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Heute bin ich blond

Bewegende Komödie nach dem autobiografischen Roman von Sophie van der Stap über eine krebskranke junge Frau, die ihren Lebensmut nicht verliert.

Heute bin ich blond Großansicht
(Bild: Universum Film (24 Bilder))
Verleih Universum Film (24 Bilder)
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland, Belgien 2013
Regie Marc Rothemund
Darsteller Lisa Tomaschewsky, Karoline Teska, David Rott
Kinostart 28.03.2013
Einspielergebnis D € 834.045
Bes. (EDI) 119.827
Bes. (FFA) 138.864
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 04.02.2015 (arte)

nach oben Inhalt & Info

Architekturstudentin Sophie, 21 Jahre alt, genießt das Leben in vollen Zügen, als bei ihr ein inoperabler Krebs diagnostiziert wird. Im Krankenhaus muss sie sich einer langwierigen Chemotherapie unterziehen. Ausgang ungewiss. Doch Sophie gibt nicht auf. Neun Perücken werden zu ihrem neuen Lebenselixier: Mal trotzig selbstbewusst, mal romantisch verspielt oder kühl erotisch - je nach Haarfarbe und Frisur kommt ein anderes Stück Sophie zum Vorschein. Mal himmelhoch jauchzend, dann wieder zu Tode betrübt.

Marc Rothemund hat den gleichnamigen autobiographischen Bestseller der Niederländerin Sophie van der Stap mit gutem Gespür für seine Figuren adaptiert. Mit leichter Hand inszeniert, gelingt ihm die schwierige Gratwanderung zwischen Drama und Komödie. Neuentdeckung Lisa Tomaschewsky überzeugt als Sophie durch nuanciertes, facettenreiches Spiel. In Tonalität und Sprache ganz der Wirklichkeit verpflichtet ist Katharina Eyssens Drehbuch. Eine elegant fotografierte Ode ans Leben, witzig, ernst, klug und unterhaltsam.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Anrührende Tragikomödie nach dem autobiografischen Roman von Sophie van der Stap über eine Krebskranke, die dem Tod entschlossen den Mittelfinger zeigt.

Zwei junge Frauen feiern ausgelassen in Amsterdam Silvester: Sophie (Lisa Tomaschewsky) und ihre beste Freundin und Studienkollegin Annabel (Karoline Teska). Hochprozentige Drinks, Tanzen, Flirten, Sex... Das Leben ist schön, die Zukunft scheint rosig. Doch Lisa fühlt sich nicht wirklich wohl. Zurück in ihrer Heimatstadt Hamburg geht sie zum Arzt. Die Diagnose ist erschütternd: Krebs. Inoperabel.

Der vielseitige Marc Rothemund, den stets ein gutes Gespür für seine Figuren auszeichnet, hat mit "Heute bin ich blond" den gleichnamigen autobiographischen Bestseller der Niederländerin Sophie van der Stap verfilmt. Eine schwierige Gratwanderung zwischen Drama und Komödie, eine authentische, mit leichter Hand erzählte Geschichte einer Frau, die nicht aufgibt und einfach weiterleben will.

Neun Perücken werden zu ihrem Lebenselixier: Romantisch verspielt, kühl erotisch oder mutig wild, je nach Haarfarbe und Frisur kommt eine andere Sophie zum Vorschein.

Zwischen Klinik, Elternhaus und Szenelokalen pendelt der Film. Mal ist Sophie himmelhoch jauchzend, dann wieder zu Tode betrübt. Die Eltern (Peter Prager und Maike Bollow) kümmern sich aufopferungsvoll um die Tochter, der behandelnde Arzt (Alexander Held) begegnet ihr mit Strenge und Verständnis, der gutaussehende Fotograf Rob (David Rott) erweist sich bald als mehr als nur ein guter Freund.

Obwohl das Happy End außer Frage steht, weiß Rothemund die Spannung hoch zu halten. Fortschritte und Rückschläge der Chemotherapie thematisiert er und zeichnet ein differenziertes Bild vom wechselvollen (Seelen-)Leben seiner Protagonistin, die Neuentdeckung Tomaschewsky schmerzlich perfekt verkörpert. Die Hilflosigkeit von Lisas Umwelt fängt er ein, den der Routine verpflichteten Krankenhausalltag und zeigt gleichzeitig an Sophies Mitpatientin Chantal (Jasmin Gerat) die Grenzen der Medizin auf.

Dabei bleibt der Ton optimistisch. Frisch, der Wirklichkeit verpflichtet ist die Sprache, stimmig Katharina Eyssens Drehbuch. Gewohnt souverän leuchtet Kameramann Martin Langer die stylischen, gut gewählten und pittoresken Schauplätze aus, der Score von Mousse T. passt immer zur Stimmung und die Schauspieler füllen ihre Parts allesamt glaubwürdig aus. Eine Ode ans Leben, witzig, ernst, klug und unterhaltsam. geh.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Universum Film (24 Bilder)
O-Titel Heute bin ich blond
Alternativ-/Arbeitstitel The Girl with Nine Wigs
Land / Jahr Deutschland/Belgien 2013
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Komödie
Produktionsfirmen Goldkind Filmproduktion GmbH & Co.KG, BurkertBareissDevelopment, Scope Film (BE)
Förderung Eurimages (EUR 550.000),
DFFF - Deutscher Filmförderfonds (EUR 595.000)
Produktionsförderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 400.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 250.000),
MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (EUR 400.000)
Verleihförderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 70.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 100.000),
MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (EUR 30.000)
Drehort Belgien, Hamburg und Umgebung
Drehzeit 19.11.2011 - 06.02.2012
Kinostart 28.03.2013
Laufzeit 117
FSK ab 6 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 834.045
Bes. (EDI) 119.827
Bes. (FFA) 138.864
Charthistory
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.heute-bin-ich-blond.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Andreas Bareiss, Sven Burgemeister
Koproduzenten Bettina Reitz, Geneviève Lemal
Ausf. Produzenten Franz Esterházy, Christian Dienst
Regie Marc Rothemund
Drehbuch Katharina Eyssen
Buchvorlage Sophie van der Stap
Darsteller Lisa Tomaschewsky (Sophie), Karoline Teska (Annabel), David Rott (Rob), Peter Prager (Vater Wolfgang), Maike Bollow (Mutter Inge), Alice Dwyer (Schwester Saskia), Alexander Held (Arzt Dr. Leonard), Sebastian Bezzel (Dozent), Jasmin Gerat (Chantal), Daniel Zillmann (Pfleger Bastian), Katrin Pollitt (Krankenschwester Pauke), Bernhard zu Castell
Kamera Martin Langer
Schnitt Simon Gstöttmayr
Musik Johan Hoogewijs, Mousse T.
Kostüme Silke Sommer
Maske Sabine Schumann, Sonia Salazar Delgado, Anne Moralis
Herstellungsleitung Marion Dany
Line Producer Karlheinz Ganzer
Casting Stefany Pohlmann, Heta Mantscheff
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Heute bin ich blond Universum Film DVD, ab 6, 113 Min. Kauf
Heute bin ich blond Universum Film Blu-ray Disc, ab 6, 117 Min. Kauf
Heute bin ich blond Universum Film DVD, ab 6, 113 Min. Leih
Heute bin ich blond Universum Film Blu-ray Disc, ab 6, 117 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Architekturstudentin Sophie, 21 Jahre alt, genießt das Leben in vollen Zügen, als bei ihr ein inoperabler Krebs diagnostiziert wird. Im Krankenhaus muss sie sich einer langwierigen Chemotherapie unterziehen. Ausgang ungewiss. Doch Sophie gibt nicht auf. Neun Perücken werden zu ihrem neuen Lebenselixier: Mal trotzig selbstbewusst, mal romantisch verspielt oder kühl erotisch - je nach Haarfarbe und Frisur kommt ein anderes Stück Sophie zum Vorschein. Mal himmelhoch jauchzend, dann wieder zu Tode betrübt.

Marc Rothemund hat den gleichnamigen autobiographischen Bestseller der Niederländerin Sophie van der Stap mit gutem Gespür für seine Figuren adaptiert. Mit leichter Hand inszeniert, gelingt ihm die schwierige Gratwanderung zwischen Drama und Komödie. Neuentdeckung Lisa Tomaschewsky überzeugt als Sophie durch nuanciertes, facettenreiches Spiel. In Tonalität und Sprache ganz der Wirklichkeit verpflichtet ist Katharina Eyssens Drehbuch. Eine elegant fotografierte Ode ans Leben, witzig, ernst, klug und unterhaltsam.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Anstatt sich von ihrer Krebserkrankung kleinkriegen zu lassen, stürzt sich eine 21-Jährige ins pralle Leben. Bewegende Dramödie nach dem autobiografischen Roman von Sophie van der Stap über eine krebskranke junge Frau.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Es ist ein Schock für die 21jährige Sophie, als ihr der Arzt die Diagnose mitteilt: Krebs. Eine seltene aggressive Form. Mit geringer Überlebenschance. Doch Sophie entscheidet sich, genau diese kleine Chance zu ergreifen. Sie kämpft. Gegen die Krankheit, um ihr Leben. Und um die Lebensfreude, die sie sich stets bewahrt. Ihr Hilfsmittel sind Perücken, dank derer sie immer wieder in neue "Persönlichkeiten" schlüpft. Denn Sophie spürt: Das Leben ist wirklich zu kurz, um sich nicht jeden Tags aufs Neue zu erfinden. Die Autorin Sophie van der Stap hat mit dem gleichnamigen Roman ihre eigene Geschichte über den Umgang mit der Krankheit erzählt. Regisseur Marc Rothemund ist es nun gelungen, den lakonisch humorvollen Ton der Vorlage filmisch wiederzugeben, um so die Schwere des Themas mit einer erlösenden Leichtigkeit zu verbinden. Sophies Aussagen sind oftmals bissig und trocken und lassen das Lachen an manchen Stellen im Hals stecken bleiben. Die Hauptdarstellerin Lisa Tomaschewsky ist umwerfend in dieser Mischung aus abgebrüht, trotzig und doch immer wieder auch verletzlich und verzweifelt. Man merkt der Figur an, dass sie tatsächlich um ihr Leben kämpft, dass sie immer wieder in neue Rollen schlüpft, um in sich und den einzelnen Wesenszügen, die sie vereint, eine innere Kraft zu bündeln. Die Menschen um sie herum sorgen für die Liebe und Geborgenheit, die so wichtig ist, um eine solche Situation überstehen zu können. Am Ende hat Sophie den Kampf gewonnen. Und ist an der Krankheit gewachsen. Ein berührender und inspirierender Film, der Betroffenen Kraft geben kann und dem der Spagat zwischen tragischer Tiefe und lebensbejahender Unterhaltung gelingt. Ein Film, der das Leben feiert.

Gutachten:

Krankheit und Tod sind nicht die Themen, aus denen Unterhaltungsfilme entstehen. Und doch hat dieser Film unterhalten, trotz oder wegen seines Themas.
Er unterhält auf eine mitmenschliche, moderne, anspruchsvolle Art, die nicht alltäglich ist. Auch deshalb ist dieser Film ein Glücksfall.
Er schafft es, dank seiner wunderschönen, überzeugenden Hauptdarstellerin, seines Drehbuchs, seiner Inszenierung, seiner Glaubwürdigkeit die Herzen zu berühren. Er schafft es, den Gedanken zuzulassen, wie stark der Glaube an sich selbst, aber auch das Vertrauen in andere Menschen, in Ärzte und die Medizin sein muss, um eine lebensbedrohende Krankheit zu überwinden. Wie wichtig die Unterstützung von Freunden und Familie ist, wie unerlässlich - trotz allem - Lebensmut und Lebensfreude. Sich selbst im richtigen Moment wichtig zu nehmen, sein Äußeres zu pflegen, nicht den Mut zu verlieren. Das alles zeigt uns HEUTE BIN ICH BLOND in einer Weise, die genau den richtigen Ton trifft: Nicht betulich und geschönt, sondern realistisch, nicht mitleidig, sondern mit Gefühl. Durch die Balance, die der Film erreicht, wird er glaubwürdig, nimmt den Zuschauer mit und entlässt ihn gestärkt und beglückt.
Eine besondere Würdigung geht hier auch an die Produzenten, die es gewagt haben, diesen schweren Stoff zu realisieren und die Finanzierung zu erreichen.

Die Jury wünscht dem Film und seinen Machern noch viele begeisterte Zuschauer, die Entscheidung zum einstimmigen "besonders wertvoll" soll dies unterstützen.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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