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Die Akte Jane

Elegante Variante von "Ein Offizier und Gentleman", in dem Demi Moore ihren Mann stehen muß.

Die Akte Jane Großansicht
(Bild: Buena Vista)
Verleih Buena Vista
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 1997
Regie Ridley Scott
Darsteller Demi Moore, Viggo Mortensen, Anne Bancroft
Kinostart 26.02.1998
Einspielergebnis D € 3.820.338
Bes. (EDI) 648.080
Bes. (FFA) 663.448
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Boxoffice USA $ 48.154.732
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Eine auf ihre Wiederwahl erpichte Senatorin wählt die Marine-Offizierin Jordan O'Neil aus, am höllischen Rekrutentraining der Eliteeinheit der Navy Seals teilzunehmen. Bei ihren Kameraden stößt sie auf eisige Ablehnung, ihr sadistischer Ausbilder läßt keine Möglichkeit aus, Jordan verbal und körperlich zu traktieren. Doch die junge Frau hält durch und kann bei einem Einsatz in Libyen ihren Mann stehen.

Mit einem Höchstmaß an Eleganz und Ästehtik setzte Ridley Scott seine Variante von "Ein Offizier und Gentleman" in Szene, in der Demi Moore mit kahlrasiertem Kopf eine körperliche Meisterleistung vollbringt. Einerseits unverhohlen patriotisch, andererseits aber auch subversiv mit tradierten Rollenbildern spielend, ist das Militärdrama weitaus mehr als nur ein faszinierend anzusehendes Stück perfektes Hollywood.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Nachdem sie als Stripperin, Ehebrecherin und Jurorin beim Publikum nur bedingt Anklang fand, ist es für 12-Mio.-Dollar-Frau Demi Moore in Ridley Scotts patriotischem Hochglanz-Drama um Gleichberechtigung im Militär eine Frage der Ehre, als erste weibliche Navy-Seals-Rekrutin möglichst machohaft ihren Mann zu stehen. Ihr Zelluloid-Testosteron-Trip wird so nachhaltig ausgereizt, daß sie sogar den selben berüchtigten, sich auf einen Teil der männlichen Anatomie beziehenden Oneliner wie Geena Davis in "Tödliche Weihnachten" zwischen blutig geprügelten Lippen hervorpreßt.

Nach dem nicht sehr gehaltvollen Drehbuch von Danielle Alexander (wird in den Produktionsnotizen bezeichnenderweise als "die weibliche Version von Tom Clancy" beschrieben) und David Twohy wird die Marine-Offizierin Jordan O'Neil von einer auf ihre Wiederwahl erpichten US-Senatorin (formidabel: Anne Bancroft) als Testkandidatin auserkoren, beim höllenhaften Rekrutentraining der Elite-Einheit der Navy Seals teilzunehmen. Die nächsten, knapp 90 Minuten verbringt die bei ihren "Kameraden" (die vorwiegend mit Triathleten und Militärangehörigen besetzt wurden) auf eisige Ablehnung stoßende O'Neil unter dem sadistischen Master Chief (der charismatische Viggo Mortensen), um körperliche und emotionale Torturen über sich ergehen zu lassen. Dazu zählen, neben verbalem Mißbrauch, endlos im Regen joggen, durch Schlamm robben, in der eiskalten Brandung Liegestütze machen, aus Mülltonnen speisen etc. Eine Übung im Vietnam-inspirierten Gefangenenlager führt zur knallharten Konfrontation (wohl selten wurde eine Frau auf der Leinwand brutaler vermöbelt) zwischen O'Neil und ihrem Master Chief. Dazwischen wird ihr eine lesbische Affäre angedichtet, doch nach ihrer Rehabilitation kann O'Neil beim Einsatz in Libyen (der große Bruder "Top Gun" läßt grüßen) anonyme Araber abknallen, ihren Vorgesetzen das Leben retten und von einem Kameraden das ultimative Kompliment "Mit dir würde ich jederzeit in den Krieg ziehen" bekommen.

Der visuelle Ästhet Scott zeigte in der Vergangenheit mit "Thelma & Louise" und "Alien" (man denke an Sigourney Weavers Kick-Butt-Pionierin Ripley) eine ausgeprägte Affinität für starke Frauencharaktere. Deswegen muß von "G.I. Jane" kein flammendes Feminismus-Statement erwartet werden. Es wird darauf gepocht, daß die ihrer femininen Qualitäten entblößte Protagonistin (die mit einem schmalzigen Pretenders-Song unterlegte Haarscherungs-Szene spricht Bände) das Recht hat, wie ihre männlichen Gegenstücke im Kriegsfall aktiv am Geschehen mitzumischen. Auch wird die Senatorin genauso wenig vertrauenswürdig wie ihre männlichen Kollegen dargestellt. Sexuelle Untertöne wurden weitgehend vermieden. Moores leichtgeschürzten und inspirierenden Fitnessübungen (wieder Pretenders beschallt) sollen lediglich dazu dienen, ihre wohlgeformten Formen und Muskeln ins rechte Licht zu rücken. Die Titelheldin projiziert perfekt eisernen Willen, der an sture Verbohrtheit grenzt, so daß man ihr das Martyrium ohne weiteres abkauft. Ihre Motivationen (sie kann angeblich nur mit Kriegserfahrung Karriere machen) und ihr Privatleben bleiben eher dünn gestrickt, ebenso wie die anderen Charakterzeichnungen extrem eindimensional ausgefallen sind. Bei so viel verbissener Entschlossenheit und einem Schuß unverhohlener politischer Propaganda blieb der Humor weitgehend auf der Strecke - lediglich Moores todernst vorgetragenen Tough-Girl-Sprüche sollen für Auflockerung sorgen. Auf Platz 1 gestartet, bleibt abzuwarten, ob das Militärdrama so viel aggressives Stehvermögen wie "G.I. Jane" selbst zeigen wird. ara.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Buena Vista
O-Titel G.I. Jane
Alternativ-/Arbeitstitel Navy Cross / Undisclosed
Land / Jahr USA 1997
Kategorie Spielfilm
Genre Action / Drama
Produktionsfirmen Roger Birnbaum/Scott Free/Moving Pictures
Kinostart 26.02.1998
Laufzeit 125
FSK ab 16 Jahre
Bildformat Cinemascope
Einspielergebnis D € 3.820.338
Bes. (EDI) 648.080
Bes. (FFA) 663.448
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USA-Start 22.08.1997, bei Buena Vista
Boxoffice USA $ 48.154.732
nach oben Cast & Crew
Produzenten Roger Birnbaum, Demi Moore, Suzanne Todd, Ridley Scott
Koproduzenten Nigel Wooll
Ausf. Produzenten Danielle Alexandra, Julie Bergman Sender, Chris Zarpas
Regie Ridley Scott
Drehbuch David Twohy, Danielle Alexandra
Darsteller Demi Moore (Lt. Jordan O'Neil), Viggo Mortensen (Master Chief John Urgayle), Anne Bancroft (Sen. Lillian DeHaven), Jason Beghe (Royce), Scott Wilson (C.O. Salem), Lucinda Jenney (Blondell), Morris Chestnut (McCool), Josh Hopkins (Flea), James Caviezel (Slovnik), Angel David (Newberry), Boyd Kestner (Wickwire), Kevin Cage (Ausbilder Pyro), David Vadim (Cortez), Gregg Bello (Miller), John Michael Higgins (Stabs-Chef), Stephen Ramsey (Stamm), Daniel von Bargen (Theodore Hayes), David Warshofsky (Ausbilder Johns)
Kamera Hugh Johnson
Schnitt Pietro Scalia
Musik Trevor Jones
Produktionsdesign Arthur Max, Bill Hiney, Richard L. Johnson
Ton Keith A. Wester
Kostüme Marilyn Vance
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Die Akte Jane The Walt Disney Company (Germany) DVD, ab 16, 120 Min. Kauf
Die Akte Jane
Nicht lieferbar
Buena Vista Home Entertainment VHS, ab 16, 120 Min. Kauf
Die Akte Jane
Nicht lieferbar
Warner Home Entertainment Germany DVD, ab 16, 120 Min. Kauf
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Die Marine-Offizierin Jordan O'Neil wird als erste Frau dazu auserkoren, am ultra-harten Ausbildungsprogramm der berühmt-berüchtigten Navy Seals teilzunehmen. Neben dem unmenschlichen Training macht ihr besonders der sadistische Master Chief zu schaffen, der alles daran setzt, seine Untergebene auf psychischer Ebene zu brechen. Doch dank ihres eisernen Willens und stählerner Muskeln übersteht O'Neil sämtliche Torturen. Bei einem Kampfeinsatz in Libyen muß Jordan ihre neu erworbenen Fähigkeiten dann erproben...

Nach mäßig erfolgreichen Auftritten als Jurorin ("Nicht schuldig") oder Lap-Dancerin ("Striptease") zeigt sich Demi Moore hier wieder in schauspielerischer Höchstform. Großen Anteil daran hat Regisseur Ridley Scott, der nach "Alien" und "Thelma und Louise" erneut beweist, daß er mit starken Frauencharakteren umzugehen weiß. Dennoch ist "Die Akte Jane" keine bloße One-Woman-Show, sondern auch ein fulminantes Militärspektakel, das in seinen Drill-Szenen mit Stanley Kubricks "Full Metal Jacket" und wegen des furiosen Finales mit "Top Gun" durchaus vergleichbar ist.

Quelle: mediabiz.de

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Eine auf ihre Wiederwahl erpichte Senatorin wählt die Marine-Offizierin Jordan O'Neil aus, am höllischen Rekrutentraining der Eliteeinheit der Navy Seals teilzunehmen, doch bei ihren Kameraden stößt sie auf Ablehnung. Elegante Variante von "Ein Offizier und Gentleman", in dem Demi Moore ihren Mann stehen muß.

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