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Buena Vista International (Germany)

Programm

Firma erloschen

Das Leben der Anderen

Ein menschliches Drama mit politischem Hintergrund aus jüngster Deutscher Geschichte: Bewegend und brisant.

Das Leben der Anderen Großansicht
(Bild: Buena Vista)
Verleih Buena Vista
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland 2005
Regie Florian Henckel von Donnersmarck
Darsteller Martina Gedeck, Ulrich Mühe, Sebastian Koch
Kinostart 23.03.2006
Einspielergebnis D € 14.073.234
Bes. (EDI) 2.170.645
Bes. (FFA) 2.369.375
Charthistory
Boxoffice USA $ 11.174.539
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Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 29.09.2008 (arte)

nach oben Inhalt & Info

1984 steht vor allem die Künstlerszene unter Beobachtung der Stasi. Ein ganz scharfer Hund ist Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler. Als er auf den Theater-Regisseur Georg Dreyman angesetzt wird, dessen schöne Lebensgefährtin beim Kulturminister Hormonalarm auslöst, scheint das einer dieser üblichen Jobs zu sein - Wohnung verwanzen, Nachbarn einschüchtern, observieren. Doch das übliche Spiel entgleitet dem sonst so gefühlsmäßig imprägnierten Mann.

Ein bewegendes und brisantes, menschliches Drama mit politischem Hintergrund aus jüngster deutscher Geschichte erzählt Florian Henckel von Donnersmarck in seinem sauber recherchierten Langfilmdebüt. Ausstattung, Visualität und Stilisierung sind vom Besten und lassen doch dem hervorragenden Ensemble den Vortritt.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Ein menschliches Drama mit politischem Hintergrund aus jüngster Deutscher Geschichte: Bewegend und brisant.

Nicht kuschelige DDR-Wärme, sondern harte DDR-Realität steht im Mittelpunkt dieses Dramas um Macht und Ohnmacht des Individuums im totalitären Staat. 1984, fünf Jahre vor seinem Ende, steht vor allem die Künstlerszene und ihr lebenslustiges Völkchen in Ost-Berlin unter Beobachtung der Stasi. Ein ganz scharfer Hund ist Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler, der bei Verhören kein Druckmittel auslässt und sogar an der Stasi-Hochschule als unmenschlich verschrien ist. Als er auf den Theater-Regisseur Georg Dreyman angesetzt wird, dessen schöne Lebensgefährtin und Schauspielerin beim Kulturminister Hormonalarm auslöst, scheint das einer dieser üblichen Jobs zu sein - Wohnung verwanzen, Nachbarn einschüchtern, observieren, einen dunklen Punkt finden. Doch das übliche Spiel entgleitet dem sonst so gefühlsmäßig imprägnierten unscheinbaren Mann. Die fremde Welt der Kunst und Literatur, freies Denken und Reden, Liebe und Leidenschaft fasziniert ihn, immer mehr dringt er in "Das Leben der Anderen" ein, schreibt nach Lustschreien akribisch ins Protokoll "vermutlich Geschlechtsverkehr". Irgendwann macht der sonst so trockene Technokrat nicht mehr mit, schützt die ahnungslosen Opfer, die er zu "Staatsfeinden" stempeln sollte - lässt sogar Beweisstücke wie eine Schreibmaschine, auf der Dreyman einen Artikel über die Selbstmordrate in der DDR für den SPIEGEL geschrieben hat, verschwinden. Florian Henckel von Donnersmarcks sauber recherchierter Blick in Grenzbereiche der Seele verzichtet auf sacharinsüße Ostalgie mit falschen Tönen, trifft immer den richtigen Ton. Er entlarvt die Mechanismen eines monströsen Überwachungssystems mit der Zerstörung jeglicher Individualität, demaskiert die Verantwortlichen, die im Dunstkreis von Ideologie ihre persönlichen Ziele verfolgen, zeichnet Brüche in den Biografien, seismografische Erschütterungen im Räderwerk der Macht. Der Film wirft Fragen auf, die weit über die sozialistische Ideologie hinausgehen, übertragbar sind auf jede Form des Fundamentalismus, sei es in Religion oder Politik. Ausstattung, Visualität, Stilisierung, Ensemble - besser geht's nicht. Mir Martina Gedeck als psychisch zerbrechliches Objekt der Begierde, Sebastian Koch als visionärer Theatermann, Ulrich Tukur als widerlicher Karrierist. Wenn "Observateur" Ulrich Mühe, eingezwängt im engen Wams, ohne große Gesten oder Worte seinem Selbstzweifel Ausdruck verleiht und sukzessive seine eiskalte Präzision verliert, ist das größte und subtile Schauspielkunst. mk.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Szene

 
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Verleih Buena Vista
O-Titel Das Leben der Anderen
Land / Jahr Deutschland 2005
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Wiedemann & Berg Film GmbH & Co. KG
Koproduktionsfirmen Creado Film
Senderbeteiligung Bayerischer Rundfunk (BR), ARTE G.E.I.E.
Förderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 300.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 400.000)
Drehbuchförderung FFA - Filmförderungsanstalt (DM 50.000)
Verleihförderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 150.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 125.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 60.000),
German Films Service + Marketing,
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 25.000)
Drehort Berlin und Umgebung
Drehzeit 28.10.2004 - 21.12.2004
Kinostart 23.03.2006
Laufzeit 137
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Bildformat 35 mm
Einspielergebnis D € 14.073.234
Bes. (EDI) 2.170.645
Bes. (FFA) 2.369.375
Charthistory
USA-Start 09.02.2007, bei Sony Classics
Boxoffice USA $ 11.174.539
Postproduktion CinePostproduction
Weltvertrieb Beta Cinema
Filmtrailer Video
nach oben Cast & Crew
Produzenten Quirin Berg, Max Wiedemann
Koproduzenten Dirk Hamm
Redaktion Hubert von Spreti, Dr. Claudia Gladziejewski, Monika Lobkowicz
Regie Florian Henckel von Donnersmarck
Drehbuch Florian Henckel von Donnersmarck
Darsteller Martina Gedeck (Christa-Maria Sieland), Ulrich Mühe (Hauptmann Gerd Wiesler), Sebastian Koch (Georg Dreyman), Ulrich Tukur (Oberstleutnant Anton Grubitz), Thomas Thieme (Minister Bruno Hempf), Hans-Uwe Bauer (Paul Hauser), Volkmar Kleinert (Albert Jerska), Matthias Brenner (Karl Wallner), Bastian Trost (Häftling 227), Charly Hübner (Udo), Herbert Knaup (Gregor Hessenstein), Marie Gruber (Frau Meineke), Hinnerk Schönemann (Unterleutnant Axel Stigler), Thomas Arnold (Nowack)
Kamera Hagen Bogdanski
Schnitt Patricia Rommel
Musik Gabriel Yared
Produktionsdesign Silke Buhr
Ton Arno Wilms
Kostüme Gabriele Binder
Maske Annett Schulze
Produktionsleitung Tom Sternitzke
Casting Simone Bär

Hier sehen Sie mediabiz community-Mitglieder, die an diesem Titel mitgewirkt haben.
Mit nur einem Klick können Sie persönlich mit ihnen in Kontakt treten.

Produktion Christine Haupt (Produktionskoordination )
Stunts Alister Mazzotti (Stunt Coordinator)
sonstige … Uwe Sperlich (DVD-Vermarktung: Marketingkampagne)
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
24. Filmfest München   2006, München, 15.07.2006 - 22.07.2006 Bernhard Wicki-Friedenspreis des Deutschen Films Florian Henckel von Donnersmarck
24. Filmfest München   2006, München, 15.07.2006 - 22.07.2006 Bernhard Wicki-Friedenspreis des Deutschen Films Ulrich Mühe
33. César-Verleihung
César-Verleihung Großansicht
2008, Paris, 22.02.2008 Bester ausländischer Film  
61. British Academy Film Award   2008, London, 10.02.2008 Bester nicht-englischsprachiger Film  
79. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
2006, Los Angeles, 25.02.2007 Bester fremdsprachiger Film  
19. Europäischer Filmpreis
Europäischer Filmpreis Großansicht
2006, Warschau, 02.12.2006 Europäischer Drehbuchpreis 2006 Florian Henckel von Donnersmarck
19. Europäischer Filmpreis
Europäischer Filmpreis Großansicht
2006, Warschau, 02.12.2006 Europäischer Film 2006  
19. Europäischer Filmpreis
Europäischer Filmpreis Großansicht
2006, Warschau, 02.12.2006 Europäischer Schauspieler 2006 Ulrich Mühe
Gilde-Filmpreis   2006, Leipzig, 14.09.2006 Gold (Kategorie: Deutscher Film)  
56. Deutscher Filmpreis
Deutscher Filmpreis Großansicht
2006, Berlin, 12.05.2006 Beste Kamera Hagen Bogdanski
56. Deutscher Filmpreis
Deutscher Filmpreis Großansicht
2006, Berlin, 12.05.2006 Beste Regie Florian Henckel von Donnersmarck
56. Deutscher Filmpreis
Deutscher Filmpreis Großansicht
2006, Berlin, 12.05.2006 Bester Hauptdarsteller Ulrich Mühe
56. Deutscher Filmpreis
Deutscher Filmpreis Großansicht
2006, Berlin, 12.05.2006 Bester Nebendarsteller Ulrich Tukur
56. Deutscher Filmpreis
Deutscher Filmpreis Großansicht
2006, Berlin, 12.05.2006 Bestes Drehbuch Florian Henckel von Donnersmarck
56. Deutscher Filmpreis
Deutscher Filmpreis Großansicht
2006, Berlin, 12.05.2006 Bestes Szenenbild Silke Buhr
56. Deutscher Filmpreis
Deutscher Filmpreis Großansicht
2006, Berlin, 12.05.2006 Filmpreis in Gold, Bester Spielfilm Max Wiedemann
56. Deutscher Filmpreis
Deutscher Filmpreis Großansicht
2006, Berlin, 12.05.2006 Filmpreis in Gold, Bester Spielfilm Quirin Berg
27. Bayerischer Filmpreis
Bayerischer Filmpreis Großansicht
2005, München, 13.01.2006 Bester Hauptdarsteller Ulrich Mühe
27. Bayerischer Filmpreis
Bayerischer Filmpreis Großansicht
2005, München, 13.01.2006 Drehbuchpreis Florian Henckel von Donnersmarck
27. Bayerischer Filmpreis
Bayerischer Filmpreis Großansicht
2005, München, 13.01.2006 Nachwuchsregiepreis Florian Henckel von Donnersmarck
27. Bayerischer Filmpreis
Bayerischer Filmpreis Großansicht
2005, München, 13.01.2006 VGF-Nachwuchsproduzentenpreis  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Das Leben der Anderen The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 12, 137 Min. Kauf
Das Leben der Anderen - Die komplette Akte (Limited Edition, 2 DVDs + Audio-CD)
Nicht lieferbar
The Walt Disney Company (Germany) DVD, ab 12, 132 Min. Kauf
Das Leben der Anderen The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 12, 137 Min. Leih
Das Leben der Anderen The Walt Disney Company (Germany) DVD, ab 12, 132 Min. Kauf
Das Leben der Anderen The Walt Disney Company (Germany) DVD, ab 12, 132 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Das Leben der Anderen Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Der Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler bekommt den Auftrag, den Theaterregisseur Georg Dreyman zu überwachen. Wiesler gilt als harter Hund und macht seinem Ruf zunächst auch alle Ehre: Die Wohnung von Dreyman und dessen Lebensgefährtin, der Schauspielerin Christa-Maria Sieland, wird mit bürokratischer Akribie verwanzt und rund um die Uhr abgehört. Doch je näher Wiesler dabei der Welt der Literatur und Kunst und der Lebensfülle der "Staatsfeinde" kommt, desto zweifelhafter erscheint ihm sein Auftrag.

Florian Henckel von Donnersmarcks Erzählung aus den letzten Jahren der DDR wurde beim Deutschen Filmpreis mit Auszeichnungen überhäuft. In bewusst blassen, farblosen Bildern macht Donnersmarck die Unmenschlichkeit eines Überwachungsregimes deutlich und profitiert darüber hinaus von famosen Darstellerleistungen, allen voran Ulrich Mühe als Stasi-Mann Wiesler und Sebastian Koch und Martina Gedeck als Opfer von dessen staatlich legitimierter Schnüffelei. Nicht nur für Fans des deutschen Films ein absolutes Muss.

Quelle: mediabiz.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollFlorian Henckel von Donnersmarck ist mit seinem Spielfilmdebüt ein äußerst bemerkenswertes Zeitbild gelungen, in seiner Originalität und Komplexität durchaus ein Unikat. Solch ein Debüt verzeichnet der deutsche Film nicht alle Jahre. Die stimmige dramaturgische Balance, der Nuancenreichtum, die Sicherheit und Sensibilität der Inszenierung sowie die Darstellerleistungen sind von herausragender Qualität. Obwohl nur mit verhältnismäßig kleinem Budget entstanden, hat diese Aufarbeitung jüngster deutscher Geschichte eine Vielschichtigkeit und Universalität, die sie für das Weltkino von Interesse macht.

"Das Leben der Anderen" spielt in Ostberlin, setzt ein 1984. Es ist die Geschichte eines sogenannten operativen Vorgangs der Staatssicherheit gegen einen prominenten Autor. Das Prozedere einer Überwachung wird der Ausgangspunkt einer vielschichtigen Erzählung über menschliche Perversion und Würde, über Liebe, Vertrauen und Verrat, über Anpassung und Utopie. Zum Leitmotiv wurde dem Regisseur für sein Drehbuch das bekannte Lenin-Zitat, wenn er weiter die "Apassionata" von Beethoven höre, könne er die Revolution nicht vollenden. Florian Henckel von Donnersmarck stellt die Frage: "Wie verhält man sich als Eingesperrter, von Lüge Ummauerter, zur Wahrheit und Freiheit?"

Der mit dem Abhören beauftragte Hauptmann der Staatssicherheit wandelt sich vom linientreuen "Schild und Schwert der Partei" zum Zauberer und Zweifelnden. Beim Eindringen ins intime Leben der Anderen verändert er sich zusehends selbst, durchläuft Facetten einer Katharsis, die ihn schließlich zu einer alternativen Entscheidung führen.

Das ungewöhnliche Sujet ist atmosphärisch dicht und stimmig, ohne jegliche Plakativität realisiert. Für den konsequenten Stilwillen des Regisseurs, eine fast dokumentarisch präzise Rekonstruktion der Endzeit der DDR zu geben, zeugt auch die starke Verwendung von Originalschauplätzen.

Die Authentizität des historischen Vorgangs weitet sich zur ästhetisch subtilen Parabel. Die überzeugende Schauspielerwahl und Darstellerleistung - von Ulrich Mühe, Martina Gedeck, Sebastian Koch bis Ulrich Tukur - schafft ein weiteres Moment der Faszination und Authentizität. Alleine mit Augen und Körperhaltung erzählt Ulrich Mühe von einem Deutschland, das noch nicht lange der Vergangenheit angehört. Der Film schließlich findet - beinahe ganz ohne Worte - eine bewegende Schlusssequenz, die eindringlich und wunderschön den unausgesprochenen Untertitel des Films transportiert: "Die Sonate vom guten Menschen."

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Sender Datum Zeit Quote Marktanteil
ARD 03.10.2008 20:15 4.58 Mio. 15,4%
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