Cyrano

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(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA, Großbritannien 2021
Regie Joe Wright
Darsteller Peter Dinklage, Kelvin Harrison Jr., Haley Bennett
Kinostart 03.03.2022
Einspielergebnis D € 114.695
Bes. (EDI) 15.740
Bes. (FFA) 15.840
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Boxoffice USA $ 3.863.519
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Verleih Universal
O-Titel Cyrano
Land / Jahr USA/Großbritannien 2021
Kategorie Spielfilm
Genre Musical / Kostümfilm
Kinostart 03.03.2022
Laufzeit 124
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 114.695
Bes. (EDI) 15.740
Bes. (FFA) 15.840
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USA-Start 25.02.2022, bei UA
Boxoffice USA $ 3.863.519
Web-Link https://www.upig.de/micro/cyrano
nach oben Cast & Crew
Regie Joe Wright
Darsteller Peter Dinklage, Kelvin Harrison Jr., Haley Bennett
nach oben Pressetext

Frankreich, Ende des 17. Jahrhunderts: Der Offizier Cyrano de Bergerac (Peter Dinklage) ist nicht nur seiner Zeit voraus, er ist auch begabt - mit der Schreibfeder ebenso wie mit dem Degen. Doch aufgrund seiner äußeren Erscheinung ist er überzeugt, dass seine enge Freundin, die schöne Roxanne (Haley Bennett), seine Liebe niemals erwidern wird, und bringt es nicht übers Herz, ihr seine Gefühle zu gestehen. Eines Tages vertraut sie ihm an, dass sie sich in den gutaussehenden Kadetten Christian (Kelvin Harrison Jr.) verliebt hat. Fortan hilft Cyrano ihm, Roxanne zu umwerben, indem er in Christians Namen Briefe an sie schreibt - und so seinen eigenen Emotionen Ausdruck verleiht.

Mit dem kunstvollen Musical CYRANO kehrt der preisgekrönte Regisseur Joe Wright (Stolz & Vorurteil, Abbitte, Anna Karenina) zu seinen Wurzeln zurück und inszeniert die die so elegante wie opulente Verfilmung einer der größten Liebesgeschichten der Weltliteratur.

Auf der filmischen Bühne steht dabei eine hochkarätige Besetzung mit dem Golden-Globe- und Emmy-prämierten Kultstar Peter Dinklage (Game of Thrones, Three Billboards Outside Ebbing, Missouri), Ausnahmetalent Haley Bennett (The Devil All The Time), dem Golden-Globe-nominierten Ben Mendelsohn (Robin Hood, Die dunkelste Stunde), dem BAFTA-nominierten Kelvin Harrison Jr. (L.A. Love Songs - Der Sound meines Lebens) sowie dem Emmy-nominierten Bashir Salahuddin (Marriage Story).

Autorin Erica Schmidt verfasste das Drehbuch für CYRANO nach dem klassischen Versdrama von Edmond Rostand auf Basis ihres eigenen Theaterstücks, in dem sowohl Peter Dinklage als auch Haley Bennett bereits die Hauptrollen gespielt haben. Für die Produktion von CYRANO zeichnen mit dem Duo Tim Bevan & Eric Fellner (Les Misérables, Tatsächlich ... Liebe) zwei der weltweit erfolgreichsten britischen Filmemacher verantwortlich.

Quelle: upig.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollFBW-Pressetext:

Cyrano de Bergerac ist gewitzt, mutig, ein gefeierter Kriegsheld. Doch der eloquente Redner, der auf alles eine Antwort weiß, leidet Höllenqualen unter der unerfüllten Liebe zur schönen Roxanne, der er sich durch sein Äußeres nicht ebenbürtig fühlt. Als der ebenfalls in Roxanne verliebte Christian seine Hilfe erbittet, entschließt sich Cyrano, dem unbeholfenen jungen Mann seine Worte zu leihen, um so Roxannes Herz zu gewinnen. Joe Wrights Neuverfilmung des legendären Stoffes ist als opulentes Kostümdrama und Musical ein überwältigendes Erlebnis für alle Sinne.

In seiner Neuverfilmung verbindet Regisseur Joe Wright den Text des ursprünglichen Versdramas aus dem Jahr 1897 mit den Melodien der Musical-Adaption aus dem Jahr 2017. Und es ist genau diese Verbindung des traditionellen Textes und der mitreißenden Musik, die auf der Leinwand etwas Einzigartiges erschafft. Das Casting des Films ist ein vorbildliches Beispiel für ganz selbstverständliche Diversität. Die Hautfarben der Protagonist*innen spielen keine Rolle und die Inszenierung von Peter Dinklage als kleinwüchsigem Helden zeigt ihn als ganz Großen seines Fachs und offenbart die Bandbreite seines Charismas und darstellerischen Könnens. Die Ausstattung des Films ist opulent und der dargestellten historischen Zeit und Gesellschaft in Prunk und Exaltiertheit angemessen - fast wirkt es, als würden Licht und Farbe in Kostüm und Maske auf der Leinwand explodieren. Angelehnt an die barocke Kunst der Zeit wirken viele Einstellungen wie Gemälde, in denen man sich verlieren kann. In krassen Gegensatz dazu stellt Wright die farbentsättigten Bilder des Krieges, die zeigen, dass die aussichtslose Liebesgeschichte zwischen Cyrano und Roxanne nicht in einer Märchen- sondern in einer sehr realen Welt spielt. Das Ensemble ist spielfreudig und harmoniert in Darstellung, Gesang und Bewegung, die Choreographien sind verspielt und auf den Punkt inszeniert und die Kamera ist so dynamisch, dass sie das permanent um die Figuren zu tanzen scheint. CYRANO ist ein rauschendes Fest, das auf der Kinoleinwand seinen anmutigen Zauber entfacht.

FBW-Jury-Begründung:

Der Titelheld von Edmond Rostands Versdrama "Cyrano de Bergerac" hat eine sehr große Nase. Und dies ist in den vielen bisherigen Filmadaptionen der Geschichte auch so geblieben. Nun ist aber in Zeiten von Schönheitsoperationen solch eine Verunstaltung des Gesichts kein tragikomischer Makel mehr, sondern ein lösbares kosmetische Problem. Es fehlt heute also an der nötigen Fallhöhe, und deshalb ist es eine inspirierte Idee, aus dem großen französischen Krieger und Poeten einen Kleinwüchsigen zu machen. Und Peter Dinklage ist hier, wie schon in der Bühneninszenierung von Erica Schmidt, die ideale Besetzung für diese Rolle. Regisseur Joe Wright war so klug, neben Dinklage und Schmid als Drehbuchautorin auch Haley Bennett in der Rolle der Roxanne aus der Bühnenfassung in die Kinoproduktion zu übernehmen. So kann er aus den Erfahrungen dieser drei Künstler*innen profitieren und hat sich dennoch Freiräume geschaffen, um seine eigene Fantasie ins Kraut schießen zu lassen. Er beginnt den Film mit einer ausufernden Bilderorgie des Barock, in der die grotesk geschminkten fratzenhaften Gesichter und die absurden Perücken der vielen Nebendarsteller*innen an die Filme von Fellini und Kubricks BARRY LYNDON erinnern. Nicht nur die Vorstellung im Theater, sondern alles ist hier eine große, extrem artifizielle Performance, und so scheint es fast schon natürlich, dass plötzlich gesungen und getanzt wird. Dabei sind die Musiknummern keine Showstopper in dem Sinne, dass durch sie, wie in vielen anderen Musicals, die Handlung aufgehalten wird. Stattdessen dienen die Lieder hier immer auch der Dramaturgie. Und so gelingt es Wright, den Film erstaunlich organisch fließen zu lassen. Die romantische Geschichte von der anmutigen Frau, die die innere Schönheit mit der äußeren verwechselt und so den falschen Mann heiratet, wird sehr berührend erzählt, und einer der Höhepunkte ist die Balkonszene, bei der Rostand Shakespeares Motiv nicht nur adaptiert, sondern sogar erweitert hat. Wright gelingt es, den Witz, die Tragik und die Lebensfreude dieser Szene zum Schillern zu bringen. Bei den Kriegsszenen traut er sich dann, mit einer ganz anderen Palette zu arbeiten. Von den bunten Farben und dem sommerlichen Licht des Barock wird hier zu düsteren, grauen Bildern gewechselt, und dieser Kontrast lässt die Schrecken des Krieges erstaunlich intensiv spürbar werden. Auch die Musik wechselt hier in ganz andere Stimmungen. Und so wird das Lied, in dem Soldaten vor der Schlacht Zeilen aus ihren vielleicht letzten Briefen an jene, die sie lieben, vorlesen, ein sowohl emotionaler wie auch musikalischer Höhepunkt des Musicals. Übertroffen wird das alles dann aber durch das Duett von Cyrano und Roxanne, die durch die geschickte Kameraführung zuletzt gleichgroß erscheinen und dieses eine letzte Mal einander ihre Liebe eingestehen können. Hier zeigt sich ganz besonders, wie gut die beiden sich diese Rollen zu Eigen gemacht haben, und wie perfekt es ihnen gelingt, so lebendig und intensiv zu agieren und gleichzeitig zu singen. Gelobt werden müssen auch die einfühlsame Synchronisation und die Entscheidung der deutschen Verleiher, die Songs nicht einzudeutschen, sondern im Original mit gut übersetzten Untertiteln zu präsentieren. In CYRANO werden das Leben, die Liebe und die Poesie gefeiert. Solche Filme braucht das Kino genau jetzt.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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