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Public Enemies

Mit Johnny Depp und Christian Bale prominent besetztes Crime-Epos über einen mythischen Gangster der Dreißigerjahre und seine Flucht vor dem FBI.

Public Enemies Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2009
Regie Michael Mann
Darsteller Johnny Depp, Christian Bale, Marion Cotillard
Kinostart 06.08.2009
Einspielergebnis D € 4.906.547
Bes. (EDI) 674.788
Bes. (FFA) 673.091
Charthistory
Boxoffice USA $ 97.030.725
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 05.12.2011 (ZDF)

nach oben Inhalt & Info

Fast neun Jahre verbrachte John Dillinger in Haft. Nach seiner Entlassung im Mai 1933 holt er das Leben mit großen Atemzügen nach. Überfällt Banken, genießt Alkohol, Geld und Frauen, findet in Billie Frechette seine große Liebe, die ihm trotz erzwungener Trennungen die Treue hält. In 13 Monaten wird Dillinger zum Helden der Bevölkerung, weil er in der Zeit der Großen Depression die verhassten Banken bluten lässt. Und zu einer Reizfigur, die die Agenten des FBI und auch die mächtigen Syndikate am liebsten tot sehen würden.

Gangster und Cops bestimmen den Kinokosmos von Michael Mann, vollendet zum Ausdruck gebracht in "Heat". Dessen Beziehungskomplexität und emotionale Tiefe erreicht "Public Enemies" nicht, bleibt aber trotzdem ein Filmevent der Spitzenklasse. Stark besetzt in Haupt- und Nebenrollen, plastisch mit Digitaltechnik fotografiert und getragen von jeder Menge Action. Unter den vielen Shootouts reiht sich ein nächtlicher Waldangriff in Manns Meistersequenzen ein, unter denen sich auch das elektrisierende Finale einen Platz verdient.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Große Gangster brauchen die besten Dokumentaristen: Michael Manns Rückschau auf John Dillingers Einzug in den Mythos der US-Kriminalgeschichte ist Actionkino der A-Klasse.

"Public Enemies" hat nicht die Beziehungskomplexität und das emotionale Gewicht von "Heat", aber dennoch ist die Große Depression nicht als Reaktions-, sondern nur als Zeitbeschreibung angebracht. Auch mit seiner zehnten Regiearbeit bleibt Mann der unerreichte Chronist des ewigen Duells zwischen Cops und Gangstern. Auch hier umkreist er seine Themen Loyalität und Verrat, Charakterparallelen bei kontrastierenden Lebensentwürfen, Prinzipientreue und Coolness selbst unter größter Hitze.

Auf der Grundlage von Bryan Burroughs gleichnamigem Buch konzentriert sich das Skript auf die letzten 13 Monate Dillingers, der 1933, nach knapp neun Jahren, aus der Haft entlassen wird und sich mit großen Atemzügen auf das Leben in Freiheit stürzt. Wie schon in John Milius' Biopic von 1973 ist Dillinger (Johnny Depp) ein harter Pragmatiker mit Humor und sporadischer Gentleman-Attitüde. Ein Mann, der Gewalt benutzt, aber nicht von ihr gesteuert wird, der auf sein Image in der Öffentlichkeit achtet, die mit ihm sympathisiert, weil er die verhassten Banken bluten lässt. Der Gangster als Volksheld, teils kalkuliert, teils selbst von der Rezeption überrascht, ist Spezialist für effektive Überfälle, liebt aber auch das Spiel mit seinen Verfolgern aus der Gründerzeit des FBI, das sich unter J. Edgar Hoover gerade zu einer Bundespolizei mit neuen Methoden und größeren Kompetenzen formiert.

Dillingers Aufstieg zum "Public Enemy No.1", den Agent Purvis (Christian Bale) unerbittlich jagt, ist so explosiv wie die Eroberung seiner großen Liebe Billie Frechette (Marion Cotillard) und Konsequenz des Bewusstseins einer ablaufenden Lebensuhr. Der Plot reißt das Paar mehrfach auseinander, aber Depp und Cotillard geben ihr Bestes, der Beziehung eine Tiefe zu geben, wie sie in "Heat" bei mehreren Charakteren spürbar war. Trotzdem ist "Public Enemies" vor allem ein Attacke-und-Flucht-Film, weniger Drama, das Handeln und Fühlen auf den Grund geht. Dillingers Überfälle und die Reaktion der Cops darauf bestimmen den Rhythmus der oft bestechend plastisch fotografierten Tommy-Gun-Saga, die in Nebensätzen herausarbeitet, wie Dillinger zwischen dem Erfolgszwang des FBI und den Syndikaten, deren Geschäfte durch seine Prominenz gefährdet wurden, zerrieben wurde. Die Annäherung zum meisterlichen Epos gelingt dem Film vor allem in der zweiten Hälfte, wenn sich unter den diversen Shootouts ein nächtlicher Waldangriff zu einer Mann-typischen Brillantsequenz entwickelt, wenn Realität und Hollywood bei einem Kinobesuch Dillingers verschmelzen, der letztlich seinen Tod besiegelte. Ein perfektes, dazu noch wahres Ende für einen Mann, der Zelluloid liebte und es irgendwie auch lebte. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Universal
O-Titel Public Enemies
Land / Jahr USA 2009
Kategorie Spielfilm
Genre Kriminalfilm / Thriller
Produktionsfirmen Forward Pass/Misher Films/Tribeca Productions
Kinostart 06.08.2009
Laufzeit 140
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Wertvoll
Einspielergebnis D € 4.906.547
Bes. (EDI) 674.788
Bes. (FFA) 673.091
Charthistory
USA-Start 01.07.2009, bei Universal
Boxoffice USA $ 97.030.725
Filmtrailer Video
nach oben Cast & Crew
Produzenten Kevin Misher, Michael Mann
Koproduzenten Bryan H. Carroll, Gusmano Cesaretti, Kevin De La Noy
Ausf. Produzent G. Mac Brown
Regie Michael Mann
Drehbuch Ronan Bennett, Ann Biderman, Michael Mann
Buchvorlage Bryan Burrough
Darsteller Johnny Depp (John Dillinger), Christian Bale (Melvin Purvis), Marion Cotillard (Billie Frechette), Billy Crudup (J. Edgar Hoover), Stephen Dorff (Homer Van Meter), Stephen Lang (Charles Winstead)
Sprecher D David Nathan (John Dillinger), Sascha Rotermund (Melvin Purvis), Natascha Geissler (Billie Frechette), Peter Flechtner (J. Edgar Hoover), Florian Halm (Homer Van Meter), Frank Glaubrecht (Charles Winstead)
Kamera Dante Spinotti
Schnitt Paul Rubell, Jeffrey Ford
Musik Elliot Goldenthal
Produktionsdesign Nathan Crowley
Kostüme Colleen Atwood
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Public Enemies (Steelbook)
Nicht lieferbar
Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 140 Min. Kauf
Public Enemies (Special Edition, 2 DVDs)
Nicht lieferbar
Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 134 Min. Kauf
Public Enemies Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 134 Min. Kauf
Public Enemies Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 140 Min. Kauf
Public Enemies Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 134 Min. Leih
Public Enemies Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 140 Min. Leih
Enthalten in:
The Ultimate Gangster Selection (4 Discs)
Nicht lieferbar
The Ultimate Gangster Selection (8 Discs)
Nicht lieferbar
Universal Pictures Germany GmbH
Universal Pictures Germany GmbH
Blu-ray Disc, ab 18 (keine Jugendfreigabe), 644 Min.
DVD, ab 16, 622 Min.
Kauf
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Diverse Public Enemies
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Fast neun Jahre verbrachte John Dillinger in Haft. Nach seiner Entlassung im Mai 1933 holt er das Leben mit großen Atemzügen nach. Er überfällt Banken, genießt Alkohol, Geld und Frauen, findet in Billie Frechette seine große Liebe, die ihm trotz erzwungener Trennungen die Treue hält. In 13 Monaten wird Dillinger zum Helden der Bevölkerung, weil er in der Zeit der Großen Depression die verhassten Banken bluten lässt. Und zu einer Reizfigur, die die Agenten des FBI und auch die mächtigen Syndikate am liebsten tot sehen würden.

Gangster und Cops bestimmen den Kinokosmos von Michael Mann, vollendet zum Ausdruck gebracht in "Heat". Dessen Beziehungskomplexität und emotionale Tiefe erreicht "Public Enemies" nicht, bleibt aber trotzdem ein Filmevent der Spitzenklasse. Stark besetzt in Haupt- und Nebenrollen, plastisch mit Digitaltechnik fotografiert und getragen von jeder Menge Action. Von den vielen Shootouts reiht sich ein nächtlicher Waldangriff in Manns Meistersequenzen ein, unter denen sich auch das elektrisierende Finale einen Platz verdient.

Quelle: mediabiz.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: WertvollKurztext:

Der nahezu unbesiegbare Gangster John Dillinger prägte in den 30er Jahren die amerikanische Kriminalgeschichte durch seine spektakulären Banküberfälle und Fluchtversuche mindestens ebenso stark wie Al Capone. Regisseur Michael Mann stellt seinem charismatischen Gangsterhelden, hervorragend verkörpert von Johnny Depp, einen nicht weniger hartnäckigen FBI-Agenten (Christian Bale) gegenüber. Doch neben der erbarmungslosen Jagd, dem Ringen um Freiheit und Macht, gelingen ihm in diesem epischen Werk auch überaus beeindruckende Genre-Referenzen in Erinnerung an die großen amerikanischen Gangsterfilme. Visuell überragend und ein inhaltlich überzeugendes Stück inszenierter (Film-)Geschichte. Große Oper!

Gutachten:

Public Enemies ist handwerklich ein perfekt gemachter Film in der Tradition des amerikanischen Gangsterfilms. Das spannende Epos wird getragen durch brillante Bilder von hohem Schauwert: anspruchsvolle Kamerafahrten, sensationelle Autoverfolgungen, Verfolgungsjagden teils nachts im Wald bei schwacher Beleuchtung, sichtbar nur im Licht der Autoscheinwerfer, geben der Geschichte die authentische, düstere Stimmung des amerikanischen Kriminalfilms und versetzen die Zuschauer in die Atmosphäre der 30er Jahre. Regisseur Michael Mann schöpft dabei voll aus den cinematographischen Möglichkeiten, der traditionellen, wie auch aus den rechnergestützten Spezialeffekten, die hier zu einem stimmigen Ganzen verschmelzen.

Die Geschichte wird vorangetrieben durch ein überzeugendes Schauspieler-Ensemble, angeführt von Johnny Depp und Christian Bale und unterstützt durch eine ausdrucksstark agierende Marie Cotillard. In der detailgetreuen Ausstattung samt perfekter Maske glaubt man sich mit den Figuren zurückversetzt in die Anfänge des FBI und die Zeit der großen Gangsterbosse. Auch die aufwendig komponierte Filmmusik unterstreicht den authentischen Eindruck.

Bemängelt wurden jedoch auf über 143 Minuten Laufzeit einige Schwächen des Drehbuches in Bezug auf einen nicht durchgängig gelungenen Erzählfluss. Zu leicht verliert der Zuschauer zeitweise den Überblick über die Zusammenhänge bei so vielen neu auftauchenden Figuren und zwischen den immer neuen Gefangennahmen und wiederholten Fluchtversuchen.

Public Enemies ist nicht nur für Genre-Fans eine Augenweide durch seine technische Brillanz und großartige Schauspielleistung. Es ist eine wahre Freude den Meistern ihres Fachs bei der Arbeit zuzuschauen.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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