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Die Kommune

Vinterbergs Verfilmung seines eigenen Theaterstückes über das Chaos in einer vermeintlichen Muster-WG.

Die Kommune Großansicht
(Bild: Prokino (24 Bilder))
Verleih Prokino (Studiocanal)
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Dänemark, Schweden u.a. 2016
Regie Thomas Vinterberg
Darsteller Trine Dyrholm, Ulrich Thomsen, Helene Reingaard Neumann
Kinostart 21.04.2016
Einspielergebnis D € 490.784
Bes. (EDI) 67.107
Bes. (FFA) 68.321
Charthistory
Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Als Erik eine schicke Villa in Kopenhagen erbt, beschließt er mit Ehefrau Anna sein bürgerliches Familienleben hinter sich zu lassen, und gründet eine Kommune. Der Alltag der kunterbunten Hausgemeinschaft ist geprägt von Freundschaft, Liebe und entspanntem Laissez-faire. Doch als Erik sich in die hübsche Studentin Emma verliebt und sie ins Haus aufnimmt, droht die von lässigem Miteinander geprägte Stimmung zu kippen. Der Konflikt zwischen privaten Bedürfnissen und großen Idealen gerät zur Zerreißprobe.

Thomas Vinterberg ("Die Jagd"), Mitbegründer der Dogma-Bewegung, hat sein frei auf eigenen Kindheitserlebnissen fußendes Theaterstück virtuos für die Leinwand adaptiert. Trine Dyrholm ("In einer besseren Welt") und Ulrich Thomsen ("Zweite Chance") glänzen als Akademikerpaar, das in den Siebzigerjahren an seiner (Neo-)Liberalität zu scheitern droht. Bestens gespielt und präzise beobachtet ist dieses zeitlose Gesellschaftsporträt, das klug über Werte wie Solidarität, Toleranz, Liebe und Selbstfindung räsoniert.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Heiter-melancholischer Blick auf eine Kommune von Dänemarks Autorenfilmer Thomas Vinterberg.

In seinem neuen Film stellt der dänische Filmemacher Thomas Vinterberg abermals unter Beweis, dass er zu den Institutionen des europäischen Arthouse-Kinos gehört. Wie schon bei seinem gefeierten "Das Fest" wirft er in "Die Kommune" einen messerscharfen und entlarvenden Blick auf eine dysfunktionale Familie unter deren heilen Oberfläche das Unheil lauert. Allerdings handelt es sich dieses Mal um eine Patchwork-Familie, die aus mehreren Erwachsenen und zwei Kindern besteht, die im Kopenhagen der Siebzigerjahre in einem riesigen Haus eine späte Kommune gründen. Das Haus ist das Erbe, das Eriks Vater dem Architekturstudenten, seiner Frau Anna und ihrer 14-jährigen Tochter Freja hinterlässt. Erik will die Villa, an die er keine guten Erinnerungen hat, zunächst verkaufen, doch Anna und Freja überzeugen ihn, einzuziehen. Da allein die Heizkosten für das riesige Anwesen die finanziellen Möglichkeiten der dreiköpfigen Familie sprengen, müssen Mitbewohner her. Schnell finden sich im engen und weiteren Bekanntenkreis die anderen Kommunarden. Nach anfänglichem Hoch- und Gemeinschaftsgefühl beginnen sich Risse zu bilden, als Erik eine Affäre mit seiner 24-jährigen Studentin Emma beginnt.

Bis dahin dominieren in "Die Kommune" die heiteren Töne und auch danach darf gelacht werden, allerdings eher aus Ungläubigkeit. Fast schon fassungslos sieht man Erik zu, wie er seiner Frau die Affäre entspannt gesteht und Anna die Nachricht fast ebenso entspannt empfängt. Die skurrile Situation gipfelt darin, dass die Geliebte Emma einfach mit in die Kommune zieht. Doch bevor der Film Gefahr läuft ins Absurde oder gar Lächerliche abzugleiten, wechselt Vinterberg den Ton und zeigt, dass die gute Miene zum bösen Spiel nichts weiter als Fassade ist. Schlicht meisterhaft ist Trine Dyrholm als Frau in den Spätvierzigern, deren Welt auseinander bricht, und das Unabwendbare nicht akzeptieren will. Wie diese Frau langsam, aber umso eindringlicher zerbricht, ist ganz große Schauspielkunst. Dyrholm empfiehlt sich damit unbedingt für einen Bären. Doch auch der restliche Cast ist durch die Bank herausragend, allen voran Ulrich Thomsen als gescheitertes Familienoberhaupt Erik.

Vinterberg verfilmte mit "Die Kommune" sein eigenes Theaterstück. Dennoch wirkt der Film nie theaterhaft. Er ist auch weit weniger zynisch als seine brutale Abrechnung in "Das Fest". Zutiefst menschlich und ehrlich ist sein Blick, den als eine Art Alter Ego des Regisseurs - "Die Kommune" basiert lose auf autobiografischen Erlebnissen Vinterbergs - Tochter Freja einnimmt. So wenig sie spricht desto genauer beobachtet sie das groteske Lebensspiel der Erwachsenen, die sich ständig selbst belügen. Dennoch verurteilt Vinterberg seine Figuren nicht. Auch Erwachsene sind nur Menschen auf der Suche nach ihrem Glück. Zudem durchzieht den Film eine warme Nostalgie. Weniger eine Nostalgie nach einer Zeit, in der auch nicht alles perfekt war, sondern nach einem Gefühl der Freiheit, der Suche nach Liebe und der Jugend. mahe.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Szene

 
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Verleih Prokino (Studiocanal)
O-Titel Kollektivet
Alternativ-/Arbeitstitel The Commune
Land / Jahr Dänemark/Schweden/Niederlande 2016
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Zentropa Entertainments (DK)/Topkapi Films (NL)
Förderung Eurimages (EUR 470.000)
Kinostart 21.04.2016
Erster Verleiher Prokino (24 Bilder)
Laufzeit 112
FSK ab 12 Jahre
Einspielergebnis D € 490.784
Bes. (EDI) 67.107
Bes. (FFA) 68.321
Charthistory
USA-Start 19.05.2017, bei Magnolia Pictures
Filmtrailer Video
nach oben Cast & Crew
Produzenten Sisse Graum Jørgensen, Morten Kaufmann
Koproduzenten Madeleine Ekman, Arnold Heslenfeld, Frans van Gestel, Mark Denessen
Ausf. Produzent Marie Gade Denessen
Regie Thomas Vinterberg
Drehbuch Tobias Lindholm, Thomas Vinterberg
Darsteller Trine Dyrholm (Anna), Ulrich Thomsen (Erik), Helene Reingaard Neumann (Emma), Martha Sofie Wallstrøm Hansen (Freja), Lars Ranthe (Ole), Fares Fares (Allon), Magnus Millang (Steffen), Julie Agnete Vang (Mona), Anne Gry Henningsen (Ditte)
Kamera Jesper Tøffner
Schnitt Janus Billeskov Jansen, Anne Østerud
Musik Fons Merkies
Produktionsdesign Niels Sejer
Ton Anne Jensen, Kristian Eidnes Andersen
Kostüme Ellen Lens
Line Producer Mouns Overgaard
Casting Tanja Grunwald
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
66. Internationale Filmfestspiele in Berlin
Internationale Filmfestspiele in Berlin
2016, Berlin, 11.02.2016 - 21.02.2016 Silberner Bär für die Beste Darstellerin Trine Dyrholm
29. Europäischer Filmpreis
Europäischer Filmpreis Großansicht
2016, Breslau, 10.12.2016 Europäischer Schnitt Janus Billeskov Jansen, Anne Østerud
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Die Kommune EuroVideo Medien DVD, ab 12, 108 Min. Kauf
Die Kommune EuroVideo Medien DVD, ab 12, 108 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Als Erik eine schicke Villa in Kopenhagen erbt, beschließt er mit Ehefrau Anna sein bürgerliches Familienleben hinter sich zu lassen, und gründet eine Kommune. Der Alltag der kunterbunten Hausgemeinschaft ist geprägt von Freundschaft, Liebe und entspanntem Laissez-faire. Doch als Erik sich in die hübsche Studentin Emma verliebt und sie ins Haus aufnimmt, droht die von lässigem Miteinander geprägte Stimmung zu kippen. Der Konflikt zwischen privaten Bedürfnissen und großen Idealen gerät zur Zerreißprobe.

Thomas Vinterberg ("Die Jagd"), Mitbegründer der Dogma-Bewegung, hat sein frei auf eigenen Kindheitserlebnissen fußendes Theaterstück virtuos für die Leinwand adaptiert. Trine Dyrholm ("In einer besseren Welt") und Ulrich Thomsen ("Zweite Chance") glänzen als Akademikerpaar, das in den Siebzigerjahren an seiner (Neo-)Liberalität zu scheitern droht. Bestens gespielt und präzise beobachtet ist dieses zeitlose Gesellschaftsporträt, das klug über Werte wie Solidarität, Toleranz, Liebe und Selbstfindung räsoniert.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Das Miteinander einer Kopenhagener Kommune wird einer Prüfung unterzogen, als eine hübsche Studentin einzieht. Thomas Vinterbergs Verfilmung seines eigenen Theaterstückes über das Chaos in einer vermeintlichen Muster-WG.

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Datum Stadt Festivalname
11.02.2016 - 21.02.2016 Berlin 66. Internationale Filmfestspiele Berlin - Berlinale

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