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In einer besseren Welt

Preisgekröntes Ensembledrama über Glaube an Gerechtigkeit und den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse - erzählt von der Macherin von "Open Hearts" anhand der Freundschaft zweier Jungs aus komplizierten familiären Verhältnissen.

In einer besseren Welt Großansicht
(Bild: Universum (24 Bilder))
Verleih Universum Film (24 Bilder)
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Dänemark, Schweden 2010
Regie Susanne Bier
Darsteller Mikael Persbrandt, Trine Dyrholm, Ulrich Thomsen
Kinostart 17.03.2011
Einspielergebnis D € 523.975
Bes. (EDI) 80.144
Bes. (FFA) 90.704
Charthistory
Boxoffice USA $ 830.481
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 19.01.2014 (ARD)

nach oben Inhalt & Info

Elias wird in der Schule gemobbt, erst die Freundschaft mit dem neuen durchsetzungsfähigen Schulkameraden Christian, der ihn vor den Attacken beschützt, holt ihn aus der Isolation. In der Ehe von Elias' Eltern kriselt es, der Vater arbeitet lange in Afrika. Christian wirft seinem Vater den Tod der Mutter vor und spricht nicht mit ihm. Als Elias sieht, wie sein Daddy geohrfeigt wird und den Konflikt vermeidet, packt ihn der Zorn. Mit seinem Freund heckt er einen gefährlichen Racheplan mit einer selbst gebastelten Bombe aus.

Susanne Bier lotet nach "Open Hearts", "Brothers" und "Nach der Hochzeit" auch in ihrem neuem Drama emotionale und moralische Grenzsituationen aus. Brillant gelingt ihr die Zeichnung der Beziehung zwischen den Jungs, ihr Zwiespalt zwischen Aufruhr und Unsicherheit, und die zwischen dem entfremdeten Ehepaar. Und sie kann sich auf ihre exzellente Besetzung verlassen, die jungen Darsteller der Söhne Markus Rygaard und William Johnk Nielsen ebenso wie die der Väter, Mikael Persbrandt und Ulrich Thomsen.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Mit dem Golden Globe ausgezeichnetes Drama über Glaube an Gerechtigkeit und den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse.

Susanne Bier gilt als Garant für emotionale und moralische Grenzsituationen und sichere Kandidatin für internationale Preise. In den Familiendramen "Open Hearts - Für immer und ewig", "Brothers - Zwischen Brüdern" und "Nach der Hochzeit" zeigte sie Fingerspitzengefühl für heikle Themen, sie lässt immer Gefühle zu. In ihrem neuen Film, nach dem Golden Globe hoch gehandelt für den Auslandsoscar, erzählt sie von zwei Jungs und ihren komplizierten familiären Bindungen.

Elias wird in der Schule gemobbt, erst die Freundschaft mit dem neuen durchsetzungsfähigen Schulkameraden Christian, der kürzlich seine Mutter verloren hat, holt ihn aus der Isolation. Christian verteidigt ihn gegen seine Peiniger und lehrt ihn sich zu wehren. Die geleugnete Messerattacke auf den Gegner schweißt sie noch mehr zusammen. Beide kämpfen zu Hause mit Schwierigkeiten. Elias Vater arbeitet als Arzt Monate lang in einem afrikanischen Flüchtlinslager, daheim kriselt es in der Ehe. Christian wirft seinem Vater den Tod der Mutter vor und verweigert jedes Gespräch. Als Elias sieht, wie sein Daddy nach einer versuchten Schlichtung auf dem Kinderspielplatz vom Vater eines fremden Jungen geohrfeigt wird und den Konflikt vermeidet, packt ihn Zorn. Mit seinem Freund heckt er einen gefährlichen Racheplan mit einer selbst gebastelten Bombe aus.

Brillant gelingt Bier die Zeichnung der Beziehung zwischen den Jungs, ihr Zwiespalt zwischen Aufruhr und Unsicherheit, und die zwischen dem entfremdeten Ehepaar getragen von Zärtlichkeit und Abwehr. Weniger eindringlich wirken die Szenen am staubigen Handlungsort Afrika mit seinen Stereotypen, die das Vorurteil von Armut und Gewalt bestätigen, mittendrin der europäische Arzt als Heilsbringer, der in einem Nebenstrang einen brutalen Schlächter seinem Schicksal überlässt, wenn auch mit schlechtem Gewissen. Erwachsene wie Heranwachsende sind bei Bier beschädigte Seelen. Die exzellente Besetzung - vom ängstlichen Mobbing-Opfer (Markus Rygaard) über seinen verschlossenen, aber schlagkräftigen Kumpel (William Johnk Nielsen) bis zu den Vaterfiguren, der pazifistischen (Mikael Persbrandt) und der in Trauer erstarrten (Ulrich Thomsen) - lassen jede kleine Schwäche vergessen. Bier maßt sich nicht an, moralische Fragen zu beantworten. Der Impuls allein genügt, ob in einer besseren oder schlechteren Welt. mk.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Universum Film (24 Bilder)
O-Titel Hævnen
Alternativ-/Arbeitstitel The Revenge (IT) / Julius (AT) / Civilization (AT)
Land / Jahr Dänemark/Schweden 2010
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Zentropa Köln
Vorbereitungsförderung Film- und Medienstiftung NRW (EUR 80.000)
Kinostart 17.03.2011
Laufzeit 117
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 523.975
Bes. (EDI) 80.144
Bes. (FFA) 90.704
Charthistory
USA-Start 01.04.2011, bei Sony Classics
Boxoffice USA $ 830.481
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.ineinerbesserenwelt-film.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Sisse Graum Jørgensen
Ausf. Produzent Peter Aalbæk Jensen
Regie Susanne Bier
Drehbuch Anders Thomas Jensen
Idee Susanne Bier
Darsteller Mikael Persbrandt (Anton), Trine Dyrholm (Marianne), Ulrich Thomsen (Claus), Markus Rygaard (Elias), William Jøhnk Nielsen (Christian), Bodil Jørgensen (Schulleiter), Elsebeth Steentoft (Signe), Martin Buch (Niels), Anette Støvelbæk (Hanne), Kim Bodnia (Lars)
Kamera Morten Søborg
Schnitt Pernille Bech Christensen, Morten Egholm
Musik Johan Söderqvist
Produktionsdesign Peter Grant
Ton Eddie Simonsen, Anne Jensen
Kostüme Manon Rasmussen
Maske Charlotte Laustsen
Herstellungsleitung Karen Bentzon
Casting Jette Termann
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
29. Filmfest München   2011, München, 24.06.2011 - 02.07.2011 Bernhard Wicki-Friedenspreis des Deutschen Films  
24. Europäischer Filmpreis
Europäischer Filmpreis Großansicht
2011, Berlin, 03.12.2011 Europäische Regisseurin 2011 Susanne Bier
83. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
2010, Los Angeles, 27.02.2011 Bester fremdsprachiger Film  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
In einer besseren Welt Universum Film DVD, ab 12, 112 Min. Kauf
In einer besseren Welt Universum Film Blu-ray Disc, ab 12, 117 Min. Kauf
In einer besseren Welt Universum Film DVD, ab 12, 112 Min. Kauf
In einer besseren Welt Universum Film Blu-ray Disc, ab 12, 117 Min. Kauf
In einer besseren Welt Universum Film DVD, ab 12, 112 Min. Leih
In einer besseren Welt Universum Film Blu-ray Disc, ab 12, 117 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Elias wird in der Schule gemobbt, erst die Freundschaft mit dem neuen durchsetzungsfähigen Schulkameraden Christian, der ihn vor den Attacken beschützt, holt ihn aus der Isolation. In der Ehe von Elias' Eltern kriselt es, der Vater arbeitet lange in Afrika. Christian wirft seinem Vater den Tod der Mutter vor und spricht nicht mit ihm. Als Elias sieht, wie sein Daddy geohrfeigt wird und den Konflikt vermeidet, packt ihn der Zorn. Mit seinem Freund heckt er einen gefährlichen Racheplan mit einer selbst gebastelten Bombe aus.

Susanne Bier lotet nach "Open Hearts", "Brothers" und "Nach der Hochzeit" auch in ihrem neuem Drama emotionale und moralische Grenzsituationen aus. Brillant gelingt ihr die Zeichnung der Beziehung zwischen den Jungs, ihr Zwiespalt zwischen Aufruhr und Unsicherheit, und die zwischen dem entfremdeten Ehepaar. Und sie kann sich auf ihre exzellente Besetzung verlassen, die jungen Darsteller der Söhne Markus Rygaard und William Johnk Nielsen ebenso wie die der Väter, Mikael Persbrandt und Ulrich Thomsen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Zwei Jungs kommen mit ihren Problemen in Schule und Familie nicht zurecht und entwickeln einen gefährlichen Racheplan. Susanne Bier ("Brothers") lotet auch in ihrem neuem Drama emotionale und moralische Grenzsituationen aus.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Anton lebt den Spagat zwischen zwei Welten: Mehrere Monate im Jahr rettet er als idealistischer Arzt in einem afrikanischen Flüchtlingscamp Menschenleben. Zuhause, in der Idylle der dänischen Provinz, muss er sich als engagierter Vater und Ehemann den Herausforderungen des Familienalltags stellen. Seine Ehe mit der Ärztin Marianne steht kurz vor dem Aus, als die innige Freundschaft seines Sohns Elias zu seinem einsamen Schulkameraden Christian eine lebensgefährliche Wendung nimmt und Anton vor die Frage stellt: Wie stark sind sein Glaube an die Gerechtigkeit und der Wunsch, seine Haltung zu bewahren? Der beeindruckende Film der dänischen Regisseurin Susanne Bier verarbeitet intensiv die Themen Gerechtigkeit und Liebe zueinander. Das starke Drehbuch wird von fantastischen Darstellern vermittelt, vor allem die Kinder berühren und fesseln den Zuschauer durch ihre schauspielerische Leistung. Die ruhigen Bilder beschönigen nichts, die Erzählung bleibt bis zum Ende spannend und überzeugt. Dieser emotionale, intensive und wichtige Film wäre ein würdiger Anwerter auf den diesjährigen Auslands-Oscar!

Gutachten:

Ein hervorragendes Drehbuch, an dem Regisseurin Susanne Bier selbst mitwirkte, verknüpft die Geschichte von zwei Familien in einem idyllischen Ort am Meer in Dänemark auf schicksalhafte Weise.
Da ist der Arzt Anton, der aufopferungsvoll in einem Flüchtlingscamp in Afrika wirkt und nur zu bestimmten Zeiten bei seiner Familie in Dänemark weilt. Darunter leiden die Kinder, vor allem Sohn Elias, und hinzu kommt noch die bevorstehende Trennung von Ehefrau Marianne. Und da ist Claus, der nach dem Krebstod seiner Frau Sohn Christian aus London nach Dänemark bringt. Elias, der in der Schule gemobbt wird, und Christian, der seinem Vater die Schuld am Tod der schmerzlich vermissten Mutter gibt, bilden ein Bündnis zum gegenseitigen Schutz und auch als ein mit Gewalt gepaartes Ventil für ihre verletzten Gefühle.

Eltern und Kinder der beiden Familien verstricken sich in einen tragischen Kreis um Verlust und Trauer, um Ohnmacht und Mut, um Gewalt und Rache. Dramaturgisch geschickt werden Szenen in Dänemark denen in Afrika gegenüber gestellt.

Eindrucksvoll die Gespräche zwischen den Erwachsenen und im Besonderen mit den jugendlichen Protagonisten, in denen die Themen um Schmerz und Gewalt mit bewegenden Dialogen aufgearbeitet werden. Eine hervorragende Kameraführung bietet mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen, die durch einen einfühlsamen Musikscore begleitet werden, sowohl in Dänemark wie auch in Afrika die notwendigen Ruhephasen für den Zuschauer. Sensible Nahaufnahmen wiederum verstärken die Eindringlichkeit der Dialoge. Geglückt ist auch die Besetzung des Films. Das Spiel der Erwachsenen wie auch der Kinder ist sehr überzeugend.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Datum Stadt Festivalname
09.09.2010 - 19.09.2010 Toronto 35. Toronto International Film Festival

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