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Nobody

Actionthriller um einen scheinbar braven Familienvater, der zum knallharten Kämpfer mutiert.

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(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2021
Regie Ilya Naishuller
Darsteller Bob Odenkirk, Connie Nielsen, Christopher Lloyd
Kinostart 01.07.2021
Einspielergebnis D € 719.972
Bes. (EDI) 81.795
Charthistory
Boxoffice USA $ 27.214.710
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Hutch Mansell ist ein Nobody, ein scheinbar braver Familienvater. Dafür halten ihn zumindest Frau und Kinder und Arbeitskollegen. Doch als bei ihm eingebrochen wird, erwacht sein altes Ich, das er hinter sich gelassen hatte, um eine Familie zu gründen. Er mutiert zum knallharter Killer, der er auch sein muss, um seine Familie vor seinem ehemaligen Auftraggeber, einem Gangstersyndikat und deren Schergen, zu retten.

Actionthriller, in dem Bob Odenkirk, bekannt als Anwalt aus "Better Call Saul" auf den Spuren von Liam Neeson wandelt als vermeintlich braver Familienvater, der rot sieht. Vom Autor und Produzent von "John Wick", Derek Kohlstad bzw. David Leitch, inszeniert von Ilya Naishuller, der mit "Hardcore Henry" auch bereits Erfahrung im Genre hat.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Ausgerechnet Bob Odenkirk als Actionheld? "Nobody", der neue Film der "John Wick"-Macher macht's möglich, eine knallharte Rachegeschichte.

Kann man sich einen schmalbrüstigeren Mann vorstellen als Bob Odenkirk, einen weniger zum Actionhelden tauglichen Jedermann, der schon bei der leisesten Aussicht auf körperliche Konfrontation den Kopf einzieht, als den Schauspieler, der in "Breaking Bad" und "Better Call Saul" die Darstellung eines unkörperlichen Feiglings zur Kunstform erhoben hat? Eben. Das ist schon der eigentliche Gag von "Nobody", mit dem der junge russische Regisseur Ilya Naishuller sechs Jahre nach seinem aufsehenerregenden Debüt "Hardcore Henry" nun den Sprung ins US-Studiosystem schafft. Denn hier ist es Odenkirk, der ordentlich Ärsche tritt und sich benimmt wie John Wicks Bruder im Umgang mit bösen Menschen, was zumindest insofern nicht weiter verwundert, weil das Drehbuch dieser bis ins Comichafte überzogenen Rachefantasie von "John Wick"-Autor Derek Kolstad stammt und "John Wick"-Produzent David Leitch hier ebenfalls die Fäden hinter den Kulissen zieht.

Basierend auf einem persönlich traumatisierenden Erlebnis in Odenkirks jungen Jahren, entfaltet sich ein Film, der weniger "Ein Mann sieht rot" oder "Falling Down" ist, wie man vielleicht vermuten würde, sondern eher Verwandtschaft hat mit turbobetriebenen Gewalt-Tour-de-Forces der Marke "Atomic Blonde" oder "Smokin' Aces": Wenn geballert wird, dann richtig. Wenn Knochen gebrochen worden, dann immer so, dass es richtig knackt. Das entspricht womöglich den Sehgewohnheiten des heutigen Actionpublikum und bietet entsprechend viel Unterhaltungswert, ist aber auch so grotesk übersteigert, dass man von dem wilden Treiben emotional und intellektuell komplett unberührt bleibt. Im Grunde ist es egal, dass ein brutaler Einbruch im Zuhause des vermeintlich harmlosen Familienvaters Hutch Mansell das lange verborgene Tier im Manne des, wie wir erfahren, einstigen Elitekillers erweckt. Hauptsache, es wird erweckt.

In einem Bus kommt es zu einer Auseinandersetzung mit ein paar Schurken, die an die legendäre Hammersequenz in "Oldboy" erinnert und wiederum ein Auslöser für eine Konfrontation mit einem ruchlosen russischen Unterwelt-Lord ist, der mindestens so ruchlos ist, wie es der russische Unterwelt-Lord in "The Equalizer" gewesen war. Dass dem die Auseinandersetzung mit Denzel Washington nicht besonders gut bekam, hat sich offenbar nicht herumgesprochen. Denn auch Hutch ist ein überlegener Gegenspieler, zumal er, und das ist der eigentliche Clou von "Nobody", tatkräftige Unterstützung von Freunden und anderen Familienmitgliedern erhält. Schön, dass Christopher Lloyd und Michael Ironside zum Besuch vorbeischauen. Sieht man immer gern, die beiden. Aber keine Frage: Das maßlose Massaker ist Odenkirks Show, dem die Freude am Draufhauen ins Gesicht geschrieben ist. Das Gusto, mit dem er zuschlägt und abdrückt, lässt vermuten, dass er sich für alle Ungnädigkeiten, die seinen Figuren im Verlauf seiner Karriere angetan wurden, im Handstreich rächen will. Das hat, wie gesagt, null Nährwert. Was nicht heißt, dass man nicht auch gehörig Spaß haben kann in dieser Kakophonie des Dauerfeuers.

Thomas Schultze.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Universal
O-Titel Nobody
Land / Jahr USA 2021
Kategorie Spielfilm
Genre Action
Kinostart 01.07.2021
Laufzeit 92
FSK ab 16 Jahre
Einspielergebnis D € 719.972
Bes. (EDI) 81.795
Charthistory
USA-Start 26.03.2021, bei Universal
Boxoffice USA $ 27.214.710
Web-Link https://www.upig.de/micro/nobody, https://www.youtube.com/watch?v=l7sBoMS6O60, https://www.youtube.com/watch?v=Xcgra4Fp5HY
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Regie Ilya Naishuller
Drehbuch Derek Kolstad
Darsteller Bob Odenkirk, Connie Nielsen, Christopher Lloyd
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