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Lone Ranger

Spektakulärer Western von den Machern der "Pirates"-Filme, in dem ein weißes Greenhorn von einem Indianer unterstützt wird, Rache für seinen ermordeten Bruder zu nehmen.

Lone Ranger Großansicht
(Bild: Walt Disney)
Verleih Walt Disney
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2013
Regie Gore Verbinski
Darsteller Johnny Depp, Armie Hammer, Tom Wilkinson
Kinostart 08.08.2013
Einspielergebnis D € 8.137.706
Bes. (EDI) 1.001.308
Bes. (FFA) 1.007.697
Charthistory
Boxoffice USA $ 89.237.148
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 27.03.2016 (RTL)

nach oben Inhalt & Info

Der pazifistische Anwalt John Reid macht auf dem Weg nach Texas im Zug Bekanntschaft mit dem psychopathischen Banditen Cavendish sowie dem mysteriösen Komantschen Tonto. Nachdem Cavendish von seiner Gang befreit wurde, ermordet er Reids Bruder, den Texas Ranger Dan, und sechs von dessen Männern. Auch Reid kommt scheinbar um, doch das Geisterpferd Silver und Tonto erwecken ihn wieder zum Leben. Von nun an trägt Reid eine Augenmaske und gemeinsam mit Tonto zieht er aus, um den Tod seines Bruders zu rächen.

Die Macher der "Pirates of the Caribbean"-Filme inklusive Starschauspieler Johnny Depp servieren ein actionaufwändiges Westernspektakel, das für ein modernes Publikum aufbereitet wurde. So wird der indianische Sidekick des Rangers, Tonto, mehr in den Mittelpunkt gerückt. Die Chemie zwischen den Buddies zündet, ihre Beziehung bleibt etwas unterentwickelt, da sie vom brausenden Actionfeuerwerk sowie diversen Nebenfiguren und Subplots überschattet wird. Wilder Ritt durch etliche Genres, der Spaß für die ganze Familie bietet.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Die Macher der "Pirates"-Filme inklusive Starschauspieler Johnny Depp trachten danach den Megaerfolg des Franchise mit einem actionaufwändigen Westernspektakel zu wiederholen.

Der maskierte Gesetzeshüter Lone Ranger galoppierte erstmals 1933 mit seinem weißen Hengst über den Radioäther, später gab es zwei Serials, von 1949 bis 1957 eine TV-Serie und schließlich auch vier Filme. In unentdecktes "Cowboys und Indianer"-Territorium begibt sich die Jerry-Bruckheimer-Produktion also nicht, doch fraglos handelt es sich hierbei um den bisher actionreichsten (und teuersten) Western aller Zeiten. Für ein modernes Publikum aufbereitet wurde die Story von den "Pirates"-Drehbuchautoren Ted Elliott und Terry Rossio sowie Justin Haythe. Sie rücken den indianischen Sidekick des Rangers, Tonto, mehr in den Mittelpunkt. Depp versieht diesen Charakter mit ähnlich exzentrischen Manierismen und eigenwilliger Aufmachung wie seinen unvergesslichen Piraten-Kauz Jack Sparrow, allerdings wirkt Tonto insgesamt etwas verhaltener. Er steht mit gemurmelten Rat und gewitzter Tat dem Titelheld zur Seite, der sympathisch von Armie Hammer ("The Social Network") porträtiert wird. Die Chemie zwischen de Buddies zündet, doch bleibt ihre Beziehung unterentwickelt, wird sie vom brausenden Actionfeuerwerk sowie diversen Nebenfiguren und Subplots überschattet.

Der pazifistische Anwalt John Reid (Hammer) macht auf dem Weg nach Texas im Zug Bekanntschaft mit dem psychopathischen Banditen Cavendish (William Fichtner) sowie dem mysteriösen Komantschen Tonto. Nachdem Cavendish spektakulär von seiner Gang befreit wird, ermordet er wenig später Reids Bruder, den Texas Ranger Dan und sechs von dessen Männern. Auch Reid kommt scheinbar um, doch das Geisterpferd Silver und Tonto erwecken ihn wieder zum Leben. Von nun an trägt Reid eine Augenmaske und gemeinsam mit Tonto zieht er aus, um den Tod seines Bruders zu rächen. Als Cavendishs Auftraggeber erweist sich der Eisenbahn-Tycoon Cole (Tom Wilkinson), der nicht davor halt macht, ganze Indianerstämme massakrieren zu lassen, um seine Schienen weiter nach Westen zu verlegen. Für das mit der Wilhelm Tell Ouvertüre unterlegte Finale werden explosions- und effektereich nochmals alle Actionregister gezogen.

Der Eisenbahn-Plot sowie diverse andere Elemente (beispielsweise die Anlehnung an Ennio Morricones superben Score) erinnern deutlich an Sergio Leones Klassiker "Spiel mir das Lied vom Tod". Doch Regisseur Gore Verbinski, der mit Depp zuvor den Animationswestern "Rango" realisiert hat, greift nicht nur Spaghetti-Western-Konventionen auf, sondern verneigt sich auch vor Großmeister John Ford mit majestätischen Panoramaaufnahmen von Monument Valley und Moab. Darüberhinaus findet sich ein breitgefächertes Figurenpanoptikum, darunter Helena Bonham Carter als Prostituierte mit Porzellanbein und Ruth Wilson als (etwas farbloser) angedeuteter Love Interest. Auf 149 Minuten verteilt entfaltet sich ein wilder Ritt durch mehrere Genres, wobei nicht nur Western und Abenteuer, sondern auch Buddy- und Actionkomödie, Fantasy-Versatzstücke und selbst Horrorelemente abgegrast werden. "Lone Ranger" ist ein wuchtiger wilder Western, der im Erzählton etwas uneben wirkt, dennoch die ganze Familie unterhält. ara.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Szene

  • Szene aus The Lone Ranger (BluRay-/DVD-Trailer)Szene aus The Lone Ranger (BluRay-/DVD-Trailer)
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  • Szene aus The Lone RangerSzene aus The Lone Ranger
 
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Verleih Walt Disney
O-Titel The Lone Ranger
Land / Jahr USA 2013
Kategorie Spielfilm
Genre Western / Abenteuer
Produktionsfirmen Jerry Bruckheimer Films/Silver Bullet Productions
Drehort New Mexico, Arizona, Utah, Colorado
Drehzeit 28.02.2012
Kinostart 08.08.2013
Laufzeit 149
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 8.137.706
Bes. (EDI) 1.001.308
Bes. (FFA) 1.007.697
Charthistory
USA-Start 03.07.2013, bei Walt Disney
Boxoffice USA $ 89.237.148
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.disney.de/lone-ranger
nach oben Cast & Crew
Produzenten Jerry Bruckheimer, Gore Verbinski
Ausf. Produzenten Chad Oman, Mike Stenson, Terry Rossio, Eric McLeod, Ted Elliott, Eric Ellenbogen, Johnny Depp
Regie Gore Verbinski
Drehbuch Ted Elliott, Terry Rossio, Justin Haythe
Darsteller Johnny Depp (Tonto), Armie Hammer (John Reid alias Lone Ranger), Tom Wilkinson (Latham Cole), William Fichtner (Butch Cavendish), Barry Pepper (Captain Jay Fuller), James Badge Dale (Dan Reid), Ruth Wilson (Rebecca Reid), Helena Bonham Carter (Red Harrington)
Kamera Bojan Bazelli
Schnitt James Haygood, Craig Wood
Musik Hans Zimmer
Produktionsdesign Jess Gonchor, Mark McCreery
Ton Lee Orloff
Kostüme Penny Rose
Casting Denise Chamian
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
Video Download Award
Video Download Award Großansicht
2014, München, 26.05.2014 150.000 bezahlte Downloads in 100 Tagen  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Lone Ranger The Walt Disney Company (Germany) DVD, ab 12, 136 Min. Kauf
Lone Ranger The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 12, 149 Min. Kauf
Lone Ranger The Walt Disney Company (Germany) DVD, ab 12, 136 Min. Leih
Lone Ranger The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 12, 149 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse The Lone Ranger - Wanted
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Der pazifistische Anwalt John Reid macht auf dem Weg nach Texas im Zug Bekanntschaft mit dem psychopathischen Banditen Cavendish sowie dem mysteriösen Komantschen Tonto. Nachdem Cavendish von seiner Gang befreit wurde, ermordet er Reids Bruder, den Texas Ranger Dan, und sechs von dessen Männern. Auch Reid kommt scheinbar um, doch das Geisterpferd Silver und Tonto erwecken ihn wieder zum Leben. Von nun an trägt Reid eine Augenmaske und gemeinsam mit Tonto zieht er aus, um den Tod seines Bruders zu rächen.

Die Macher der "Pirates of the Caribbean"-Filme inklusive Starschauspieler Johnny Depp servieren ein actionaufwändiges Westernspektakel, das für ein modernes Publikum aufbereitet wurde. So wird der indianische Sidekick des Rangers, Tonto, mehr in den Mittelpunkt gerückt. Die Chemie zwischen den Buddies zündet, ihre Beziehung bleibt etwas unterentwickelt, da sie vom brausenden Actionfeuerwerk sowie diversen Nebenfiguren und Subplots überschattet wird. Wilder Ritt durch etliche Genres, der Spaß für die ganze Familie bietet.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Ein weißes Greenhorn wird von einem Indianer unterstützt, Rache für seinen ermordeten Bruder zu nehmen. Spektakulärer Western von den Machern der "Pirates"-Filme, das das Erfolgsrezept auf ein anderes Genre überträgt.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Ein kleiner Junge begegnet auf einem Jahrmarkt einem alten Indianer namens Tonto, der sich wehmütig an seine glorreichen Zeiten im Wilden Westen der USA erinnert. Und an John Reid, einen braven gesetzestreuen Bürger, der im Jahr 1869 in seine Heimatstadt zurückkehrte, Gewalt verabscheute und Moral und Ehre hoch hielt. Kurze Zeit später jedoch ist John ein Outlaw, der eine schwarze Maske trägt und schwört, den Mord an seinem Bruder zu rächen. Von dieser abenteuerlichen Wandlung erzählt die legendäre Geschichte des "Lone Ranger", einer amerikanischen Ikone. In den 1930er Jahren ursprünglich fürs Radio erfunden, trat sie später ihren medialen Siegeszug in Film und im Fernsehen an. Dass die Figur des Westernhelden noch nichts an Faszination eingebüßt hat, zeigt nun Erfolgsregisseur Gore Verbinski auf eindrucksvolle und unglaublich unterhaltsame Weise. Erneut arbeitet Verbinski mit Johnny Depp zusammen und der von ihm köstlich dargestellte Tonto ist es auch, durch dessen (leicht verwirrte) Augen der Zuschauer den Lone Ranger kennenlernt. In Armie Hammer als Lone Ranger hat Johnny Depp einen kongenialen Spielpartner gefunden, denn zwischen ihnen stimmt die Chemie und fliegen die verbalen Funken. Gekonnt zitiert Verbinski diverse Klassiker des Genres und huldigt der Vorlage, ohne einfach nur zu kopieren. Gelungene Action, jede Menge selbstironischer Spaß und bestens aufgelegte Darsteller zeigen, dass es diesem Regisseur erneut gelungen ist, ein Genre auf originelle Art und Weise wiederzubeleben. Es lebe der Western! Es lebe der Lone Ranger!

Gutachten:

Was den Europäern das Märchen bedeutet, das ist für die USA die Tradition der unüberwindlichen Superhelden, die unermüdlich für Recht und Gerechtigkeit streiten. Auch der "Lone Ranger" ist ein solcher Held, der mit schwarzer Maske, schneeweißem Hut und auf einem blendend weißen Schimmel den wilden, wilden Westen von seinen schlimmsten Übeltätern befreit. Begleitet wird er von einem Indianer, der Tonto, zu deutsch "Idiot", genannt wird, im Grunde aber der weise Mann und die treibende Kraft in diesem Kampf gegen das Unrecht ist. Wenn diese beiden Figuren von Armie Hammer und Johny Depp verkörpert werden, dann hat man schon Garanten für zündende Szenen. Ohnehin ist dieser epische Film über den jungen Staatsanwalt, welcher in die anfänglich viel zu großen Stiefel seines Ranger-Bruders schlüpft, der von einem Fiesling ohne Gleichen ermordet wird, und seinen sonderbaren indianischen Begleiter eine Schatzgrube an pointierten Dialogen und vor allem Zitaten aus dem Westerngenre. Das geht von der großen Zeit des Western mit John Fords Klassikern über LITTLE BIG MAN bis hin zu SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD und DER MIT DEM WOLF TANZT. Diese Lust am Zitat spiegelt sich auch in der Musik wieder, die sich aus dem reichen Fundus von Folksongs und Klassik bedient. Der absolute Höhepunkt ist gegen Ende des Films die Ouvertüre aus Rossinis "Wilhelm Tell", die gleichzeitig die Titelmusik der früheren "Lone Ranger"-Fernsehserie war und zu deren Klängen der Lone Ranger alias John Reid auf seinem weißen Zauberpferd die Bösewichter im wahrsten Sinne über Stock und Stein verfolgt. Dabei könnte Hans Zimmers eigene Komposition fast in Vergessenheit geraten, aber sie bildet den soliden Grundstock des Scores. Es ist fast schon überflüssig anzumerken, dass hier bestes Handwerk geboten wird, alle Schauspieler bis in die Nebenrollen - u.a. Barry Pepper als Kavallerie-Offizier mit gewollter Ähnlichkeit zu dem unglückseligen General Custer - blendend besetzt sind und die Balance zwischen Komödie und Tragödie für ausgewogene Momente sorgt. Dies verhindert, dass der Film nicht zu einer Anhäufung von Kalauern gerät. Auch ernstere Themen werden angesprochen, wie etwa der Mord an den Indianern im 19. Jahrhundert. Wie schon in DER MIT DEM WOLF TANZT sind hier die Indianer nicht die bösartigen "Rothäute", die das in frühen Western übliche Feindbild bedienen, sondern die letzten Überlebenden einer zum Untergang verurteilten "Nation". Die wahren Schurken findet man in den Reihen der geldgierigen Eisenbahnbosse, darunter den Oberschurken Cole mit seinem teuflischen Plan, durch einen gigantischen Silberfund auf Indianergebiet, "das ganze Land zu kaufen", und in den in frühen Western immer als rettende Helden gefeierten "Jungs in Blau", der Kavallerie. Das große Thema dieses Films ist Gerechtigkeit, die aber, wie die traurige Moral es lehrt, nur noch selten zu finden ist und es eben jener Superhelden wie den Lone Ranger bedarf, um die aus dem Gleichgewicht geratenen Kräfte wieder auszubalancieren. Eine kleine Prise indianischer Mythen verleiht der mit einigen Märchenelementen und einem Hauch von Fantasy ausgestatteten Westernsaga noch einen zusätzlichen Reiz. Gegen all diese "Trümpfe" wiegen manche Unstimmigkeiten wie der Hang zu Computeranimation und Verzichte von realen Kulissen bei Landschaften, die einst im alten Western noch filmische Realität waren, oder auch die gelegentlich mangelnde Originalität im Drehbuch im Verhältnis von eigenen Ideen und Zitaten nicht so schwer, als das sie das Gesamtvergnügen an diesem unterhaltsamen, humorvollen, ein wenig nostalgischen Film schmälern können, der bei allem Klamauk durchaus auch das eine oder andere erstere Thema zumindest streift.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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