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Million Dollar Baby

Clint Eastwoods meisterhaftes Boxerdrama, in dem sich Hilary Swank als Boxtalent unter Eastwoods Regie an die Spitze kämpft.

Million Dollar Baby Großansicht
(Bild: Kinowelt)
Verleih Studiocanal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2004
Regie Clint Eastwood
Darsteller Clint Eastwood, Hilary Swank, Morgan Freeman
Kinostart 24.03.2005
Einspielergebnis D € 3.451.416
Bes. (EDI) 532.217
Bes. (FFA) 534.127
Charthistory
Boxoffice USA $ 100.422.786
Charthistory
Filmtrailer Video

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In das Boxstudio des gealterten Trainers Frankie Dunn und seiner treuen, rechten Hand, dem ehemaligen Preisboxer Eddie, platzt die 31-jährige White-Trash-Kellnerin Maggie Fitzgerald, die Frankie hartnäckig bedrängt, sie zu trainieren. Unerwartet erweist sich Maggie schließlich tatsächlich als Naturtalent und erlebt zunächst einen kometenhaften Aufstieg.

Clint Eastwood erzählt in seinem mit vier Oscars ausgezeichneten Boxerdrama schnörkellos die emotionale und facettenreiche Story vom Werdegang einer eisern entschlossenen Boxerin, gespielt von der zu Höchstform auflaufenden Oscar-Gewinnerin Hilary Swank. Eastwood selbst glänzt in dem bereits als sein größtes Meisterwerk gehandeltem Film als Antiheld mit harter Schale und weichem Kern.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Mit dem Alter kommt die Weisheit, heißt es. Im Fall von Clint Eastwood belegt dies sein an die Nieren gehendes Boxerdrama, das auf allen Ebenen ein Knockout ist. Zu Recht bereits mehrfach ausgezeichnet und für sieben Oscars nominiert, erzählt Eastwood gewohnt schnörkellos und gerade deshalb mitten ins Herz treffend die facettenreiche Story vom Werdegang einer eisern entschlossenen Boxerin, gespielt von der zu "Boys Don't Cry"-Höchstform auflaufenden Oscar-Gewinnerin Hilary Swank. Ihre hochkarätigen schauspielerischen Sparring-Partner sind Eastwood selbst in der Rolle ihres Trainers und Morgan Freeman als dessen Angestellter, der zudem als Voiceover-Erzähler fungiert.

Für seine mittlerweile 25. Inszenierung diente dem 74-jährigen Eastwood das Drehbuch von Paul Haggis als Vorlage. Dieser adaptierte zwei Kurzgeschichten aus der Sammlung "Rope Burns: Stories From The Corner" des ehemaligen Boxmanagers Jerry Boyd. Haggis begeistert mit natürlich-fließenden Dialoge, die aus dem Leben gegriffen, gleichzeitig über tiefe Aussagekraft verfügen. Aufgegriffen werden Themen, die für Leinwandlegende Eastwood, der sich schon länger nicht mehr an kommerzielle Auflagen gebunden fühlt, persönlich reizvoll waren. Wie in seinen Meisterwerken "Erbarmungslos" und "Mystic River" handelt es sich um eine amerikanische Tragödie, in der eine gebrochene Figur Vergebung und Sühne für die Sünden der Vergangenheit sucht. Gleichzeitig wird aber nicht nur von zerstörten Täumen, sondern auch von deren (teilweisen) Erfüllung sowie einer platonischen Liebesgeschichte voller Zärtlichkeit erzählt.

Der erste Akt spielt fast ausschließlich in der etwas heruntergekommenen Boxhalle von Trainer Frankie Dunn. Er ist ebenfalls nicht mehr taufrisch. Jahrelange Einsamkeit und Enttäuschungen haben tiefe Furchen in sein Gesicht geschlagen. Seine treue rechte Hand ist der ehemalige Preisboxer Eddie "Scrap-Iron" Dupris, der in seinem 109. und letzten Kampf ein Auge verloren hat. Beide verbindet eine tiefe Freundschaft - und die Enttäuschung, niemals einen Triumph im Leben (sprich: eine Boxmeisterschaft) erreicht zu haben. In dieses alt eingespielte Arrangement platzt eines Tages die 31-jährige White-Trash-Bedienung Maggie Fitzgerald, die Frankie zunächst vergeblich piesackt, sie zu coachen. In der Machowelt der Boxhalle wird sie verlacht, doch Maggie trainiert mit unbeirrbaren Willen Tag für Tag. Schließlich ist es Eddie, der Frankie überredet, ihr eine Chance zu geben. Unerwartet erweist sich Maggie trotz ihres für den Sport bereits hohen Alters als Naturtalent, die à la "Rocky" einen kometenhaften Aufstieg absolviert. Dies wird mit einer unbeschwert-unterhaltsamen Montage ihrer in der ersten Runde per KO gewonnen Kämpfe gezeigt. Ein emotionaler Wehrmutstropfen ist für Maggie der Besuch bei ihrer asozialen Familie, die nur an ihrem Geld interessiert ist. Dadurch vertieft sich die aufkeimende Vater-Tochter-Beziehung zwischen dem Trainer, der sich von seiner eigenen Tochter entfremdet hat, und seinem Protegé. Beide schwören einander, sich niemals im Stich zu lassen, was im überraschenden dritten und letzten Akt eine entscheidende Rolle spielen wird.

Im finalen Abschnitt nimmt der Filme eine abrupte Wendung, die sich aller Genrelimitierungen entzieht. Doch in Eastwoods meisterlicher Hand wirkt dies niemals aufgesetzt oder anderweitig störend. Tatsächlich wird dieser Film nicht ganz zu Unrecht als Eastwoods größtes Meisterwerk gehandelt, für das er auch den dezent-elegischen Score komponierte. Darüber hinaus glänzt er als rauer Antiheld mit harter Schale und weichem Kern. Eindeutig einer der cineastischen Championship-Titel seiner langjährigen Karriere, für die man sich noch viele weitere Einträge erhofft. ara.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Szene

 
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Verleih Studiocanal
O-Titel Million Dollar Baby
Land / Jahr USA 2004
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Malpaso Prods./Warner/Lakeshore
Drehort Los Angeles
Drehzeit 07.06.2004
Kinostart 24.03.2005
Erster Verleiher Kinowelt
Laufzeit 133
FSK ab 12 Jahre
Bildformat 35 mm/Cinemascope
Tonformat Dolby-SRD/DTS/SDDS
Einspielergebnis D € 3.451.416
Bes. (EDI) 532.217
Bes. (FFA) 534.127
Charthistory
USA-Start 17.12.2004, bei Warner Bros.
Boxoffice USA $ 100.422.786
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.kinowelt.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Clint Eastwood, Albert S. Ruddy, Tom Rosenberg, Paul Haggis
Ausf. Produzenten Gary Lucchesi, Robert Lorenz
Regie Clint Eastwood
Drehbuch Paul Haggis
Buchvorlage F. X. Toole
Darsteller Clint Eastwood (Frankie Dunn), Hilary Swank (Maggie Fitzgerald), Morgan Freeman (Eddie), Jay Baruchel (Danger Barch), Mike Colter (Willie Little), Lucia Rijker (Billie), Brian F. O'Byrne (Horvak), Anthony Mackie (Shawrelle Berry), Margo Martindale (Earline Fitzgerald), Riki Lindhome (Mardell Fitzgerald), Michael Peña (Omar), Benito Martinez (Billies Manager), Bruce MacVittie (Mickey Mack), David Powledge (Mann am Tresen), Marcus Chait (J.D. Fitzgerald)
Kamera Tom Stern
Schnitt Joel Cox
Musik Clint Eastwood
Produktionsdesign Henry Bumstead, Jack G. Taylor Jr.
Ton Walt Martin
Kostüme Deborah Hopper
Casting Phyllis Huffman

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Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
31. César-Verleihung
César-Verleihung Großansicht
2006, Paris, 25.02.2006 Bester ausländischer Film  
6. DVD Champion
DVD Champion Großansicht
2005, München, 19.10.2005 Internationaler Film  
77. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
2004, Los Angeles, 27.02.2005 Beste Hauptdarstellerin Hilary Swank
77. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
2004, Los Angeles, 27.02.2005 Beste Regie Clint Eastwood
77. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
2004, Los Angeles, 27.02.2005 Bester Film  
77. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
2004, Los Angeles, 27.02.2005 Bester Nebendarsteller Morgan Freeman
62. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
2005, Los Angeles, 16.01.2005 Beste Darstellerin (Drama) Hilary Swank
62. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
2005, Los Angeles, 16.01.2005 Beste Regie Clint Eastwood
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Million Dollar Baby STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, ab 12, 127 Min. Kauf
Million Dollar Baby STUDIOCANAL Home Entertainment Sales Blu-ray Disc, ab 12, 132 Min. Kauf
Million Dollar Baby (Steelbook Collection) STUDIOCANAL Home Entertainment Sales Blu-ray Disc, ab 12, 132 Min. Kauf
Million Dollar Baby (Blu Cinemathek)
Nicht lieferbar
STUDIOCANAL Home Entertainment Sales Blu-ray Disc, ab 12, 132 Min. Kauf
Million Dollar Baby Focus Magazin Verlag DVD, ab 12, 127 Min. Kauf
Million Dollar Baby STUDIOCANAL Home Entertainment Sales Blu-ray Disc, ab 12, 132 Min. Kauf
Million Dollar Baby (Einzel-DVD) STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, ab 12, 127 Min. Kauf
Million Dollar Baby (Special Edition, 2 DVDs) STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, ab 12, 127 Min. Kauf
Million Dollar Baby (Limited Edition, 2 DVDs + Soundtrack)
Nicht lieferbar
Kinowelt Home Entertainment DVD, ab 12, 127 Min. Kauf
Million Dollar Baby (Special Edition)
Nicht lieferbar
Kinowelt Home Entertainment DVD, ab 12, 127 Min. Leih
Enthalten in:
Blu Cinemathek Gesamtedition I (Blu Cinemathek, 20 Discs)
Nicht lieferbar
STUDIOCANAL Home Entertainment
Blu-ray Disc, ab 16, 2085 Min.
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Clint Eastwood Million Dollar Baby Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Maggie Fitzgerald ist reinster White Trash, Anfang 30 und Kellnerin. Doch sie will hoch hinaus, als Boxerin. Dank der Unterstützung von "Scrap-Iron" Dupris bringt sie endlich den Boxveteranen Frankie Dunn dazu, sie zu coachen. Dupris verlor einst bei seinem letzten Kampf ein Auge und weiß, dass Dunn dafür noch immer unter Schuldgefühlen leidet. Zaghaft stellen sich bei Maggie erste Erfolge ein und Dunn avanciert immer mehr zur Vaterfigur. Endlich bestreitet sie den wichtigsten Kampf ihrer Karriere und der Sieg ist greifbar nahe.

Ein sehr persönliches "Baby" schuf Kinolegende Clint Eastwood mit diesem bewegenden Drama voll Wärme und Zärtlichkeit. Damit landete er nicht nur bei den Kritikern einen Volltreffer, das Werk wurde zudem mit vier Oscars bedacht - für Hauptdarstellerin Hilary Swank, Nebendarsteller Morgan Freeman, Clint Eastwoods Regie und als bester Film. Mit viel Fingerspitzengefühl nach dem Drehbuch von Paul Haggis ("Crash") erzählt, wird dieses perfekt umgesetzte Meisterwerk auch Hartgesottene zu Tränen rühren.

Quelle: mediabiz.de

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