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Get On Up

Biopic über den Godfather of Soul, James Brown und seine steile Karriere. Inszeniert vom Regisseur des Oscar-prämierten "The Help".

Get On Up Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2014
Regie Tate Taylor
Darsteller Chadwick Boseman, Nelsan Ellis, Dan Aykroyd
Kinostart 09.10.2014
Einspielergebnis D € 216.560
Bes. (EDI) 26.647
Bes. (FFA) 25.836
Charthistory
Boxoffice USA $ 30.513.940
Charthistory
Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Die spätere Soullegende James Brown wächst in ärmlichen Verhältnissen mit einem gewalttätigen Vater auf. Erste musikalische Erfahrungen sammelt er in einem Gospelchor, später tritt er mit den Famous Flames auf. Er wird schnell zum Star der Band und beginnt einen kometenhaften Aufstieg. Nicht nur erweist er sich als genialer Entertainer, sondern auch als smarter Geschäftsmann. Sein Privatleben hingegen ist voller Probleme, was schließlich zu einer Haftstrafe führt. Doch Brown lässt sich nie unterkriegen und geht kompromisslos seinen Weg.

Tate Taylor, Regisseur des Oscar-nominierten Dramas "The Help" erzählt in nicht-linearer Form die turbulente Lebensgeschichte des chamäleonhaften Musikpioniers. Der Erzählton reicht dabei von humorvoll über surreal hin zu tragisch. Regelrecht auf der Leinwand zum Leben erweckt wird der schillernde Charakter in einer Oscar-würdigen Performance von Chadwick Boseman ("42 - Die wahre Geschichte einer Sportslegende"). Des weiteren begeistern die dynamisch in Szene gesetzten und hervorragend choreographierten Musikeinlagen von Browns zahlreichen Hits.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

"The Help"-Regisseur Tate Taylor erzählt in dem musikalischen Biopic die turbulente Lebensgeschichte von Soullegende James Brown.

Der "Godfather of Soul" (1933-2006) war ein dermaßen charismatisch-chamäleonhafter Charakter, dass das Autorenteam John Henry und Jez Butterworth (Koautoren von "Edge of Tomorrow") ein Übermaß an Stoff für das Drehbuch zu verarbeiten hatte. Sie entschieden sich für ein nicht-lineares Format, womit die konventionelle Struktur typischer Filmbiographien bestehend aus chronologisch ausgerollten Aufstiegs-, Erfolgs-, und Falletappen umgangen wird. Stattdessen versuchen sie Browns facettenreiche Figur zu umreißen, indem sie ihn in lockerer Folge als genialen Entertainer, tyrannischen Perfektionisten, verlorenen kleinen Jungen, smarten Geschäftsmann, charmanten Ladies' Man, gewalttätigen Ehemann, cholerischen Drogenkonsumenten und innovativen Musikpionier zeigen. Regelrecht auf der Leinwand zum Leben erweckt wird der schillernde Charakter in einer Oscar-würdigen Performance von Chadwick Boseman, der bereits in dem Biopic "42 - Die wahre Geschichte einer Sportslegende" begeisterte.

Der mehrere Dekaden umfassende Prolog gibt Einblick sowohl in die verschiedenen Lebensabschnitte der Hauptfigur als auch den wechselnden Erzählton des Films, der wie sein zwischen Extremen schwankender Protagonist das Spektrum von humorvoll über surreal hin zu tragisch umspannt: 1988 verschreckt Brown unter Drogeneinfluss mit einem Gewehr eine Gruppe von Versicherungsagenten und wird nach einer "Blues Brothers"-inspirierten Polizei-Verfolgungsjagd verhaftet. 1968 befindet sich Brown bereits hoch oben auf der Karriereleiter und tritt in Vietnam vor den Truppen auf. 1939 lebt er mit seinen ständig streitenden Eltern in einer Holzhütte und wird von seinem Vater misshandelt. Der Rest des Films füllt die Lücken zwischen diesen Ereignissen und wartet vor allem auch mit dynamisch in Szene gesetzten und hervorragend choreographierten Musikeinlagen von Browns zahlreichen Hits auf. Mitverantwortlich für die hohe musikalische Qualität ist Mick Jagger, der als ausführender Produzent auftritt. Den emotionalen Katalysator bildet Browns langjährige Freundschaft mit seinem musikalischen Partner Bobby Byrd, der sowohl das Genie als auch den Egomanen erkennt. Am Ende dieser ungestümen Achterbahnfahrt quer durch das Leben des "hardest working man in showbiz" bleibt trotz offener Fragen vor allem Respekt für eine große Musiklegende. ara.

Quelle: Blickpunkt:Film

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  • Szene aus Get On UpSzene aus Get On Up
  • Szene aus Get On UpSzene aus Get On Up
  • Szene aus Tante Honey sagt James, dass er jemand Besonderes istSzene aus Tante Honey sagt James, dass er jemand Besonderes ist
  • Szene aus James und Dede streiten sich im SchlafzimmerSzene aus James und Dede streiten sich im Schlafzimmer
 
nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Universal
O-Titel Get On Up
Land / Jahr USA 2014
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Biographie
Produktionsfirmen Imagine Entertainment/Jagged Films/Wyolah Films
Kinostart 09.10.2014
Laufzeit 139
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 216.560
Bes. (EDI) 26.647
Bes. (FFA) 25.836
Charthistory
USA-Start 01.08.2014, bei Universal
Boxoffice USA $ 30.513.940
Filmtrailer Video
Web-Link http://get-on-up-film.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Brian Grazer, Erica Huggins, Mick Jagger, Victoria Pearman, Tate Taylor
Ausf. Produzenten Trish Hofmann, Peter Afterman, John Norris, Anna Culp
Regie Tate Taylor
Drehbuch Jez Butterworth, John-Henry Butterworth
Idee Jez Butterworth, John-Henry Butterworth, Steven Baigelman
Darsteller Chadwick Boseman (James Brown), Nelsan Ellis (Bobby Byrd), Dan Aykroyd (Ben Bart), Viola Davis (Susie Brown), Craig Robinson (Maceo Parker), Octavia Spencer (Tante Honey), Lennie James (Joe Brown), Jill Scott (DeeDee Brown), Tika Sumpter (Yvonne Fair), Fred Melamed (Syd Nathan), Brandon Smith (Little Richard), Tariq Trotter (Pee Wee Ellis)
Sprecher D Asad Schwarz-Msesilamba (James Brown), Florian Halm (Bobby Byrd), Thomas Danneberg (Ben Bart), Anke Reitzenstein (Susie Brown), Olaf Reichmann (Marceo Parker), Martina Treger (Tante Honey)
Kamera Stephen Goldblatt
Schnitt Michael McCusker
Musik Thomas Newman
Produktionsdesign Mark Ricker
Kostüme Sharen Davis
Casting Kerry Barden, Paul Schnee
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Get On Up Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 134 Min. Kauf
Get On Up Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 139 Min. Kauf
Get On Up Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 139 Min. Leih
Get On Up Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 134 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Get On Up - The James Brown Story
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

James Brown wächst in ärmlichen Verhältnissen mit einem gewalttätigen Vater auf. Erste musikalische Erfahrungen sammelt er in einem Gospelchor, später tritt er mit den Famous Flames auf. Er wird schnell zum Star der Band und beginnt einen kometenhaften Aufstieg. Nicht nur erweist er sich als genialer Entertainer, sondern auch als smarter Geschäftsmann. Sein Privatleben hingegen ist voller Probleme, was schließlich zu einer Haftstrafe führt. Doch Brown lässt sich nie unterkriegen und geht kompromisslos seinen Weg.

Tate Taylor ("The Help") erzählt in nicht-linearer Form die turbulente Lebensgeschichte des chamäleonhaften Musikpioniers. Der Erzählton reicht dabei von humorvoll über surreal hin zu tragisch. Regelrecht auf der Leinwand zum Leben erweckt wird der schillernde Charakter in einer Oscar-würdigen Performance von Chadwick Boseman ("42 - Die wahre Geschichte einer Sportslegende"). Des weiteren begeistern die dynamisch in Szene gesetzten und hervorragend choreographierten Musikeinlagen von Browns zahlreichen Hits.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Nach einer schwierigen Kindheit findet James Brown in der Musik seine Bestimmung, die er wiederholt revolutioniert. Stimmiges Biopic über den Godfather of Soul James Brown und seine steile Karriere.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

James Brown gilt bis heute als "Godfather" des Soul und Funk. Sein Musikstil beeinflusste nachfolgende Musikergenerationen, seine Stimme galt als einzigartig, seine Live-Auftritte waren legendär. Doch der Mann, der seit den 1960er Jahren immer erfolgreicher wurde, hatte auch eine dunkle Seite. Von der Mutter verlassen und vom Vater geschlagen verbrachte er eine freudlose Kindheit. Nur die Liebe zur Musik und sein ungebrochener Wille, im Leben etwas Großes zu erreichen, lässt ihn den Glauben an sich selbst nicht verlieren. Mit seinem guten Freund Bobby Byrd gründet er die erste Band. Bald schon wird Brown vom Musikbusiness entdeckt. Doch neben dem Erfolg wachsen auch seine Egomanie und sein Jähzorn. Regisseur Tate Taylor gelingt es nicht nur, das Leben eines der größten Idole der jüngeren Musikgeschichte zu erzählen. Sein Film ist auch eine Verbeugung vor der Musik James Browns und seinem unglaublichen Talent. In den hervorragend inszenierten musikalischen Szenen spürt man die unbändige Kraft des Künstlers und die Stimmung, die von der Bühne auf den Zuschauer überspringt. Das komplexe Wesen und die schwierige Biographie James Browns entblättert Taylor wie ein Bilderbuch an verschiedenen Eindrücken. Dabei geht er nicht chronologisch vor, sondern wirft immer wieder Schlaglichter auf einzelne Stationen im Leben des Künstlers. Schlüsselszenen aus der Kindheit verbinden sich mit Sequenzen aus der Spätphase seines Schaffens und erschließen im Zusammenhang neue Perspektiven. Dass dabei ein tatsächlicher Einblick in das Wesen James Browns gelingt, verdankt der Film dazu der Leistung seines brillanten Hauptdarstellers Chadwick Boseman, dessen intensives Spiel den Sänger auf der Leinwand förmlich wieder zum Leben erweckt. GET ON UP ist eine mitreißend und hingebungsvoll erzählte Verbeugung vor James Brown - dem Musiker, dem Menschen, der Legende.

Gutachten:

James Brown, der "Godfather of Soul" - er revolutionierte den Soul, er eroberte als schwarzer Musiker das weiße Showbiz und noch heute ist sein Werk Inspiration für die moderne Musikszene.
Der Einstieg in dieses Biopic erfordert Konzentration, denn Browns Leben wird nicht stringent erzählt, die Handlung springt immer wieder zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und her, um die einzelnen Einflüsse auf seine musikalische Entwicklung und sein Werk, aber auch auf seine persönliche Identität, zu verdeutlichen. Dabei ist ein mitreißender Spielfilm über einen genialen Musiker entstanden, der auch seine Ecken und Kanten, seinen schwierigen Charakter nicht verschweigt. So entsteht das Portrait eines Menschen, der von seiner Zeit genauso geformt wurde, wie er eine musikalische Epoche seinerseits geformt hat.
Die unterschiedlichen musikalischen Etappen Browns kommen nicht als Nummernrevue daher, alles baut auf einander auf, jeder Gig, jede Probe wird szenisch eingeleitet. Und jenseits der mitreißend inszenierten Konzerte bleibt der weitere Score angenehm dezent, gönnt der Regisseur dem Zuschauer lange Einstellungen ohne jegliche musikalische Untermalung, lässt die Darsteller und die Atmosphäre wirken. Hier hat jemand zu recht vollstes Vertrauen in die Kraft seiner Inszenierung.
Dass die die damalige Zeit beherrschenden politischen Themen, wie die Rassentrennung und die Unruhen rund um die Ermordung Martin Luther Kings, nur am Rande vorkommen, wurde eingehend diskutiert. Letztlich befand der Ausschuss jedoch mehrheitlich, dass die Reduktion auf den Musiker, dessen Biografie diese politischen Themen immer nur streift, aber nie in den Mittelpunkt gestellt werden, nicht etwa das Politische "ausklammern", sondern in erster Linie Brown als jemanden zeigt, der seine Zeit durch seine Musik beeinflusste, nicht durch sein politisches Engagement. Denn seine Musik, seine Konzerte sind seine wahren politischen Statements.
Die gelungene, abwechslungsreiche Kameraarbeit, das ausgeklügelte Soundkonzept, die in jeder Szene faszinierende Ausstattung und die Settings runden diesen wunderbaren, herausragenden Musikerfilm ab. GET ON UP ist ein vielschichtiges, würdiges Portrait für einen der einflussreichsten Musiker des vergangenen Jahrhunderts.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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