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Exodus: Götter und Könige

Machtvolles Epos über Moses und den Auszug der Sklaven aus Ägypten.

Exodus: Götter und Könige Großansicht
(Bild: Fox)
Verleih Fox
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Großbritannien, USA u.a. 2014
Regie Ridley Scott
Darsteller Christian Bale, Joel Edgerton, John Turturro
Kinostart 25.12.2014
Einspielergebnis D € 7.897.419
Bes. (EDI) 700.775
Bes. (FFA) 696.985
Charthistory
Boxoffice USA $ 64.975.097
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 30.10.2016 (Pro7)

nach oben Inhalt & Info

In seiner Kindheit ist Findelkind Moses bester Freund des künftigen Pharaohs Ramses, bis ein Erweckungserlebnis ihn dazu bewegt, sich mit seinen jüdischen Wurzeln zu identifizieren, und erkennen lässt, dass sein Volk in Ägypten bedingungslos ausgebeutet wird. Moses stellt sich gegen den Freund. Als der nicht einlenken will, wird sein Land mit den sieben Plagen überzogen. Und Moses schwingt sich zum Anführer von 600.000 Sklaven auf, die er aller Widerstände zum Trotz ins Gelobte Land führen will.

Wenn Historienepos, dann Ridley Scott: Fast 60 Jahre nach Cecil B. DeMilles "Die zehn Gebote" wagt sich der Regisseur von Filmen wie "Gladiator" oder "Königreich der Himmel" an die Geschichte von Moses und dem Auszug aus Ägypten, ein auf der denkbar größten Leinwand gezaubertes Abenteuer, das die Möglichkeiten modernster Spezialeffekte und 3D-Stereoskopie ausreizt. Und doch steht im Mittelpunkt das Schauspielerduell von Christian Bale und Joel Edgerton als Erzfeinde, die für zwei gegensätzliche Weltanschauungen stehen.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Bildgewaltiges Historienspektakel über Moses und den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten.

"Gewidmet meinem Bruder, Tony Scott", verkündet eine Tafel nach der letzten Schwarzblende, nach dem letzten gewaltigen Bild des Films: Der jüngere Bruder von Ridley Scott hatte sich am 19. August 2012 das Leben genommen. Es fällt schwer, nicht das gesamte Gewicht der Trauer zu spüren, das während der Dreharbeiten auf den Schultern des Filmemachers gelastet haben musste. Nicht zuletzt erzählt "Exodus" auch vom Kräftemessen zweier Brüder, von denen es dem einen nicht gelingen wird, den anderen vor dem Untergang zu retten. Aber das natürlich mit epischem Atem und festem Pinselstrich gemalt auf der denkbar größten Leinwand. Immerhin handelt es sich beim fünften Historienspektakel in der Karriere Scotts um seine Variante der Bibelgeschichte, die Hollywood bereits zu "Die zehn Gebote" und "Der Prinz von Ägypten" inspiriert hatte: die zweitgrößte Geschichte, die jemals erzählt wurde.

Religiöse Verklärung oder spirituelle Erbauung darf man sich indes nicht erwarten von dem abgebrühten Realisten, der gerade erst vor einem Jahr mit "The Counselor" einen seiner desillusioniertesten Blicke auf die Bestie Mensch geworfen hatte. Sein Moses ist entsprechend kein strahlender Held, der von den Prüfungen Gottes gestärkt wird und seinen Glauben findet, sondern ein innerlich zerrissener Mann, gepeinigt von dem Gedanken, im Auftrag eines Gottes zu handeln, der aus einer Laune heraus ein ganzes Volk über den Nil schickt. Vielleicht aber auch nicht. Ridley Scott ist clever genug, die Szenen mit Moses und Gott geschickt ambivalent zu halten. Womöglich, so sagt der Film, handelt es sich ja auch um eine Wahnvorstellung seines Protagonisten, der dem Allmächtigen zum ersten Mal begegnet, nachdem er sich den Kopf bei einem Sturz an einem Fels gestoßen hat und nun in einem der stärksten Momente des Films im Schlamm zu versinken droht, bis nur noch sein Gesicht zu sehen ist: der machtlose Mensch, der im Schmutz versinkt.

"Exodus" zeigt Gott in Gestalt eines Kindes, aber Scott meint es wohl nicht bildlich, sondern es ist sein Kommentar, wie er Gott sieht: als kleines, launisches, grausames Kind, voller impulsiver, unlogischer Entscheidungen. Und Moses ist es, der das Kreuz zu tragen hat in diesem erwachsenen Epos, das mit politischen Intrigen am ägyptischen Hof beginnt, mit denen ein Keil zwischen die brüderliche Freundschaft von Moses und dem jungen, schwachen Pharao Ramses getrieben wird: Erst muss eine längere Passage der Selbstfindung folgen, nachdem der Held vom Hofe verbannt wird, eine Familie in einer Einöde gründet und sich seiner jüdischen Wurzeln bewusst werden muss und seiner Aufgabe, dass es an ihm ist, sein darbendes Volk aus der Versklavung zu befreien. Dann folgt das Feuerwerk, von Scott meisterlich orchestriert, wie man es sich vom Regisseur von "Gladiator" und "Königreich der Himmel" erwartet: die Sieben Plagen, der Auszug des Volkes Israel aus Ägypten, die Konfrontation von Flüchtigen und Verfolgern und schließlich die Wassermassen des Roten Meeres, die Ramses und seine Männer verschlingen.

Doch bleibt der Fokus immer auf Moses, von Christian Bale mit gewohnter Intensität großartig gespielt, ein Mann, dessen Aufgabe ihn in tiefere Abgründe blicken lässt, als er unbeschadet zu verkraften in der Lage ist. Wahnsinn ist schließlich auch die Triebfeder seines Gegenspielers, kurios besetzt mit Joel Edgerton, der dem schonungslosen Spiel Bales eine faszinierende Theatralik entgegenstellt, die sich im letzten Aufeinandertreffen der beiden auszahlt. Alle anderen sind Stichwortgeber in diesem Spektakel, selbst große Namen wie Aaron Paul, Ben Kingsley, Sigourney Weaver oder Ben Mendelsohn haben teils nur Kurzauftritte, die ahnen lassen, dass sich hinter dieser 142-minütigen Kinofassung ein noch größerer, gewaltigerer Film verbirgt. Vielleicht wird man diese lange Version auf Bluray entdecken können, wie das schon bei "Königreich der Himmel" oder "The Counselor" der Fall war: Mehr ist in diesem Fall mehr. Aber auch schon das wenigere ist beeindruckend. Weil man immer spürt, dass dieser Film eine Herzensangelegenheit ist. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Fox
O-Titel Exodus: Gods and Kings
Land / Jahr Großbritannien/USA/Spanien 2014
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Kostümfilm
Produktionsfirmen Babieka/Scott Free Productions
Kinostart 25.12.2014
Laufzeit 151
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Bildformat Digital 3D
Einspielergebnis D € 7.897.419
Bes. (EDI) 700.775
Bes. (FFA) 696.985
Charthistory
USA-Start 12.12.2014, bei 20th Century Fox
Boxoffice USA $ 64.975.097
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.exodus-derfilm.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Peter Chernin, Dylan Clark, Ridley Scott, Jenno Topping, Michael Schaefer, Mark Huffam
Ausf. Produzent Michael Schaefer
Regie Ridley Scott
Drehbuch Adam Cooper, Bill Collage, Jeffrey Caine, Steven Zaillian
Darsteller Christian Bale (Moses), Joel Edgerton (Rhamses), John Turturro (Seti), Aaron Paul (Joshua), Ben Mendelsohn (Hegep), Sigourney Weaver (Tuya), Sir Ben Kingsley (Nun), María Valverde (Zipporah), Dar Salim (Commander Khyan), Golshifteh Farahani (Nefertari), Indira Varma (Miriam), Emun Elliott
Kamera Dariusz Wolski
Schnitt Billy Rich
Musik Alberto Iglesias
Produktionsdesign Arthur Max
Kostüme Janty Yates
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Exodus: Götter und Könige (4K Ultra HD) Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 12, 151 Min. Kauf
Exodus: Götter und Könige Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 144 Min. Kauf
Exodus: Götter und Könige Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 12, 151 Min. Kauf
Exodus: Götter und Könige (Blu-ray 3D, Collector's Edition, 3 Discs) Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 12, 151 Min. Kauf
Exodus: Götter und Könige Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 144 Min. Leih
Exodus: Götter und Könige Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 12, 151 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Alberto Iglesias Alberto Iglesias Exodus - Gods And Kings
Soundtrack/Original Score Alberto Iglesias Alberto Iglesias Exodus - Gods And Kings (180g/Gatefold Sleeve)
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

In seiner Kindheit ist Findelkind Moses bester Freund des künftigen Pharaohs Ramses, bis ein Erweckungserlebnis ihn dazu bewegt, sich mit seinen jüdischen Wurzeln zu identifizieren, und erkennen lässt, dass sein Volk in Ägypten bedingungslos ausgebeutet wird. Moses stellt sich gegen den Freund. Als der nicht einlenken will, wird sein Land mit den sieben Plagen überzogen. Und Moses schwingt sich zum Anführer von 600.000 Sklaven auf, die er aller Widerstände zum Trotz ins Gelobte Land führen will.

Wenn Historienepos, dann Ridley Scott: Fast 60 Jahre nach Cecil B. DeMilles "Die zehn Gebote" wagt sich der Regisseur von Filmen wie "Gladiator" oder "Königreich der Himmel" an die Geschichte von Moses und dem Auszug aus Ägypten, ein auf der denkbar größten Leinwand gezaubertes Abenteuer, das die Möglichkeiten modernster Spezialeffekte und 3D-Stereoskopie ausreizt. Und doch steht im Mittelpunkt das Schauspielerduell von Christian Bale und Joel Edgerton als Erzfeinde, die für zwei gegensätzliche Weltanschauungen stehen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Moses wächst als bester Freund des künftigen Pharaos auf, wird aber dessen Widersacher, als er sein Volk befreien und ins gelobte Land führen will. Machtvolles Epos von Ridley Scott über Moses und den Auszug der Juden aus Ägypten.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Ägypten, 13. Jahrhundert: Unter der Herrschaft des Pharaos Sethos wachsen Königssohn Ramses und Moses wie Brüder auf. Moses hat akzeptiert, dass er niemals den Platz auf dem Thron einnehmen wird. Als er jedoch eines Tages erfährt, dass er gar kein Ägypter, sondern ein Hebräer aus dem Volke Israel ist, überschlagen sich die Ereignisse. Denn die Hebräer sind Sklaven in Ägypten. Im Exil begegnet Moses Gott und dieser überträgt dem Skeptiker die Aufgabe, sein auserwähltes Volk aus der Knechtschaft Ägyptens zu befreien und in das verheißene Land Kanaan zu führen. Folgt Moses seinem Schicksal, muss er sich mit Gott an seiner Seite gegen seinen "Bruder" stellen, der mittlerweile als Pharao seinen Vater beerbt hat und als "Gott-König" die Hebräer nicht freigeben möchte. Und so beginnt der Kampf zwischen Göttern und Königen. Mit seiner Verfilmung des Auszugs Israels aus Ägypten, dessen Vorlage das Buch Exodus der Bibel ist, gelingt Ridley Scott ein modern-monumentales Actionfeuerwerk. Dass er die Umsetzung epischer Stoffe beherrscht, hat er bereits mit GLADIATOR und KINGDOM OF HEAVEN bewiesen und so wartet auch dieses Epos mit herausragenden Bildern und Special Effects auf, die beim Zuschauer keine Erwartung unerfüllt lassen: Sei es die ansprechende und detailverliebte Darstellung eines historischen Ägyptens, die großen Schlachten der Heere oder die atemberaubende Zerstörungskraft der Plagen, die über das Land hereinbrechen. Der Regisseur versteht sein Handwerk und setzt dazu gezielt seine Möglichkeiten im Bereich der 3D-Technik ein. Nicht zuletzt tragen starke Darsteller wie Christian Bale und Joel Edgerton die Story. Brüderlich stehen beide in Liebe und Hass zu- und gegeneinander und verleihen mit ihrer kraftvollen Darstellung dem spektakulären Schauwerk den letzten Schliff. Mit seiner meisterlich epischen Bibelverfilmung beweist Ridley Scott auf eindrucksvolle Weise, welch spannenden Stoff das Buch der Bücher auch heute noch bereithält.

Gutachten:

Ridley Scott erzählt die biblische Geschichte von der Befreiung des jüdischen Volkes aus der Sklaverei Ägyptens erstaunlich modern. Sein Moses ist keine heilige Vaterfigur wie Charlton Heston in Cecil B. DeMilles DIE ZEHN GEBOTE und bei fast allen weiteren künstlerischen Interpretationen des 2. Buch Mose. Christian Bale spielt ihn als einen pragmatischen Feldherren, der lieber auf die Vernunft als auf die Götter vertraut. So wird auch die Heilsgeschichte vom kleinen Moses im Weidenkorb nicht als erster Akt inszeniert, sondern später eher beiläufig in einer Dialogszene erzählt. Der Moses dieses Films ist ein junger und besonnener Offizier des ägyptischen Heeres, der wie ein Bruder zusammen mit dem zukünftigen Pharao Ramses aufgewachsen ist. Der alte Pharao, der von John Turturro mit gelassener Gravität gespielt wird, zieht diesen Ziehsohn seinem eigenen Nachfolger vor, und so entwickelt dieser eine Eifersucht gegen Moses, die darin mündet, dass er, sobald er den Thron seines Vaters geerbt hat, Moses vom Hof und aus dem Land verbannt. Das Psychodrama zwischen Moses und Ramses wird überraschend komplex und realistisch inszeniert. Da gibt es keine religiösen oder mythologischen Überhöhungen: Ramses und Moses sind junge, kluge und ehrgeizige Männer, deren Freundschaft sich langsam in eine erbitterte Gegnerschaft verwandelt. Christian Bale und Joel Edgerton wirken dabei wie jetzige Helden - ihre Sprache und Gesten haben nichts alt-testamentarisches an sich, und dennoch gelingt es Scott erstaunlich gut, diese Figuren glaubwürdig in ihrer Ära zu verankern, sodass nichts an ihnen anachronistisch erscheint. Die Erscheinungen Gottes, die Moses widerfahren, werden mit keinerlei religiösem Pathos präsentiert. Nur die bei Wagner angelehnte Filmmusik beim brennenden Dornenbusch und dem ersten Erscheinen Gottes als Knabe verleiht dieser Szene eine hymnische Stimmung. Auch wenn Moses das jüdische Volk in die Rebellion gegen die Ägypter führt, ist er eher ein Widerstandskämpfer als ein Prediger. Er bildet die Männer an den Waffen aus, und greift die Feinde mit einer raffinierten, (und bildgewaltig in Szene gesetzten) Guerillataktik an. Hier und bei den Bildern von den Plagen, die Ägypten heimsuchen, sind die computergenerierten 3D-Aufnahmen so detailliert und imposant, dass man in den Sog der Bilder hineingezogen wird wie nur selten im Kino. Scott bedient sich dabei kaum der ikonenhaften Bildersprache der jüdischen und christlichen Tradition, sondern schafft neue Visionen. So erinnern die Teilung des roten Meeres und die nachfolgende Versenkung der ägyptischen Streitmacht an die dokumentarischen Filmaufnahmen von Tsunami-Katastrophen, die seit einiger Zeit zum kollektiven Bildgedächtnis gehören. Bei den Diskussionen der Jury wurde darüber debattiert, ob solch ein Film heute noch zeitgemäß ist. Inhaltlich kann man sicher darüber streiten, doch gestalterisch ist EXODUS unbestritten ganz auf der Höhe der Zeit.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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