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Last Christmas

In London spielende, romantische Komödie inspiriert von Geoorge Michaels gleichnamigen Hit.

Last Christmas Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2019
Regie Paul Feig
Darsteller Emilia Clarke, Henry Golding, Emma Thompson
Kinostart 14.11.2019
Einspielergebnis D € 7.120.916
Bes. (EDI) 867.808
Bes. (FFA) 865.160
Charthistory
Boxoffice USA $ 35.116.775
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nach oben Ausführliche Besprechung

Romantische Komödie nach einem Drehbuch von Emma Thompson mit "Tatsächlich... Liebe"-Touch und der Musik von George Michael.

Nachdem im Sommer die von Richard Curtis geschriebene Fantasy-Romanze "Yesterday" von der Musik der Beatles rundum veredelt wurde, wirkt nun Last Christmas wie ein schmachtender Bruder im Geiste. Tonal fühlt man sich erinnert an Curtis-Klassiker wie "Notting Hill" und "Tatsächlich... Liebe", dazu kommt noch die Musik von George Michael, dessen größte Hits - Faith, Careless Whisper und natürlich der titelgebende Evergreen Last Christmas - sich leitmotivisch durch die Handlung ziehen, wenn die von einer Tragödie ihrer Lebenslust beraubte Emilia Clarke hier durch die zufällige Begegnung mit dem ebenso unwiderstehlichen wie geheimnisvollen Henry Golding daran erinnert wird, wie schön es ist, einem anderen Menschen sein Herz zu schenken. Der amerikanische Regisseur Paul Feig, eher abonniert auf turbulentere Schwänke wie "Brautalarm" oder "Taffe Mädels" und gerade erst unverkennbar in seinem Element gewesen mit seinem ebenso eleganten wie makabren Krimispaß "Nur ein kleiner Gefallen", beweist in seiner ersten außerhalb der USA spielenden Arbeit nachgerade britisches Understatement: Er ist sichtlich zufrieden, einfach nur dem Drehbuch von Emma Thompson gerecht zu werden, die hier mehr zu bieten hat als nur eine Romanze, die einem zu Herzen geht. Ihre Geschichte ist erfüllt mit skurrilen Einfällen und etwas schrägem Humor, versteht sich aber auch eindeutig als Kommentar zu aktuellen politischen Entwicklungen, widerBrexit und Mauern jeglicher Art: "Last Christmas" feiert die Inklusion und die kosmopolitische Seele von London: Hier arbeitet Kate als Elfin in einem Weihnachtsladen in Covent Garden, bis es ihr hoffentlich gelingt, jemanden von ihren Talenten als Sängerin und Tänzerin zu überzeugen; hier lebt ihre aus Rumänien eingewanderte Familie; hier beginnt sie sich für Obdachlose zu engagieren, als sie herauszufinden versucht, wer dieser viel zu wunderbare Tom wirklich ist, der einfach zu gut erscheint, als es möglich ist. Emilia Clarke ringt ein wenig mit ihrer Rolle, wenn sie einmal zu oft ihre Augenbrauen zusammenzieht, aber ansonsten gibt es nichts auszusetzen an diesem Film, der nichts anderes will, als sein Publikum schwärmen zu lassen. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Universal
O-Titel Last Christmas
Land / Jahr USA 2019
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie
Kinostart 14.11.2019
Laufzeit 103
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
FBW-Prädikat Wertvoll
Einspielergebnis D € 7.120.916
Bes. (EDI) 867.808
Bes. (FFA) 865.160
Charthistory
USA-Start 08.11.2019, bei Universal
Boxoffice USA $ 35.116.775
Web-Link https://upig.de/micro/last-christmas
nach oben Cast & Crew
Produzenten Erik Baiers, Jessie Henderson, David Livingstone, Emma Thompson
Ausf. Produzent Sarah Bradshaw
Regie Paul Feig
Drehbuch Emma Thompson, Bryony Kimmings
Darsteller Emilia Clarke (Kate), Henry Golding (Tom), Emma Thompson (Adelia), Michelle Yeoh, Margaret Clunie, Lydia Leonard, Rebecca Root, David Hargreaves, Patti LuPone, Ingrid Oliver, Fabien Frankel
Kamera John Schwartzman
Schnitt Brent White
Musik Theodore Shapiro
Produktionsdesign Gary Freeman
Kostüme Renée Ehrlich Kalfus
Casting Alice Searby, Fiona Weir
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Last Christmas Universal Pictures Germany DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 98 Min. Kauf
Last Christmas Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 103 Min. Kauf
Last Christmas Universal Pictures Germany DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 99 Min. Leih
Last Christmas Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 103 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Kate arbeitet als Elfin in einem Weihnachtsladen in Covent Garden, bis es ihr hoffentlich gelingt, jemanden von ihren Talenten als Sängerin und Tänzerin zu überzeugen: Offenkundig ist etwas in ihrer Vergangenheit vorgefallen, das sie aus der Bahn geworfen und von ihrer aus Rumänien eingewanderten Familie entfremdet hat. Kate beginnt sich für Obdachlose zu engagieren und neue Freunde zu finden, als sie herauszufinden versucht, wer dieser viel zu wunderbare Tom wirklich ist, der immer wieder ihren Weg kreuzt.

Der amerikanische Komödienspezialist Paul Feig ("Brautalarm") hat eine durch und durch britische Weihnachtskomödie gedreht, für die Emma Thompson ein Drehbuch geschrieben hat, das man in dieser Form wohl eher von Richard Curtis erwartet hätte. Mit Emilia Clarke aus "Game of Thrones", dem kommenden Superstar Henry Golding als sympathische Hauptdarsteller und einer Reihe von Hits von George Michael, die leitmotivisch durch den Film führen, kann der (die) RomCom-Freund(in) nichts falsch machen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Die nach einem Trauma vom Leben enttäuschte Kate fasst neuen Mut, als sie den mysteriösen Charmebolzen Tom kennenlernt. Durch und durch britische Komödie mit vielen Songs von George Michael, inszeniert von Paul Feig nach einem Drehbuch von Emma Thompson.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: WertvollKurztext:

Die romantische Weihnachtskomödie von Paul Feig und Emma Thompson liefert als Mischung aus Gefühl, britischem Witz und einem stimmungsvollen Soundtrack voller George-Michael-Klassiker einen gelungenen filmischen Start in die Vorweihnachtszeit.

Ein mieser Job als Elfe in einem Weihnachtsladen, kein Dach über dem Kopf und wenig Aussicht darauf, dass sich daran etwas ändert - für Kate läuft es zur Zeit wirklich nicht rund. Bei ihrer überfürsorglichen Mutter will sie dennoch nicht unterkommen, denn nach einer gerade überstandenen schweren OP will sie am liebsten das Leben nur noch in vollen Zügen genießen. Und das tut sie dann auch. Ohne Rücksicht auf Verluste und mit großer Treffsicherheit für alle möglichen Fettnäpfchen. Eines Tages begegnet sie Tom, einem immer fröhlichen und positiv denkendem jungen Mann, der Kate zunächst gar nicht interessiert. Immer stärker aber fühlt sie, dass Tim ihr einfach gut tut. Und dass er sie versteht wie kaum ein anderer. Okay, vielleicht noch George Michael, dessen Musik Kate liebt, seit sie mit ihrer Familie in den 90ern aus dem ehemaligen Jugoslawien nach London gekommen ist. Der Song "Last Christmas" von George Michael und Wham! ist einer der meistgespielten Radiohits in der Vorweihnachtszeit. Die Geschichte des Songs hat Emma Thompson zu einem Drehbuch inspiriert, welches von Erfolgsregisseur Paul Feig inszeniert wurde - und dabei gelingt eine berührend-unterhaltsame Mischung aus Gefühl, Witz und Charme. Einen großen Anteil daran tragen die sympathischen und originellen Figuren, die mit großer Spielfreude dargestellt werden und mit typisch trockenem englischen Humor geschrieben sind, angefangen von Michelle Yeoh als zickige Chefin mit einem Herz aus Gold bis hin zu Emma Thompson selbst als überbesorgter Mutter mit Hang zum Dramatischen. Henry Golding ist als weihnachtlicher "Prince Charming" Tom, der mit seiner positiven Art jedem Zyniker den Wind aus den Segeln nimmt, genau richtig besetzt, und auch Emilia Clarke ist die perfekte Wahl als Heldin, deren offen-natürliche Art den romantischen Weihnachtsfunken überspringen lässt. Wie ein roter Faden ziehen sich die Lieder von George Michael und Wham! durch den Film - darunter auch bis heute unveröffentlichte Songs des Künstlers - und sorgen für die mitreißende Untermalung einer bunt leuchtenden und farbenfrohen Londoner Weihnachtswelt. Als Einstimmung für die Vorweihnachtszeit genau das Richtige.

Gutachten:

Der Titel des Films, so stellt sich heraus, ist im Fall von LAST CHRISTMAS sehr viel mehr als nur eine Anspielung auf den berühmten Weihnachts-Popsong von George Michael. Wie man als Zuschauer erst nach einiger Zeit begreift, liefern einzelne Zeilen des Lieds sogar entscheidende Hinweise auf den Fortgang der Handlung. Zu Beginn der Geschichte erscheint Kate (Emilia Clarke) ein wenig herzlos: Die junge Londonerin wird als ziellos durch ihr Leben stolpernde Frau vorgestellt, die ihre Tage im grünsamtigen Weihnachtself-Kostüm als Verkaufsaushilfe eines Souvenir-Geschäfts vergeudet, das sich auf Weihnachtsschmuck und -schund aus aller Welt spezialisiert hat. Ihre Abende verbringt sie trinkend in Pubs, wo sie leichter Hand mit wechselnden Männern anbändelt. Sie hat keine eigene Wohnung, sondern verdirbt es sich nacheinander mit ihren Freunden, indem sie deren Gastfreundschaft strapaziert. Wie es sich gehört für eine romantische Komödie, läuft ihr bald in Tom (Henry Golding) der scheinbar "Richtige" über den Weg. Doch das Zusammenkommen der beiden schönen jungen Menschen, die wie füreinander bestimmt scheinen, erweist sich als überraschend reich an durchaus ungewöhnlichen Hindernissen.

Von den ersten Bildern an ist klar, dass dieser Film wahrgenommen werden will als ein Weihnachtsfilm mit Mut zum Kitsch, vielen warmen Gefühlen und einer besinnlichen Botschaft. Nach Meinung der Jury nimmt der Kitsch dabei zu Beginn etwas überhand, verstärkt zweifellos durch das weihnachtlich herausgeputzte Setting in London und Kates Arbeitsstelle, wo der Weihnachtskitsch aus aller Welt - trommelnde Äffchen und dergleichen - aus den Regalen quillt. Nach und nach aber zieht der Film den Zuschauer doch noch auf seine Seite - so erging es zumindest der Jury. Man bekommt Einblicke in die Motive der oft blind und egoistisch agierenden Kate, die sich vor nicht allzu langer Zeit einer schweren Operation unterziehen musste und seither versucht, wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Außerdem wird auch ihre Familie vorgestellt: ihre sich streitenden Eltern, die als Flüchtlinge des Jugoslawienkriegs nach London kamen, und die sehr viel erfolgreichere Schwester, die ihre lesbische Beziehung vor den Eltern geheim hält. Die Ängste der Eltern und Kates eigene Identifikation als Migrantentochter nutzt der Film an mehreren Stellen, um explizit Kritik am Brexit und der wachsenden Ausländerfeindlichkeit im Vereinigten Königreich zu üben. Ein Zug, der einem Weihnachtsfilm mit Versöhnungsbotschaft nach Meinung der Jury gut steht, allerdings hier den Schönheitsfehler hat, dass Emma Thompson in der Rolle der jugoslawischen Mutter eine manchmal eher hölzerne, zum Bizarren neigende Karikatur spielt.
Ähnlich zwiespältig verhält es sich mit dem Film als Ganzes: die im Grunde sehr stimmige Geschichte von Kate und Tom, die, wie im Genre Weihnachtsfilm durchaus angemessen, auch etwas Märchenhaftes an sich hat, bricht sich mit dem oft holprigen Rhythmus des Films. Der Wechsel zwischen den slapstickhaften Alltagsszenen, die Kates launiges Temperament herausstellen, der Romantik ihrer Begegnung mit Tom und den eingestreuten, grotesk überzeichneten Familienzusammenkünften ist oft irritierend, weil zu schnell über aufgebrachte Probleme hinweggegangen wird. An vielen Stellen hat man den Eindruck, so die Jury, dass eine ursprünglich gute Idee, sowohl im Drehbuch als auch der Inszenierung, zu oft überarbeitet wurde im Hinblick auf mehr Gefälligkeit, mehr internationale Gängigkeit oder die großen Vorbilder des Genres wie zum Beispiel LOVE, ACTUALLY. Dennoch: der überzeugend dargebrachte Weihnachtsgeist und das Engagement der beteiligten Schauspieler, allen voran Emilia Clarke als Kate, hilft dabei, über etwaige Schönheitsfehler eines Films hinweg zu sehen, der vor allem eines sein will: ein Film passend zur Jahreszeit. Die überzeugendste Seite des Films aber ist nach Meinung der Jury dabei eine etwas versteckte: Durch den gelungenen Einsatz des Song-Katalogs von George Michael stellt LAST CHRISTMAS auch eine lang fällige Hommage an das Werk des großen britischen Musikers dar.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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