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Die Boxtrolls

Skurriles Stop-Motion-Animations-Abenteuer nach einer Vorlage von Alan Snow um einen Waisenjungen, der bei freundlichen Monstern aufgewachsen ist, die von den Menschen erbittert gejagt werden.

Die Boxtrolls Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Großbritannien, USA 2014
Regie Graham Annable,
Anthony Stacchi
Kinostart 23.10.2014
Einspielergebnis D € 976.498
Bes. (EDI) 144.704
Bes. (FFA) 145.408
Charthistory
Boxoffice USA $ 50.807.639
Charthistory
Filmtrailer Video

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Waisenjunge Eggs ist bei den Boxtrolls aufgewachsen. Sie tun keiner Fliege was zu leide und sammeln nachts den Metallschrott der Menschen von Cheesebridge für ihre Behausung unter der Stadt. Doch von den Bewohnern, für deren Elite Käse das Wichtigste aller Dinge ist, werden sie als gefährliche Monster gefürchtet. Der unerbittliche Trolljäger Archibald Snatcher hat es sich zum Ziel gesetzt, alle Boxtrolls einzufangen. Eggs muss sich in die Menschenwelt wagen, um seine Freunde zu retten.

In dem skurrilen Stop-Motion-Animations-Abenteuer nach einer Vorlage von Alan Snow wird lustvoll Ekliges zelebriert und mit Liebe zum Detail eine wunderbar altmodische Welt kreiert. Der neueste Film von Laika Entertainment, deren "Coraline" und "ParaNorman" für den Oscar nominiert waren, lebt von seinen überkandidelten Figuren. Die Story, an deren Ende Vorurteile überwunden werden, ist relativ simpel gehalten. Grusel trifft auf Humor, der teils Kids, teils aber auch Erwachsene anspricht.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Skurriles Stop-Motion-Animations-Abenteuer um einen Waisenjungen, der bei freundlichen Monstern aufgewachsen ist, die von den Menschen erbittert gejagt werden.

Der dritte Streich des Stop-Motion-Studios Laika, dessen Langfilmdebüt "Coraline" vielfach prämiert und für den Oscar nominiert wurde, bleibt seiner Linie treu. "Boxtrolls" nach der erfolgreichen Kinder-Buch-Vorlage "Die Monster von Rattingen" von Alan Snow erzählt kein süßliches Märchen, sondern eine skurrile Story, in der schräger, schwarzer Humor und eine gewisse Düsternis herrschen, Gothic-Atmosphäre auf Gesellschaftssatire trifft.

Kein Frankenstein oder Werwolf, sondern Schachtelmonster sind die Titelhelden, vor denen sich die Menschen von Cheesebridge fürchten. Dabei haben die Wesen, die in Kartons stecken, Ungeziefer als Delikatesse betrachten, gerne basteln und unterirdisch leben, noch mehr Angst vor den Menschen, werden sie doch von ihnen erbittert gejagt. Ein Waisenjunge namens Eggs (steht auf seinem Karton), der bei den Boxtrolls als einer der ihren aufgewachsen ist, will seine gefangenen Freunde befreien und wagt sich in die Menschenwelt.

Wie "Coraline" und "Paranorman", die zweite Laika-Produktion, erzählt "Boxtrolls" auch von der Identitätsfindung eines Elfjährigen und ist ein wildes Abenteuer. Bei dem es - in 3D - u.a. eine Verfolgungsjagd mit einer Kutsche und einen todesmutigen Befreiungsversuch in einer Fabrikhalle gibt. Die letztgenannte, rasante Actionsequenz könnte die jüngsten Zuschauer schrecken, die ansonsten beim Slapstick auf ihre Kosten kommen. Sehr überzeichnet ist der Ober-Bösewicht in doppelter Ausgabe - als furchterregender Trolljäger und aufgeplusterte Varietesängerin - im Original von Ben Kingsley mit Lust an der Übertreibung gesprochen.

Britisch wie die Originalsprecher mutet auch teils der Humor an, das mit Liebe zum (altmodischen) Detail gestaltete, schräge (auch buchstäblich) Produktionsdesign und die beschriebene Gesellschaft mit ihren distinguierten Herren mit Hut Die schätzen nach Snows Vorlage Käse über alles und vernachlässigen dabei die arbeitende Bevölkerung und ihre eigenen Kinder. Mag "Boxtrolls" noch so sehr auf skurril getrimmt sein, wie fast alle Märchen endet auch dieser Animationsspaß für die ganze Familie gut und wird eine Message in einfacher Story verpackt. hai.

Quelle: Blickpunkt:Film

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  • Szene aus Die BoxtrollsSzene aus Die Boxtrolls
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  • Szene aus Wo ist EggsSzene aus Wo ist Eggs
 
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Verleih Universal
O-Titel The Boxtrolls
Land / Jahr Großbritannien/USA 2014
Kategorie Spielfilm
Genre Trickfilm / Abenteuer
Produktionsfirmen Laika Entertainment (US)
Kinostart 23.10.2014
Laufzeit 97
FSK ab 6 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Bildformat Digital 3D
Einspielergebnis D € 976.498
Bes. (EDI) 144.704
Bes. (FFA) 145.408
Charthistory
USA-Start 26.09.2014, bei Focus Features
Boxoffice USA $ 50.807.639
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.boxtrolls.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten David Bleiman Ichioka, Travis Knight
Regie Graham Annable, Anthony Stacchi
Drehbuch Irena Brignull, Adam Pava, Bev Doyle, Richard Kurti
Buchvorlage Alan Snow
Sprecher Sir Ben Kingsley (Archibald Snatcher), Isaac Hempstead Wright (Eggs), Elle Fanning (Winnie), Dee Bradley Baker (Fish/Wheels/Bucket), Steve Blum (Shoe/Sparky), Toni Collette (Lady Portley-Rind), Jared Harris (Lord Portley-Rind), Nick Frost (Mr. Trout), Richard Ayoade (Mr. Pickles), Tracy Morgan (Mr. Gristle), Simon Pegg (Herbert Trubshaw)
Kamera John Ashlee Prat
Schnitt Edie Bleiman
Musik Dario Marianelli
Produktionsdesign Paul Lasaine
Kostüme Deborah Cook
Casting Mary Hidalgo
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Die Boxtrolls
Nicht lieferbar
Universal Pictures Germany DVD, ab 6, 94 Min. Kauf
Die Boxtrolls (Blu-ray 3D)
Nicht lieferbar
Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 6, 97 Min. Kauf
Die Boxtrolls Universal Pictures Germany DVD, ab 6, 94 Min. Leih
Die Boxtrolls (Blu-ray 3D) Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 6, 97 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Waisenjunge Eggs ist bei den Boxtrolls aufgewachsen. Sie tun keiner Fliege was zu leide und sammeln nachts den Metallschrott der Menschen von Cheesebridge für ihre Behausung unter der Stadt. Doch von den Bewohnern, für deren Elite Käse das Wichtigste aller Dinge ist, werden sie als gefährliche Monster gefürchtet. Der unerbittliche Trolljäger Archibald Snatcher hat es sich zum Ziel gesetzt, alle Boxtrolls einzufangen. Eggs muss sich in die Menschenwelt wagen, um seine Freunde zu retten.

In dem skurrilen Stop-Motion-Animations-Abenteuer nach einer Vorlage von Alan Snow wird lustvoll Ekliges zelebriert und mit Liebe zum Detail eine wunderbar altmodische Welt kreiert. Der neueste Film von Laika Entertainment, deren "Coraline" und "ParaNorman" für den Oscar nominiert waren, lebt von seinen überkandidelten Figuren. Die Story, an deren Ende Vorurteile überwunden werden, ist relativ simpel gehalten. Grusel trifft auf Humor, der teils Kids, teils aber auch Erwachsene anspricht.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Ein Waisenjungen wächst bei freundlichen Monstern auf, die von den Menschen erbittert gejagt werden. Skurriles Stop-Motion-Animations-Abenteuer nach einer Vorlage von Alan Snow.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Sie sind grausam, unbarmherzig und hinterhältig, fressen kleine Kinder und hassen die Menschen: die Boxtrolls. Seitdem vor Jahren ein kleines Baby verschwunden ist, ist sich die ganze Stadt Cheesebridge sicher, dass es auf der Welt nichts Schreckenerregenderes gibt als die kleinen Männchen, die in leeren Boxen unter der Erde leben. Das Baby ist mittlerweile ein Junge namens Eggs, der glücklich und zufrieden mit den Boxtrolls in der Gemeinschaft lebt. Denn die angeblichen "Monster" sind eigentlich ganz liebe Gesellen. Und während die Boxtrolls ihrer Sammeltätigkeit nachgehen, schickt Lord Portley-Rind, der Bürgermeister von Cheesebridge, den fiesen Archibald Snatcher los, um sie zu jagen. Der neueste Animationsfilm der Macher von CORALINE und PARANORMAN ist die gelungene Verfilmung eines Kinderbuches von Alan Snow. Wie auch schon in den anderen Filmen durchzieht ein sanfter Grusel den Film. Doch der skurrile Humor und der Gothic-Look können nicht über das zauberhaft anrührende Wesen der Hauptfiguren hinwegtäuschen. Von ihrem ersten Auftritt an schließt der Zuschauer die Boxtrolls in sein Herz. Quirlig wuseln sie umher, sind ständig am Sammeln, Basteln und Experimentieren, schauen neugierig in die Welt und haben eindeutig ihr Herz am rechten Fleck. Der Junge Eggs wird von ihnen als Familienmitglied akzeptiert und er selbst fühlt sich ganz wie ein Boxtroll, auch wenn er die Welt da oben gern kennenlernen möchte. Fulminant gestaltet sind nicht nur die Schauplätze ober- und unterhalb des Gullideckels, sondern auch die Figuren selbst. Archibald Snatcher ist ein böser Mann, der zwei Dinge will: Macht und Käse. Nach beidem strebt er maßlos - auch wenn das zu körperlichen Schäden führt, die sich für den Zuschauer urkomisch gestalten. Winnie, die Tochter des Bürgermeisters, ist naseweis und resolut, mutig und absolut verrückt nach gruseligen Horrorgeschichten. Der Junge Eggs erweist sich als Vermittler zwischen den Welten und zeigt den Bewohnern von Cheesebridge, dass man niemand nur nach Geschichten beurteilen sollte, die man über sie gehört hat. Eine wichtige Botschaft, die in diesem wunderbar schrulligen Film, auch dank vieler kleiner kreativer Einfälle, einer verspielten Musik und einer rasanten Handlung, auf unterhaltsame Weise vermittelt wird. Ein herrlich verschrobener und detailreicher Animationsspaß für die ganze Familie!

Gutachten:

In den Gassen von Cheesebridge geht die Angst um. Kleine Kobolde in Pappkartons, die Boxtrolls, ziehen nachts durch die Stadt und rauben Kinder und weil das so ist wird Schädlingsbekämpfer Archibald Snatcher beauftragt ein für allemal Schluss mit den Kartonkobolden zu machen. Als Entlohnung verlangt Snatcher nicht mehr und nicht weniger als einen weißen Hut, so wie die Käse essenden Honoratioren Cheesebridges sie tragen. Aber natürlich ist das die Situation, wie sie die Menschen wahrnehmen. Für die Boxtrolls sieht die Geschichte allerdings ganz anders aus.

Das Regieteam Graham Annable und Anthony Stacchi hat aus Alan Snows Buchvorlage eine sehenswerte Allegorie über die Angst vor Fremden, über Knechtschaft und die Wegwerfgesellschaft gemacht. Während sich die dekadenten Honoratioren von Cheesebridge hoch oben über der Stadt lukullischen Genüssen hingeben, recyceln die Boxtrolls den Abfall der Stadt in der weitläufigen Kanalisation darunter. Sie sind erfinderisch und scheu und eigentlich recht liebenswerte Geschöpfe. Das erinnerte die Jury an die kleinen Minions aus "Ich einfach unverbesserlich", wenngleich die Boxtrolls nicht ganz so knuddelig sind.

Eine wohl bekannte Düsterkeit beherrscht das Setting von DIE BOXTROLLS: Die Laika-Studios, die auch schon "Coraline" und "Paranorman" produziert haben, sind hierfür verantwortlich. Und wie die beiden Vorgänger besticht auch dieser Stop-Motion-Film durch ästhetische Fülle, Detailreichtum und eine Flut von Ideen. Szene für Szene ein filmisches Wimmelbild für Kinder und Erwachsene. Liebevolle Handarbeit ist immer noch Trumpf bei Laika und DIE BOXTROLLS hält diese Maxime bis zu einem beispiellosen Abspann aufrecht.

Besondere Erwähnung fand in der Diskussion der Jury der Soundtrack zu DIE BOXTROLLS. Gut getimed und szenisch abgestimmt unterstützt er das Geschehen und in einem musikalischen Intermezzo bringt die Komposition von Eric Idle sogar Monty Python Spaß aufs Parkett.

Die Dramaturgie des als Abenteuerfilm, Kinder-/Jugendfilms eingereichten DIE BOXTROLLS ist stimmig, allerdings braucht es ein wenig bis er so richtig in Fahrt kommt. Nach turbulenten Abenteuern sind es schließlich die Kinder, die den Erwachsenen von Cheesebridge helfen sich aus Einfalt und Ignoranz anderen Geschöpfen gegenüber zu befreien. Und wie es von einem Kinderfilm zu erwarten ist werden Trolle und Menschen schließlich Seite an Seite mit den Menschen leben und auch der eigentliche Anstifter zum Genozid an den Boxtrolls seiner gerechten Strafe nicht entgehen. Den etwas eindimensionalen Subtext verstehen Erwachsene, genau wie Kinder.

Wer es etwas anspruchsvoller mag, der muss allerdings bis zum durchaus metaphysischen Abspann warten. In köstlichen Sequenzen hinterfragen darin die Protagonisten ihr eigenes Dasein und kommen zu seinsphilsophisch interessanten Schlüssen. Bei so viel Kreativität, Unterhaltung und Vielfalt konnte die Jury nicht umhin dem Film "DIE BOXTROLLS das Prädikat besonders wertvoll auszusprechen.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Datum Stadt Festivalname
27.08.2014 - 06.09.2014 Venedig 71. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica

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