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Die Wolke

Packende Bestseller-Verfilmung über eine junge Liebe und den Willen zum Leben in Zeiten des Super-GAUs.

Die Wolke Großansicht
(Bild: Concorde)
Verleih Concorde
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland 2006
Regie Gregor Schnitzler
Darsteller Paula Kalenberg, Franz Dinda, Hans-Laurin Beyerling
Kinostart 16.03.2006
Einspielergebnis D € 1.899.715
Bes. (EDI) 400.443
Bes. (FFA) 434.942
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 27.04.2008 (ARD)

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Hannah und Elmar sind verliebt. Doch der übliche Schulalltag rückt in den Hintegrund, als die Alarmsirene schrillt. Nach einem Störfall in einem Kernkraftwerk breitet sich eine todbringende Wolke aus. Chaos, Panik, Anarchie greifen um sich. Tausende sterben sofort, Tausende sind kontaminiert, darunter auch Hannah.

Packende Verfilmung des ausgezeichneten Jugend-Bestsellers von Gudrun Pausewang über eine junge Liebe und den Willen zum Leben in Zeiten des Super-GAUs. Georg Schnitzler erzählt konsequent aus der Perspektive der Jugendlichen - zwischen Teenie-Movie, Katastrophenfilm und Liebesdrama und sollte ei jugendliches Publikum berühren.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Packende Bestseller-Verfilmung über eine junge Liebe und den Willen zum Leben in Zeiten des Super-GAUs.

Vorbei die einstmals starke Anti-Atomkraftbewegung, fast völlig verschwunden die "Atomkraft? Nein danke!"-Sticker, wie auch die Erinnerung an die Katastrophen von Harrisburg und Tschernobyl, die Regierung diskutiert gar, den geplanten Atomausstieg zu verzögern. Da ist "Die Wolke", die Leinwandadaption von Gudrun Pausewangs 1988 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnetem Roman, der richtige Film zur richtigen Zeit. Das Individuum in seinem Ausgeliefertsein steht im Mittelpunkt, nicht die Politik wie in der Vorlage. Dieser neue Ansatz sollte ein jugendliches Publikum ansprechen. Nicht zuletzt wegen Paula Kalenberg und Franz Dinda, den Darstellern der 16jährigen Hannah und ihres zwei Jahre älteren Klassenkameraden Elmar. Zwischen Stress mit Eltern, Lehrern und Matheklausuren verspüren sie dieses seltsame Kribbeln, empfinden eine Gänsehaut beim ersten Kuss. Mitten hinein in diese zärtliche Szene schrillt die Alarmsirene. Nach einem Störfall in einem Kernkraftwerk südöstlich von Frankfurt breitet sich eine riesige todbringende Wolke aus. Letzte Chance: ein Zug in Bad Hersfeld. Chaos, Panik, Anarchie greifen um sich. 38.000 Menschen in unmittelbarer Nähe des AKWs sterben sofort, ein paar Kilometer weiter sind Tausende kontaminiert, darunter auch Hannah, die in radioaktiven Regen gerät. Und die Politiker beschwichtigen weiter.

Georg Schnitzler erzählt die Geschichte aus Perspektive der Jugendlichen, die noch ihr ganzes Leben vor sich hatten und denen jetzt nur noch eine kleine Zeitspanne bleibt. Mit naiver Kraft versuchen die beiden, die sich in Hamburg wiederfinden, das Schicksal auszutricksen, es gütig zu stimmen. Gegen jegliche Ratio und mit dem Mut der Verzweiflung nehmen sie den Kampf gegen die Radioaktivität auf, die ihren Körper zerfrisst und ihre Seelen verletzbar macht. Sie nutzen das Privileg der Jugend, an das Unmögliche zu glauben, sich an jeden noch so kleinen Strohhalm zu klammern. Vom anfänglich harmlos wirkenden Teenie-Movie über das Genre Katastrophenfilm schlägt Schnitzler den Bogen zum Liebesdrama, wobei es manchmal knirscht in den Übergängen. Die Stärke liegt in der beklemmenden Gegenüberstellung von turbulenten Gefühlswelten und entvölkerten Landschaften im Sonnenschein, in Andeutungen und Details. Wenn Hannah vor dem Spiegel büschelweise Haare ausfallen, sie unter der Gleichgültigkeit der anderen leidet oder am Ende leichten Flaum auf ihrem kahlen Kopf spürt und sich gegen den Wind stemmt, ist der Film emotional beim Zuschauer angekommen. mk.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Szene

 
nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Concorde
O-Titel Die Wolke
Alternativ-/Arbeitstitel Himmelreich
Land / Jahr Deutschland 2006
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Clasart Classic
Förderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 200.000)
Drehbuchförderung FilmFernsehFonds Bayern (DM 40.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 25.600)
Produktionsförderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 1.125.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 400.000)
Verleihförderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 205.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 150.000)
Drehort München, Schlitz, Fulda, Belgien
Drehzeit 29.08.2005 - November 2005
Kinostart 16.03.2006
Laufzeit 102
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 1.899.715
Bes. (EDI) 400.443
Bes. (FFA) 434.942
Charthistory
Postproduktion CinePostproduction
Weltvertrieb TELEPOOL
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.die-wolke.com
nach oben Cast & Crew
Produzenten Markus Zimmer
Regie Gregor Schnitzler
Drehbuch Marco Kreuzpaintner
Buchvorlage Gudrun Pausewang
Darsteller Paula Kalenberg (Hannah), Franz Dinda (Elmar), Hans-Laurin Beyerling (Uli), Tom Wlaschiha (Hannes), Carina Wiese (Paula), Richy Müller (Albert Koch), Karl Kranzkowski (Dr. Salamander), Gabriela Maria Schmeide (Tante Helga), Jennifer Ulrich (Meike), Ulrike Arnold (Röschen), Claire Oelkers (Ayse), Daniel Roesner (Lars), Roland Schreglmann (Gustav), Lion Sokar (Oliver), George Lenz (Herr Kramer), Sergej Moya (Jannes), Thommy Schwimmer (Christian), Anna Fischer (Glatzenmädchen)
Kamera Michael Mieke
Schnitt Alexander Dittner
Produktionsdesign Patrick Steve Müller
Ton Michael Mladenovic, Heiko Müller (Sounddesign)
Kostüme Ivana Milos
Maske Heiner Niehues, Ruth Philipp
Casting Simone Bär, Jacqueline Rietz

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Produktion (Assistenz) Philipp R. Jungblut
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
28. Bayerischer Filmpreis
Bayerischer Filmpreis Großansicht
2006, München, 19.01.2007 Jugendfilmpreis Gregor Schnitzler
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Die Wolke EuroVideo Medien Blu-ray Disc, ab 12, 102 Min. Kauf
Die Wolke (nur für den Buchhandel) Oetinger Media DVD, ab 12, 98 Min. Kauf
Die Wolke EuroVideo Medien DVD, ab 12, 98 Min. Kauf
Die Wolke EuroVideo Medien DVD, ab 12, 98 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Nach einem Störfall in einem Atomkraftwerk in der Nähe von Frankfurt breitet sich die todbringende Wolke unaufhaltsam weiter aus. Während Tausende von Menschen sterben, können die 16-jährige Hannah und ihr neuer Freund Elmar zwar fliehen, doch sie verlieren sich bald darauf aus den Augen. Im Sicherheitstrakt eines Hamburger Sanatoriums treffen sie einander wieder. Elmar als Besucher, Hannah als Patientin, kontaminiert, die Haare sind ihr bereits büschelweise ausgefallen. Wird sie überleben? Hat ihre junge Liebe eine Zukunft?

Adaption von Gudrun Pausewangs gleichnamigem Jugendroman-Bestseller, die "Soloalbum"-Macher Gregor Schnitzler als glühende Liebesgeschichte vor dem Hintergrund eines atomaren Super-GAUs verfilmt hat. Vor allem den großartigen jungen Hauptdarstellern Paula Kalenberg und Franz Dinda ist es zu verdanken, dass die etwas angestaubte Story so eindringlich, so erschreckend glaubwürdig geraten ist. Das flammende Plädoyer für ein AKW-freies Deutschland dürfte nicht nur als Lehrfilm an Schulen für Furore sorgen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollJunge Kinobesucher, entsprechend der Altersfreigabe der FSK, können mit diesem Film sicherlich viel anfangen. Er ist ganz zweifellos zur Behandlung in Schulklassen und bei Projekttagen geeignet. Der Film geht mit seinem komplexen und schwierigen Thema vielschichtig, sensibel, anschaulich und verantwortlich um. Und das Schönste dabei - er ist wirklich Film, richtiges Kino.

Was wäre, wenn es einen GAU in Deutschland gäbe, den größten anzunehmenden Unfall, und wenn eine todbringende radioaktive Wolke über das Land ziehen würde? Dieses Szenario hat Gudrun Pausewang in ihrem Jugendbuch "Die Wolke" durchgespielt, und damit 1988 genau den Zeitgeist getroffen. Jetzt kommt die Verfilmung ebenfalls zum rechten Moment, denn Regisseur Gregor Schnitzler hat nicht etwa einen nur möglichst spektakulär mit den Ängsten der jugendlichen Zuschauer spielenden Katastrophenfilm gedreht, sondern eine sensible Adaption geschaffen.

Sie erfüllt zwar mit den Szenen der flüchtenden Menschenmassen, dem Chaos auf den Straßen und den verlassenen Städten und Landschaften auch die Erwartungen an einen packenden Genrefilm, überzeugt aber nach der Meinung der FBW-Jury vor allem in den leisen und nachdenklichen Szenen. Auch wenn der Film konsequent aus der Perspektive der beiden Jugendlichen Hannah und Elmar erzählt, ist er erstaunlich komplex und politisch.

Somit passt er durchaus in die Reihe von neuen Filmen aus Deutschland, die im Frühjahr des Jahres 2006 unter anderem auf der Berlinale Furore machten. Auch in "Die Wolke" haben die Filmemacher und Produzenten keine Angst vor unbequemen Themen, auch hier spürt man ein waches politisches Bewusstsein, auch hier wird sehr filmisch erzählt. Und noch eine weitere gute Nachricht: Junge, noch unbekannte Schauspieler spielen mit großer Intensität und Glaubwürdigkeit.

Paula Kalenberg gelingt dabei die Verwandlung von der noch sehr mädchenhaft wirkenden 16-jährigen Schülerin in eine reife und kluge junge Frau so überzeugend, dass alleine durch die Intensität ihres Spiels auch der Wechsel des Films in ein immer intimer erzähltes Liebesdrama stimmig bleibt. Besonders grandios gespielt und in Szene gesetzt ist die Szene, in der sie ihr Kopftuch verliert und ihr Freund Elmar mit ihrem kahl gewordenen Kopf konfrontiert wird.

Besonders hervorgehoben wurde in der angeregten Jury-Diskussion auch die geschickte und sensible Dramaturgie. Sehr feinfühlig und mit der Zeitverlangsamung auch filmisch überzeugend gestaltet ist zum Beispiel der frühe Tod des kleinen Bruders, der völlig unerwartet kommt und so die Tragik der Ereignisse intensiv spürbar macht.

Gregor Schnitzler hält in seinem Film eine feine Balance zwischen der detailreichen Beschreibung eines so oder ähnlich in Deutschland durchaus möglichen Katastrophenfalls und den großen Emotionen einer Liebesgeschichte. Und so endet der Film nicht von ungefähr mit einem Zitat aus "Titanic".

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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