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Green Zone

Actionthriller über ein US-Kommando, das 2003 im Irak Massenvernichtungswaffen sucht und dabei eine politisch-militärische Intrige mit Hintermännern in Washington entdeckt.

Green Zone Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2010
Regie Paul Greengrass
Darsteller Matt Damon, Greg Kinnear, Brendan Gleeson
Kinostart 18.03.2010
Einspielergebnis D € 2.207.170
Bes. (EDI) 316.249
Bes. (FFA) 317.912
Charthistory
Boxoffice USA $ 35.024.475
Charthistory
Erstausstrahlung 10.09.2012 (ZDF)

nach oben Inhalt & Info

Als Roy Miller 2003 mit seiner Einheit wiederholt in riskante, aber ergebnislos verlaufende Sucheinsätze geschickt wird, beginnt er unangenehme Fragen zu stellen, ob die Informationen über Massenvernichtungswaffen im Irak wirklich zuverlässig sind. Obwohl ihn der Beauftragte des Pentagon aufhalten will, ermittelt Miller unter Lebensgefahr das Versteck eines flüchtigen Generals von Saddam Hussein. Er könnte die Geheimnisse von amerikanischen Regierungs- und Militärkreisen enttarnen, aber auch Miller als verhassten Feind töten.

Wie schon in den letzten beiden Teilen der "Bourne"-Trilogie inszeniert Paul Greengrass einen atemlosen Thriller, der Matt Damon im permanenten Angriffs- und Einsatzmodus zeigt - nun vor dem Hintergrund eines realen Kriegsschauplatzes. Obwohl Einblicke in Fehleinschätzungen, Manipulationen und Versäumnisse der US-Politik im Irak gegegeben werden, steht nicht der Krieg selbst, sondern die intensive Jagd auf Geheimnisträger im Vordergrund, die eigene Interessen rücksichtslos verfolgen und dafür auch skrupellos töten.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Mit einem spannenden Actionthriller zeigen Regisseur Paul Greengrass und Star Matt Damon, wie gut das Rezept des "Bourne"-Franchise auch auf reale Kriegsschauplätze übertragbar ist.

Aus Sicherheitsgründen war die Errichtung der "Green Zone" in Bagdad verständlich. Doch diese Schutzzone für amerikanisches Militär- und Zivilpersonal erschwerte auch die Annäherung an eine fremde Kultur, führte zu falschen Entscheidungen. Rajiv Chandrasekarans Sachbuch "Imperial Life in the Emerald City" erzählt davon, von Naivität, Arroganz, Angst, kontrastierenden Fraktionen und Fehleinschätzungen auf Seiten der Amerikaner, darunter auch die Vertreibung der Führungskräfte der Baath-Partei in den Widerstand. Diese Aspekte und die atmosphärische Beschreibung der Green Zone flossen in das Drehbuch von Brian Helgeland ein - als Basis für einen Film, der aufzeigt, aber nicht missioniert und dabei von atemloser Action begleitet wird.

Im Frühjahr 2003 hat Roy Miller (Matt Damon) zum wiederholten Male seine Truppe in einen sinnlosen Einsatz geführt und überflüssigen Risiken ausgesetzt. Im Irak herrscht Chaos und eine Politik gezielter Desinformation, wie Miller entdecken wird. Die Massenvernichtungswaffen, mit denen der Einfall in den Irak begründet wurde, lassen sich nicht finden, vielleicht aber ein flüchtiger General Saddam Husseins. Er könnte Hinweise auf einen geheimnisvollen Informanten der Amerikaner geben, dessen Angaben die Motive für das US-Engagement in Frage stellen. Aus der Suche nach Waffen wird nun eine Jagd auf diesen in Bagdad abgetauchten General, die nicht nur Miller aus der Green Zone herausführt, sondern auch den Leiter eines Sonderkommandos, das die Interessen des Pentagon schützt.

Wie schon in den letzten beiden "Bourne"-Filmen setzt Paul Greengrass auf permanenten Attacke-Modus, auf Tempo, Intensität und Realismus, weshalb auch hier die Handkamera auf allen Richtungsachsen schwenkend zur Anwendung kommt. So einfach der Plot auch ist, so geschickt sind Action und Kriegskommentar verknüpft. Eine tragende Rolle als Sympathiefigur fällt dabei einem irakischen Kriegsveteranen zu, der die Barrieren gegenüber Muslimen abbauen und auch das Verhalten der Amerikaner gegenüber der Bevölkerung stellvertretend spiegeln soll, das zwischen Ignorieren, Attackieren und Benutzen wechselt. Dass ausgerechnet diese Figur in einen zu konstruierten Showdown geschickt wird, ist für die Gesamtwirkung des Films belanglos. In Spanien und Marokko gedreht, hetzt "Green Zone" mit einem engagierten Matt Damon von Einsatz zu Einsatz. Als Thriller auf den Spuren von "Black Hawk Down", der Jahre nach den Ereignissen wohl nicht politische Entscheidungsträger, sicher aber den Zuschauer unter Druck setzen wird. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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...(21 Bilder)

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Universal
O-Titel Green Zone
Alternativ-/Arbeitstitel Imperial Life in the Emerald City (AT)
Land / Jahr USA 2010
Kategorie Spielfilm
Genre Thriller / Action
Produktionsfirmen Working Title Films
Kinostart 18.03.2010
Laufzeit 115
FSK ab 16 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 2.207.170
Bes. (EDI) 316.249
Bes. (FFA) 317.912
Charthistory
USA-Start 12.03.2010, bei Universal
Boxoffice USA $ 35.024.475
Web-Link http://www.green-zone-film.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Tim Bevan, Eric Fellner, Lloyd Levin, Paul Greengrass
Ausf. Produzenten Debra Hayward, Liza Chasin
Regie Paul Greengrass
Drehbuch Brian Helgeland
Buchvorlage Rajiv Chandrasekaran
Darsteller Matt Damon (Roy Miller), Greg Kinnear (Clark Poundstone), Brendan Gleeson (Brown), Amy Ryan (Lawrie Dayne), Khalid Abdalla (Freddy), Jason Isaacs (Maj. Briggs), Antoni Corone (Col. Lyons), Sean Huze (Conway), Nicoye Banks (Perry), Bijan Daneshmand (Mazin Aide Zubaidi)
Sprecher D Simon Jäger (Roy Miller), Bernd Vollbrecht (Clark Poundstone), Axel Lutter (Brown), Claudia Urbschat-Mingues (Lawrie Dayne), Imtiaz-ul Haque (Freddy), Gerald Paradies (Maj. Biggs)
Kamera Barry Ackroyd
Schnitt Christopher Rouse
Musik John Powell
Produktionsdesign Dominic Watkins
Kostüme Sammy Sheldon
Casting Daniel Hubbard, Amanda Mackey Johnson
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Green Zone (Steelbook)
Nicht lieferbar
Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 16, 115 Min. Kauf
Green Zone Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 16, 115 Min. Kauf
Green Zone Universal Pictures Germany DVD, ab 16, 110 Min. Kauf
Green Zone (Limited Edition, Steelbook)
Nicht lieferbar
Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 16, 115 Min. Kauf
Green Zone Universal Pictures Germany DVD, ab 16, 110 Min. Leih
Green Zone Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 16, 115 Min. Leih
Enthalten in:
DVD Adventskalender - 2011 (Limited Edition, 24 Discs)
Nicht lieferbar
Universal Pictures Germany
DVD, ab 16, 2776 Min.
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score John Powell Green Zone
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Als Roy Miller 2003 mit seiner Einheit wiederholt in riskante, aber ergebnislos verlaufende Sucheinsätze geschickt wird, beginnt er unangenehme Fragen zu stellen, ob die Informationen über Massenvernichtungswaffen im Irak wirklich zuverlässig sind. Obwohl ihn der Beauftragte des Pentagon aufhalten will, ermittelt Miller unter Lebensgefahr das Versteck eines flüchtigen Generals von Saddam Hussein. Er könnte die Geheimnisse von amerikanischen Regierungs- und Militärkreisen enttarnen, aber auch Miller als verhassten Feind töten.

Wie schon in den letzten beiden Teilen der "Bourne"-Trilogie inszeniert Paul Greengrass einen atemlosen Thriller, der Matt Damon im permanenten Angriffs- und Einsatzmodus zeigt - nun vor dem Hintergrund eines realen Kriegsschauplatzes. Obwohl Einblicke in Fehleinschätzungen, Manipulationen und Versäumnisse der US-Politik im Irak gegegeben werden, steht nicht der Krieg selbst, sondern die intensive Jagd auf Geheimnisträger im Vordergrund, die eigene Interessen rücksichtslos verfolgen und dafür auch skrupellos töten.

Quelle: mediabiz.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Die Truppe von Offizier Roy Miller soll im zweiten Irakkrieg kurz nach der Eroberung Bagdads das besetzte Gebiet nach Massenvernichtungswaffen erkunden. Miller erfährt durch die Hilfe seines ortskundigen Dolmetschers von einem geheimen Treffen, das ihn ins Fadenkreuz der Nachrichtendienste katapultiert und das Machtspiel zwischen CIA und Pentagon in Gang bringt. Das bewährte Action-Team, Regisseur Paul Greengrass und Hauptdarsteller Matt Damon (BOURNE-Trilogie), bringt mit temporeichen, sehr authentisch wirkenden Bildern einen bemerkenswert medienkritischen Politthriller auf die Leinwand. GREEN ZONE stellt neben all der spannenden Action auch Fragen nach der Rechtfertigung des Irakkrieges, reflektiert über die Mechanismen der Macht und manipulative politische Vorgänge. Schnell, kraftvoll und mitten im Thema!

Gutachten:

Über die wahren Motive Präsident Bushs, den Irakkrieg zu entfachen, mutmaßte bereits an seinem Beginn Europas Presse, es gehe Bush vor allem ums Öl und um Rache für seinen Vater Bush senior. Diese Mutmaßungen greift der Polit-Actionthriller von Paul Greengrass als Thema auf und personalisiert es, in dem er Officer Roy Miller (Matt Damon) und seine Suche nach den angeblich versteckten Chemiewaffen-Laboratorien einführend darstellt. Miller hat keine Lust mehr, sich und seine Soldaten in Gefahr zu bringen, ohne dass ein Erfolg auch nur annähernd absehbar wäre. Er versucht Beweise für die Kriegslüge zu finden und verhält sich dabei für einen Soldat nicht selten untypisch. So gerät er auch zwischen die Fronten, sprich die Intrigen zwischen Pentagon und CIA und mehr als einmal in Lebensgefahr. Nachdem er sich mit einem Einheimischen als Dolmetscher auf der Suche nach der Wahrheit zusammen getan hat, um Kontakt zu den irakischen Führungseliten zu erhalten, deckt er schließlich ein Komplott auf, dass die internationale Presse und besonders eine amerikanische Journalistin nicht gut aussehen lässt. Der Schlussschwenk bei Nacht über die Ölraffinerien macht noch einmal deutlich, wie politisch dieser Film verstanden werden sollte.

Der Regisseur verbindet in diesem rasant gedrehten Film Thriller und Antikriegsfilm auf geniale Art. Einerseits beherrscht er alle handwerklichen Mittel des Genres und lässt niemals Langeweile aufkommen, andererseits bleibt die Handlung nicht nur an der Oberfläche, versucht vielmehr, Hintergründe aufzuzeigen und unterschiedlichste Stimmen zu Wort kommen zu lassen. Auch die Medienkritik bleibt nicht im Ansatz stecken, sondern nennt Zusammenhänge und bringt den zugehörigen Handlungsstrang zu einem überzeugenden Ende. Die freie Presse sollte sich bei Finten und Intrigen nicht als unfreiwilliger Gehilfe offiziellen Lügen ergeben, sondern kritisch und wachsam ihre Aufgabe im Auge behalten.

Der Film vermittelt sehr deutlich, was in Nachrichten und offiziellen Berichten meist nicht möglich ist, dass ein Krieg die ganze Bevölkerung betrifft und Schicksale schafft, von denen nie mehr die Rede sein wird, wenn der Krieg zu Ende ist. Ein Spielfilm wie GREEN ZONE leistet hier viel, was in einer Dokumentation nicht möglich wäre, er gibt den Betroffenen ein Gesicht. Auch wenn der Film für manchen mit Wahrheiten spielen mag, tut er das doch verantwortungsbewusst und übermittelt eine klare Botschaft.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Sender Datum Zeit Quote Marktanteil
ZDF 10.09.2012 22:14 1.55 Mio. 9,9%
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