Doctor Strange

Marvel-Leinwand-Abenteuer um einen ehemaligen Chirurgen mit magischen Fähigkeiten.

Doctor Strange Großansicht
(Bild: Walt Disney)
Verleih Walt Disney
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2016
Regie Scott Derrickson
Darsteller Benedict Cumberbatch, Chiwetel Ejiofor, Tilda Swinton
Kinostart 27.10.2016
Einspielergebnis D € 15.925.617
Bes. (EDI) 1.458.504
Bes. (FFA) 1.461.058
Charthistory
Boxoffice USA $ 232.597.113
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Filmtrailer Video

nach oben Ausführliche Besprechung

Visuell überwältigende Entstehungsgeschichte des Marvel-Helden, der vom begnadeten Chirurgen zum Herrscher über virtuelle Welten wird.

Man könnte es sich einfach machen. Man könnte einfach schreiben: So sähe "Inception" aus, wenn der Film nach einer Überdosis des ersten Albums von Pink Floyd versuchen würde, "2001 - Odyssee im Weltraum" als Superheldensaga neu zu erfinden. Denn obwohl in dieser Beschreibung im Grunde schon alles steckt, was den neuesten Marvel-Film so ureigen macht und als den wohl ungewöhnlichsten und eigenwilligsten des Studios auszeichnet, seitdem die überzeugende Erfolgssaga der Filmabteilung des Comic-Hauses mit "Iron Man" vor acht Jahren begann, würde man dieser Geschichte von der Geburt eines weiteren Superhelden doch nicht damit gerecht werden. Tatsächlich ist es die große Leistung des ausgewiesenen Horrorexperten Scott Derrickson, der seinen größten Erfolg bislang mit "Sinister 2" gefeiert hatte, aus einem vermeintlich unmöglichen Comicstoff einen Film zu machen, der sich jederzeit ganz unverkennbar der sorgfältigen und liebevollen Erzähltradition der jüngsten Marvel-Filme bedient, andererseits aber auch nach Mächten die Grenzen der Genrekonventionen auslotet und sie mit verrückten Einfällen immer wieder überschreitet, ein bisschen wie es den "Hellboy"-Filmen in ihren luzidesten Momenten gelang.

Da ist es sekundär, dass sich im Zentrum eine gähnende Leere auftut, dass der Film doch irre viel Gewese um letztlich nicht sehr viel macht. Womöglich steckt eine perfide Absicht dahinter, eine clevere Subversion, wo sich doch eine Handlung entfaltet, in der sich alles um Bewusstseinserweiterung dreht, um religiöse Erleuchtung und psychedelische Grenzerfahrung. Fest steht, dass Derrickson seine Geschichte eines ebenso genialischen wie arroganten Chirurgen, der nach einem Autounfall die Macht über seine Hände verliert und auf der Suche nach körperlicher Heilung am Ende der Welt einem spirituellen Makeover unterzogen wird, nutzt, um den Interstellar Overdrive einzuschalten und ein visuelles Feuerwerk abzubrennen, dass einem wiederholt der Mund offen stehen bleibt. Ganze Wolkenkratzerschluchten rollen sich da zusammen und falten sich auseinander, Trips durch Lichtkanäle und surreale Traumwelten entspinnen sich, und das schneller, als man "Stanley Kubrick" und "Christopher Nolan" sagen kann.

Als Titelfigur ist Benedict Cumberbatch gewiss die Idealbesetzung, auch wenn man sich nicht immer des Eindrucks erwehren kann, dem Briten sei mittlerweile so oft gesagt wurde, er sei absolut brillant, dass er den eigenen Hype zu glauben beginnt. Gewiss, eine gewisse Blasiertheit passt gut zu dem Typen, den er hier spielt, einen charakterlich auffällig nahen Verwandten von Robert Downey Jrs Tony Stark/Iron Man. Dass Cumberbatch bisweilen hart am Rande zum Knattern mimt, merkt man weniger, weil ihm die Kollegen in den Nebenrollen - Tilda Swinton als undurchschaubarer Action-Dalai-Lama, Chiwetel Ejiofor als aufrechter Kämpfer und Mads Mikkelsen als gewohnt großartiger Bösewicht, der auch noch die besten Pointen bekommen hat - überlegen sind, sondern weil ihm sogar von seinem purpurroten Cape immer wieder die Schau stiehlt. Überhaupt das Cape: Was potenziell ein Utensil hätte sein können, das die Figur des Doktor Strange der absoluten Lächerlichkeit Preis gibt, wird in den Händen der Marvel-Autoren und Effektspezialisten zum heimlichen Star des Films. Nun tut man gut daran, immer aufmerksam dabei zu bleiben, wenn man durchschauen will, in welcher Spiegelrealität sich die Handlung gerade aufhält, oder aber man ergibt sich einfach der wilden Bilderflut - alles so schön bunt hier! - und lässt sich treiben. Festzuhalten ist, dass es in diesem Kinoherbst keinen anderen Film gibt, in dem 110 Minuten schneller vorüber sind als hier. Das beste Kompliment, das man Popcorn-Unterhaltung machen kann. Oder? ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Walt Disney
O-Titel Doctor Strange
Land / Jahr USA 2016
Kategorie Spielfilm
Genre Fantasy / Action
Produktionsfirmen Marvel Studios
Kinostart 27.10.2016
Laufzeit 115
FSK ab 12 Jahre
Bildformat Digital 3D
Einspielergebnis D € 15.925.617
Bes. (EDI) 1.458.504
Bes. (FFA) 1.461.058
Charthistory
USA-Start 04.11.2016, bei Walt Disney
Boxoffice USA $ 232.597.113
Filmtrailer Video
nach oben Cast & Crew
Produzenten Kevin Feige
Regie Scott Derrickson
Drehbuch Steve Ditko, Thomas Dean Donnelly, Stan Lee, Joshua Oppenheimer
Buchvorlage Steve Ditko, Stan Lee
Darsteller Benedict Cumberbatch (Dr. Stephen Strange), Chiwetel Ejiofor (Baron Mordo), Tilda Swinton, Benedict Wong (Wong), Mads Mikkelsen (Kaecilius), Michael Stuhlbarg (Dr. Nicodemus West)
Kamera Ben Davis
Schnitt Wyatt Smith, Sabrina Plisco
Musik Michael Giacchino
Produktionsdesign Charles Wood
Casting Sarah Finn
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Doctor Strange (4K Ultra HD + Blu-ray, Mondo Steelbook Edition) The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 12, 115 Min. Kauf
Doctor Strange (4K Ultra HD + Blu-ray) The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 12, 115 Min. Kauf
Doctor Strange (Blu-ray 3D + Blu-ray) The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 12, 115 Min. Kauf
Doctor Strange The Walt Disney Company (Germany) DVD, ab 12, 110 Min. Kauf
Doctor Strange The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 12, 115 Min. Kauf
Doctor Strange (Blu-ray 3D, + Blu-ray, Steelbook) The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 12, 115 Min. Kauf
Doctor Strange The Walt Disney Company (Germany) DVD, ab 12, 110 Min. Leih
Doctor Strange The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 12, 115 Min. Leih
Doctor Strange (Blu-ray 3D) The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 12, 115 Min. Leih
Enthalten in:
Doctor Strange 2-Movie Collection (2 Discs)Doctor Strange 2-Movie Collection (2 Discs)
Walt Disney Company (Germany), The!
Walt Disney Company (Germany), The!
DVD, ab 12, 232 Min.
Blu-ray Disc, ab 12, 241 Min.
Kauf
Kauf
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Dr. Stephen Strange ist ein ebenso genialischer wie arroganter Chirurg, der nach einem Autounfall die Macht über seine Hände verliert. Auf der Suche nach körperlicher Heilung macht er sich auf den Weg ans Ende der Welt, genauer gesagt: Tibet, wo er sich bei der Eremitin The Ancient One Heilung verspricht. The Ancient One ist eine mythische Hüterin der Welt, die dunklen Mächten den Zutritt verwehrt. Sie bildet Strange zum Obersten Zauberer aus. Keine Sekunde zu früh, denn ein ehemaliger Schützling führt Böses im Schilde.

Visuell berauschende Verfilmung eines psychedelischen Marvel-Comics mit Benedict Cumberbatch als überzeugender Darsteller einer der schrillsten Marvel-Figuren. In dem höchst unterhaltsamen und immer ungewöhnlichen Film brennt Regisseur Scott Derrickson ("Sinister") ein regelrechtes Feuerwerk ab, als hätte man "Inception" in einen Teilchenbeschleuniger geworfen. In den Nebenrollen begeistern Tilda Swinton und Chiwetel Ejiofor und vor allem Mads Mikkelsen als Bösewicht.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Nach dem Verlust der Kontrolle seiner Hände macht sich ein Chirurg auf den Weg nach Tibet, wo er sich Heilung verspricht - und viel mehr bekommt. Visuell berauschende Verfilmung eines Marvel-Comics mit Benedict Cumberbatch.

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