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Everest

Visuell überwältigendes Drama über die tragisch gescheiterte Everestbesteigung von 1996, die acht von 33 Alpinisten das Leben kostete.

Everest Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA, Großbritannien 2015
Regie Baltasar Kormákur
Darsteller Jason Clarke, Josh Brolin, John Hawkes
Kinostart 17.09.2015
Einspielergebnis D € 8.748.667
Bes. (EDI) 816.701
Bes. (FFA) 911.290
Charthistory
Boxoffice USA $ 43.247.140
Charthistory
Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Als am 10. Mai 1996 33 Bergsteiger zum Gipfel des Everest aufsteigen, bringen der Ansturm am Berg und die unterschiedlich ausgeprägte Eignung zum Klettern in Extremhöhen Verzögerungen mit gravierenden Folgen mit sich. Während einige Alpinisten den Aufstieg früh abbrechen müssen, versuchen andere, wie der erfahrene neuseeländische Bergführer Rob Hall, auch den letzten zahlenden Kunden auf den Gipfel zu bringen. Dieser Erfolgsdruck leitet in Koalition mit einem überraschenden Wetterumbruch eine Tragödie ein.

Die vierte englischsprachige Produktion des Isländers Baltasar Kormákur ("2 Guns") ist nach mehreren Sachbuchbestellern und einem TV-Drama der erste große Kinofilm über die Everesttragödie von 1996. Auch wenn die Problematik, bei vielen Figuren am Berg den situativen und geografischen Überblick zu gewährleisten, nicht ganz gelöst werden kann, packt der von Dario Marianelli majestätisch vertonte Film mit menschlichem Drama und oft grandiosen Bildern, die Eindrücke der Naturkulisse und digitalen Zauber perfekt vereinen.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

In der visuell überwältigenden 3D-Scope-Dramatisierung der Gipfeltragödie von 1996 wird der Mensch im Angesicht von monumentaler Größe zur leidenden Miniatur.

33 Bergsteiger machten sich am 10. Mai 1996 zu eisigen Höhen auf, acht von ihnen holte der Everest schließlich zu sich. Mehrere Überlebende, darunter Journalist Jon Krakauer, beschrieben die Ereignisse in für Kontroversen sorgenden Sachbüchern. "Everest", geschrieben von den Qualitätsgaranten William Nicholson und Simon Beaufoy, ist der Versuch einer Annäherung an diverse Perspektiven und Erklärungen mit dem Fokus auf einen tragischen Helden, der die touristische Besteigung des Everest forcierte und dafür selbst den höchsten Preis zahlen musste.

45 Minuten lang verbringt die vierte englischsprachige Inszenierung des Isländers Baltasar Kormakúr ("2 Guns") mit der Einführung der Figuren und des Schauplatzes, konzentriert sich dabei auf den neuseeländischen Bergführer Rob Hall (Jason Clarke) und zwei seiner zahlenden US-Kunden, die die Persönlichkeitsmerkmale "großmäulig" (Josh Brolins Beck Weathers) und "bescheiden" (John Hawkes' Doug Hansen) repräsentieren. Hall und Weathers sind die Einzigen, deren familiäres Umfeld grob skizziert wird - undankbare Ehefrauenrollen für Robin Wright und Keira Knightley, die allerdings in der berührendsten und melodramatischsten Szene den Zuschauer unausweichlich ins Tal der Tränen zieht. Die Problematik, bei vielen Figuren am Berg den Überblick zu gewährleisten, wer sich gerade wo und in welchem Zustand befindet, kann auch "Everest" nicht ganz lösen. Trotzdem verfehlt der Film im Kampf der Akteure gegen Lawinen, Wetterumbruch, Erschöpfung und Höhenkrankheit sein dramaturgisches Ziel nicht.

Das Leiden der anderen wird zum eigenen, während gleichzeitig der majestätische Soundtrack von Dario Marianelli und die oft perfekte Koalition von Naturaufnahmen und Digitalshots Euphorie generieren. Die visuelle dreidimensionale Wucht des Films ist neben dem menschlichen Drama seine größte Attraktion. Bei einigen atemberaubenden Bildern, die Gletscherspaltenüberquerer aus gewagten Perspektiven, Backgroundpanoramen mit aufsteigenden Kletterern oder das Aufziehen einer Sturmfront zeigen, wünschte man sich, dass der Cutter in den Urlaub ginge, dass solche Momentaufnahmen einmal länger stehen blieben. Doch da hält es der Film mit seinen Figuren. Am Gipfel bleibt man nur kurz, sonst für immer oben. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Szene

 
nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Universal
O-Titel Everest
Land / Jahr USA/Großbritannien 2015
Kategorie Spielfilm
Genre Abenteuer / Drama
Produktionsfirmen Cross Creek, Walden Media
Kinostart 17.09.2015
Laufzeit 122
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Bildformat Digital 3D
Einspielergebnis D € 8.748.667
Bes. (EDI) 816.701
Bes. (FFA) 911.290
Charthistory
USA-Start 18.09.2015, bei Universal
Boxoffice USA $ 43.247.140
Filmtrailer Video
nach oben Cast & Crew
Produzenten Tim Bevan, Eric Fellner, Evan Hayes, Baltasar Kormákur, Nicky Kentish Barnes, Tyler Thompson, Brian Oliver
Koproduzenten David Breashears, David Nichols
Ausf. Produzenten Angela Morrison, Liza Chasin, Evan Hayes, Randall Emmett, Peter Mallouk, Mark Mallouk, Lauren Selig
Regie Baltasar Kormákur
Drehbuch William Nicholson, Simon Beaufoy
Darsteller Jason Clarke (Rob Hall), Josh Brolin (Beck Weathers), John Hawkes (Doug Hansen), Emily Watson (Helen Wilton), Jake Gyllenhaal (Scott Fischer), Martin Henderson (Andy Harold Harris), Michael Kelly (Jon Krakauer), Keira Knightley (Jan Hall), Sam Worthington (Guy Cotter), Ingvar E. Sigurdsson (Anatoli Bukrejew), Elizabeth Debicki (Dr. Mackenzie), Thomas M. Wright (Mike Groom), Naoko Mori (Yasuko Namba), Robin Wright (Peach Weathers)
Kamera Salvatore Totino
Schnitt Mick Audsley
Musik Dario Marianelli
Produktionsdesign Gary Freeman
Kostüme Guy Speranza
Casting Fiona Weir
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Everest Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 117 Min. Kauf
Everest Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 122 Min. Kauf
Everest (Blu-ray 3D) Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 122 Min. Kauf
Everest Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 117 Min. Leih
Everest Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 122 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Als am 10. Mai 1996 33 Bergsteiger zum Gipfel des Everest aufsteigen, bringen der Ansturm am Berg und die unterschiedlich ausgeprägte Eignung zum Klettern in Extremhöhen Verzögerungen mit gravierenden Folgen mit sich. Während einige Alpinisten den Aufstieg früh abbrechen müssen, versuchen andere, wie der erfahrene neuseeländische Bergführer Rob Hall, auch den letzten zahlenden Kunden auf den Gipfel zu bringen. Dieser Erfolgsdruck leitet in Koalition mit einem überraschenden Wetterumbruch eine Tragödie ein.

Die vierte englischsprachige Produktion des Isländers Baltasar Kormákur ("2 Guns") ist nach mehreren Sachbuchbestellern und einem TV-Drama der erste große Kinofilm über die Everesttragödie von 1996. Auch wenn die Problematik, bei vielen Figuren am Berg den situativen und geografischen Überblick zu gewährleisten, nicht ganz gelöst werden kann, packt der von Dario Marianelli majestätisch vertonte Film mit menschlichem Drama und oft grandiosen Bildern, die Eindrücke der Naturkulisse und digitalen Zauber perfekt vereinen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Der Bergführer Rob Hall missachtet Wetterwarnungen und will eine Gruppe von Touristen auf den Gipfel des Mount Everest bringen. Visuell überwältigendes Drama über die tragisch gescheiterte Everestbesteigung von 1996.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Der Mount Everest ist mit 8848 Metern der höchste Berg der Erde. Für Menschen ist es unmöglich, in dieser Höhe zu überleben. Und dennoch wagen es jedes Jahr Unzählige, den Gipfel zu erklimmen. Im Jahr 1996, als der Everest schon längst dem Bergsteiger-Massentourismus zum Opfer gefallen ist, unternimmt auch der erfahrene Bergführer Rob Hall zusammen mit einer geführten Gruppe den Versuch, über die Südseite an den Gipfel zu gelangen. Doch ganz plötzlich schlägt das Wetter um, ein Sturm kommt auf. Und der Berg wendet sich unerbittlich gegen seine Bezwinger. Es sind atemberaubende Bilder, mit denen Regisseur Baltasar Kormákur und sein Kameramann Salvatore Totino in EVEREST den Zuschauer von Beginn an in ihren Bann ziehen. Die Höhe der Gipfel, die Tiefe und Weite des Horizonts und die stets deutliche Winzigkeit des einzelnen Menschen, der sich nur als kleiner Punkt auf den schneebedeckten Gletscherspalten und Gipfeln vorwärtsbewegt, werden vor allem durch das exzellent eingesetzte 3D perfekt auf die Leinwand gebannt. Doch bei all der Faszination der visuellen Eindrücke gerät nie die schlimme und unfassbare Katastrophe in den Hintergrund, über die der Film berichtet. Denn das Jahr 1996 geht als "tödlichstes Jahr" in die Geschichte der Everest-Besteigungen ein. 12 Menschen starben, darunter viele Mitglieder der Expeditionen unter der Leitung von Rob Hall, den Jason Clarke stoisch und doch sympathisch verkörpert. Clarke macht Hall nicht zu einem Helden, er lässt ihn stark, aber doch angreifbar wirken. Ein Mann, der weiß, was er tut, aber doch auch in gewisser Weise der blinden Faszination für seine Leidenschaft erliegt. Auch der Rest des Casts ist mehr als überzeugend. Josh Brolin als bärbeißiger Grübler, Jake Gyllenhall als abenteuerlustiger Luftikus, Emily Watson als Koordinatorin, die im Basis-Camp die Bergsteiger per Funk verbindet und mehr und mehr hilflos zusehen muss, wie die Katastrophe ihren unerbittlichen Lauf nimmt. EVEREST erzählt unaufgeregt, ohne Hast, und inszenatorisch unglaublich intensiv und eindringlich von einer wahren Geschichte. Der Film kommt ganz ohne Klischees aus, mahnt vor dem Größenwahn der Kletterer und zeigt dennoch auch die ungebrochene Faszination, die der Berg zweifelsohne ausübt. EVEREST ist ein Film, der den Zuschauer mit auf eine unvergessliche Reise nimmt. Dramaturgisch, inszenatorisch, ästhetisch und schauspielerisch wie aus einem Guss. Ein gewaltiges und überwältigendes Filmerlebnis.

Gutachten:

Der 10. und 11. Mai 1996 gingen als schwarze Tage in die Geschichte der Alpinistik ein. Vier Expeditionen gerieten auf dem höchsten Berg der Erde in einen Sturm. Von den 33 Bergsteigern zahlten acht das Abenteuer mit ihrem Leben. Da auch ein Kamerateam und mehrere Journalisten am Berg waren, ist die Katastrophe gut dokumentiert und löste eine Debatte über die Kommerzialisierung der Everest-Besteigungen aus.
EVEREST verdichtet die Ereignisse zu einem packenden Drama, zu einem Wettlauf mit der Zeit, das filmische Maßstäbe setzt. Der Film nutzt perfekt das gesamte Spektrum der dreidimensionalen Aufnahmemöglichkeiten, um einerseits den Gefühlen der Expeditionsteilnehmer nachzuspüren. Andererseits besticht er durch atemberaubende, räumlich wirkende Panoramaaufnahmen der bizarren Eis- und Gletscherlandschaft.
Inhaltlich definiert EVEREST das Genre des Bergfilms neu, das seit Jahrzehnten heroische Geschichten von der Bezwingung der Höhe, der Selbstüberwindung oder Selbstaufopferung des Einzelnen erzählt. Das macht den Film zu einem würdigen Eröffnungsfilm des Filmfestivals von Venedig.
Der Film beginnt klassisch mit einer kurzen Einführung aller Protagonisten. Und in der Tat verliert Regisseur Kormakur auch keine Figur aus den Augen. Ihre Motivation, die strapaziöse Tour auf sich zu nehmen, ihr Ehrgeiz und ihre Selbstüberschätzung, ihre körperlichen Schwächen werden neben eklatanten Fehlentscheidungen zu Motoren der Handlung, die sich zunehmend auf Expeditionsleiter Rob Hallund einen der Überlebenden, den Amerikaner Beck Weathers, konzentriert.
Hall wird Opfer der eigenen Hybris, die Besteigung des Everest zu kommerzialisieren. Wie die anderen Expeditionsteilnehmer stirbt er einsam und lautlos, der Tod kommt eher beiläufig. Obwohl die Männer in dicke Winterkleidung gehüllt sind, kommt der Zuschauer ihrem stillen Leiden sehr nahe, mit kleinen Gesten machten die brillanten Schauspieler die Gefühle transparent. Ihre Emotionen werden von drei starken Frauenfiguren gespiegelt und verstärkt, allen voran Emily Watsons als energische Assistentin von Hall und warmherzige "Mutter" der Expedition.
De Kampf ums Überleben mit den Gewalten der Natur gleitet nie in Kitsch oder Pathos ab, weil der Film die Mühsal und die Strapazen der Besteigung des Everest in den Focus stellt. Der Blick auf den Berg bleibt meist auf den schmalen Ausschnitt beschränkt, der vor dem menschlichen Auge liegt. Selbst als die ersten Expeditionsteilnehmer das Ziel erreicht haben, verkneift sich der Regisseur einen Schwenk über die sicherlich grandiose Bergkulisse.
Der Schauwert des Films ist trotzdem hoch. In den Draufsichten auf das Meer der mit Schnee und Eis bedeckten Riesen wirkt der Mensch klein und verloren. Durch dieses visuelle Konzept kommentiert der Film nicht nur den Wahnsinn, die Besteigung des Everest zu einem Tourismus-Highlight gut betuchter Menschen aus der westlichen Welt zu machen, die die Enthusiasten in den Hintergrund drängen. Er wird auch zu einer Allegorie auf die Vermessenheit des Menschen, die Natur bezwingen und kontrollieren zu wollen.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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