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Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte

Aus dem wilden und leidenschaftlichen Leben einer französischen Ikone des 20. Jahrhunderts, vom Popstar, Poet und Provokateur Serge Gainsbourg, erzählt Comic-Autor Joann Sfar in einem fantastischen Filmmärchen.

Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte Großansicht
(Bild: Prokino (Fox))
Verleih Prokino (Fox)
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Frankreich 2009
Regie Joann Sfar
Darsteller Eric Elmosnino, Lucy Gordon, Laetitia Casta
Kinostart 14.10.2010
Einspielergebnis D € 582.588
Bes. (EDI) 91.451
Bes. (FFA) 89.379
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 21.10.2012 (ARD)

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Vom wilden und aufregenden Leben des legendären Serge Gainsbourg - eine der französischen Ikonen des 20. Jahrhunderts! - erzählt Comic- Star Joann Sfar in einem ebenso komischen wie fantastischen Biopic. Es ist die Geschichte eines Poeten und Provokateurs, der mit seinen Liedern die Musikgeschichte verändert hat, eines unwiderstehlichen Herzensbrechers, dem die schönsten Frauen- Brigitte Bardot, Juliette Gréco, Jane Birkin - zu Füßen lagen. Mit Witz und Fantasie zeichnet der Film zentrale Stationen von Gainsbourgs Leben nach und wirft einen Blick hinter die öffentliche Maske eines schillernden Genies.

Comic-Zeichner Joann Sfar bringt das wilde Leben der französischen Ikone des 20. Jahrhunderts nicht als klassisches Biopic, sondern als fantastisches Märchen auf die große Leinwand. Animation und Realfilm verbinden sich darin zu einer erstaunlich stimmigen Filmmelodie. Die fragmentarische Zusammensetzung der Szenen ähnelt einem Puzzle, das in der ersten Hälfte fulminant geglückt ist. Gegen Ende wirken manche Szenen anekdotisch. Ein Glücksgriff ist die Besetzung, allen voran Eric Elmosnino in der Titelrolle, aber auch die Damenriege, die sogar selbst singt.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Aus dem wilden und leidenschaftlichen Leben einer französischen Ikone des 20. Jahrhunderts, vom Popstar, Poet und Provokateur Serge Gainsbourg, erzählt Comic-Autor Joann Sfar.

"Je t'aime...moi non plus", ein erotisch gehauchtes Gänsehaut-Chanson, ein offenes Plädoyer für Erotik, Ehebruch und puren Sex, war 1969 ein Skandal und eine Provokation vom Liebespaar Serge Gainsbourg und Jane Birkin. Das Leben des "enfant terrible" und Allroundgenie Gainsbourg bringt Joann Sfar auf sehr ungewöhnliche Weise auf die Leinwand. Nicht als das übliche Biopic mit Rekonstruktion eines Lebens, sondern als fantastisches Märchen über einen Mann, der als Kind russisch-jüdischer Eltern sich den gelben Judenstern stolz an die Jacke heftet, auf einem antisemitischen Plakat eine Karikatur entdeckt, die Ähnlichkeit mit ihm hat und zum Leben erwacht, und als sein Alter Ego "Die Fresse" nie mehr von seiner Seite weicht. Sfar, ein angesehener und ungemein produktiver Comic-Zeichner, begleitet Gainsbourg vom Jungen, der unter deutscher Besatzung und Angst vor Deportation aufwächst, zuhause unter den Argusaugen seines Vaters lustlos auf dem Klavier herumhämmert, Maler werden will und dann seine Werke verbrennt, zum Mann, der es vom kleinen Barpianisten zur Ikone des Chansons und genialen Künstler brachte, der in den Fünfzigerjahren das Bohème-Viertel Saint-Germain des Près unsicher machte, und zum Womanizer, der die Swinging Sixties in vollen Zügen genoss und die schönsten Frauen von Juliette Gréco über Brigitte Bardot bis hin zu Jane Birkin verzauberte und verführte, ihnen die wunderbarsten Songs auf den perfekten Body schrieb.

Die fragmentarische Zusammensetzung der Szenen ähnelt einem Puzzle, dessen Einzelteile sich sukzessive zu einem komplexen Ganzen zusammensetzen, ein abenteuerlicher Trip in seelische Grauzonen, in ein künstlerisches Nirwana und die Psyche eines Mannes, der sich zu Tode lebte. Animation und Realfilm verbinden sich zu einer erstaunlich stimmigen Filmmelodie. In der ersten Hälfte ist die Kombination fulminant geglückt, gegen Ende wirken manche Szenen anekdotisch, so der unheimlich starke Auftritt Gainsbourgs vor Veteranen bei der Reggae-Version der Marseilleise. Die Selbstzerstörung, die Alkoholsucht und die Ausfälle der letzten Jahre werden zurückhaltend, fast schamhaft inszeniert, vielleicht, um den Mythos nicht anzukratzen. Ein Glücksgriff ist die Besetzung: Eric Elmosnino mit Dreitagebart, den unvermeidlichen Gitanes und einem melancholischen Blick, der Frauen jeden Alters dahin schmelzen lässt. Die Damenriege (singt übrigens selbst) mit Laetitia Casta, die Brigitte Bardot zum Verwechseln ähnlich sieht, Anna Mouglalis als vor dunkler Sinnlichkeit sprühende Juliette Gréco und einer fragilen Lucy Gordon, deren Suizid 2009 schockierte, als liebende Jane Birkin. "Gainsbourg" ist Bauch- und Überlebenskino über eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Nach dem Kino möchte man eine Gitane anzünden, einen Vin Rouge genießen und bei "La Javanaise" auf Zeitreise gehen - ohne Nostalgie, aber mit wehmütiger Lust. mk.

Quelle: Blickpunkt:Film

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  • Szene aus L.A.E.T.I.T.I.A.Szene aus L.A.E.T.I.T.I.A.
 
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Verleih Prokino (Fox)
O-Titel Gainsbourg, vie héroïque
Land / Jahr Frankreich 2009
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Biographie
Produktionsfirmen Universal International Pictures
Kinostart 14.10.2010
Laufzeit 121
FSK ab 12 Jahre
Einspielergebnis D € 582.588
Bes. (EDI) 91.451
Bes. (FFA) 89.379
Charthistory
USA-Start 02.09.2011, bei Music Box
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.gainsbourg-derfilm.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Marc du Pontavice, Didier Lupfer
Regie Joann Sfar
Drehbuch Joann Sfar
Darsteller Eric Elmosnino (Serge Gainsbourg), Lucy Gordon (Jane Birkin), Laetitia Casta (Brigitte Bardot), Doug Jones (Gainsbourgs Alter Ego "Die Fresse"), Anna Mouglalis (Juliette Greco), Mylène Jampanoi (Bambou), Sara Forestier (France Gall), Kacey Mottet Klein (Lucien Ginsburg), Razvan Vasilescu (Joseph Ginsburg), Dinara Drukarowa (Olga Ginsburg), Philippe Katerine (Boris Vian), Yolande Moreau (Elisabeth), Ophélia Kolb (Model), Claude Chabrol (Musikproduzent), François Morel (Internatsleiter), Philippe Duquesne (Lucky Sarcelles), Angelo Debarre (Zigeuner mit der Gitarre), Grégory Gadebois (Phyphy), Alice Carel (Judith), Roger Mollien (Vater von France Gall)
Kamera Guillaume Schiffman
Schnitt Maryline Monthieux
Produktionsdesign Christian Marti
Ton Daniel Sobrino, Jean Goudier (Tonschnittleitung), Cyril Holtz (Tonmischung (Postproduktion))
Kostüme Pascaline Chavanne
Maske Gill Robillard
Produktionsleitung Matthew Gledhill
Casting Stéphane Batut
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
36. César-Verleihung
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2011, Paris, 25.02.2011 Bester Darsteller Eric Elmosnino
36. César-Verleihung
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2011, Paris, 25.02.2011 Bester Erstlingsfilm  
36. César-Verleihung
César-Verleihung Großansicht
2011, Paris, 25.02.2011 Bester Ton Daniel Sobrino, Jean Goudier, Cyril Holtz
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Gainsbourg - Popstar, Poet, Provokateur STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, ab 12, 116 Min. Kauf
Gainsbourg - Popstar, Poet, Provokateur STUDIOCANAL Home Entertainment Sales Blu-ray Disc, ab 12, 121 Min. Kauf
Gainsbourg - Popstar, Poet, Provokateur
Nicht lieferbar
EuroVideo Medien DVD, ab 12, 116 Min. Kauf
Gainsbourg - Popstar, Poet, Provokateur
Nicht lieferbar
EuroVideo Medien Blu-ray Disc, ab 12, 121 Min. Kauf
Gainsbourg - Popstar, Poet, Provokateur EuroVideo Medien DVD, ab 12, 116 Min. Leih
Gainsbourg - Popstar, Poet, Provokateur EuroVideo Medien Blu-ray Disc, ab 12, 121 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Serge Gainsbourg wächst als Sohn russisch-jüdischer Eltern auf und lernt schnell, dass mit seiner Visage kein Staat zu machen ist. Nachdem er sich als junger Mann zunächst erfolglos als Maler versucht, entdeckt er seine Liebe zur Musik. Vom Barpianisten arbeitet sich Serge hoch zur Ikone des Chansons, der die Popkultur Frankreichs verändert und auch als Womanizer Schlagzeilen macht. Brigitte Bardot, Juliette Gréco und Jane Birkin gehören zu seinen Eroberungen, denen er maßgeschneiderte Songs auf den kurvenreichen Leib schreibt.

Comic-Zeichner Joann Sfar bringt das wilde Leben der französischen Ikone nicht als klassisches Biopic, sondern als fantastisches Märchen auf die große Leinwand. Animation und Realfilm verbinden sich darin zu einer erstaunlich stimmigen Filmmelodie. Die fragmentarische Zusammensetzung der Szenen ähnelt einem Puzzle, das in der ersten Hälfte fulminant geglückt ist. Gegen Ende wirken manche Szenen anekdotisch. Ein Glücksgriff ist die Besetzung, allen voran Eric Elmosnino in der Titelrolle, aber auch die Damenriege, die sogar selbst singt.

Quelle: mediabiz.de

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Datum Stadt Festivalname
30.09.2010 - 09.10.2010 Hamburg 18. Filmfest Hamburg

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