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Into the Woods

Star-gespicktes Musical, das bekannte Märchen wie Rapunzel, Aschenputtel, Rotkäppchen und Hans und die Bohnenranke miteinander verbindet.

Into the Woods Großansicht
(Bild: Walt Disney)
Verleih Walt Disney
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2014
Regie Rob Marshall
Darsteller Meryl Streep, Emily Blunt, James Corden
Kinostart 19.02.2015
Einspielergebnis D € 2.183.397
Bes. (EDI) 273.726
Bes. (FFA) 274.463
Charthistory
Boxoffice USA $ 127.955.039
Charthistory
Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Ein Bäcker und seine Frau wünschen sich sehnlichst ein Kind. Um den Fluch der Unfruchtbarkeit zu brechen, den die niederträchtige Hexe auf sie gelegt hat, weil sein Vater ihr einst magische Bohnen aus dem Garten klaute, müssen sie ihr vier Dinge in drei Tagen beschaffen: Eine Kuh weiß wie Milch, Haar gelb wie Mais, einen blutroten Umhang und einen goldenen Schuh. Die Suche führt das Paar in den finsteren Wald, wo sie Aschenputtel, den bösen Wolf, Rotkäppchen & Co. treffen.

Rob Marshalls Verfilmung des gleichnamigen Erfolgsmusicals von Stephen Sondheim ist eine moderne Adaption bekannter Märchen und ein ironischer Hieb gegen brave Erzählungen. In der genialen Verknüpfung von " Aschenputtel", "Rotkäppchen", "Hans und die Bohnenranke" und "Rapunzel" haben Prinzen ihre Schwächen und Mädchen ihren eigenen Kopf. Brillant besetzt mit Oscar- und Golden-Globe-Gewinnern wie Johnny Depp, Emily Blunt und Meryl Streep als bitterböses Zauberweib genießt man den fantastischen Trip aus vollen Zügen.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Oscar-Preisträger Rob Marshalls Verfilmung des gleichnamigen Broadway-Erfolgsmusicals glänzt durch brillante Besetzung und einen neuen Blick auf Grimmsche Märchenklassiker.

Wenn Johnny Depp als Wolf mit Zoot Suit, Fedora und Katzenhalsband beim Song "Hello Little Girl" lasziv das pubertierende Rotkäppchen Lilla Crawford umtänzelt, die als melodische Replik "I know things now" zum Besten gibt, passt der sexuelle Subtext so gar nicht in die übliche heile Märchenwelt und sorgte kurzfristig für moralisches Grummeln im sittenstrengen Amerika. Eine typische Szene für Rob Marshalls Leinwandadaption von Stephen Sondheims Erfolgsmusical aus dem Jahre 1987, die sich als ironischer Hieb gegen die braven Erzählungen mit ihren Happy Endings entpuppt und durch immer wieder neue Wendungen überrascht. In den Wald als Ort von Träumen und Sehnsüchten, Angst und Verlorenheitsgefühl, in diese magische Fantasy-Welt führt der Oscar-Preisträger ("Chicago") und verknüpft furios Märchenklassiker wie Aschenputtel, Rapunzel, Rotkäppchen und Hans und die Bohnenranke. Ohne Zuckerguss greift die Disney-Produktion auch komplexe Themen auf wie schmerzlichen Verlust, Untreue oder Beziehung zwischen Eltern und Kindern, plädiert dabei für kindliche Lust auf eigene Erfahrung und das Recht auf Irrtum. Ganz oben aber steht der Rückhalt durch die Gemeinschaft und Mitverantwortung, unterstrichen durch den bewegenden Song "You are not alone".

Den Rahmen für den fulminanten Fabel-Mix bietet die Geschichte vom Bäcker und seiner Frau, die sich ein Kind wünschen. Um den Fluch der Unfruchtbarkeit zu brechen, den die niederträchtige Hexe auf sie gelegt hat, weil des Bäckers Vater ihr einst magische Bohnen aus dem Garten klaute und sie damit zur Hässlichkeit verdammte, muss das Paar vier Dinge innerhalb von drei Tagen beschaffen: Eine Kuh weiß wie Milch, Haare gelb wie Mais, einen blutroten Umhang und einen güldenen Schuh. Bei der Suche im geheimnisvollen Wald treffen treffen sie auf Schlüsselfiguren wie Aschenputtel, die unter der bösen Stiefmutter und den Schwestern leidet, Rotkäppchen, die ihre Großmutter besucht und im Bauch des Wolfs findet, Rapunzel, die aus dem Turm entwischt und einen kleinen Jungen, der aus Not seine Lieblingskuh verkaufen muss. Marshall wirbelt die Stereotypen durcheinander, Mädels haben ihren eigenen Kopf und Prinzen einige Schwächen. So gesteht ein umwerfender Chris Pine nach der Heirat mit Aschenputtel zum Charmantsein erzogen zu sein, nicht zur Aufrichtigkeit.

Das Ensemble von Ausnahmeschauspielern, darunter Emily Blunt und James Corden als Bäcker-Paar sowie Anna Kendrick, die als Aschenputtel mit dem Song "On the Steps of the Palace" ein Highlight setzt, überzeugt durch mitreißende Spielfreude. Und Meryl Streep mit blauen Haaren als bitterböses Zauberweib toppt sich selbst. An der gewagten witzig-modernen Version aus Charme und Humor, Spitzzüngigkeit und Lyrik, Komik und Ernsthaftigkeit gibt's nichts zu mäkeln, Dion Beebes furioses Kameraspiel mit Licht und Schatten und Colleen Atwoods perfektes Kostümdesign sorgen für hohen Schauwert und den fantastischen Score hat man noch lange nach dem Kinobesuch in den Ohren. mk.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Walt Disney
O-Titel Into the Woods
Land / Jahr USA 2014
Kategorie Spielfilm
Genre Musical / Fantasy
Produktionsfirmen Lucamar Productions/Walt Disney Pictures
Kinostart 19.02.2015
Laufzeit 125
FSK ab 6 Jahre
FBW-Prädikat Wertvoll
Einspielergebnis D € 2.183.397
Bes. (EDI) 273.726
Bes. (FFA) 274.463
Charthistory
USA-Start 25.12.2014, bei Walt Disney
Boxoffice USA $ 127.955.039
Filmtrailer Video
Web-Link http://movies.disney.com/into-the-woods
nach oben Cast & Crew
Produzenten John Deluca, Rob Marshall, Callum McDougall, Marc Platt
Regie Rob Marshall
Drehbuch James Lapine
Buchvorlage James Lapine, Stephen Sondheim
Darsteller Meryl Streep (Hexe), Emily Blunt (Bäckersfrau), James Corden (Bäcker), Anna Kendrick (Aschenputtel), Chris Pine (Aschenputtels Prinz), Christine Baranski (böse Stiefmutter), Johnny Depp (Wolf), Tracey Ullman (Hans' Mutter), Lilla Crawford (Rotkäppchen), Daniel Huttlestone (Hans), Mackenzie Mauzy (Rapunzel), Billy Magnussen (Rapunzels Prinz), Tammy Blanchard (Florinda), Lucy Punch (Lucinda), Frances de la Tour (Riesin), Simon Russell Beale (Vater des Bäckers), Annette Crosbie (Rotkäppchens Großmutter), Richard Glover (Steward), Joanna Riding (Aschenputtels Mutter)
Kamera Dion Beebe
Schnitt Wyatt Smith
Musik Stephen Sondheim
Produktionsdesign Dennis Gassner
Kostüme Colleen Atwood
Casting Francine Maisler, Tiffany Little Canfield, Bernard Telsey
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Into the Woods The Walt Disney Company (Germany) DVD, ab 6, 120 Min. Kauf
Into the Woods The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 6, 125 Min. Kauf
Into the Woods The Walt Disney Company (Germany) DVD, ab 6, 120 Min. Leih
Into the Woods The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 6, 125 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Into The Woods (Deluxe Edition)
Soundtrack/Songtrack Diverse Into The Woods
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Ein Bäcker und seine Frau wünschen sich sehnlichst ein Kind. Um den Fluch der Unfruchtbarkeit zu brechen, den die niederträchtige Hexe auf sie gelegt hat, weil sein Vater ihr einst magische Bohnen aus dem Garten klaute, müssen sie ihr vier Dinge in drei Tagen beschaffen: Eine Kuh weiß wie Milch, Haar gelb wie Mais, einen blutroten Umhang und einen goldenen Schuh. Die Suche führt das Paar in den finsteren Wald, wo sie Aschenputtel, den bösen Wolf, Rotkäppchen & Co. treffen.

Rob Marshalls Verfilmung des gleichnamigen Erfolgsmusicals von Stephen Sondheim ist eine moderne Adaption bekannter Märchen und ein ironischer Hieb gegen brave Erzählungen. In der genialen Verknüpfung, die " Aschenputtel", "Rotkäppchen", "Hans und die Bohnenranke" und "Rapunzel" weiterspinnt, haben Prinzen ihre Schwächen und Mädchen ihren eigenen Kopf. Brillant besetzt mit Oscar- und Golden-Globe-Gewinnern wie Johnny Depp, Emily Blunt und Meryl Streep als bitterböses Zauberweib genießt man den fantastischen Trip aus vollen Zügen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Ein Paar muss märchenhafte Abenteuer bestehen, um sich den Traum eines eigenen Kindes erfüllen zu können. Überragend besetztes Broadwaymusical-Adaption, die bekannte Märchen miteinander verbindet und weiterspinnt.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: WertvollKurztext:

Am Anfang war der Fluch. Eine Hexe hat vor langer Zeit einen Mann damit belegt, weil der ihr einst magische Bohnen aus dem Garten klaute. Nun leidet sein Sohn, der Bäcker, darunter. Er und seine Frau können solange kein Kind bekommen, bis der Fluch aufgehoben wird. Dies, so die Hexe, sei aber nur möglich, wenn folgende Dinge besorgt werden: Eine Kuh weiß wie Milch, Haar gelb wie Mais, ein Umhang rot wie Blut und ein Schuh aus purem Gold. Wo das alles zu finden ist? Im Märchenwald natürlich. Und so ziehen der Bäcker und seine Frau los, um alles zu besorgen. Doch im Wald sind sie nicht lange allein, denn auch Aschenputtel, Rotkäppchen und Rapunzel suchen dort ihr Glück... Regisseur Rob Marshall verfilmte das gleichnamige Erfolgsmusical von Steven Sondheim mit fulminanten Bildern und einem eindrucksvollen Starensemble. Der mystische Wald wird beherrscht von dunklen Tönen, das Blätterrauschen wirkt geheimnisvoll, die Figuren gleiten unsicher wie in einem Labyrinth durch die verwinkelte und tiefverwurzelte Baumlandschaft. Schon vom ersten Ton an faszinieren Sondheims Kompositionen, die von den Darstellern leidenschaftlich und stimmlich perfekt dargeboten werden. Auch spielerisch überzeugt das Ensemble. Ob James Corden als naiv-treuer Bäcker, der alles für die Seinen tun würde und sich jeder Gefahr stellt, Emily Blunt als seine Frau, die immer einen Rat weiß und ihren Mann mit unsichtbarer aber starker Hand führt, Chris Pine als völlig überdrehter Prince Charming oder Anna Kendrick als Aschenputtel, die nicht immer weiß, was sie will, aber stets das Richtige tut. Über allem thront aber Meryl Streep. Ihre Verkörperung der bösen Hexe ist so vielschichtig, so herrlich zynisch, so amüsant und berührend, dass man sich keine andere in dieser Rolle vorstellen könnte. Jeder einzelnen Szene wohnt ein gewisses Augenzwinkern inne und so konterkarieren Sondheim und Marshall auf sympathisch unterhaltsame Weise die Prämissen der Märchen, ohne diese bloßzustellen. Die Musiknummern sind filmisch perfekt umgesetzt, Choreographien und Inszenierungen sind originell und abwechslungsreich. INTO THE WOODS ist ein mitreißendes und beschwingtes Märchen über Märchen selbst - selbstverständlich mit Happy End!

Gutachten:

Nach dem Musical von Stephen Sondheim entstand der Film INTO THE WOODS. Mit einer großartigen Besetzung steigt der Film in sein märchenhaftes Thema ein. Was alles im Wald passieren kann, wird durch die Figuren bekannter Märchen in einer runden Geschichte erzählt. Der musikalische Teil, die Songs und Melodien geben dem Film seine besondere Prägung. Der Einstieg erfolgt mit großem Schwung und wird im Tempo durchgehalten, bis sich die Geschichte in eine ruhigere Gangart begibt und gegen Schluss der Dialog einen stärkeren Anteil einnimmt. Auch die Tonart ändert sich von einem gelegentlich humorvollen und leichten Tonfall hin zu moralisch reflektierenden, quasi philosophischen Sätzen.

Die großartigen Auftritte der Hexe (Meryl Streep), stets begleitet von eindrucksvollen digitalen Effekten, die sie in einem Zyklon aus Staub erscheinen und wieder verschwinden lassen, sind die Höhepunkte des Films. Vor allem die gesungenen Monologe einzelner Figuren sind sehr anregend und wortreich, teils in Staccato gesungene Dialoge bestimmen das Tempo des Films mit. Eine weitere Attraktion ist Johnny Depp in der Rolle des Wolfs. Die Rolle des Verführers wird eindeutig, wenn auch poetisch verfremdet, im Film ausgespielt.

Die Kombination der Hauptelemente von vier Märchen - Hans und die Zauberbohnen, Aschenputtel, Rapunzel und Rotkäppchen - ergeben in ihrem Zusammenspiel ein neues reizvolles Märchen, das alle Elemente in sich vereint. Hier sehen wir in den Rollen des Bäckers (James Corden) und seiner Frau (Emily Blunt), wie ein Paar erfolgreich lernt, zusammen zu stehen und damit zum Erfolg zu kommen. So erfüllt sich schließlich auch ihr sehnlichster Wunsch nach einem Kind.

Die Struktur des Films wird weitgehend bestimmt durch die musikalischen Auftritte der Protagonisten. Dieses große Ensemble so in Szene zu setzen, ist dem Regisseur herausragend gelungen. Im letzten Akt, wenn sich die Aufregung und Suche der einzelnen Figuren gelegt hat und Ruhe einkehrt, werden alle Symbole nochmals beschworen, die Moral gefeiert, die Mystik des Waldes, seine Geheimnisse, die zum glücklichen Ende fast aller Beteiligten führen.

Die letzten Szenen trafen in der Jury nicht nur auf Zustimmung. Vor allem die moralisierenden Thesen wurden als didaktisch und zu umfangreich befunden, der Stimmungswechsel des Films nicht nur positiv vermerkt.

Die Jury entschied sich einstimmig für das Prädikat wertvoll.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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