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Open Water

Horrorfilm als Open-Air-Kammerspiel, der ohne Special Effects auskommt, dafür mit echten Haien schreckt.

Open Water Großansicht
(Bild: Universum)
Verleih Universum Film (Central)
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2003
Regie Chris Kentis
Darsteller Blanchard Ryan, Daniel Travis, Saul Stein
Kinostart 30.09.2004
Einspielergebnis D € 410.021
Bes. (EDI) 67.498
Bes. (FFA) 69.069
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Boxoffice USA $ 30.500.882
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Filmtrailer Video

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Zur Ferienzeit gönnen sich Susan und Daniel gern mal einen Tauchurlaub. In diesem Jahr steht die Karibik auf dem Programm, richtige Riffhaie soll's zu sehen geben beim täglichen Törn mit dem taucherfahrenen Skipper. Leider zählt der Captain nicht so gut, wie er schippert, weshalb Susan und Daniel eines Mittags auftauchen und allein auf weiter Flur vergeblich nach einem Festlandhorizont Ausschau halten. Nun, fast allein, denn da sind ja noch die Haie.

Der Albtraum aller Hobbytaucher wird Wirklichkeit im so originell wie intensiv in blaue Unendlichkeit gegossenen Phobikerpflichtfilm der Saison. Produzentin Estelle Lau und Autor/Regisseur Chris Kentis realisierten für das Taschengeld von nur 140.000 Dollar dieses Open-Air-Kammerspiel von Sleeper-Format und beweisen, daß auch in Zeiten von achtstelligen Durchschnittsbudgets der Horror nicht von Stars und Special Effects lebt.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Sommer, Sonne, Ozean. "Open Water" kommt ein bißchen zu spät für die Großen Ferien, doch der Tourismusindustrie kann das nur recht sein. Nicht ausgeschlossen nämlich, daß dieser leise, unspektakuläre Horrorfilm zum Geheimtip avanciert und ähnliche Spuren im Gemüt der Badefreunde hinterläßt wie einst "Der Weiße Hai".

Es sollte ein normaler Tauchurlaub werden. Pauschalbuchung auf die Schnelle mit Bett, Frühstück und Bootsfahrt hinaus zum Riff. Hauptsache Haie. Susan (Blanchard Ryan) und Daniel (Daniel Travis), von denen wir kaum mehr als ihre Namen erfahren, machen das offenbar nicht zum ersten Mal. Jedenfalls muss man sich die Ausrüstung nicht ausleihen, und auch die Regeln an Bord einer Aquanautenfähre kennen beide. Pech nur, dass der joviale Skipper zwar um keinen Spruch verlegen ist, vielleicht aber nicht ganz so gut zählen kann. Als Susan und Daniel wieder auftauchen vom halbstündigen Trip unter die Wasseroberfläche, fehlt vom Kahn jede Spur. Statt dessen nur endloser Ozean bis zum Horizont, allein das Klatschen der Wellen und der eigene Atem ist zu hören.

So nimmt er seinen Anfang, der Albtraum aller Sporttaucher. Bedrückend nachvollziehbar auch für Leute, die noch nie durch eine Taucherbrille sahen und das Blau der Tiefe bloß aus dem Fernsehen kennen. Auf einem wahren Fall soll sie beruhen, die Geschichte von "Open Water", und wer wollte daran zweifeln, dass dergleichen vermutlich öfter passiert, als der Presse zu entnehmen ist. Der einst gefürchtete Hai schreckt nicht mehr ab, sondern wird beim wahrhaft vollendeten Unterwasservergnügen per Hand gefüttert. Schließlich sind wir alle aufgeklärt über den "Blauen Planeten", von Hass, Cousteau und den anderen, wissen, dass der Hai keine Bestie ist und die meisten von ihnen sowieso keinen Mensch mögen. Die meisten.

"Open Water" verharrt in der Perspektive seiner ausgelieferten Protagonisten bis zur Schmerzgrenze. Warten, hoffen, bangen. Erst Mut zusprechen, dann Schuld zuweisen. Grenzenlos lieben. Die natürliche Emotionspalette. Die Nacht kommt und geht, die Situation bleibt. Es kommen Kälte, Erschöpfung und Haie, und die bleiben auch. Haie sind neugierig, stupsen fremde Dinge mit der Nase an. Taucheranzüge riechen nicht sehr appetitlich, doch die Geräusche und das unregelmäßige Strampeln der Menschen locken weitere, eher auf der Hochsee verbreitete Arten. Überhaupt: Die Strömung! Wo, wenn überhaupt, wird man Daniel und Susan wohl suchen?

Der Horror in "Open Water" kommt nicht mit der Monstermaske, dem Knalleffekt oder der Orchesterwalze. Er ist einfach da und geht nicht weg, genau wie die Haie. "Open Water" wurde bereits mit "Blair Witch Project" verglichen, und das nicht von ungefähr. Subjektive Kamera, schaukelnd statt wackelnd, unendliche Einsamkeit vermittelnd, da, wo dich niemand schreien hört, kaum greifbarer, omnipräsenter Schrecken. Das Ende wird für Kontroversen sorgen, aber das schadet nicht. "Open Water" wirkt nach, der Film im Kopf dauert länger als der auf der Leinwand. Nur 140.000 Dollar soll die Produktion gekostet haben - ein Witz nicht nur im Vergleich zu den explodierenden Kosten anderer Wasserspiele aus der Traumfabrik. Die Haie sind echt, und auch das Gefühl der Verlorenheit in einem fremden, zutiefst feindlichen Element. Horrorherz, was willst Du mehr. ab.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Universum Film (Central)
O-Titel Open Water
Land / Jahr USA 2003
Kategorie Spielfilm
Genre Thriller / Drama
Kinostart 30.09.2004
Laufzeit 80
FSK ab 12 Jahre
Bildformat 35 mm/1:1,85/Widescreen
Tonformat Dolby-SRD/DTS/SDDS
Einspielergebnis D € 410.021
Bes. (EDI) 67.498
Bes. (FFA) 69.069
Charthistory
USA-Start 06.08.2004, bei Lionsgate
Boxoffice USA $ 30.500.882
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.open-water.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Chris Kentis, Laura Lau
Koproduzenten Estelle Lau
Regie Chris Kentis
Drehbuch Chris Kentis
Darsteller Blanchard Ryan (Susan), Daniel Travis (Daniel), Saul Stein (Seth), Estelle Lau (Estelle), Michael E. Williamson (Davis), Cristina Zenarro (Linda), John Charles (Junior)
Kamera Chris Kentis, Laura Lau
Schnitt Chris Kentis
Musik Graeme Revell
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Open Water Universum Film Blu-ray Disc, ab 12, 80 Min. Kauf
Open Water Universum Film DVD, ab 12, 77 Min. Kauf
Open Water Universum Film DVD, ab 12, 77 Min. Leih
Enthalten in:
Open Water / Open Water 2 (2 Discs)Open Water / Open Water 2 (2 Discs)Open Water / Open Water 2 (2 Discs)
Universum Film GmbH
Universum Film GmbH
Universum Film GmbH
DVD, ab 12, 168 Min.
Blu-ray Disc, ab 12, 175 Min.
DVD, ab 12, 168 Min.
Kauf
Kauf
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Diverse Open Water Nicht lieferbar
Soundtrack/Original Score Diverse Open Water Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

In den Ferien fahren Susan und Daniel am liebsten zum Tauchen. Ihr Ziel diesmal: die Karibik, wo es richtige Riffhaie zu sehen gibt. Doch eines Tages werden sie bei einem Bootsausflug von ihrem Skipper schlichtweg vergessen und auf offenem Meer treibend zurückgelassen. Erst halten Susan und Daniel das Ganze für einen schlechten Scherz. Einem Streit, wer die Schuld an ihrer misslichen Lage trägt, folgt schnell Angst und Panik. Denn wer weiß denn schon so genau, welche Gefahren so unter ihnen im trüben Gewässer lauern.

Für ein Minimal-Budget von nur 140.000 Dollar realisierten Chris Kentis (Buch, Regie, Kamera & Schnitt) und Ehefrau Laura Lau (Kamera & Produktion) einen originellen und zugleich hochspannenden Thriller auf hoher See. Auch ohne Spezialeffekte und aufwändiges Produktionsdesign überzeugt dieser kammerspielartig inszenierte Horrorschocker durch sein perfides Spiel mit unseren Urängsten. Mit echten Tieren ausgestattete Variante von "Der weiße Hai", im Kino unter Wert geschlagen.

Quelle: mediabiz.de

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