doch strahlende Diamant sehr wohl in der Tradition großer Film-Events wie "Forrest Gump", "Rain Man" oder "Nell". Der große Unterschied liegt darin, daß hier die Geschichte einer real existierenden Figur erzählt wird, die ihr eigenes Schicksal nach einer langen Talfahrt selbst erst Mitte der achtziger Jahre in den Griff bekam. In Rückblenden folgt "Shine" seinem Protagonisten durch die tristen Kindheitstage, in denen der Grundstein zu seinem musikalischen Genie und seiner tragischen Krankheit gelegt wird. Ein wenig sperrig wirken diese Szenen aus dem Leben der polnisch-jüdischen Emigranten-Familie Helfgott, ganz als hätte Scott Hicks sie absichtlich gehemmt und beklemmend inszeniert. Unter der Obhut des besessen überprotektiven Vater-Monsters (Armin Mueller-Stahls Vorstellung kommt vom Herzen, aber er legt so viel Seele in seine Auftritte, daß er wie im falschen Film wirkt) wächst der schüchterne David heran: Seine einzige Freude unter der patriarchalischen Knute ist das Klavierspiel, doch auch da läßt Vater Peter keine Freiheiten zu und fördert damit die emotionale Isolation des Sohnes, der mit Verhaltensstörungen reagiert.

Wenn der jugendliche David (mittlerweile von dem sensationellen australischen Jungstar Noah Taylor gespielt) schließlich endlich den Mut aufbringt, seinem Elternhaus den Rücken zuzukehren, um in England seine Klavierstudien fortzusetzen, dann brechen auch bei dem Film endlich alle Dämme. Für die plötzlich gewonnene Freiheit Helfgotts findet Hicks in seinem fortan entfesselten Werk wunderbare bildliche Entsprechungen, und wenn der unkonventionelle Held nach der Aufführung eines unglaublich komplizierten Klavierstücks von Rachmaninoff zusammenbricht, um in das tiefe Tal der mentalen Instabilität einzutauchen, dann hat man ihn als Identifikationsfigur längst akzeptiert. So ist es ein verblüffendes Erlebnis, David nach einem Zeitsprung von zehn Jahren als einen von äußeren Einflüssen unbeeindruckten, geistig durch und durch verwirrten Mann wiederzutreffen. Geoffrey Rushs Darstellung dieses tragikomischen Narren ist phänomenal, seine maschingenwehrartigen Stream-of-Consciousness-Monologe sind so faszinierend, daß man ihm endlos folgen will. Wie im wahren Leben hält dieser wunderbar emotionale und doch überhaupt nicht sentimentale Film ein Happy End in Form der Liebe einer bemerkenswerten Frau bereit, die Helfgott mit rührendem Verständnis aus seinem Dilemma und wieder unter die Lebenden führt. Davids Heiratsantrag zählt denn auch zu den schönsten Momenten des Filmjahres und ist der Höhepunkt eines Films, der nach seinem sensationellen Abschneiden in Australien auch in Deutschland das Publikum in seinen Bann schlagen sollte. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Buena Vista
O-Titel Shine
Land / Jahr Australien/Großbritannien 1995
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Komödie
Produktionsfirmen Momentum Films
Kinostart 13.03.1997
Laufzeit 105
FSK ab 12 Jahre
Einspielergebnis D € 2.726.972
Bes. (EDI) 491.809
Bes. (FFA) 488.054
USA-Start 22.11.1996, bei Fine Line
Boxoffice USA $ 35.752.489
nach oben Cast & Crew
Produzenten Jane Scott
Regie Scott Hicks
Drehbuch Jan Sardi
Darsteller Armin Mueller-Stahl (Peter Helfgott), Noah Taylor (David Helfgott (jugendl.)), Geoffrey Rush (David Helfgott (erwachsen)), Lynn Redgrave (Gillian), Sir John Gielgud (Cecil Parkes), Googie Withers (Katharine-Susannah Prichard), Alex Rafalowicz (David Helfgott (Kind)), Sonia Todd, Nicholas Bell, Chris Haywood, Randall Berger
Kamera Geoffrey Simpson
Schnitt Pip Karmel
Musik David Hirschfelder
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
69. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
1996, Los Angeles, 24.03.1997 Bester Hauptdarsteller Geoffrey Rush
54. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
1997, Los Angeles, 19.01.1997 Bester Hauptdarsteller (Drama) Geoffrey Rush
50. British Academy Film Award   1997, London Bester Hauptdarsteller Geoffrey Rush
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Shine - Der Weg ins Licht (Digital Remastered) STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, ab 12, 101 Min. Kauf
Shine - Der Weg ins Licht STUDIOCANAL Home Entertainment Sales Blu-ray Disc, ab 12, 106 Min. Kauf
Shine - Der Weg ins Licht The Walt Disney Company (Germany) DVD, ab 12, 101 Min. Kauf
Shine - Der Weg ins Licht
Nicht lieferbar
Buena Vista Home Entertainment VHS, ab 12, 101 Min. Kauf
Shine - Der Weg ins Licht
Nicht lieferbar
Warner Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 101 Min. Kauf
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Unter der Obhut seines besessenen Vaters wächst der schüchterne David Helfgott in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine einzige Freude ist das Klavierspiel, doch auch da läßt der gestrenge Papa keine Freiheiten zu und fördert so die emotionale Isolation des Sohnes. Er weigert sich sogar, David ziehen zu lassen, als diesem von diversen Konservatorien Stipendien angeboten werden. Als David sich trotzdem entschließt, in London auf die Schule zu gehen, kommt es zum endgültigen Bruch zwischen Vater und Sohn.

Mit seiner einfühlsamen Annäherung an den unkonventionellen Konzertpianisten David Helfgott und dessen Gratwanderung zwischen Genie und Wahnsinn ist Regisseur Scott Hicks ein Meisterwerk gelungen. Das überwältigende Drama über den Triumph der Liebe lebt fast ausschließlich von der brillanten Performance von Geoffrey Rush, der für seine Titelrolle mit dem Golden Globe und dem Oscar'97 ausgezeichnet wurde. Das auch auf technischer Ebene in jeder Hinsicht überzeugende biopic, das zunächst auf internationalen Festivals begeisterte und dann seinen Siegeszug in den Kinos fortsetzte, hat das Publikum weltweit bezaubert.

Quelle: mediabiz.de

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Einfühlsames Porträt eines musikalischen Ausnahmetalents auf dem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn.

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