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Lieber Frankie

Berührendes Drama um eine junge Mutter, die ihrem Sohn die Wahrheit über seinen Vater verheimlicht hat und ihn nun mit der Realität konfrontieren muss.

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(Bild: Buena Vista)
Verleih Buena Vista
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Großbritannien 2004
Regie Shona Auerbach
Darsteller Emily Mortimer, Jack McElhone, Mary Riggans
Kinostart 21.04.2005
Einspielergebnis D € 274.416
Bes. (EDI) 47.943
Bes. (FFA) 64.061
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Boxoffice USA $ 1.255.709
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Filmtrailer Video

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Ständig zieht der neunjährige Frankie mit seiner Mutter Lizzy von einem Städtchen in Schottland zum nächsten. Seinen Vater, Matrose auf der HMS Accra, kennt er nur aus Briefen - doch tatsächlich ist es seine Mutter, die Frankies eigene Worte an den unbekannten Erzeuger beantwortet. Als die HMS Accra vor ihrer Haustür vor Anker geht, braucht Emily schleunigst einen Mann, der sich einen Tag lang als Frankies Vater ausgibt.

Shona Auerbach erzählt ihr Spielfilm-Debüt mit viel Gefühl, starken Momenten und in wunderbaren Bildern von der Küste und der Weite des schottischen Hochlands. Als Hauptdarstellerin glänzt Emily Mortimer in der Rolle einer jungen Mutter, die ihren Sohn mit aller Kraft zu beschützen versucht, ohne sich dabei zu verlieren. Ein kleines Filmjuwel, das seinen Charme bereits bei den Filmfestspielen von Cannes als auch bei den Hofer Filmtagen entfalten konnte.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Kommt bei uns ein Film pädagogisch schwer daher und droht mit dem Zeigefinger, machen die Engländer aus einem ähnlich "sozialkritischen" Stoff den charmantesten Unterhaltungsfilm, bringen eine ungewohnte Leichfüßigkeit ins Spiel, ohne die Ernsthaftigkeit des Themas zu verwässern. Auf der Schiene von Brit Pics wie "Ganz oder gar nicht" oder "Billy Elliot" fährt auch Shona Auerbach mit ihrem heiter-melancholischem Spielfilmdebüt und erobert die Herzen der Zuschauer im Flug.

Der aufgeweckte Frankie ist gehörlos, leidet aber nicht unter der Behinderung. Vielmehr leidet er darunter, dass er mit Mutter und Großmutter seit Jahren von Ort zu Ort zieht, bis sie in einem kleinen schottischen Küstenstädtchen landen und er endlich Freunde findet. "Direkt am Rand der Welt" sei er angekommen, schreibt er dem fernen Vater, der auf der HMS Accra die Meere der Welt durchpflügt und dem der Filius von daheim berichtet. Der Neunjährige kennt ihn nicht, liest aber mit Begeisterung die mit bunten Briefmarken verzierten Briefe, in denen der Papa von wilden Abenteuern rund um den Globus erzählt. Was der Junge nicht weiß: Es gibt diesen Vater nicht, die Mutter bekommt und beantwortet seine Briefe. Sie will ihrem Kind das Gefühl von intakter Familie geben und lässt sich immer neue Erlebnisse einfallen. Doch als eines Tages die HMS Accra im Hafen liegt, steht sie vor der Frage, die bittere Wahrheit zu sagen oder kurzfristig einen Ersatz-Vater anzuheuern. Ein fremder Matrose übernimmt den Job und gewinnt nicht nur Frankies Herz im Sturm, für den ein lang gehegter Traum in Erfüllung geht.

Fein gesponnen ist diese Geschichte über kindliche Sehnsucht und Liebe. Shona Auerbach beweist ein Auge für alles Kleine und Feine, die Details stimmen von der mickrigen Fish'n Ships-Bude bis hin zum mächtigen Dampfer. Während die Erwachsenen mit ihren beschädigten Seelen unfähig sind, sich zu öffnen und unsicher zwischen Lüge und Wahrheit lavieren, gelingt es Frankie mit Urvertrauen und Unbekümmertheit emotionale Barrieren zu durchbrechen. Einen Tag lang beobachten wir, wie der Fremde, der so abgebrüht tut, als ginge es ihm nur um die Bezahlung, immer mehr aus sich herausgeht. Und als er vorschlägt, noch einen Tag dranzuhängen, hat das nichts mehr mit der finanziellen Abmachung zu tun, sondern ist Zeichen von Zuneigung. Es ist einfach schön, zuzuschauen, wie der junge Schauspieler Jack McElhone diesen verhärteten Mann dazubringt, sein besseres und verstecktes Ich zu offenbaren. Dass er das Spiel mit dem falschen Daddy durchschaut, setzt eine gelungene Pointe.

Dieses poetische und anrührende Filmmärchen kommt ohne Sentimental-Kitsch aus. Gefühle werden nicht rausposaunt und zerredet, sondern Auerbach schätzt den Wert der Stille und des Schweigens. So taxieren sich in einer Szene am Ende Emily Mortimer und Gerard Butler lange - scheu, zweifelnd und doch hoffnungsvoll. Ein Blick, der mehr sagt als komplizierte Dialoge und uns in seiner Ehrlichkeit den Atem nimmt. Nach diesem Film-Wunder ist man mit sich und der Welt rundum zufrieden. mk.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Buena Vista
O-Titel Dear Frankie
Land / Jahr Großbritannien 2004
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Scorpio Films
Kinostart 21.04.2005
Laufzeit 105
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
Bildformat 35 mm/Widescreen
Tonformat Dolby-SRD
Einspielergebnis D € 274.416
Bes. (EDI) 47.943
Bes. (FFA) 64.061
Charthistory
USA-Start 04.03.2005, bei Miramax
Boxoffice USA $ 1.255.709
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.lieber-frankie.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Caroline Wood
Koproduzenten Gillian Berrie, Matthew T. Gannon
Ausf. Produzenten Stephen Evans, Angus Finney, François Ivernel, Cameron McCracken, Duncan Reid
Regie Shona Auerbach
Drehbuch Andrea Gibb
Darsteller Emily Mortimer (Lizzie), Jack McElhone (Frankie), Mary Riggans (Nell), Sharon Small (Marie), Sophie Main (ernstes Mädchen), Katy Murphy (Miss Mackenzie), Sean Brown (Ricky Monroe), Jayd Johnson (Catriona), Anna Hepburn (Rektorin), John Kazek (Ally), Gerard Butler (der Fremde), Anne Marie Timoney (Janet), Cal Macaninch (Davey)
Kamera Shona Auerbach
Schnitt Oral Norrie Ottey
Musik Alex Heffes
Produktionsdesign Jennifer Kernke, Margaret Horspool
Ton Peter Brill
Kostüme Carole K. Millar
Casting Des Hamilton
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Lieber Frankie
Nicht lieferbar
The Walt Disney Company (Germany) DVD, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 101 Min. Kauf
Lieber Frankie The Walt Disney Company (Germany) DVD, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 101 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Diverse Dear Frankie Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Seit Jahren zieht der gehörlose Frankie mit seiner Mutter Lizzy von Ort zu Ort. Gerade leben sie in einem schottischen Hafenstädtchen. Den Vater, der als Matrose auf der HMS Accra angeheuert hat, kennt der Junge nur aus Briefen. Was Frankie nicht weiß: Es ist nicht der Papa, der die Briefe schreibt, sondern die Mama, die sich auf der Flucht vor ihrem prügelnden Mann befindet. Da geht die Accra im Hafen vor Anker und Lizzy muss sich entscheiden: Erzählt sie Frankie die Wahrheit oder sucht sie ihm für einen Tag einen Ersatzvater.

Ein weiteres kleines Filmjuwel aus Großbritannien, in Szene gesetzt von der Spielfilm-Debütantin Shona Auerbach. Als heiteres und zugleich bewegendes Porträt dreier innerlich gestrandeter Personen legt sie ihr Drama an, in dessen Zentrum Jack McElhone ("Young Adam") als etwas sperriger und dennoch liebenswerter Titelheld besticht. Präzise beobachtet und von der Ex-Fotografin Auerbach auch selbst gefilmt, harmonieren hier Bildgestaltung und Plot aufs Vorzüglichste. In Cannes ein Publikums-Hit, nun ein Muss für Brit-Pic-Fans.

Quelle: mediabiz.de

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