Sky_left
Superbanner
 

Ein Junge namens Weihnacht

Ein halbverwaister Junge namens Nikolaus will im hohen Norden seinen Vater finden und trifft unterwegs auf magische Wesen. Charmante Familien-Fantasy, die nach Buchvorlage eine moderne Weihnachsgeschichte erzählt.

Ein Junge namens Weihnacht Großansicht
(Bild: Studiocanal)
Verleih Studiocanal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Großbritannien, Tschechien 2021
Regie Gil Kenan
Darsteller Henry Lawfull, Dame Maggie Smith, Kristen Wiig
Kinostart 18.11.2021
Einspielergebnis D € 1.178.414
Bes. (EDI) 171.412
Bes. (FFA) 71.261
Charthistory
Erstausstrahlung 20.12.2021 (diverse (VoD))

nach oben Inhalt & Info

Der Junge Nikolaus ist gezwungen, sich auf den beschwerlichen Weg Richtung Norden zu machen, weil seine Mutter gestorben ist und sein nun alleinerziehender Vater dort als Teil einer Jagdgesellschaft weilt. Auf dem Weg begegnet er sprechenden Mäusen, getreuen Rentieren, durchtriebenen Elfen und bösen Trolls.

Modernes, hinreißendes, magisches Familienabenteuer zur Weihnachszeit, das einfallsreich ist, charmant, liebenswert, Comedy und Adventure ebenso hat wie Herz und ein bisschen Botschaft. Gil Kenan inszenierte Matt Haigs gleichnamigen Roman mit den bekannten Michiel Huisman, Kristen Wiig, Sally Hawkins, Toby Jones und Jim Broadbent in Nebenrollen und Henry Lawfull als Titelhelden, mit dem man gerne auszieht. "Ein Junge namens Weihnacht" funktioniert als großes Abenteuer ebenso wie als anspielungsreicher und kluger Film über die Macht des Geschichtenerzählens.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Hinreißend magisches Familienabenteuer über einen Jungen, der im hohen Norden seinen Vater finden will.

Einen Weihnachtsklassiker schüttelt man nicht mit Ansage aus dem Ärmel. "Ist das Leben nicht schön?" oder "Wir sind keine Engel" mussten auch erst einmal Jahrzehnte reifen, bis sie ihren Status erlangten. Und da, wo man's drauf angelegt hatte, klappt es meist nicht. Redet noch irgendjemand von der 1994er-Version von "Das Wunder von Manhattan"? Eben. Also besser gar nicht erst versuchen. Was man indes machen kann, ist es zu versuchen, ein Familienabenteuer zu drehen, das allen Ansprüchen moderner Familienabenteuer entspricht, das von Herzen kommt, einfallsreich ist, charmant, liebenswert, Comedy und Adventure ebenso hat wie Herz und ein bisschen Botschaft. Das idealerweise standhalten kann mit denen, die vorexerziert haben, wie es geht, also ein "Paddington" vielleicht oder "Harry Potter und der Gefangene von Askaban". Vielleicht reden wir in ein paar Jahren davon, dass Gil Kenans reizende Verfilmung des Erfolgsromans von Matt Haig ein Weihnachtsklassiker ist. Aktuell zählt erst einmal, dass in dieser britischen Produktion Family-Entertainment der herausragenden Art geboten wird.

Dass hier auch noch erzählt wird, wie ein ganz einfacher Junge zu dem Herrn werden konnte, den heute alle Welt nur als Weihnachtsmann kennt, ein Prequel der sehr gewitzten Art, ist eigentlich nur ein Extrabonus on top: "Ein Junge namens Weihnacht" funktioniert auch einfach nur als großes Abenteuer, als anspielungsreicher und kluger Film über die Macht des Geschichtenerzählens, in dem ein ganz einfacher Junge gezwungen ist, sich auf den beschwerlichen Weg Richtung Norden zu machen, wo sich sein ihn nach dem Tod der Mutter alleinerziehender Vater als Teil einer Jagdgesellschaft aufhält. Unterwegs passiert dann die Magie, ein bisschen wie in "Der Sternwanderer" oder auch den "Jim Knopf"-Geschichten: Sprechende Mäuse, getreue Rentiere, durchtriebene Elfen, böse Trolls begegnen auf dem Weg Nikolas, der angetrieben wird von Hoffnung und Glauben und dann immer mehr auch von Freundschaft und echter Solidarität.

Gil Kenan, dank Filmen wie "Monster House" und "City of Ember" erprobt in Sachen fantastischem Kino für Kids und aktuell auch auf dem Radar als Autor des Drehbuchs von "Ghostbusters: Afterlife", hat viel Liebe und Leidenschaft in den Film gesteckt, was man ihm in jedem seiner prächtigen Einstellungen ansieht. Mit Michiel Huisman, Kristen Wiig, Sally Hawkins, Toby Jones und Jim Broadbent hat er viele Stars für die Nebenrollen gefunden. Und mit dem eindrucksvoll aussehenden Henry Lawfull einen tollen Jungen, mit dem man gerne auszieht, um mitzuerleben, was denn alles passieren wird, damit er am Ende des Films von Nikolas zum Nikolaus werden kann. Alles mit großen, bunten, stimmungsvollen Kinobildern. Das Publikum in Deutschland, Frankreich und Großbritannien darf sich freuen, dass sie "Ein Junge namens Weihnacht" auf der großen Leinwand erleben darf. Der Rest der Welt muss mit Netflix leben. Pech gehabt.

Thomas Schultze.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Mediathek
Großansicht
Bild 1 von 6

...(6 Bilder)

Text.
Bild: ...Filmdetails

nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Studiocanal
O-Titel A Boy Called Christmas
Land / Jahr Großbritannien/Tschechien 2021
Kategorie Spielfilm
Genre Kinderfilm / Fantasy
Kinostart 18.11.2021
Laufzeit 104
FSK ab 6 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 1.178.414
Bes. (EDI) 171.412
Bes. (FFA) 71.261
Charthistory
Web-Link https://www.studiocanal.de/kino/a_boy_called_christmas, https://www.youtube.com/watch?v=IFb75H8HRBU, https://www.youtube.com/watch?v=B0q1noUy2Fo
nach oben Cast & Crew
Regie Gil Kenan
Darsteller Henry Lawfull, Dame Maggie Smith, Kristen Wiig
Sprecher Sascha Grammel (Miika)
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Ein Junge namens Weihnacht Plaion Pictures DVD, ab 6, 100 Min. Kauf
Ein Junge namens Weihnacht Plaion Pictures Blu-ray Disc, ab 6, 104 Min. Kauf
Ein Junge namens Weihnacht Plaion Pictures DVD, ab 6, 100 Min. Leih
Ein Junge namens Weihnacht Plaion Pictures Blu-ray Disc, ab 6, 104 Min. Leih
nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollFBW-Pressetext:

Ein Familienfilm, so gemütlich wie ein Weihnachtsabend vor dem Kamin. Warmherzig, unterhaltsam und bezaubernd.

In einer Zeit, lange bevor es das Weihnachtsfest gab, macht sich ein Junge namens Nikolas auf, seinem Dorf, das unter Armut und Traurigkeit leidet, etwas Hoffnung und Fröhlichkeit zurückzubringen. Dafür unternimmt er eine Reise nach Wichtelgrund, einem legendären Ort, an dem Wünsche wahrwerden. Eine berührende Geschichte, ein fantastisch farbenfrohes Setting und ein hochkarätiger Cast lassen diesen Familienfilm im wohlig-warmen Weihnachtszauber strahlen.

Der Familienweihnachtsfilm (Regie Gil Kenan, Drehbuch co-verfasst mit Oi Parker, nach dem Bestseller von Matt Haig) ist schon am Anfang etwas ganz Besonderes. Denn es gibt in der Geschichte, die die Großmutter (gewohnt großartig: Maggie Smith) den Kindern erzählt, noch gar kein Weihnachten. Klug und auf Augenhöhe des kindlichen Publikums wird nach und nach offenbart, wie Weihnachten entstand. Hier entfacht der Film ein Feuerwerk an visuellen Ideen und kreiert über die mitreißende Musik, die schwelgerischen Kamerabilder und das phänomenale Set-Design eine Welt, in der Fantasie Trumpf ist und eine sprechende Maus und eine Wichtelwelt ganz natürlich erscheinen. Henry Lawfull erscheint als ideale Wahl für die Hauptfigur des Nikolas. Mit großen wachen Augen erkundet er seine Welt und besticht nicht durch körperliche Kraft, sondern durch Mut und sein kluges Köpfchen. Durch die Metaebene der "Geschichte in einer Geschichte" werden schon junge Zuschauende durch die immer wieder eingeschobenen Nachfragen der Kinder in ihrer Wahrnehmung ernstgenommen und abgeholt. Und auch thematisch werden mit dem Verlust von Elternteilen, der Suche nach einem eigenen Weg im Leben viele Aspekte aus der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen angesprochen. Neben Maggie Smith brillieren in den Erwachsenennebenrollen Jim Broadbent, dem als gutmütigem König Lacher und Herzen gleichermaßen zufliegen, Toby Jones als Wichtelanführer sowie Sally Hawkins als verbitterte Zauberin und Kristen Wiig als gleichsam verbitterte Tante. In den Dialogen vermischen sich Warmherzigkeit und trockener britischer Humor, der auch Erwachsene anspricht, die Dramaturgie wechselt mit Feingefühl zwischen Abenteuer und Ruhe. Das alles zusammen macht aus EIN JUNGE NAMENS WEIHNACHT die perfekte Weihnachtsunterhaltung für die ganze Familie, bei der man sich geborgen fühlt.

FBW-Jury-Begründung:

In den angelsächsischen Ländern ist es bekanntlich Father Christmas, der in der Weihnachtsnacht durch die Lüfte fliegt und den Kindern die Geschenke bringt. Die Story hat mittlerweile auch hierzulande Fuß gefasst und begonnen, unser Bild von Weihnachten zu verändern. 2015 hat sich der britische Schriftsteller Matt Haig an diese Father-Christmas-Stories gewagt. Sein EIN JUNGE NAMENS WEIHNACHT erzählt mit viel Witz, wie einst ein Junge zum Weihnachtsmann geworden ist. Eine originelle Neuinterpretation eines Mythos, der jetzt mit viel Herz und einer tollen Besetzung als Realfilm mit Animationselementen verfilmt worden ist.
Vor langer Zeit hat die Halbwaise Nikolas Weihnacht in den Wäldern Finnlands gelebt. Als dessen Vater eines Tages in den Norden zieht, um das sagenumwobene Wichtelgrund zu finden, folgt Nikolas heimlich. Auf seinem Weg findet er neue Freunde und besteht eine Menge Abenteuer, um letztlich dann zu dem zu werden, der Weihnachten, so wie wir es kennen, in die Welt bringt.
Zugegeben ein wenig umständlich, etwas wirr und durchaus mit viel Zeit tastet sich der Film zunächst an die Story heran. Dann aber nimmt er umso gekonnter Fahrt auf und seine Zuschauer mit auf eine zauberhafte Reise zum Beginn aller Weihnachten.
Gil Kenan und Ol Parker verstehen es mit den allseits bekannten Mythen genauso liebe- wie humorvoll zu spielen. Mit einer herausragenden Animation und einem wahrlich gelungenen Set-Design schafft der Film eine genauso unprätentiöse und unsentimentale, wie herzliche Neuerzählung des Stoffs. Bild und Ton, ja die gesamte Machart scheinen der Jury sehr sorgfältig angelegt, ohne bedächtig und überlegt zu wirken. Im Gegenteil: Mit gutem Timing, kindgemäßen Albernheiten, aber auch hintergründigem Witz und einer unglaublichen Detailverliebtheit hat die filmische Adaption von EIN JUNGE NAMENS WEIHNACHT die Jury begeistert.
Kleine Pausen von der abenteuerreichen Handlung erreicht der Film durch gezielt in die Rahmenhandlung eingestreute Kinderfragen. Das wirkt authentisch und schafft die notwendigen Zäsuren, die ein Kinderfilm braucht, stört aber den Handlungsfaden in keinster Weise. Den erwachsenen Zuschauern hingegen bieten Kenan und Parker politische Botschaften und satirischen Tiefgang im knackig-trockenen Monty-Python-Stil, so dass auch sie mit Sicherheit Freude an EIN JUNGE NAMENS WEIHNACHT haben werden.
Herausragend bewertet die Jury den Cast: Jim Broadbent, als trottelig-arroganter König und Sally Hawkins als biestig-verbitterte Wichtelkönigin haben beide schon zuvor in den Paddington-Filmen hervorragend agiert. Zu ihnen gesellen sich nun auch Kristen Wiig und Maggie Smith, als doch recht "anders" agierende Tanten in Höchstform. Besonders aber muss die Leistung Henry Lawfulls hervorgehoben werden, der als Titelfigur die Jury wirklich überzeugt hat.
Ein wenig schade fand die Jury, dass sich der opulente Klangteppich der Musik in nahezu jeder Szene unterlegt ist. Ihrer Ansicht nach hätten Gil Kenan und Ol Parker mehr Vertrauen in ihre wunderbaren Bilder haben können. .
Mit Tempo, Witz und Charme erzählt EIN JUNGE NAMENS WEIHNACHT, wie der Weihnachtsmann zu dem wurde, den wir kennen. Nach ausführlicher Diskussion möchte die Jury dieser kindgerechten Geschichte, die sicherlich auch Erwachsene ins Kino zieht, das höchste Prädikat vergeben.

FBW-Jugend-Filmjury:

(www.jugend-filmjury.com)

Der britisch-tschechische Weihnachtsfamilienfilm EIN JUNGE NAMENS WEIHNACHT erzählt von dem jungen Nikolas, der sich auf eine abenteuerliche Reise zu dem geheimnisvollen Dorf Wichtelgrund begibt. Um die Hoffnung zu suchen, hatte der König viele Männer - darunter auch Nikolas Vater - in den hohen Norden geschickt. Nikolas bleibt bei seiner Tante zurück, die ihn schikaniert. Doch durch Zufall entdeckt der Junge eine Karte, die den Weg nach Wichtelgrund zeigt. Zusammen mit der ihm zugelaufenen Maus Mika versucht er nun seinen Vater einzuholen. Sie treffen auf das Rentier Blitz und ihr gemeinsamer Weg führt sie durch Eiswüsten und Schneelandschaften.Tatsächlich gelangen sie in das gesuchte magische Dorf der Wichtel, allerdings ist es dort ganz anders als erwartet: Statt einem fröhlichen, hoffnungsvollen Wichteldorf findet Nikolas eine trostlose, streng beherrschte Gemeinschaft vor, welche die Menschen als ihre Feinde ansieht. Es muss viel geschehen, damit sich alles zum Guten wendet und so der Weihnachtsmann erstmals zu den Menschen kommen kann.

Die Haupthandlung des Films ist in eine Rahmengeschichte eingebettet: Nikolas Erlebnisse werden in der in der Jetztzeit drei Kindern am Weihnachtsabend von einer alten Tante erzählt. Im Verlauf des Films wird immer wieder zwischen der Haupt- und Rahmenhandlung geschnitten, wobei es auch inhaltliche Verbindungen zwischen den Handlungen gibt. Hauptsächlich beantwortet der Film fantasievoll die Frage, wie Weihnachten entstanden ist. Wichtige Themen, welche die Figuren und Handlungen prägen, sind Glaube, Liebe, Hoffnung. Auch die Überwindung der Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen ist ein wichtiger Aspekt des Films, der Nikolas und die Kinder der Rahmenhandlung verbindet.

Der Zuschauer identifiziert sich mit den Figuren und deren Gefühlen. Der Hauptfigur Nikolas werden mit der Maus Mika und dem Rentier Blitz zwei Reisebegleiter an die Seite gestellt, die fröhliche und witzige Momente in die Handlung einbringen. Es gibt viele verschiedene Höhepunkte in den einzelnen Handlungssträngen, die am Ende zusammengeführt werden. Der Wechsel zwischen Haupt- und Rahmenhandlung wird visuell auf kreative Weise gestaltet. Die magischen Elemente und die animierten Tiere werden durch gelungene Computer-Effekte lebendig dargestellt. Die Schnittfolge ist der Handlung angepasst, so wechseln langsame Passagen - insbesondere bei der Reise durch die Schneelandschaft - mit schnelleren Schnittfolgen in aktionsbetonten Szenen. Dabei nimmt die Kamera unterschiedliche Perspektiven ein und die Einstellungsgrößen sind mit vielen Nahaufnahmen abwechslungsreich. Die Handlung wird mit passender Musik unterstützt, wobei einzelne Passagen thematisch zugeordnet werden können. Gezielt eingesetzte Toneffekte erwecken zusätzliche Aufmerksamkeit für die Bildinhalte. Wir empfehlen den Film Familien mit Kindern ab 8 Jahren zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit.

fantasievoll: 4 Sterne
unterhaltsam: 3 Sterne
effektvoll: 4 Sterne
berührend: 4 Sterne
mitreißend: 3 Sterne

Gesamtbewertung: 4 Sterne.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


nach oben Newsarchiv

Mediabiz Datenbank

News

mehr News

Programmplaner

  • Film

    Vorschau bis: KW 2028/51

    Alle deutschen Kinostarts und TV-Movie-Sendetermine plus geplante, laufende und fertiggestellte deutsche und internationale Produktionen.

    Heute neu:

    Gemeldete Starts:
    0
    Aufgenommene Filme:
    10
    Filmkritiken:
    0
 
Sky_right