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Coco - Lebendiger als das Leben!

Animationsabenteuer um einen jungen Musikus in Mexiko vor dem Hintergrund des Tag der Toten.

Coco - Lebendiger als das Leben! Großansicht
(Bild: Walt Disney)
Verleih Walt Disney
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2017
Regie Lee Unkrich,
Adrian Molina
Kinostart 30.11.2017
Einspielergebnis D € 10.188.468
Bes. (EDI) 1.345.766
Bes. (FFA) 1.364.537
Charthistory
Boxoffice USA $ 209.718.774
Charthistory
Filmtrailer Video

nach oben Ausführliche Besprechung

CG-Event um einen jungen Musikus in Mexiko, der am Tag der Toten ein Abenteuer im Jenseits erlebt.

"Cars 3" war für den Aktienkurs, "Coco" ist wieder fürs Herz: Nachdem Pixar sich für seine schönsten Filme bereits in die Lüfte erhoben und Ausflüge in ferne Galaxien und ins Innere des menschlichen Verstandes unternommen hat, verlässt die 19. abendfüllende Produktion des erfolgreichsten Produktionshauses der Kinogeschichte nunmehr das Diesseits und erkundet die Welt der Toten. Dort erlebt ein mexikanischer Junge namens Miguel ein Abenteuer, in dem der Umgang mit der Endlichkeit des menschlichen Daseins allgegenwärtig ist, dadurch das Leben und was es lebenswert macht aber umso mehr gefeiert wird - ein Film wider das Vergessen. Lee Unkrich, als Regisseur zuletzt vor sieben Jahren mit "Toy Story 3" erfolgreich, und Koregisseur Adrian Molina gelingt ein erzählerischer Triumph mit einer nahezu perfekt konstruierten Geschichte, aber auch auf künstlerischer Ebene wird die Latte wieder etwas höher gelegt mit dieser regelrechten Explosion aus Farben und Licht, wie man sie vorher wohl noch nie gesehen hat. Auch wenn ungewöhnlich viel Exposition bewältigt werden muss, wird man mitgerissen vom bloßen Einfallsreichtum und der Detailliebe der Erzählung und ihrer Umsetzung. Miguel wächst in einer Familie auf, in der alle Generationen unter einem Dach vereint sind: Sogar seine greise Urgroßmutter Coco ist noch unter ihnen, sie ist das einzige verbliebene Bindeglied zu ihren Eltern, die letzten Familienmitglieder, die noch ein Leben voller Musik führen durften. Weshalb Miguel sich ihnen nahe fühlt: Nichts sehnlicher wünscht er sich, als selbst Musiker zu werden - gegen das Verbot seiner Großmutter, die am Dia de los Muertos Miguels Gitarre zerbricht, was ihn dazu bringt, in das Mausoleum seines großen Idols einzubrechen und dessen Gitarre zu stehlen. Ein Fluch transportiert den Jungen daraufhin in die Unterwelt, aus der er nur zurückkehren kann, wenn ihm seine toten Verwandten ihren Segen erteilen. Obwohl es explizit um das Sterben geht, ist "Coco" doch nie morbide oder bedrohlich: Weil der Film akzeptiert, dass der Tod ein unausweichlicher Bestandteil des Lebens ist. Eine mächtige Botschaft in einem Film, der Pixars tiefer Überzeugung, dass ein Leben ohne Familie, wie immer sie auch aussehen mag, nicht lebenswert ist, ganz neue Seiten abgewinnt.

ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Walt Disney
O-Titel Coco
Land / Jahr USA 2017
Kategorie Spielfilm
Genre Trickfilm / Fantasy
Kinostart 30.11.2017
Laufzeit 105
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Bildformat Digital 3D
Einspielergebnis D € 10.188.468
Bes. (EDI) 1.345.766
Bes. (FFA) 1.364.537
Charthistory
USA-Start 22.11.2017, bei Walt Disney
Boxoffice USA $ 209.718.774
Filmtrailer Video
Web-Link http://disney.de/filme/coco
nach oben Cast & Crew
Produzenten Darla K. Anderson
Ausf. Produzent John Lasseter
Regie Lee Unkrich, Adrian Molina
Drehbuch Adrian Molina, Matthew Aldrich
Sprecher Anthony Gonzalez, Gael García Bernal, Alanna Ubach, Edward James Olmos, Benjamin Bratt, John Ratzenberger, Natalia Cordova-Buckley, Jaime Camil, Alfonso Arau, Sofía Espinosa
Sprecher D Claudio Pizarro, Heino Ferch
Schnitt Steve Bloom
Musik Michael Giacchino, Kristen Anderson-Lopez, Robert Lopez
Produktionsdesign Harley Jessup
Casting Natalie Lyon, Kevin Reher
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
90. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
2017, Los Angeles, 04.03.2018 Bester Animationsfilm  
90. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
2017, Los Angeles, 04.03.2018 Bester Filmsong: "Remember Me" Kristen Anderson-Lopez, Robert Lopez
71. British Academy Film Award   2018, London, 18.02.2018 Bester Animationsfilm Lee Unkrich
71. British Academy Film Award   2018, London, 18.02.2018 Bester Animationsfilm Darla K. Anderson
75. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
2018, Los Angeles, 07.01.2018 Bester Animationsfilm  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Coco - Lebendiger als das Leben! (Pixar Lieblingsfilme) The Walt Disney Company (Germany) DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 101 Min. Kauf
Coco - Lebendiger als das Leben! (Pixar Lieblingsfilme) The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 105 Min. Kauf
Coco - Lebendiger als das Leben! The Walt Disney Company (Germany) DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 101 Min. Kauf
Coco - Lebendiger als das Leben! The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 105 Min. Kauf
Coco - Lebendiger als das Leben! (Blu-ray 3D + 2 Blu-rays) The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 105 Min. Kauf
Coco - Lebendiger als das Leben! (Blu-ray 3D + Blu-ray) The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 105 Min. Kauf
Coco - Lebendiger als das Leben! The Walt Disney Company (Germany) DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 101 Min. Leih
Coco - Lebendiger als das Leben! The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 105 Min. Leih
Coco - Lebendiger als das Leben! (Blu-ray 3D) The Walt Disney Company (Germany) Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 105 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Miguel wächst in einer Familie auf, in der alle Generationen unter einem Dach versammelt sind. Sogar seine Urgroßmutter Coco ist unter ihnen, das letzte Bindeglied zu ihren Eltern, die letzten Familienmitglieder, deren Leben noch mit Musik erfüllt war. Obwohl es ihm verboten ist, will Miguel Musiker werden. Im Mausoleum seines großen Idols stiehlt er dessen Gitarre und wird durch einen Flug in die Welt der Toten transportiert. Aus ihr kann er nur zurückkehren, wenn ihm seine toten Verwandten ihren Segen erteilen.

Der 19. abendfüllende Film aus dem Hause Pixar, inszeniert von "Toy Story 3"-Macher Lee Unkrich, schließt nahtlos an die Meisterwerke des erfolgreichen Animationshauses an. Für den Trip in die Unterwelt der mexikanischen Legenden ist Pixar ein Feuerwerk auf Farben und Einfällen gelungen, das schnell die etwas komplizierte Exposition vergessen lässt und den Zuschauer in diese Ode an das Leben und die Familie einbindet. Hätte im Kino gerne besser laufen dürfen, weil zeitlos und richtig toll.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Ein Junge sucht in der Welt der Toten nach dem Ururgroßvater, der aus der Erinnerung seiner Familie gestrichen wurde. Meisterwerk aus dem Hause Pixar, das mit einem Feuerwerk von Farben und Einfällen verzaubert.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Bezaubernd farbenfroher Animationsfilm über einen kleinen Jungen, der durch einen geheimnisvollen Zauber ins Reich der Toten gelangt und mit Hilfe seiner Urahnen einen Weg zurücksuchen muss.

Miguel ist 12 Jahre alt und möchte ein gefeierter Musiker werden, genau wie sein Idol Ernesto de la Cruz, den ganz Mexiko auch lange nach seinem Tod glühend verehrt. Leider jedoch ist in Miguels Familie die Musik verboten. Denn vor langer Zeit hat Miguels Ururgroßvater seine Frau und seine kleine Tochter Coco verlassen, um seinem Traum einer großen Musikerkarriere zu folgen. Als am "Dia de los Muertos", dem Tag, an dem ganz Mexiko der Verstorbenen gedenkt, ein Musikwettbewerb stattfindet, sieht Miguel seine Chance gekommen, seinen Traum doch noch zu verwirklichen. Doch ehe er sich versieht, landet er durch Zauberhand im Reich der Toten. Und sollte er vor Sonnenaufgang nicht zu den Lebenden zurückfinden, bleibt er dort für immer gefangen. Für Miguel beginnt ein spannendes Abenteuer. Mit COCO - LEBENDIGER ALS DAS LEBEN! gelingt Disney Pixar erneut ein Zauberwerk der Fantasie. Die Welten, die der Animationsfilm entwirft, sind ein Feuerwerk an Farbe, Licht und Klängen und erlauben dem Zuschauer, völlig in sie einzutauchen. Dass der Tod ein Bestandteil des Lebens ist und in vielen Kulturen gefeiert wird, ist eine respektvolle und wunderbare Botschaft, die gerade für jüngere Zuschauer auf sehr sensible Weise vermittelt wird. Der Film erzählt ganz ohne erschreckenden Grusel vom Reich der Toten und erschafft liebenswerte Figuren, die trotz ihres veränderten Aussehens genauso herrlich verschroben und charakterlich einzigartig wie die Lebenden erscheinen. Ob die dominante Großmutter, die lernen muss, loszulassen, der chaotische Taugenichts Hector, der zu Miguels bestem Freund wird, oder eben der verträumte Miguel selbst, der erkennt, wie wichtig ihm seine Familie ist - Jede Figur ist mit so viel Tiefe und Liebe gezeichnet, dass der Zuschauer sie gerne in ihrer Welt begleitet, die in Bezug auf Originalität und Ideenreichtum einmal wieder neue Maßstäbe setzt. Die Geschichte ist gespickt mit überraschenden Wendungen und ist ebenso lustig und unterhaltsam wie auch spannend. Mit großer Liebe zum Detail, seinen originellen Figuren und der zauberhaften Welt, in der der Film spielt, ist COCO - LEBENDIGER ALS DAS LEBEN! ein herrlich lebensbejahender Film für die ganze Familie.

Gutachten:

Die Disney-Pixar-Studios haben sich ein reizvolles Land für einen spannenden und vor allem überbordend farben- und fantasiereichen Animationsfilm ausgesucht: Mexiko. Der 12-jährige Miguel ist liebevoll umsorgter Mittelpunkt einer typischen mexikanischen Großfamilie, der sich allerdings gegen eine seit Generationen gepflegte Tradition auflehnen möchte: das Schuhhandwerk. Offensichtlich stecken ihm die musikalischen Gene seiner Urgroßeltern im Leib und Musiker nach ihrem Vorbild zu werden, ist sein Lebensziel. Ein Ziel, das die Familie um jeden Preis verhindern möchte, zumal der Urgroßmutter durch die Musik ein schlimmes Leid widerfahren ist. Und los geht ein filmisches Spektakulum der schönsten Art. Zum einen durch die gelungene Zeichnung der schillernden Charaktere und zum anderen durch die Wahl eines Schauplatzes der besonderen Weise. Bekanntlich verbindet die Mexikaner zu Friedhöfen und ihren vorangegangenen und dort ruhenden Familienmitgliedern eine besondere Form der Beziehung und Verehrung. Die Bilder der Verstorbenen an den Gräbern anzubringen ist Tradition ebenso wie der "Dia de los Muertos", der Tag der Toten. Die Familien versammeln sich dabei um die Gräber ihrer Toten, feiern und essen und trinken dabei. Dass Miguel an dieser Stätte um Hilfe für seinen Lebenswunsch bittet, ist verständlich, und so gerät er in einen wunderbar zauberhaften wie auch skurrilen Tanz der Toten, die auf ihre ihnen eigene Weise den "Dia de los Muertos" feiern. Da kommen dann einige erstaunliche Wendungen zu Tage, bei denen unter anderem Miguels Großfamilie von einer Überraschung in die andere gestoßen wird. Die verschiedenen dramaturgischen Ebenen bieten Spannungsbögen, die den Film reich und vor allem auch emotional machen.
Einem jugendlichen Publikum vermittelt das fröhliche Treiben, dass der Tod zum Leben gehört und die Angst vor dem Tod, die in unserer Gesellschaft immer noch sehr dominant ist und den Tod sogar zum Tabuthema macht, unbegründet ist.
Und das Publikum erfährt noch mehr: Lebe Dein Leben und Du schaffst alles, wenn Du es nur willst.
Handwerklich liefert Disney-Pixar in allen Bereichen nur Spitzenklasse, wobei die Animation in den Totalen wie auch im Detail liebenswürdig genau und von großer Farbenpracht zeugt. Dazu der passende Klangteppich mit den Referenzen an die fröhliche mexikanische Volksmusik.

FBW-Jugend-Filmjury:

(www.jugend-filmjury.com)

Der Animationsfilm COCO spielt in Mexiko. Erzählt wird die Geschichte des zwölfjährigen Miguel, der gerne Musik machen will. Doch seine Familie ist seit vielen Generationen gegen Musik, weil sein Ururgroßvater die Familie der Musik zuliebe verlassen hat. Als Miguel für einen Wettbewerb am "Día de los Muertos" die Gitarre des großen Sängers und Idols Ernesto de la Cruz auf dem Friedhof unerlaubt nimmt und darauf spielt, gerät er in das Reich der Toten. Nur bis zum Sonnenaufgang ist Zeit, den Fluch zu überwinden und wieder in seine Welt zurückzukehren, bevor er sich auch in ein Skelett verwandelt. Dies fällt Miguel sehr schwer, weil er sich zwischen Musik und Familie entscheiden soll. So wählt er einen anderen Weg und deckt dadurch die Familiengeheimnisse der Vergangenheit auf. Der Film behandelt sehr viele Themen. Besonders Musik, Familie, Sterben und das Leben nach dem Tod spielen eine zentrale Rolle. Dabei wird das Reich des Todes fröhlich dargestellt. Es ist eine schillernde Welt, in der die Toten einmal im Jahr die Welt der Lebenden besuchen können, wenn ihre Verwandten sich am "Día de los Muertos" an sie mit aufgestellten Bildern erinnern. Miguel ist die eindeutige Hauptfigur des Films. Sein großer Konflikt ist die erzwungene Entscheidung zwischen seiner Familie und seinem Traum Musiker zu sein. Die anderen Figuren, die alle mit ihm verwandt sind, sind wichtige Personen, die diesen Konflikt bestärken aber auch Lösungen anbieten können. Alle Figuren erleben im Verlauf der Geschichte eine Entwicklung was dazu führt, dass sich ihre Haltungen verändern. Die Animation entspricht einem hohen technischen Standard. Das Reich der Toten wirkt sehr lebendig und wird bunt und schrill gezeigt. Die Einstellungsgrößen variieren zwischen Detail und Totalen, wobei insbesondere das Reich der Toten in seiner Vielfältigkeit mit vielen Totalen gezeigt wird. Die zum Teil schnellen Schnitte unterstützen die Dramaturgie der Handlung und tragen dazu bei, dass die Spannung aufrechterhalten wird. Die Musik ist nicht nur Thema im Film, sondern viele Lieder haben unterstützende dramaturgische Funktion und sind fest in die Geschichte eingebunden. Wir empfehlen diesen schönen Familienfilm allen Kindern ab 7 Jahren mit den sie begleitenden Erwachsenen, da die Thematik, die Länge und die Schnitte jüngere Kinder überfordern könnten.

unterhaltsam: 4 Sterne
fantasievoll: 4 Sterne
berührend: 4 Sterne
musikalisch: 5 Sterne
interessant: 4 Sterne

Gesamtbewertung: 4 Sterne.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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