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Respect

Aufwändige Filmbiographie über Leben und Schaffen der legendären Soul-Sängerin Aretha Franklin.

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(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2021
Regie Liesl Tommy
Darsteller Jennifer Hudson, Forest Whitaker, Audra McDonald
Kinostart 25.11.2021
Einspielergebnis D € 201.155
Bes. (EDI) 23.677
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Boxoffice USA $ 24.272.382
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nach oben Ausführliche Besprechung

Aufwändige Filmbiographie über Leben und Schaffen der legendären Soul-Sängerin Aretha Franklin.

Das Aretha-Franklin Biopic "Respect" spürt dem Leben und der Musik der Queen of Soul mit einem fantastisch besetzten Allstar-Cast nach: In der Hauptrolle wagt sich die Oscar-Gewinnerin Jennifer Hudson ("Dreamgirls") an die Darstellung von Aretha Franklin. Ihren gestrengen Filmvater spielt Forest Whitaker, während Marlon Wayans, der in Deutschland eher durch Komödien und die "Scary Movie"-Filme bekannt ist, in der Rolle ihres ersten Ehemanns glänzt. Der Film beginnt mit Arethas Kindheit und der christlichen Prägung durch ihren Vater C. L. Franklin, der Prediger in der Southern Baptist Church ist. Der nimmt sie schon in jungen Jahren nach der Entdeckung ihres Gott gegebenen Talents als Gospelsängerin mit auf Tour durch die unterschiedlichen Gemeinden. Hier ist auch schon der duale Kern des mehr als zweistündigen, sehr aufwändigen Biopics offen gelegt: Einerseits die unfassbar beseelte Stimme der Aretha Franklin, der Regisseurin Liesl Tommy klugerweise sehr viel Platz in lang ausgespielten Musikmomenten in Studios und auf der Bühne gewährt. Auf der anderen Seite der von Whitaker intensiv gespielte Patriarch, der nicht nur Arethas Kindheit, sondern auch ihren Blick auf die späteren Männer in ihrem Leben prägt.

Dem furiosen und packenden Findungsprozess ihres Musikstils sind die unzähligen toxischen und schon früh beginnenden Beziehungen - Franklin war das erste Mal mit zwölf Jahren schwanger - gegenüber gestellt, von denen Wayans als zur Gewalt neigender Ehemann Ted White sicherlich die einprägsamste Rolle hat. Vielleicht bedingen sich auch Aretha Franklins Hymnen wie der titelgebende Song oder ("You Make Me Feel Like) A Natural Woman" und ihre leidvollen Erfahrungen, weil es nicht bloß phänomenal gesungene, sondern auch tief empfundene und durchlittene Songs sind, die ebenso für die schwarze Bürgerrechtsbewegung eine wichtige Rolle in den USA spielten. Umso interessanter sind die wenigen Szenen zwischen Franklin und Martin Luther King Jr. (Gilbert Glenn Brown), die gemeinsam spazieren gehen und über die Zeit reflektieren.

Relativ spät im Film trifft Aretha Franklin auf einen weiblichen Fan in der Hotel-Lobby, der sich als die Regisseurin Liesl Tommy in einem winzigen Cameo herausstellt. Da sagt Tommy zur Film-Franklin bedankend, dass diese mit ihren Songs so viel für die Frauen dieses Planeten an Emotionen ausgedrückt habe. Genau mit diesem Gestus hat die Regisseurin mit südafrikanischen Wurzeln, die ihren Durchbruch am Broadway mit dem Stück "Eclipsed" feierte, in dem Lupita Nyong'o die Hauptrolle spielte und das einen Tony-Award gewann, "Respect" inszeniert. Jennifer Hudsons Performance ist voller Ehrfurcht und Hingabe und nähert sich dem überlebensgroßen musikalischen Vorbild am stärksten, wenn sie singt. Deshalb sind wohl jene Momente mit die schönsten und spannendsten, in denen Franklin nach diversen nicht sonderlich erfolgreichen Alben im Jahr 1967 mit ihrem neuen Produzenten Jerry Wexler (Marc Maron) nach Muscle Shoals in Alabama fährt, um mit einem Haufen weißer "Hillbilly"Künstler ihren Groove zu finden. Wie überhaupt in "Respect" immer dann die einprägsamsten Szenen zu sehen sind, wenn Franklin zusammen mit anderen Künstlern an Songs arbeitet, den perfekten Ton trifft und die Szenerie im kreativen Prozess zu schweben beginnt.

Michael Müller.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Universal
O-Titel Respect
Land / Jahr USA 2021
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Biographie
Kinostart 25.11.2021
Laufzeit 146
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 201.155
Bes. (EDI) 23.677
Charthistory
USA-Start 13.08.2021, bei Universal
Boxoffice USA $ 24.272.382
Web-Link https://upig.de/micro/respect
nach oben Cast & Crew
Regie Liesl Tommy
Darsteller Jennifer Hudson (Aretha Franklin), Forest Whitaker, Audra McDonald, Saycon Sengbloh, Hailey Kilgore, Brenda Nicole Moorer
nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollFBW-Pressetext:

Mitreißendes Biopic über die Königin der Soulmusik mit einer phänomenalen Hauptdarstellerin.

Sie war die "Queen of Soul", eine politische Aktivistin, Vorbild für so viele große Künstlerinnen: Aretha Franklin. Doch Ruhm und der ganze Glanz des Showbusiness konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie in ihrem Leben schon früh traumatisierende Erlebnisse hat, die sie ihr ganzes Leben lang wie Dämonen begleiteten. Das Biopic über das bewegte Leben und die unvergleichliche Kunst der Sängerin und Komponistin Aretha Franklin begeistert durch die mitreißende Musik und Jennifer Hudsons schauspielerische und gesangliche Tour de Force.

Dass das Leben von Aretha Franklin von Musik bestimmt wurde, ist der rote inszenatorische Faden, der sich durch dieses mitreißende Biopic in der Regie von Liesl Tommy (die als gefeierte Broadway-Regisseurin hier ihr Langfilmdebüt feiert) zieht. Wie dramaturgische Klammern bilden Aretha Franklins Hits und Soul-Klassiker das erzählerische Gerüst des Films, der jeden einzelnen Track zelebriert. So kann man sich als Zuschauer*in gefangen nehmen lassen von der Hauptdarstellerin, die diesen Film über die spannende und bewegende Geschichte hinaus zum phänomenalen musikalischen Ereignis werden lässt. Mit ihrer kraftvollen Stimme erfühlt Hudson die berühmte Figur, die sie spielt und kriecht förmlich in ihr Empfinden. Und doch bewahrt sich Hudson immer etwas Eigenes und korrespondiert in ihrem kindlich unschuldigen Spiel ganz wunderbar mit der kongenial spielenden Skye Dakota Turner. Diese verkörpert Aretha als Kind und legt als Figur den Grundstock für die traumatischen Ereignisse, die die erwachsene Aretha mit Alkohol und Arbeitswut zu bekämpfen versucht. Auch der Rest des Ensembles überzeugt, allen voran Forest Whitaker als Vater, ein strenger Baptistenprediger, und Audra McDonald als Mutter, von der Aretha die Gabe des Singens geerbt zu haben scheint. Dass Aretha Franklin sich als schwarze Bürgerrechtskämpferin engagierte und sich mehr und mehr von Männern emanzipierte, um selbst über ihre Karriere zu bestimmen, sind Themen, die dem Film etwas Hochaktuelles verleihen. Doch am Ende ist es immer wieder die Musik, die einen nicht loslässt. Bis zum letzten Bild, in dem Fiktion und Realität ineinander übergehen und noch einmal klar wird, wie respekt- und liebevoll hier das Porträt einer Ausnahmekünstlerin gemalt wird.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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