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Der Geschmack von Apfelkernen

Ebenso bewegendes wie humorvolles Familiendrama um mehrere Generationen von Frauen nach dem gleichnamigen Roman von Katharina Hagena.

Der Geschmack von Apfelkernen Großansicht
(Bild: Concorde)
Verleih Concorde
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland 2013
Regie Vivian Naefe
Darsteller Hannah Herzsprung, Florian Stetter, Marie Bäumer
Kinostart 26.09.2013
Einspielergebnis D € 1.024.048
Bes. (EDI) 142.535
Bes. (FFA) 159.944
Charthistory
Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Die 28jährige Iris weiß nicht, ob sie das Erbe ihrer Großmutter, das Haus der Familie, annehmen soll. Um sich Klarheit zu verschaffen, bleibt sie zunächst eine Woche, streift durch die mit Erinnerungen vollgestopften Zimmer und den verwunschenen Garten, wird mit der manchmal schmerzvollen Vergangenheit und verdrängten Traumata konfrontiert, durchlebt Stationen ihrer Kindheit und trifft einen alten Freund wieder. Am Ende ist sie bereit für einen Neuanfang.

Vivian Naefes bewegende Verfilmung von Katharina Hagenas Bestseller erzählt eine verzwickete Familiengeschichte über drei Generationen und Jahrzehnte hinweg, verwebt das Gestern und Heute zu einem einheitlichen Ganzen, das sich sukzessive wie ein Mosaik zusammensetzt und Einblick gibt in Befindlichkeiten der Protagonistinnen. Die prominent besetzte Chronik mit Hannah Herzsprung in der Hauptrolle überzeugt durch filigrane Narration und starke Emotionen.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Bewegende Verfilmung von Katharina Hagenas Familiensaga über das Schicksal dreier Generationen mit hochkarätiger Besetzung.

Es passiert Seltsames in dieser verzwickten Familiengeschichte über drei Generationen und Jahrzehnte hinweg: rote Johannisbeeren werden über Nacht weiß, ein Apfelbaum blüht zweimal in einem Jahr, aus Fingerspitzen sprühen Funken wie Sternschnuppen. Bereits der Roman begeisterte die Leser mit seinen magischen und tragischen Wendungen. Die aus weiblichen Blickwinkel erzählte Familiensaga, die nach Erscheinen 2008 monatelang auf den Bestsellerlisten stand und in über 22 Länder verkauft wurde, sollte fünf Jahre später auch ein junges wie älteres Kinopublikum ansprechen.

Schon der erste Blick auf Haus und Garten lässt ahnen, dass es gilt, etwas Verborgenes zu entdecken, Verdrängtes zu klären und Vergessenes wieder ins Gedächtnis zurückzurufen. Der Bogen erstreckt sich von den 1920er Jahren bis in die Gegenwart mit in sich verzahnten Zeitebenen, ein fein austariertes Spiel von Leid und Liebe, Leben und Tod, Sehnsucht und Sinnlichkeit.

Nach dem Tod der Großmutter Bertha eröffnet der Notar der 28jährigen Iris, dass sie das Haus der Familie in Norddeutschland auf dem platten Land erbt. Die Enkelin weiß nicht, ob sie das Erbe annehmen soll. Sie braucht Zeit für die Entscheidung und bleibt erst einmal eine Woche, streift durch die mit Erinnerungen vollgestopften Zimmer und den verwunschenen Garten, wird mit der manchmal schmerzvollen Vergangenheit und quälenden Traumata konfrontiert, durchlebt die Stationen ihrer Kindheit und trifft einen alten Bekannten wieder, den Bruder einer Freundin, den sie nur "Niete" nannten. Der heutige Anwalt verwaltet das großmütterliche Erbe und bald verbindet die beiden mehr als nur die Reminiszenz an eine ferne Zeit. Am Ende ist die junge Bibliothekarin bereit für einen Neuanfang ohne wenn und aber.

Vivian Naefe (inszenierte für Produzentin Uschi Reich schon "Die Wilden Hühner"-Trilogie) verwebt das Gestern und Heute in einem moderaten Erzählmodus zu einem einheitlichen Ganzen, das sich sukzessive wie ein Mosaik zusammensetzt und Einblick gibt in die Befindlichkeiten und Geheimnisse der Protagonistinnen - der ihrem Mann nicht immer treuen Großmutter, den drei Töchtern mit ihren unterschiedlichen Biografien, der sich am Tod der Cousine schuldig fühlenden Iris. Die prominent besetzte Chronik mit Hannah Herzsprung in der Hauptrolle überzeugt durch filigrane Narration und starke und gleichzeitig zurückgenommene Emotionen. Kameramann Martin Langers poetische Bildsprache unterstreicht die atmosphärische Dichte dieser Spurensuche, bei der man in manchen Momenten fast glaubt, die Äpfel riechen und schmecken zu können. mk.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Concorde
O-Titel Der Geschmack von Apfelkernen
Land / Jahr Deutschland 2013
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Bavaria Filmverleih- und Produktions GmbH
Förderung DFFF - Deutscher Filmförderfonds (EUR 742.482)
Produktionsförderung MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (EUR 750.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 400.000)
Verleihförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 120.000),
MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (EUR 80.000)
Drehort Schleswig-Holstein, Hamburg, Hessen
Drehzeit 08.05.2012 - 04.07.2012
Kinostart 26.09.2013
Laufzeit 121
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Wertvoll
Einspielergebnis D € 1.024.048
Bes. (EDI) 142.535
Bes. (FFA) 159.944
Charthistory
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.geschmackvonapfelkernen-derfilm.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Uschi Reich
Koproduzenten Dr. Wilfried Ackermann
Producer Bernd Krause
Regie Vivian Naefe
Drehbuch Rochus Hahn, Uschi Reich
Buchvorlage Katharina Hagena
Darsteller Hannah Herzsprung (Iris), Florian Stetter (Max), Marie Bäumer (Inga), Meret Becker (Harriet), Hildegard Schmahl (Bertha), Matthias Habich (Carsten Lexow), Friedrich Mücke (Peter Klaasen), Paula Beer (Rosmarie), Hans Kremer (Hinnerk), Oda Thormeyer (Christa), Anne Schramm (Bertha, jung), Zoe Moore
Kamera Martin Langer
Schnitt Barbara von Weitershausen
Musik Sebastian Pille
Produktionsdesign Thomas Freudenthal
Ton Jörg Krieger
Kostüme Gabriela Reumer
Maske Jeanette Latzelsberger
Produktionsleitung Jörg Kuhlmann
Casting An Dorthe Braker
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Der Geschmack von Apfelkernen EuroVideo Medien DVD, ab 12, 116 Min. Kauf
Der Geschmack von Apfelkernen EuroVideo Medien Blu-ray Disc, ab 12, 121 Min. Kauf
Der Geschmack von Apfelkernen EuroVideo Medien DVD, ab 12, 116 Min. Leih
Der Geschmack von Apfelkernen EuroVideo Medien Blu-ray Disc, ab 12, 121 Min. Leih
Enthalten in:
Ausgezeichnete Literaturverfilmungen (3 Discs)
EuroVideo Medien GmbH
DVD, ab 12, 323 Min.
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Sebastian Pille Der Geschmack von Apfelkernen
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Die 28-jährige Iris weiß nicht, ob sie das Erbe ihrer Großmutter, das Haus der Familie, annehmen soll. Um sich Klarheit zu verschaffen, bleibt sie zunächst eine Woche, streift durch die mit Erinnerungen vollgestopften Zimmer und den verwunschenen Garten, wird mit der manchmal schmerzvollen Vergangenheit und verdrängten Traumata konfrontiert, durchlebt Stationen ihrer Kindheit und trifft einen alten Freund wieder. Am Ende ist sie bereit für einen Neuanfang.

Vivian Naefes bewegende Verfilmung von Katharina Hagenas Bestseller erzählt eine verzwickte Familiengeschichte über drei Generationen und Jahrzehnte hinweg, verwebt das Gestern und Heute zu einem einheitlichen Ganzen, das sich sukzessive wie ein Mosaik zusammensetzt und Einblick gibt in Befindlichkeiten der Protagonistinnen. Die prominent besetzte Chronik mit Hannah Herzsprung in der Hauptrolle überzeugt durch filigrane Narration und starke Emotionen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Eine 28-Jährige muss entscheiden, ob sie das Haus der Familie erben will oder nicht. Prominent besetztes, ebenso bewegendes wie humorvolles Familiendrama um mehrere Generationen von Frauen nach dem Roman von Katharina Hagena.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: WertvollKurztext:

Als Kind hat sich Iris im Haus ihrer Großmutter auf dem Land sehr wohl gefühlt. Zusammen mit ihrer Cousine Rosmarie verbrachte sie dort die Ferien. Nun kehrt Iris in das Haus mit den großen Apfelbäumen zurück. Denn Großmutter Bertha ist gestorben und hat Iris das Haus hinterlassen. Und während die junge Frau durch das Haus und die mit ihm verknüpften und teilweise sehr schmerzvollen Erinnerungen streift, muss sie sich der schwierigen Entscheidung stellen, ob sie das Erbe ihrer Familie antreten kann. Drei Generationen starker Frauen - darum dreht sich der Film von Regisseurin Vivian Naefe, basierend auf dem gleichnamigen Erfolgsroman von Katharina Hagena. Immer wieder werden die Schicksale der Generationen miteinander verknüpft, Szenen von Heute gehen über in Erinnerungen an Schlüsselmomente der Vergangenheit und eröffnen so die verschiedenen Perspektiven der einzelnen Frauen, denen in hochkarätiger Besetzung Leben eingehaucht wird. Ob Marie Bäumer oder Meret Becker, Hannah Herzsprung oder eine umwerfend charismatische Paula Beer als Rosmarie - sie alle sind Teil eines starken Familienepos, das zudem noch über sinnliche und atmosphärisch stimmige Bilder verfügt. Fast schon magisch wirken einzelne Aufnahmen wie ein Johannisbeerbusch, dessen Früchte sich vor Trauer weiß verfärben. Eine mitreißende und berührende Familiengeschichte.

Gutachten:

Der Roman von Katharina Hagena über drei Frauen-Generationen zwischen den frühen vierziger Jahren und heute war ein großer Erfolg, da mit Humor, einem Hauch von Romantik und facettenreicher Charakterdarstellung von starken Frauen einer einzigen Familie in Zeiten des politischen und sozialen Wandels erzählt wurde. Und auch das für solche Stoffe obligatorische Familiengeheimnis wurde geschickt eingebaut. Die Konzentration der Verfilmung liegt auf der dritten Generation, auf den Freundinnen Rosmarie, Mira und Iris. In den Neunziger Jahren treffen sie in dem alten Haus in Norddeutschland, das Iris nach dem Tod ihrer Großmutter Bertha erbt, immer wieder zusammen und wachsen gemeinsam heran. Iris ist dabei die Außenseiterin, die mit Verwunderung und wachsender Befremdung erkennt, dass das Verhältnis zwischen ihrer Cousine Rosmarie und der Freundin Mira voller Rätsel und Abgründe ist. Jahre später muss die erwachsene Iris sich bestimmten Ereignissen des Sommers 1996 stellen, um eine eigene Zukunft haben zu können, die nicht mehr von den Schatten der Vergangenheit belastet ist. Der Titel des Films DER GESCHMACK VON APFELKERNEN basiert darauf, wie die zwei Schwestern der ersten Generation Äpfel aßen und darauf, dass die jungen Mädchen in den neunziger Jahren mit dem Spiel "Friß oder stirb" sich ihre Zeit auf makabre Art vertreiben, wobei der dargereichte Apfelkern das harmloseste war, was das jeweilige "Opfer" schlucken musste. Diese Geschichte voller Familiengeheimnisse und seltsamen Beziehungskonstellationen, die zu nichtehelichen Kindern und ungewollten Schwangerschaften, gebrochenen Herzen und schließlich sogar zum Tod führen, wird mit viel Gefühl für die schöne Landschaft und den emotionalen Irrungen und Wirrungen erzählt, ist aber gleichzeitig oft sehr kompliziert durch die nicht immer nach vollziehbaren Zeitsprünge und die Einführung immer neuer Figuren und Verwicklungen. Beachtlich sind die Darstellerinnen, die sich dieser Aufgabe, eine Familiensaga, die gut und gern 70 Jahre umspannt, mit Bravour zu meistern. Das aber reicht leider nicht für das höchste Prädikat, selbst wenn Bild und Kamera durchaus den Zauber von verlorenen Träumen und tragischen Erinnerungen überzeugend einfangen.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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