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Nicht auflegen!

Fesselnder High-Concept-Thriller, in dem ein Mann von einem unsichtbaren Scharfschützen in einer Telefonzelle festgehalten wird.

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(Bild: Fox)
Verleih Fox
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2002
Regie Joel Schumacher
Darsteller Colin Farrell, Kiefer Sutherland, Forest Whitaker
Kinostart 07.08.2003
Einspielergebnis D € 3.821.043
Bes. (EDI) 672.486
Bes. (FFA) 668.777
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Boxoffice USA $ 46.524.362
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Stu Shepard, ein selbstgefälliger New Yorker Medienagent, ruft aus einer Telefonzelle seine Geliebte an. Als er auflegt, das Telefon klingelt und er den Anruf entgegen nimmt, steckt er in der Falle: Am anderen Ende der Leitung befindet sich ein unsichtbarer Scharfschütze, der sein Visier bereits auf Stu gerichtet hat und ihm erklärt, er müsse sterben, sobald er auflegt oder die Telefonzelle verlässt.

Der Frage, ob und wie man einen Film an nur einem Handlungsort aufregend und spannend gestalten kann, ging schon Hitchcock nach. Jetzt wagt sich Joel Schumacher an diese Vorgabe mit einem simpel erdachten High-Concept-Thriller, in dem es Colin Farrell mit einem Killer aufnehmen muss, der ihn mitten in New York in einer Telefonzelle festhält: Ein pfiffiges, faszinierend realisiertes und fesselndes Denk- und Kammerspiel.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Der Frage, ob und wie man einen Film an nur einem Handlungsort aufregend und spannend gestalten kann, ging schon Hitchcock nach. Jetzt wagt sich Joel Schumacher im Zuge seiner seit "Tigerland" eingeleiteten Selbstwiedererfindungsmaßnahmen als aufregender, keine Risiken scheuender Filmemacher an diese Vorgabe, via eines denkbar simplen erdachten High-Concept-Thriller, in dem es Colin Farrell mit einem Killer aufnehmen muss, der ihn inmitten von New York an einem winzigen öffentlichen Ort festhält. Ein pfiffiges, immer wieder faszinierend realisiertes Denk- und Kammerspiel, das fesselt, auch wenn ihm zum Schluss hin sichtbar die Luft ausgeht.

Ein Mann wird von einem unsichtbaren Scharfschützen in einer New Yorker Telefonzelle festgehalten - wenn er auflegt oder die Telefonzelle verlässt, muss er sterben. Don Simpson, Erfinder der High-Concept-Idee, ein Film sei nur dann verfilmenswert, wenn sich seine Handlung handschriftlich auf einer Streichholzschachtel zusammenfassen ließe, wäre stolz auf den alten Haudegen Larry Cohen gewesen. Der umtriebige Genre- und Exploitation-Experte - Regisseur von denkwürdigen Filmen wie "Black Caesar" (1973), "Die Wiege des Satans" (1978) oder "Ambulance" (1990) - ging bereits seit Jahren mit seiner konstruierten Idee schwanger, immer wieder stand der Film kurz vor dem Dreh (u. a. mit der Kombination Michael Bay und Will Smith). Doch erst Schumachers unerschrockener Ansatz, die Story guerilla-style aus der Hüfte und vor allem preisgünstig und schnell zu schießen, bewirkte das grüne Licht von Fox.

Und so ist "Nicht auflegen", eine moderne Variation des Stanwyck-Klassikers "Du lebst noch 105 Minuten", in der (Film-)Theorie bisweilen deutlich spannender als in der Praxis auf der Leinwand. Denn natürlich gab sich der einstmalige Oberflächenkönig des aufgeblähten Mainstreamkinos (siehe "Batman & Robin") nicht mit spartanischen Down-and-Dirty-Bildern des Big Apple zufrieden, sondern erzeugt im Zusammenprall von Dogma-Ansatz und High-Tech-Postproduktion (u. a. mit multiplen Splitscreens und mutigen Montagen) ein Spannungsfeld, das dem hektischen Treiben auf den Straßen New Yorks durchaus nahe kommt. So entwickelt sich die Intensität nicht nur aus dem sich zuspitzenden Fortlauf der Story, sondern auch durch das Rätseln über die Frage, ob es Schumacher gelingen wird, genügend filmische Ideen zu entwickeln, um den Thriller trotz einer einzigen Location über die volle Laufzeit hinweg aufregend und frisch wirken zu lassen.

Großes Gewicht ruht dabei auf den Schultern Colin Farrells, der Schumacher seinen Durchbruch (in "Tigerland") zu verdanken hat und sich zuletzt in "Minority Report" und "The Recruit" als Rebell mit Potenzial empfahl. In "Nicht auflegen!" steht er als hyperaktiver, selbstgefälliger Agent Stu, der per Handy immer fünf Deals gleichzeitig am Laufen hat und obendrein seine Frau mit einer Klientin betrügt, stets im Mittelpunkt. Letzteres Vergehen rückt ihn buchstäblich ins Visier eines unsichtbaren Scharfschützen (im Original gesprochen von Kiefer Sutherland), der mit dem Abschaum der Welt aufräumen will. Aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen nimmt Stu einen Anruf in einer Telefonzelle entgegen - und steckt in der Falle. Was beginnt wie die Anfangssequenz von "Scream", in der Drew Barrymore mit ihrem Killer telefoniert, entwickelt sich schnell zu einem Katz-und-Mausspiel, in das zunehmend mehr Personen involviert werden und Stu gezwungen wird, Abbitte für seine verkorkste Existenz leisten. Das ist vor allem Dank Farrells Leistung und Schumachers unablässigem Einfallsreichtum immer interessant, aber es bleibt eine etwas leere Fingerübung mit etwas zu deutlich geschwungenem Moralzeigefinger - nur dass man das bei dem vorgelegten Tempo erst nach dem Abspann realisiert. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Fox
O-Titel Phone Booth
Land / Jahr USA 2002
Kategorie Spielfilm
Genre Thriller
Produktionsfirmen Zucker/Netter
Kinostart 07.08.2003
Laufzeit 81
FSK ab 16 Jahre
Bildformat Widescreen
Tonformat Dolby/DTS
Einspielergebnis D € 3.821.043
Bes. (EDI) 672.486
Bes. (FFA) 668.777
Charthistory
USA-Start 04.04.2003, bei 20th Century Fox
Boxoffice USA $ 46.524.362
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.nichtauflegen.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Gil Netter, David Zucker
Ausf. Produzent Ted Kurdyla
Regie Joel Schumacher
Drehbuch Larry Cohen
Darsteller Colin Farrell (Stu Shepard), Kiefer Sutherland (Der Anrufer), Forest Whitaker (Captain Ramey), Radha Mitchell (Kelly Shepard), Katie Holmes (Pamela McFadden), Paula Jai Parker (Felicia), Arian Ash (Corky), Tia Texada (Asia), John Enos III (Leon), Richard T. Jones (Sergeant Cole), Keith Nobbs (Adam), Dell Yount (Pizzajunge), James MacDonald (Unterhändler), Josh Pais (Mario), Yorgo Constantine (ESU-Commander), Colin Patrick Lynch (ESU-Techniker), Troy Gilbert (ESU-Heckenschütze), Richard Paradise (ESU-Typ), Seth William Meier (Officer McDuff), Svetlana Efremova (Erica)
Kamera Matthew Libatique
Schnitt Mark Stevens
Musik Harry Gregson-Williams
Produktionsdesign Andrew Laws, Martin Whist
Ton Jay Meagher
Kostüme Daniel Orlandi
Casting Mali Finn
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Nicht auflegen! Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 16, 81 Min. Kauf
Nicht auflegen! Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 16, 81 Min. Leih
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Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany UMD, ab 16, 81 Min. Kauf
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AVU-Video-Vertriebs-GmbH DVD, ab 16, 77 Min. Kauf
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Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 16, 78 Min. Kauf
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Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany VHS, ab 16, 78 Min. Kauf
Nicht auflegen! Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 16, 78 Min. Leih
Nicht auflegen!
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany VHS, ab 16, 78 Min. Leih
Enthalten in:
Nicht auflegen/Operation Broken Arrow (2 DVDs)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Enterta
DVD, ab 16
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Harry Gregson-Williams Harry Gregson-Williams Nicht auflegen! Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Als der aufgeblasene Agent und Schürzenjäger Stu eines Tages den Hörer eines Münztelefons am Times Square abhebt, liefert er sich der Gewalt eines Scharfschützen aus. Der will Stu für dessen berufliche wie private Praktiken zur Rechenschaft ziehen und droht, ihn zu töten, falls er auflegt oder gar die Zelle verlässt. Zum Beweis seiner Gefährlichkeit erschießt der Killer einen Passanten, was die Polizei auf den Plan ruft. Auf Befehl des Anrufers muss Stu nun vor laufenden TV-Kameras für seine Sünden Abbitte leisten. Ein Martyrium vollzieht sich.

Wie zuletzt David Fincher mit "Panic Room" zeigt Joel Schumacher ("Falling Down") eindrucksvoll, dass man auch auf engstem Raum ebenso klug wie spannend unterhalten kann. In diesem visuell beeindruckenden Psycho-Krimi liefert Partylöwe und Shooting-Star Colin Farrell ("Minority Report") als blasierter, aalglatter Windhund eine darstellerische Tour de Force ab, bestens unterstützt von dem stets zuverlässigen Forest Whitaker als Polizist. So wird das faszinierende Thriller-Kammerspiel Cineasten wie Farrell-Fans gleichermaßen fesseln.

Quelle: mediabiz.de

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