Sky_left
Superbanner
 

Chéri - Eine Komödie der Eitelkeiten

Verfilmung des Skandalromans von Cheri Colette über eine Amour fou zwischen einem jugendlichen Lebemann und einer in die Jahre gekommenen Kurtisane.

Chéri - Eine Komödie der Eitelkeiten Großansicht
(Bild: Prokino (Fox))
Verleih Prokino (Fox)
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Großbritannien, Deutschland 2009
Regie Stephen Frears
Darsteller Michelle Pfeiffer, Rupert Friend, Kathy Bates
Kinostart 27.08.2009
Einspielergebnis D € 416.587
Bes. (EDI) 73.934
Bes. (FFA) 81.364
Charthistory
Boxoffice USA $ 2.643.292
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 13.01.2013 (ARD)

nach oben Inhalt & Info

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts schickt die einst berühmte Kurtisane Madame Peloux ihren 24-jährigen Sohn Cheri zu einer Kollegin: Léa soll aus dem attraktiven, aber verwöhnten und selbstgefälligen Jungen einen echten Mann machen, Sie beginnen eine leidenschaftliche Affäre, die Cheri abbricht, um sich durch die Hochzeit mit einer reichen Frau seine Zukunft zu sichern. Glück findet er dadurch nicht, und schon bald zieht es Cheri zurück zu Léa.

20 Jahre nach "Gefährliche Liebschaften" halten Regisseur Stephen Frears ("Die Queen"; 1999 auf der Berlinale als bester Regisseur für "The Hi-Lo Country" ausgezeichnet) und Autor Christopher Hampton wieder eine maßgeschneiderte Verfilmung eines Stücks Skandalliteratur für Michelle Pfeiffer parat. Basierend auf dem 1920 erschienenen Roman von Cheri Colette erzählt das Trio von einer unmöglichen und zum Scheitern verurteilten Liebe, in deren Mittelpunkt Pfeiffer und der Lomnoner It-Boy Rupert Friend ("Stolz und Vorurteil") stehen. Ein historischer Stoff, aber von Frears mit gewohnt souveräner Hand modern und aufregend verfilmt.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Michelle Pfeiffer als Edelkurtisane erlebt und erleidet eine unmögliche Liebe und Leidenschaft, die sie durch Himmel und Hölle führt.

Ein ironischer Blick auf den Jüngling, dem sie die Liebe lehren soll, ein wissendes Lächeln um die Regeln der Verführung, ein nacktes Gesicht voller Schmerz und Entsagung. Michelle Pfeiffer spielt in Stephen Frears Tragikomödie auf der Klaviatur der Gefühle wie keine andere.

Im Paris der Jahrhundertwende hat sie sich als Léa de Lonval vom Geschäft mit der Lust zurückgezogen, kann von dem erarbeiteten Vermögen in Luxus mit Lakaien leben und genießt die gepflegten Plaudereien mit Ex-Kolleginnen. Als eine von ihnen ihr den Sohnemann zur Liebeslehre anvertraut, nimmt sie den unbedarften Chéri als netten Flirt, aus dem sich eine über sechs Jahre andauernde heiße Liaison entwickelt. Nachdem der in Liebeskünsten Unterwiesene eine Geldheirat eingeht, wird sich Léa ihrer emotionalen Abhängigkeit bewusst. Um zu vergessen, umgarnt sie mit Charme andere Männer, aber der Stachel bleibt und sie erkennt die Endlichkeit ihrer Schönheit, den Prozess der Verwelkung.

Stephen Frears schwelgt bei der Verfilmung von Colettes Roman (die seinerzeit selbst eine Affäre mit ihrem Stiefsohn hatte) in prachtvollen Kostümen, Farben und einer Ausstattung, bei der bis auf die Feder am Hut auf das kleinste Detail alles stimmt. Drehbuchautor Christopher Hampton lässt die alternden Kurtisanen bei Tee und Kartenspiel im Garten geschliffene und in ihrer Bösartigkeit kaum zu übertreffende Dialoge sich gegenseitig ins Gesicht sagen, die ein saures Lächeln der Revanche hervorbringen. Die Damen wissen, wo sie die andere verletzen können und schenken sich wahrlich nichts. Der Geschlechterkampf zwischen Léa und Chéri, sie mit der Macht der Erfahrung, er mit der Macht der Jugend, ist eine grandiose Gratwanderung auf Messers Scheide, die beide locker meistern.

Frears und Hampton knüpfen an ihren Erfolg "Gefährliche Liebschaften" aus dem Jahre 1988 mit Michelle Pfeiffer als strahlendem Stern an, die dem Vicomte de Valmont lange widerstand und sogar Glenn Close Konkurrenz machte. Gut 20 Jahre später hat sie nichts von ihrer Strahlkraft verloren, ist immer noch umwerfend schön, mit einem Schuss reifer Sinnlichkeit, der sie noch begehrenswerter macht. Und wenn sie am Ende im Spiegel einer Frau begegnet, an der das Leben Spuren hinterlassen hat, darf man innerlich mit ihr weinen. mk.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Mediathek
Großansicht
Bild 1 von 20

...(20 Bilder)

Text.
Bild: ...Filmdetails

Szene

 
nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Prokino (Fox)
O-Titel Chéri
Land / Jahr Großbritannien/Deutschland 2009
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Bill Kenwright Films/Reliant Pictures
Koproduktionsfirmen MMC Independent
Förderung DFFF - Deutscher Filmförderfonds (EUR 828.914),
Film- und Medienstiftung NRW
Verleihförderung Film- und Medienstiftung NRW (EUR 100.000)
Kinostart 27.08.2009
Laufzeit 95
FSK ab 6 Jahre
Einspielergebnis D € 416.587
Bes. (EDI) 73.934
Bes. (FFA) 81.364
Charthistory
USA-Start 26.06.2009, bei Miramax
Boxoffice USA $ 2.643.292
Filmtrailer Video
nach oben Cast & Crew
Produzenten Bill Kenwright, András Hámori, Tracey Seaward
Ausf. Produzent Jessica Lange
Regie Stephen Frears
Drehbuch Christopher Hampton
Buchvorlage Colette
Darsteller Michelle Pfeiffer (Lea de Lonval), Rupert Friend (Chéri), Kathy Bates (Madame Peloux), Felicity Jones (Edmee), Iben Hjejle (Marie-Laure), Frances Tomelty (Rose), Joe Sheridan (Marcel), Harriet Walter (La Loupiote), Nichola McAuliffe (Madame Aldonza), Hubert Tellegen (Ernest), Anita Pallenberg (La Copine), Rollo Weeks (Guido), Gaye Brown (Lili), Tom Burke (Vicomte Desmond), Jack Walker (Monsieur Roland), Natasha Cashman (Madame Roland), Toby Kebbell (Wirt)
Sprecher Stephen Frears (Erzähler)
Kamera Darius Khondji
Schnitt Lucia Zucchetti
Musik Alexandre Desplat
Produktionsdesign Alan Macdonald
Ton Peter Lindsay
Kostüme Consolata Boyle
Maske Daniel Philips
Casting Leo Davis, Victoria Thomas
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Chéri - Eine Komödie der Eitelkeiten EuroVideo Medien DVD, ab 6, 89 Min. Kauf
Chéri - Eine Komödie der Eitelkeiten EuroVideo Medien DVD, ab 6, 91 Min. Kauf
Chéri - Eine Komödie der Eitelkeiten EuroVideo Medien DVD, ab 6, 91 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Chéri - Eine Komödie der Eitelkeiten
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts schickt die einst berühmte Kurtisane Madame Peloux ihren 24-jährigen Sohn Cheri zu einer Kollegin: Léa soll aus dem attraktiven, aber verwöhnten und selbstgefälligen Jungen einen echten Mann machen. Sie beginnen eine leidenschaftliche Affäre, die Cheri abbricht, um sich durch die Hochzeit mit einer reichen Frau seine Zukunft zu sichern. Um zu vergessen, umgarnt sie mit Charme andere Männer, aber der Stachel bleibt und sie erkennt die Endlichkeit ihrer Schönheit, den Prozess der Verwelkung.

20 Jahre nach "Gefährliche Liebschaften" halten Regisseur Stephen Frears ("Die Queen") und Autor Christopher Hampton wieder eine Verfilmung eines Stücks Skandalliteratur für Michelle Pfeiffer parat. Basierend auf dem 1920 erschienenen Roman von Cheri Colette erzählt das Trio von einer unmöglichen und zum Scheitern verurteilten Liebe, in deren Mittelpunkt Pfeiffer und It-Boy Rupert Friend ("Stolz und Vorurteil") stehen. Ein historischer Stoff, aber von Frears mit gewohnt souveräner Hand modern und aufregend verfilmt.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Newsarchiv
nach oben Auff�hrungen auf Festivals
Datum Stadt Festivalname
05.02.2009 - 15.02.2009 Berlin 59. Internationale Filmfestspiele Berlin - Berlinale

Mediabiz Datenbank

News

mehr News

Programmplaner

  • Film

    Vorschau bis: KW 2028/51

    Alle deutschen Kinostarts und TV-Movie-Sendetermine plus geplante, laufende und fertiggestellte deutsche und internationale Produktionen.

    Heute neu:

    Gemeldete Starts:
    1
    Aufgenommene Filme:
    3
    Filmkritiken:
    0
 
Sky_right