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Fight Club

Eine Art "Uhrwerk Orange" für das Millennium, in der der Untergang der männerbestimmten Gesellschaft heraufbeschworen wird.

Fight Club Großansicht
Verleih Fox
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 1999
Regie David Fincher
Darsteller Brad Pitt, Edward Norton, Helena Bonham Carter
Kinostart 11.11.1999
Einspielergebnis D € 6.389.799
Bes. (EDI) 1.035.419
Bes. (FFA) 1.068.627
Charthistory
Boxoffice USA $ 36.801.059
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Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Ein junger, von Schlaflosigkeit geplagter Yuppie lernt den charismatischen Tyler Durden kennen und findet bei ihm Unterschlupf, als seine Wohnung in die Luft gejagt wird. Gemeinsam gründen sie den Fight Club, in dem sich Männer gegenseitig vermöbeln - und gestärkt wieder in den Alltag gehen. Wie ein Virus befällt das Konzept ganz Amerika - doch für Tyler ist der Kampfverein nur die erste Stufe in seinem Plan, Amerika in die Knie zu zwingen.

Genial-provokative Verfilmung von Chuck Palahniuks Roman, eine Art "Uhrwerk Orange" für das Millennium, in der auf ebenso mutige wie unterhaltsame Weise der Untergang der männerbestimmten Gesellschaft apostrophiert wird. Visuell aufregend, inhaltlich packend schickt Regisseur David Fincher seine Stars Brad Pitt und Edward Norton in ein Sperrfeuer kontroverser Ereignisse, die für Gesprächsstoff sorgen werden.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

"Rede nicht über den Fight Club!" So lautet die erste (und zweite) Regel des "Fight Club". Spätestens ab 15. Oktober, dem US-Starttermin, dürfte sie gebrochen werden, denn an David Finchers viertem Spielfilm werden sich die Gemüter erhitzen wie einst an Stanley Kubricks Gewaltsatire "Uhrwerk Orange". Mit einem Rundumschlag gegen die Götzen der modernen Konsumgesellschaft läßt der Regisseur in dem vermutlich mutigsten Studiofilm des Jahrzehnts buchstäblich die Säulen der Zivilisation einstürzen, um in den Trümmern nach der Ruine Mensch zu forschen. Was Fincher zu Tage fördert, ist nicht hübsch, aber packend, kolossal unterhaltsam und nicht zuletzt dank der Mitwirkung der Stars Brad Pitt und Edward Norton hochkommerziell.

David Fincher bleibt seiner Faszination für düstere Stoffe treu, aber so konsequent und komplex wie in seiner Verfilmung des subversiven Romans von Chuck Palahniuk hat er seine Vision von einer dem Untergang geweihten Zivilisation noch nie formuliert. Am nächsten steht "Fight Club" sicherlich seinem kalten Thriller "The Game". Da federte er die Downward Spiral eines seiner Identität und aller Besitztümer beraubten Mannes noch mit Netz und doppeltem Boden ab. In seinem neuen Film macht Fincher keine Gefangenen mehr: Das wird bereits in der ersten Einstellung des Films deutlich, in der die namenlose, von Edward Norton gespielte Hauptfigur mit einer Pistole im Mund bedroht wird. Unmittelbar danach springt der Film sechs Monate zurück, um von den Ereignissen zu berichten, die zu der lebensbedrohlichen Situation führten. Es ist der Startschuß für einen Spießrutenlauf durch alle erdenkbaren Auswüchse und Krankheiten der Zivilisation - inklusive ihrer Bekämpfung. Die Symptome - chronische Schlaflosigkeit, Sucht nach Labelluxus, Gewaltbereitschaft, Amokläufe etc. - werden als Schutzschild entlarvt, hinter denen sich der moderne Mann verschanzt, um seine hinfällig gewordenen Jägerinstinkte unter Kontrolle halten zu können - bis der Druck zu hoch wird.

Der Erzähler lernt den charismatischen Seifenhersteller Tyler Durden (Brad Pitt als lässigster Bastard der Filmgeschichte) kennen, das Gegenteil von ihm. Bei Tyler findet er Unterschlupf, nachdem seine Wohnung bei einem vermeintlichen Unfall in die Luft gejagt wird. Ein Gerangel zwischen den beiden entwickelt sich zu einer Schlägerei, die mit der Erkenntnis endet, daß sich beide nach den Hieben viel besser fühlen. Fight Club ist geboren: Immer mehr junge, erfolgreiche Männer versammeln sich, um sich gegenseitig zu vermöbeln - und gestärkt wieder in den Alltag zu gehen. Wie ein Virus greift Fight Club um sich, doch für Tyler ist der Kampfverein nur die erste Stufe in seinem Plan, Amerika in die Knie zu zwingen.

Unklar bleibt, ob alles nur eine von Insomnia bedingte Einbildung des Erzählers ist. In einer Abfolge gleichzeitig real und surreal wirkender Szenen apostrophiert Fincher in seiner provokativen Komödie das Ende der Welt, wie wir sie kennen, und zwingt den Zuschauer zur Identifikation mit seinem nihilistischen Heldenduo. Deren Coolness ist, wie vieles in diesem hinterfotzigen Film, allerdings auch nur eine Fassade, eine falsche Fährte. Denn der Segen ist auch Fluch, aus Freiheit erwächst hier Faschismus, weil nur Konformität und Gehorsam die Leiden des Individuums lindern kann. "Fight Club" hält keine einfachen Antworten bereit, sondern dem Zuschauer einfach den Spiegel vor. Er ist kontrovers, widersprüchlich und ganz schön krank. Wenn Fincher seine mutigen Stars lachend in die Kreissäge marschieren läßt, dann will er die Konfrontation - und das kann wehtun wie eine Keilerei im "Fight Club". Sicher ist, daß man sich danach besser fühlt. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Szene

 
nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Fox
O-Titel Fight Club
Land / Jahr USA 1999
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Thriller
Produktionsfirmen Linson Film
Kinostart 11.11.1999
Laufzeit 139
FSK ab 18 Jahre
Einspielergebnis D € 6.389.799
Bes. (EDI) 1.035.419
Bes. (FFA) 1.068.627
Charthistory
USA-Start 15.10.1999, bei 20th Century Fox
Boxoffice USA $ 36.801.059
Filmtrailer Video
nach oben Cast & Crew
Produzenten Art Linson, Cean Chaffin, Ross Grayson Bell
Ausf. Produzent Arnon Milchan
Regie David Fincher
Drehbuch Jim Uhls
Buchvorlage Chuck Palahniuk
Darsteller Brad Pitt (Tyler Durden), Edward Norton (Erzähler), Helena Bonham Carter (Marla Singer), Meat Loaf (Robert Paulsen), Jared Leto (Angel Face), Ezra Buzzington (Techniker)
Kamera Jeff Cronenweth
Schnitt James Haygood
Musik The Dust Brothers
Produktionsdesign Alex McDowell, Chris Gorak
Ton Jeffrey Wexler
Kostüme Michael Kaplan
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Fight Club Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 18 (keine Jugendfreigabe), 134 Min. Kauf
Fight Club Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 18 (keine Jugendfreigabe), 138 Min. Kauf
Fight Club (Remastered)
Nicht lieferbar
STUDIOCANAL Home Entertainment Sales Blu-ray Disc, ab 18 (keine Jugendfreigabe), 139 Min. Kauf
Fight Club (Steelbox)
Nicht lieferbar
Kinowelt Home Entertainment Blu-ray Disc, ab 18 (keine Jugendfreigabe), 138 Min. Kauf
Fight Club
Nicht lieferbar
STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, k.J. (keine Jugendfreigabe), 133 Min. Kauf
Fight Club (Special Edition, 2 DVDs im Steelbook)
Nicht lieferbar
STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, k.J. (keine Jugendfreigabe), 133 Min. Kauf
Fight Club
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 16, 131 Min. Kauf
Fight Club (Special Edition, 2 DVDs)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, nicht unter 18, 134 Min. Kauf
Fight Club
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany VHS, nicht unter 18, 134 Min. Kauf
Fight Club
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, nicht unter 18, 134 Min. Kauf
Enthalten in:
Brad Pitt Collection (3 Discs)
Nicht lieferbar
STUDIOCANAL Home Entertainment
DVD, ab 16, 419 Min.
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Diverse Fight Club Nicht lieferbar
Soundtrack/Songtrack Diverse James/Fight Club Nicht lieferbar
nach oben Games zum Film
Title Art System Vertrieb
Fight Club Game Xbox Vivendi Games
Fight Club Game PlayStation 2 Vivendi Games
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Ein Yuppie findet beim charismatischen Tyler Durden Unterschlupf, nachdem seine Wohnung in die Luft gejagt wird. Ein Gerangel zwischen den beiden entwickelt sich zu einer Schlägerei, die mit der Erkenntnis endet, dass man sich nach einer ordentlichen Portion Prügel einfach besser fühlt. Der "Fight Club" ist geboren. Immer mehr Männer versammeln sich, um sich zu schlagen - und gestärkt in den Alltag zu gehen. Wie ein Virus greift das Konzept um sich, doch für Tyler ist der Kampfverein nur die erste Stufe, um die USA in die Knie zu zwingen.

Nach Meisterwerken wie "Sieben" und auch "Alien 3" provoziert Ausnahmeregisseur David Fincher nun mit einem Rundumschlag gegen die Götzen der modernen Konsumgesellschaft. In der genialen Adaption von Chuck Palahniuks an "Uhrwerk Orange" erinnernden Roman wird auf ebenso mutige wie unterhaltsame Weise über den Untergang der männerbestimmten Gesellschaft spekuliert. Das visuell aufregende, inhaltlich beklemmende und mit Brad Pitt, Edward Norton und Helena Bonahm Carter erstklassig besetzte Drama sorgte bereits beim Kinostart für hitzige Diskussionen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Im "Fight Club" versammeln sich Männer, um sich zu schlagen - und gestärkt in den Alltag zu gehen. Wie ein Virus greift das Konzept um sich, doch für Tyler, den charismatischen Gründer des Clubs, ist der Kampfverein nur die erste Stufe, um die USA in die Knie zu zwingen. Das visuell aufregende, inhaltlich beklemmende und mit Brad Pitt, Edward Norton und Helena Bonham Carter erstklassig besetzte Drama sorgte beim Kinostart für hitzige Diskussionen.

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