Juno

Smart beschwingte Girl-Power-Antwort auf "Beim ersten Mal" mit einer hinreissenden Ellen Page in ungeplanter Schwangerschaft.

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(Bild: Fox)
Verleih Fox
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2007
Regie Jason Reitman
Darsteller Ellen Page, Michael Cera, Jennifer Garner
Kinostart 20.03.2008
Einspielergebnis D € 5.881.923
Bes. (EDI) 967.738
Bes. (FFA) 963.878
Charthistory
Boxoffice USA $ 143.380.890
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 29.08.2010 (RTL)

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Die 16-jährige Juno wird beim ersten Sex mit Freund Paulie schwanger. Die coole Sprüche klopfende Highschool-Schülerin aus der Provinz entschließt sich schließlich, nicht abzutreiben und das Kind adoptieren zu lassen. Im Laufe der Schwangerschaft lernt sie auch die Adoptiveltern kennen und freundet sich mit dem Ehemann an, der zusehends in eine Sinnkrise verfällt, weil er seiner Freiheit und Jugend nachtrauert. Juno muss eine Entscheidung treffen.

Jason Reitman legt nach "Thank You for Smoking" eine smart beschwingte Girl-Power-Antwort auf "Beim ersten Mal" hin. Als Titelheldin glänzt "Hard Candy" Ellen Page, die für ihre Rolle bereits ausgezeichnet wurde. Vom Vorspann bis zum entspannten Finale, von der Farce bis zur klugen Komödie mit trockenem Humor ein Indie-Juwel, mit dem sich Drehbuchautorin Diablo Cody als Talent für die Zukunft empfiehlt.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Smart beschwingte Girl-Power-Antwort auf "Beim ersten Mal" mit einer hinreissenden Ellen Page in ungeplanter Schwangerschaft.

Aus Kanada fließen dem Independent-Kino immer wieder Talente zu, die mit darstellerischen Vitaminspritzen für Originalität sorgen. So Ellen Page ("Hard Candy"), die mit sanfter Abgeklärtheit und durchgehend smarten Dialogen diese Girl-Power-Antwort auf Judd Apatows "Beim Ersten Mal" zum Genuss macht. Das Erstlingsdrehbuch von Diablo Cody, die als Stripperin und Telefonsexstimme arbeitete, gewinnt der ungeplanten Teenager-Schwangerschaft neue Seiten ab, umgeht Melodramatik und presst, um im Bild zu bleiben, clevere, sardonische und smarte Dialoge im Minutentakt aus.

Die wirken nicht künstlich, sondern sind der 16-jährigen Titelheldin Juno (Page), die beim spontanen ungeschützten ersten Sex mit Freund Paulie (Michael Cera aus "Superbad") schwanger wird, auf den voller werdenden Leib geschrieben. Der Kontrast der zarten Juno (Page ist 1,52 m) als "warnender Wal" setzt glaubhaft einen Prozess in Gang, in dessen Verlauf die altkluge High-School-Schülerin mit dem riesigen Hamburger-Telefon, der Pfeife im Mund, den coolen Sprüchen und schlagfertigen Antworten reift, Verantwortung übernimmt und sich selbst findet. Juno ist Weiterentwicklung der Heldinnen aus "Junikäfer" und "Garden State".

Ihre den Jahreszeiten vom Herbst zum Sommer folgende Entwicklung bringt Entscheidungen, nicht abzutreiben, sondern das Kind adoptieren zu lassen. Das gefundene Paar (Jennifer Garner, Jason Bateman) ist kein Klischeebild paranoider Vorstadt-Yuppies, sondern in der Ehekrise, da Mark, Jingle-Komponist, durch Juno an die Jugend erinnert wird und mit ihr vor Kulthorrorfilmen und mit Alternative Rock abhängt, was Bateman melancholisch und ungezwungen rüberbringt, während Garner sich graziös von der Materialistin zur Mutter wandelt. Cera, für den Page mit einem Tic-Tac-Running Gag sorgt, spielt erst hilflos, dann einfühlsam Junos Freund, Olivia Thirlby ohne Girlie-Allüre die beste Freundin, und Junos Vater und Stiefmutter (wunderbare Charakterdarsteller: J.K. Simmons, Allison Janney) reagieren auf Schwangerschaft und Folgen so, wie intelligente warmherzige Eltern es sollten. Vom Vorspann mit Skizzen der Provinz-Kleinstadt, durch die Juno zu Folk-Songs wandert, bis zum entspannten Finale, von der Farce bis zur klugen Komödie mit trockenem Humor ein Indie-Juwel. ger.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Fox
O-Titel Juno
Land / Jahr USA 2007
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie / Drama
Produktionsfirmen Hard C/Mandate Pictures/Mr. Mudd
Kinostart 20.03.2008
Laufzeit 96
FSK ab 6 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 5.881.923
Bes. (EDI) 967.738
Bes. (FFA) 963.878
Charthistory
USA-Start 05.12.2007, bei Fox Searchlight
Boxoffice USA $ 143.380.890
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.juno-derfilm.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Mason Novick, Lianne Halfon, Russell Smith, John Malkovich
Ausf. Produzenten Joseph Drake, Nathan Kahane, Daniel Dubiecki
Regie Jason Reitman
Drehbuch Diablo Cody
Darsteller Ellen Page (Juno MacGuff), Michael Cera (Paulie Bleeker), Jennifer Garner (Vanessa Lorring), Olivia Thirlby (Leah), Jason Bateman, Allison Janney, Daniel Clark (Steve Rendazo), Valerie Tian (Pershanti)
Kamera Eric Steelberg
Schnitt Dana E. Glauberman
Musik Mateo Messina
Produktionsdesign Steven Saklad
Kostüme Monique Prudhomme
Casting Mindy Marin, Kara Lipson
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
80. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
2007, Los Angeles, 24.02.2008 Bestes Originaldrehbuch Diablo Cody
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Juno Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 6, 92 Min. Kauf
Juno Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 6, 96 Min. Kauf
Juno
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 6, 96 Min. Kauf
Juno
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 6, 92 Min. Kauf
Juno
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Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 6, 92 Min. Kauf
Juno Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 6, 96 Min. Kauf
Juno Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 6, 92 Min. Leih
Juno Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 6, 96 Min. Leih
Enthalten in:
Fox Searchlight Pictures - 20 Jahre Jubiläums-Collection (21 Discs)
Nicht lieferbar
Fox Searchlight Pictures - 20 Jahre Jubiläums-Collection (21 Discs)
Twentieth Century Fox Home Enterta
Twentieth Century Fox Home Enterta
Blu-ray Disc, ab 16
DVD, ab 16
Kauf
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Juno
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Die 16-jährige Juno wird beim ersten Sex mit Freund Paulie schwanger. Die coole Sprüche klopfende Highschool-Schülerin entschließt sich, nicht abzutreiben und das Kind unmittelbar nach der Geburt zur Adoption freigeben zu lassen, weil sie sich für Mutterschaft noch nicht reif genug fühlt. Im Laufe der Schwangerschaft wählt sie selbst die etwas spießigen Adoptiveltern aus und freundet sich mit dem Ehemann an, der zusehends in eine Sinnkrise verfällt, weil er seiner Freiheit und Jugend nachtrauert. Juno muss eine Entscheidung treffen.

Jason Reitman steigert sich nach seinem beachtlichen Debüt "Thank You for Smoking" noch einmal beträchtlich und legt eine smart beschwingte Girl-Power-Antwort auf "Beim ersten Mal" hin. Als Titelheldin glänzt "Hard Candy" Ellen Page, die für ihre herausragende Darstellung bereits ausgezeichnet wurde. Vom Vorspann bis zum entspannten Finale, von der Farce bis zur klugen Komödie mit trockenem Humor ein Indie-Juwel, mit dem sich die Oscar-prämierte Drehbuchautorin Diablo Cody als Talent für die Zukunft empfiehlt.

Quelle: mediabiz.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Ein Film über Teenager ohne pubertären Weltschmerz, ohne Mobbing an der Schule, ohne hilflose oder bornierte Eltern, ohne Gewalt und ohne Drogenexzesse. Alleine dadurch ist Juno schon einer der originellsten Filme der letzten Zeit. Denn auch wenn eine 16jährige ungewollt ein Kind erwartet, führt dies nicht unbedingt in eine Tragödie. Wenn sie so souverän, intelligent, schlagfertig und sympathisch wie die Titelheldin ist, können die neun Monate ihrer Schwangerschaft durchaus zu einer Komödie werden, ohne auch nur in die Nähe einer kitschigen Idylle zu geraten.

Gutachten:

Ein Film über Teenager ohne pubertären Weltschmerz, Mobbing an der Schule, hilflose oder bornierte Eltern, Gewalt und Drogenexzesse. Alleine dadurch ist Juno schon einer der originellsten amerikanischen Filme der letzten Zeit.

Zudem verzichtet er auf all die melodramatischen Tricks, die in Dramen sonst üblich sind - ja er kommt sogar ohne eine eindeutig negativ gezeichnete Figur aus: Jeder Charakter wird sensibel und komplex gezeichnet und bekommt zumindest eine Szene, in der er sich voll entfalten kann und als liebenswerter Mensch entpuppt.

Dabei ist der Film komisch, berührend, klug, charmant - und all dies mit einer ganz eigenen Gelassenheit. Denn auch wenn eine 16jährige ungewollt ein Kind erwartet, führt dies nicht unbedingt in eine Tragödie. Wenn sie so souverän, intelligent, schlagfertig und sympathisch wie die Titelheldin ist, können die neun Monate ihrer Schwangerschaft durchaus zu einer Komödie werden.

Ellen Page gelingt es, Junos Entwicklung in dieser Zeit mit so vielen emotionalen Nuancen darzustellen, wobei sie mit einer Geste und einem Blick oft noch mehr ausdrücken kann als mit ihren wunderbar geschriebenen Dialogstellen. Dieses junge Mädchen wird zu einer der lebendigsten und positivsten Filmfiguren der letzten Jahre.

Dies ist auch dem sehr geschickten Drehbuch geschuldet, das nie den dramaturgisch ausgetretenen Pfaden folgt, sondern statt dessen ständig mit unerwarteten Wendungen überrascht, wobei die einzelnen Motive subtil eingeführt, angedeutet und weitergeführt werden.

Auch die Inszenierung ist aus einem Guss, und überall merkt man, wie inspiriert die Filmemacher durch diese Geschichte waren - sei es beim Vorspann, der Filmmusik oder dem unaufgeregten Rhythmus des Schnitts.

Und dass Juno nie auch nur in die Nähe einer kitschigen Idylle gerät, ist vielleicht die größte Überraschung.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


nach oben Pressestimmen

So herrlich lässig und unkompliziert wie seine hinreißende, bereits preisgekrönte Hauptdarstellerin.

Treffpunkt Kino

Vom Vorspann mit Skizzen der Provinz-Kleinstadt, durch die Juno zu Folk-Songs wandert, bis zum entspannten Finale, von der Farce bis zur klugen Komödie mit trockenem Humor ein Indie-Juwel.

Blickpunkt:Film

Das alles ist mit einer solchen Lässigkeit, Souveränität und Beobachtungsgabe, so ganz ohne modische Ironien und schlaumeierische Referenzen inszeniert und geschrieben, dass "Juno" zu einem ähnlich freundlichen Plädoyer für die Moral als einziges Gegenmittel gegen bürgerliche Heucheleien wird wie Nick Hornbys Bücher.

Süddeutsche Zeitung, 20. März 2008

Über die Dialoge in "Juno" muss man (...) immer wieder lauthals lachen. Es gibt keine schönere Beschäftigung, wenn einen ein Film gerade zu Tränen rührt.

Frankfurter Rundschau, 20. März 2008

Aus solcher Schnodderigkeit erwächst manchmal eine wunderbar grobkörnige Poesie.

Die Welt, 20. März 2008

Der Film ist voll von wunderbar natürlich wirkenden, witzigen Dialogen.

Abendzeitung, 20. März 2008

Diablo Cody, Tochter aus behütetem Hause, übt sich darin, eine noch nie dagewesene Komödie zu kreieren, die so tabulos-locker über ein schwieriges Thema spricht, wie sie selbst über ihre Vergangenheit als Sextelefonistin oder Lap-Dancer.

Süddeutsche Zeitung, 20. März 2008

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