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Das Versprechen eines Lebens

Drama um einen australischen Vater, der nach der blutigen Schlacht von Gallipoli auf der Suche nach seinen vermissten Söhnen in die Türkei reist. Von und mit Russell Crowe.

Das Versprechen eines Lebens Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Australien, Türkei u.a. 2014
Regie Russell Crowe
Darsteller Russell Crowe, Olga Kurylenko, Jai Courtney
Kinostart 07.05.2015
Einspielergebnis D € 267.953
Bes. (EDI) 31.976
Bes. (FFA) 31.976
Charthistory
Boxoffice USA $ 4.154.417
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Filmtrailer Video

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Der Australier Joshua Connor ist ein ausgezeichneter Farmer, vergisst aber darüber manchmal, seinen drei Söhnen ein guter Vater zu sein. Als die jungen Männer als Freiwillige bei der Schlacht von Gallipoli 1915 als vermisst gemeldet werden und wohl alle gefallen sind, verzweifelt ihre Mutter und begeht vier Jahre später Selbstmord. Der Gatte bricht daraufhin nach Konstantinopel auf, um ihre sterblichen Überreste finden und nach Hause bringen. Im türkischen Major Hasan findet er dabei einen überraschenden Verbündeten.

Mit dem emotionalen, ehrenwerten historischen Drama gibt Russell Crowe sein Regiedebüt und übernimmt zudem die auf ihn zugeschnittene hemdsärmelige Hauptrolle. Einen etwas anderen "man on a mission"-Film hat der Australier - der Bildsprache Ridley Scotts verpflichtet - inszeniert, der (auch) dank der farbsatten Landschaftspanoramen von Kameramann Andrew Lesnie besticht. Etwas aufgesetzt wirkt die eingeflochtene Liebesgeschichte mit der vom fehlbesetzten Ex-Bond-Girl Olga Kurylenko gespielten türkischen Hotelbesitzerin.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

In seinem ehrbaren Regiedebüt spielt Russell Crowe einen Vater, der 1919 in die Türkei reist, um die nach der Schlacht von Gallipoli vermissten Söhnen zu suchen.

Wasser immer wieder Wasser. Als Wünschelrutengänger führt sich Russel Crowe in seinem Spielfilmdebüt "Das Versprechen eines Lebens" ein, das im Original entsprechend "The Water Diviner" heißt. Im Outback Australiens betreibt er mit seiner Familie eine Farm. Wasser ist überlebensnotwendig. Die Rute beginnt zu zittern, bald steht der muskelbepackte Crowe mit nacktem Oberkörper in einem übermannstiefen Loch, das er kraftvoll ausschaufelt. Ein letzter mächtiger Hieb noch, dann sprudelt die Quelle. Jubelnd reißt Joshua Connor die Arme hoch und versinkt im Nass.

Crowe weiß sich in Szene zu setzen, man sieht ihm gerne zu. Eindeutig orientiert er sich in der Bildsprache an den Filmen Ridley Scotts mit dem er mehrfach, unter anderem als "Gladiator", zusammengearbeitet hat. Wer nun aber ein Heldenepos erwartet, sieht sich getäuscht - eher das Gegenteil ist der Fall. Es geht um Völkerverständigung und Ausgleich im Nachhall der (nicht nur) für die australischen (Freiwilligen-)Truppen verheerenden Schlacht von Gallipoli, der schon Peter Weir, ein Landsmann Crowes, 1981 im Kino gedacht hat. Der bei Filmbeginn zu erwartende Sturmangriff, der aus türkischer Perspektive geschildert wird, findet nicht statt. Der Attacke läuft ins Leere, die alliierten Truppen, haben ihre Stellungen auf den Dardanellen nahe Çanakkale über Nacht geräumt. 1919, vier Jahre später, setzt die eigentliche Handlung ein. Mit hochgekrempelter Hose, Schuhe und Reisetasche in der Hand, steht Connor am einst umkämpften Strand. Hier sind wohl seine drei Söhne gefallen. Nach dem Selbstmord seiner Frau will er ihre sterblichen Überreste finden und nach Hause bringen.

Ehrenhaft und pazifistisch ist die Grundhaltung dieses Dramas, in dem es um den Wunsch nach inneren und äußeren Frieden geht. Einen etwas anderen "man on a mission"-Film hat Crowe nach einem Drehbuch von Andrew Knight und Andrew Anastasios in Szene gesetzt, der dank der wunderbar komponierten Bilder und farbsatten Landschaftspanoramen von "Herr der Ringe"-Kameramann Andrew Lesnie besticht. Während Connor mit seinem Anliegen bei den stocksteifen britischen Behörden auf taube Ohre stößt, findet er im türkischen Major Hasan (überzeugend: Yilmaz Erdogan), einen Verbündeten, der ihn nach anfänglichem Zögern bei seiner schwierigen Suche unterstützt. Bald kommt auch noch, romanisches Kerzenlicht-Dinner inklusive, in Person seiner formschönen Zimmerwirtin Ayshe (fehlbesetzt: Ex-Bond-Girl Olga Kurylenko) die Liebe ins Spiel, für deren quirligen kleinen Sohn wird Joshua zum Vaterersatz - ein arg schmalziger, eigentlich unnötiger Nebenstrang.

Ins Auge stechen schöne optische Einfälle, beispielsweise ein Überblendung von einem Windrad auf einen wirbelnden Sufi-Tänzer, nuanciert und durchaus achtbar, zwischen hemdsärmelig und besonnen, weiß Crowe seine Figur anzulegen, arg folkloristisch fallen die (Studio-)Szenen im Hotel in Konstantinopel aus, in denen sich Ayshe nicht den patriarchalischen Gepflogenheiten ihres Heimatlandes unterwerfen will. Insgesamt ein ehrenwerter, vielversprechender und ambitionierter Erstling, der ganz konsequent den "Verlorenen und Vergessenen" des Ersten Weltkriegs gewidmet ist. geh.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Universal
O-Titel The Water Diviner
Land / Jahr Australien/Türkei/USA 2014
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Kriegsfilm
Produktionsfirmen Fear of God Films/Hopscotch Features/RatPac Entertainment/Seven Group Holdings
Kinostart 07.05.2015
Laufzeit 112
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Wertvoll
Einspielergebnis D € 267.953
Bes. (EDI) 31.976
Bes. (FFA) 31.976
Charthistory
USA-Start 24.04.2015, bei Warner Bros.
Boxoffice USA $ 4.154.417
Filmtrailer Video
Web-Link http://thewaterdivinermovie.com.au https://www.facebook.com/Versprechen.DE?fref=photo
nach oben Cast & Crew
Produzenten Troy Lum, Andrew Mason, Keith Rodger
Ausf. Produzenten James Packer, Brett Ratner, Kerry Stokes, Tim Worner, Angus Ross, John Collee, Andrew Knight, Andrew Anastasios
Regie Russell Crowe
Drehbuch Andrew Knight, Andrew Anastasios
Darsteller Russell Crowe (Joshua Connor), Olga Kurylenko (Ayshe), Jai Courtney (Lt-Col Cyril Hughes), Yilmaz Erdogan (Major Hasan), Cem Yilmaz (Sergant Jemal), Ryan Corr (Arthur Connor), Ben O'Toole (Henry Connor), James Fraser (Edward Connor), Steve Bastoni (Omer), Dylan Georgiades (Orhan), Isabel Lucas (Natalia), Salih Kalyon (Dr. Ibrahim), Megan Gale (Fatma), Jacqueline McKenzie (Eliza), Damon Herriman (Father McIntyre), Daniel Wyllie (Capt. Brindley), Deniz Akdeniz (Imam at Sunnet)
Kamera Andrew Lesnie
Schnitt Matt Villa
Musik David Hirschfelder
Produktionsdesign Chris Kennedy
Kostüme Tess Schofield
Line Producer Barbara Gibbs
Casting Nikki Barrett, Pinar Celik
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Das Versprechen eines Lebens Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 108 Min. Kauf
Das Versprechen eines Lebens Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 112 Min. Kauf
Das Versprechen eines Lebens Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 108 Min. Leih
Das Versprechen eines Lebens Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 112 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Der Australier Joshua Connor ist ein ausgezeichneter Farmer, vergisst aber darüber manchmal, seinen drei Söhnen ein guter Vater zu sein. Als die jungen Männer als Freiwillige bei der Schlacht von Gallipoli 1915 als vermisst gemeldet werden und wohl alle gefallen sind, verzweifelt ihre Mutter und begeht vier Jahre später Selbstmord. Der Gatte bricht daraufhin nach Konstantinopel auf, um ihre sterblichen Überreste finden und nach Hause bringen. Im türkischen Major Hasan findet er dabei einen überraschenden Verbündeten.

Mit dem emotionalen, ehrenwerten historischen Drama gibt Russell Crowe sein Regiedebüt und übernimmt zudem die auf ihn zugeschnittene hemdsärmelige Hauptrolle. Einen etwas anderen Man-on-a-Mission-Film hat der Australier - der Bildsprache Ridley Scotts verpflichtet - inszeniert, der (auch) dank der farbsatten Landschaftspanoramen von Kameramann Andrew Lesnie besticht. Etwas aufgesetzt wirkt die eingeflochtene Liebesgeschichte mit der vom fehlbesetzten Ex-Bond-Girl Olga Kurylenko gespielten türkischen Hotelbesitzerin.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Ein australischer Vater sucht nach der blutigen Schlacht von Gallipoli seine vermissten Söhnen in der Türkei. Epos über die traumatisierende Schlacht von Gallipoli, mit dem Russell Crowe sein Debüt als Filmregisseur gibt.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: WertvollKurztext:

"Du kannst Wasser finden, aber nicht deine eigenen Kinder" - das ist es, was Joshua Conners Frau ihm vorwirft. Ihre Söhne kämpften 1915 auf britischer Seite in der Schlacht von Gallipoli in der Türkei. Alle drei gelten als gefallen. Die Trauer treibt die Mutter vier Jahre später in den Selbstmord. Connor verspricht an ihrem Grab, die Söhne zu finden und nach Hause zurückzubringen. Er gibt alles auf, verlässt seine Heimat und begibt sich auf die Suche. Doch in der Türkei angekommen, muss Connor feststellen, dass das Ende des Krieges nicht auch das Ende aller Konflikte bedeutet. Und immer stärker beginnt er zu glauben, dass seine Söhne vielleicht sogar überlebt haben könnten. 100 Jahre nach der grausamen Schlacht von Gallipoli inszeniert Russel Crowe diese, auf einer wahren Begebenheit beruhenden, Geschichte und überzeugt dabei selbst in der Hauptrolle. Gefühlvoll sind die romantischen Szenen zwischen Connor und der jungen türkischen Witwe Ayshe, ergreifend auch die Momente, die einen Blick auf die Schrecken des Krieges werfen und die Ausweglosigkeit der Soldaten zeigen. Insbesondere die Szenen des Stellungskrieges gehen dem Zuschauer wahrhaft unter die Haut. Doch Crowe lässt auch Platz für actionreiche Momente, für Verfolgungsjagden, Schießduelle. Zudem glänzt der Film durch fantastische Landschaftsaufnahmen und einem großartigen musikalischen Score. Indem der Film als eine Arbeit Parabel funktioniert, verweist Russel Crowe auf die Sinnlosigkeit aller Kriege. Auch entsteht durch die Mehrsprachigkeit des Films eine besondere Authentizität. DAS VERSPRECHEN EINES LEBENS ist überzeugendes Genrekino, das bewegt und an einen wichtigen Moment der Geschichte erinnert.

Gutachten:

Man schreibt das Jahr 1915. Bei der blutigen Schlacht um Gallipoli zwischen England und der Türkei verlieren einige Hunderttausend Soldaten auf beiden Seiten ihr Leben, darunter auch zehntausende von Australiern, die für das britische Empire in den Krieg ziehen. Der australische Farmer Connor konnte nicht verhindern, dass auch seine drei Söhne sich dem Kampf anschließen. Als die Nachricht von ihrem vermutlichen Tod eintrifft, gibt ihm Connors Frau die Schuld an dem entsetzlichen Verlust. Ihr Schmerz treibt sie schließlich vier Jahre später in den Freitod und Connor schwört an ihrem Grab, dass er die Söhne nach Australien zurückbringen wird. So macht sich der Farmer auf in die Türkei, um sein Versprechen einzulösen.
Mit seinem Spielfilmdebüt und sich selbst in der Rolle des Connor inszenierte Russell Crowe
ein bildgewaltiges Drama um eine fast hoffnungslose Suche.

Das ist großartiges Genrekino, welches zwischen emotionalem Drama, Kriegsszenen und auch reinen Actionszenen schwankt. Das mag man dann dem Film auch vorhalten, dass er sich nicht klar definiert. Eindrucksvolle, ja unter die Haut gehende Szenen aus dem Stellungskrieg dienen dem historischen Verständnis und vor allem der Verdeutlichung der Sinnlosigkeit aller Kriege. Der Angriff griechischer Soldaten auf einen mit türkischen Milizen bestückten Eisenbahnzug wirkt mit seiner den amerikanischen Western ähnlichen Action dann jedoch in den Augen der Jury eher wie ein Fremdkörper.
Die Besetzung des Films mit Russel Crowe und Olga Kurylenko ist prominent und vorzüglich, dasselbe gilt für ihr Spiel und den restlichen Cast. Bei Russell Crowe vermisst die Jury jedoch trotz all dem Leid ein wenig mehr Emotion.
Kamera, musikalische Begleitung, Szenenbild, Ausstattung und Montage verdienen dagegen ein besonderes Lob, wie auch die Zweisprachigkeit in den Dialogen, welche dem Geschehen mehr Authentizität verleiht.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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