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Nachtzug nach Lissabon

Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Pascal Mercier. Dramatische, geschickt miteinander verknüpfte Lebens- und Liebesgeschichte(n) in zwei Zeitebenen.

Nachtzug nach Lissabon Großansicht
(Bild: Concorde)
Verleih Concorde
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland, Schweiz u.a. 2012
Regie Bille August
Darsteller Jeremy Irons, Mélanie Laurent, Jack Huston
Kinostart 07.03.2013
Einspielergebnis D € 5.364.188
Bes. (EDI) 745.391
Bes. (FFA) 811.449
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 03.04.2015 (ZDF)

nach oben Inhalt & Info

Raimund Gregorius, seit 30 Jahren in Bern Lateinlehrer an derselben Schule, rettet eine junge Frau vor dem Sprung von der Brücke in den Fluss. Als sie verschwindet, findet er in ihrer Jacke das Buch eines unbekannten Autors und ein Zugticket. Er wirft seinen Job hin und fährt spontan nach Lissabon. Bei der abenteuerlichen Suche nach dem Poeten und Mediziner taucht er ein in dessen Vergangenheit unter der Salazar-Diktatur, in Widerstandsbewegung und Abgründe der Leidenschaft. Auf verschlungenen Umwegen findet er zu sich selbst.

Bille August verwebt geschickt verschiedene Zeitebenen und Schicksale, spinnt ein emotionales und politisches Puzzle, das sich zu einem fantastischen Ganzen zusammensetzt. In atmosphärischer Dichte entwickelt das Drama eine spannende Dynamik, nicht nur durch den brillanten Jeremy Irons, sondern auch durch prominent besetzte Nebenfiguren, die individuell Facetten und Farbe zur Erzählung beisteuern. Der philosophisch angehauchte Film ist weniger kompliziert als der Roman, lässt dessen Komplexität aber unangetastet.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Brillante Bestseller-Verfilmung von Oscar-Preisträger Bille August mit Jeremy Irons als Mann auf der Suche nach dem wahren Sinn des Lebens.

Pascal Mercier traf 2004 mit seinem Titel gebenden philosophischen Roman ins Schwarze. Das Werk wurde in 32 Sprachen übersetzt und allein im deutschsprachigen Raum zwei Mio. Mal verkauft. Vielleicht weil er "ewige" Fragen aufwarf wie die nach der Freiheit, dem Zufall, der Selbst- und Fremderkenntnis. Sein Held ist ein Lateinlehrer, etwas verstaubt, etwas langweilig. Raimund Gregorius nennen alle nur "Mundus", weil er nur die alte Welt im Kopf hat. Ausgerechnet er rettet eine junge Portugiesin vor dem Sprung von der Berner Kirchenfeldbrücke in die kalten Fluten. In der Jacke, die sie bei ihm zurücklässt, findet er ein Buch mit einem Zugticket nach Lissabon. "Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist, was geschieht dann mit dem Rest?" Dieser Satz elektrisiert ihn, er, der als der verlässlichste Mensch gilt, verlässt die Schule mitten im Unterricht und steigt abends in den Nachtzug nach Lissabon, lässt seine wohl geordnete Existenz hinter sich. Der Mann der Worte folgt den Worten des unbekannten Dichters namens Amadeu Prado.

Bille August schickt einen zurückhaltenden und fulminant aufspielenden Jeremy Irons als Mann am Wendepunkt seines Lebens auf eine lange Reise, die ihn auf Umwegen zu sich selbst führt, während er den Spuren des Portugiesen folgt, der am Tag der Nelkenrevolution starb. Fasziniert von der privaten Geschichte taucht er immer tiefer in die politische, in die alltägliche Grausamkeit unter Diktator Salazar, in die Widerstandsbewegung junger Idealisten, in die Abgründe von Leidenschaft ein. Geschickt verwebt der Oscar-Preisträger verschiedene Zeitebenen und Schicksale, spinnt ein emotionales und gesellschaftliches Puzzle, das sich nach und nach zu einem fantastischen Ganzen zusammensetzt. In atmosphärischer Dichte entwickelt das Drama eine spannende Dynamik, vor allem auch durch die Nebenfiguren (von August Diehl über Mélanie Laurent bis Jack Huston), von der jede eine individuelle Facette und Farbe zur Erzählung beisteuert. Der philosophisch angehauchte Film ist sinnlicher und weniger kompliziert als der Roman, lässt dessen Komplexität aber unangetastet. mk.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Concorde
O-Titel Nachtzug nach Lissabon
Alternativ-/Arbeitstitel Night Train to Lisbon (IT)
Land / Jahr Deutschland/Schweiz/Portugal 2012
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Studio Hamburg FilmProduktion, C-Films AG, C-FILMS (Deutschland), Cinemate Material Cinematografico S.A. (PT)
Koproduktionsfirmen Leonine Licensing AG, ZDF - Zweites Deutsches Fernsehen
Förderung Eurimages (EUR 650.000),
Zürcher Filmstiftung,
MEDIA Programm der Europäischen Kommission,
DFFF - Deutscher Filmförderfonds (EUR 400.000)
Projektförderung Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) GmbH (EUR 20.000)
Produktionsförderung Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) GmbH (EUR 600.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 450.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 300.000)
Verleihförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 100.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 80.000),
Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) GmbH (EUR 50.000)
Drehort Bern/Schweiz und Lissabon/Portugal
Drehzeit 11.03.2012 - 04.05.2012
Kinostart 07.03.2013
Laufzeit 111
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Bildformat 35 mm
Einspielergebnis D € 5.364.188
Bes. (EDI) 745.391
Bes. (FFA) 811.449
Charthistory
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.nachtzug-nach-lissabon.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Peter Reichenbach, Günther Russ, Michael Lehmann, Michael Steiger
Koproduzenten Benjamin Seikel, Ana Costa, Paulo Trancoso, Prof. Dr. Herbert G. Kloiber
Redaktion Gabriele Heuser (ZDF)
Regie Bille August
Drehbuch Greg Latter, Ulrich Herrmann
Buchvorlage Pascal Mercier
Darsteller Jeremy Irons (Raimund Gregorius), Mélanie Laurent (Estefania, jung), Jack Huston (Amadeu de Prado), Martina Gedeck (Mariana), Tom Courtenay (Joao Eca, alt), August Diehl (Jorge O'Kelly), Bruno Ganz (Jorge O'Kelly, alt), Lena Olin (Estefania, älter), Beatriz Batarda (Adriana), Marco D'Almeida (Joao Eca), Christopher Lee (Vater Bartolomeu), Charlotte Rampling (Adriana, älter), Nicolau Breyner (Da Silva), Jane Thorne (Clotilde), Burghart Klaußner (Richter Prado), Adriano Luz (Mendez), Sarah Spale-Bühlmann (Catarina Mendez), Filipe Vargas (Vater Bartolomeu, jung), Ana Lúcia Palminha (Clotilde, jung), Joao Lagarto (Grenzpolizist), José Wallenstein (Pide Agent), Eloy Monteiro (Professor), Joaquim Leitao (Principal), Jean-Pierre Cornu (Buchhändler), Hanspeter Müller-Drossaart (Mr. Kägi), Dominique Devenport (Natalie), Max Hubacher (Schüler), Marcal Godinho (Gärtner), Helena Afonso (Maria Prado), Bruno Salgueiro (junger Mann), Maria D´Aires (spuckende Frau), Jorge Veríssimo (Herren-Ausstatter)
Kamera Filip Zumbrunn
Schnitt Hansjörg Weißbrich
Musik Annette Focks
Produktionsdesign Augusto Mayer
Kostüme Monika Jacobs
Herstellungsleitung Dieter Stempnierwsky
Produktionsleitung Anita Wasser, Catherine Leroux
Casting Anja Dihrberg
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Nachtzug nach Lissabon EuroVideo Medien DVD, ab 12, 107 Min. Kauf
Nachtzug nach Lissabon EuroVideo Medien Blu-ray Disc, ab 12, 111 Min. Kauf
Nachtzug nach Lissabon EuroVideo Medien DVD, ab 12, 107 Min. Leih
Nachtzug nach Lissabon EuroVideo Medien Blu-ray Disc, ab 12, 111 Min. Leih
Enthalten in:
Ausgezeichnete Literaturverfilmungen (3 Discs)
EuroVideo Medien GmbH
DVD, ab 12, 323 Min.
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Night Train To Lisbon
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Raimund Gregorius, seit 30 Jahren in Bern Lateinlehrer an derselben Schule, rettet eine junge Frau vor dem Sprung von der Brücke in den Fluss. Als sie verschwindet, findet er in ihrer Jacke das Buch eines unbekannten Autors und ein Zugticket. Er wirft seinen Job hin und fährt spontan nach Lissabon. Bei der abenteuerlichen Suche nach dem Poeten und Mediziner taucht er ein in dessen Vergangenheit unter der Salazar-Diktatur, in Widerstandsbewegung und Abgründe der Leidenschaft. Auf verschlungenen Umwegen findet er zu sich selbst.

Bille August verwebt geschickt verschiedene Zeitebenen und Schicksale, spinnt ein emotionales und politisches Puzzle, das sich zu einem fantastischen Ganzen zusammensetzt. In atmosphärischer Dichte entwickelt das Drama eine spannende Dynamik, nicht nur durch den brillanten Jeremy Irons, sondern auch durch prominent besetzte Nebenfiguren, die individuell Facetten und Farbe zur Erzählung beisteuern. Der philosophisch angehauchte Film ist weniger kompliziert als der Roman, lässt dessen Komplexität aber unangetastet.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Ein Lateinlehrer macht sich von der Schweiz auf den Weg, in Portugal ein Geheimnis aus der Vergangenheit zu kären. Verfilmung des Bestsellers von Pascal Mercier, in der Lebens- und Liebesgeschichte(n) in zwei Zeitebenen verknüpft werden.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Bern: Als der Lateinlehrer Raimund Gregorius eines Morgens eine junge Frau vor dem Selbstmord bewahrt, fällt ihm das Buch eines geheimnisvollen portugiesischen Autors in die Hände, zusammen mit einem Ticket für den Nachtzug nach Lissabon. Fasziniert von der Geschichte, den Ansichten und Gedanken des Verfassers, steigt er spontan in den Zug, um vor Ort nach Antworten auf seine Fragen zu suchen. Bille Augusts Verfilmung des gleichnamigen Romans von Pascal Mercier ist eine spannende Reise in die jüngere Vergangenheit Portugals. Durch die Perspektive von Raimund Gregorius, den Jeremy Irons blendend aufgelegt verkörpert, kann der Zuschauer Puzzlestück für Puzzlestück zusammensetzen und erlebt eine packende Geschichte zu Zeiten der Portugiesischen Revolution. Irons zur Seite steht ein hervorragendes Ensemble mit hochrangigen internationalen Stars wie Christopher Lee, Bruno Ganz, Mélanie Laurent und Martina Gedeck, die alle in ihren Rollen zu überzeugen wissen. NACHTZUG NACH LISSABON nimmt sich viel Zeit für seine Figuren und deren komplexe Geschichte. Damit liefert der wunderschön fotografierte Film philosophische Denkansätze und übt gleichzeitig ganz nebenbei eine leise Kritik an der Routine eines immergleichen Alltags. Eine intellektuell anspruchsvolle und gleichzeitig spannende Literaturverfilmung!

Gutachten:

Hier ist eine Literaturverfilmung gelungen, die nichts Papierenes an sich hat und doch vieles von den Worten und Ideen des Autoren Pascal Mercier in das andere Medium adaptiert. Der "Nachtzug nach Lissabon" ist eine Metapher für den befreienden Ausbruch des Lateinlehrers Raimund Gregorius, der am Anfang des Films eine junge Frau davor zurückhält, in Bern von einer Brücke zu springen. Bald verschwindet sie, lässt aber ihren roten Mantel und darin ein geheimnisvolles Buch zurück. Frau und Buch faszinieren den Helden so sehr, dass er sich spontan entschließt, ihren Spuren nach Lissabon zu folgen, und hier stößt er bei seinen Recherchen auf eine spannende und bewegende Geschichte aus dem diktatorisch regierten Portugal der 70er Jahre, die ihn zunehmend fesselt und schließlich sein Leben verändert.
Buch und Film sind strukturiert wie eine Detektivgeschichte, in der Gregorius all jene Menschen aufsucht und befragt, die den Autoren des geheimnisvollen Buches, einen Arzt, Philosophen und Widerstandskämpfer, kannten. Jeweils mit ihren Erinnerungen springt der Film in die frühere Zeitebene und zeigt das damals geschehene Drama, in dem es um Politik, Humanität, Liebe, Eifersucht und Schuld geht. Bille August hat die beiden Ebenen geschickt miteinander verknüpft und setzt die Kontraste unter anderem mit unterschiedlichen Farb- und Lichtdramaturgien. Er arbeitet mit einem imposanten Ensemble, zu dem sowohl internationale Stars wie Charlotte Rampling, Lena Olin und Christopher Lee wie auch deutschsprachige Schauspieler wie Martina Gedeck, Bruno Ganz und August Diehl gehören.
Eine der vielen Qualitäten des Films liegt in der sorgfältigen und inspirierten Besetzung, dank der alle Figuren durch ihre Darsteller eine bemerkenswerte Präsenz und Tiefe bekommen. Dies gilt besonders für den Hauptdarsteller Jeremy Irons, dem eine faszinierende Charakterstudie des melancholischen Grüblers Raimund Gregoruis gelungen ist. Weil er dessen "Erweckung" so intensiv spürbar werden lässt, überträgt sich auch seine Faszination für das Buch, die Geschichte und die Stadt Lissabon auf den Zuschauer. Und so kann es sich August sogar leisten, ihn immer wieder poetische und philosophische Passagen aus dem Buch vorlesen zu lassen, die sich bruchlos in die Dramaturgie einfügen. Dies ist ein sehr kultivierter, stimmungsvoller und intelligent gemachter Film.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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