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Burn After Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?

Locker-flockige, auch bissige Komödie der Coen-Brüder.

Burn After Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger? Großansicht
(Bild: Tobis)
Verleih Tobis
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2008
Regie Ethan Coen,
Joel Coen
Darsteller George Clooney, Frances McDormand, Brad Pitt
Kinostart 02.10.2008
Einspielergebnis D € 8.982.240
Bes. (EDI) 1.330.883
Bes. (FFA) 1.361.565
Charthistory
Boxoffice USA $ 60.338.891
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 10.09.2012 (ARD)

nach oben Inhalt & Info

Der suspendierte CIA-Agent Ozzie verliert die Disk mit seinen Memoiren in der Umkleidekabine seines Fitnesstudios. Sie landet ausgerechnet in den Händen eines unbedarfter Club-Angestellten und seiner Chefin. Die glauben mit den Top-Secret-Informationen das große Geld erpressen zu können. Doch bald sind den Amateuren eine Menge Profis auf den Fersen.

Nach ihrem düsteren Meisterwerk "No Country for Old Men" schlagen die Coen-Brüder wieder lustig-leichte Töne an. Für ihre Komödie, die sich u.a. gewitzt bei den Elementen des Agentenfilms bedient, versammelten sie eine Riege prominenter und gut aufgelegter Darsteller, von Brad Pitt über John Malkovich zu ihren Lieblingsmitwirkenden George Clooney und Frances McDormand.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

In Joel und Ethan Coens schwarzer Komödie über Seitensprünge, Geheimagenten, Geldgier und Schönheitsoperationen laufen Brad Pitt als Hohlkopf und George Clooney als Womanizer zu Hochform auf.

Spaß muss diese illustre Truppe bei den Dreharbeiten gehabt haben. Danach sieht es jedenfalls auf der Leinwand aus, wenn Fitnessstudioangestellte Linda Litzke (Frances McDormand) mit ihrem Wunsch zur Schönheitsoperation die Geschichte ins Rollen bringt. Eine Single-Frau über 40 sollte sich restaurieren, ein bisschen Speck an Bauch, Oberschenkel und Oberarmen weg, die Augenfältchen gleich mit und auch der Schwerkraft des Busens sollte sie trotzen, so der Tipp des Arztes. Nur das nötige Kleingeld fehlt, um als neugeborene Venus im Online-Dating-Dschungel Mr. Right zu treffen. Wie praktisch, dass Kollege Chad über eine CD mit offenbar brisantem Geheimmaterial im Umkleideraum stolpert und auf die glorreiche Idee kommt, den Besitzer, den gerade gefeuerten CIA-Experten Ozzie (super-selbstironisch John Malkovich) zu erpressen. Der lässt sich nicht einschüchtern, handelt es sich doch um einen Teil seines Enthüllungsbuches. Die Sache läuft aus dem Ruder, auch durch das amüsante Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel, bei dem Ozzies Gattin Tilda Swinton ihren langweiligen Loser aus dem Loft wirft und gemeinsam mit Linda dem Charme des smarten Regierungsbeamten mit dem frommen Namen Harry Pfarrer erliegt (Clooney in seinem Element), der selbstverständlich im trauten Heim die Kinderbuch-schreibende Ehefrau umturtelt und im Keller heimlich Stuhlkreationen zur Triebbefriedigung für die Damen entwickelt. Am Ende gibt es einige Tote, mehrere kaputte Beziehungen, aufgeregte Geheimdienstmänner, brummige Russen, die die Papiere ablehnen und die gewünschte Rundumerneuerung.

Nach dem Oscar-prämierten "No Country For Old Men" wollten die Coens mal so richtig auf den Putz hauen und den "inneren Schwachkopf raushängen lassen". Das gelingt vor allem beim erblondeten Brad Pitt, der leicht debil im "Hardbodies"-Studio anderer Leute Muskeln in Gang bringt und vergeblich versucht, seine grauen Zellen zu aktivieren. Süffisant beobachtet wird das Chaos bei der CIA, wenn Ozzie, der Punkt 17 Uhr den ersten Drink zu sich nimmt, das von seinem Chef kritisierte Alkoholproblem vom Tisch wischt: "Sie sind Mormone, neben Ihnen hat jeder ein Alkoholproblem". Überfordert sind die Herren im grauen Zwirn auch durch die die Protagonisten verbindenden Sexkapriolen. Sie sind es aber auch, die nach dem Showdown die Auflösung bieten. Manchmal schlagen die Akteure über die Stränge bis zur Grenze des Overacting, bis auf Tilda Swinton, die durchgehend mit strengem Blick durchs Leben stapft. Je mehr die Ereignisse außer Kontrolle geraten, um so mehr wandelt sich die Komödie mit Assoziationen zu "Fargo" zur Farce auf Machtpolitik und Strippenzieher im Hintergrund, nicht umsonst spielt die Handlung in Washington. Fast muss man bei dieser Posse vor den Pointen in Deckung gehen. mk.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Tobis
O-Titel Burn After Reading
Land / Jahr USA 2008
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie / Kriminalfilm
Produktionsfirmen Smoke House/Working Title Films
Kinostart 02.10.2008
Laufzeit 96
FSK ab 12 Jahre
Einspielergebnis D € 8.982.240
Bes. (EDI) 1.330.883
Bes. (FFA) 1.361.565
Charthistory
USA-Start 12.09.2008, bei Focus Features
Boxoffice USA $ 60.338.891
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.burnafterreading-derfilm.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Tim Bevan, Ethan Coen, Joel Coen, Eric Fellner
Ausf. Produzenten Tim Bevan, Eric Fellner, Robert Graf
Regie Ethan Coen, Joel Coen
Drehbuch Ethan Coen, Joel Coen
Darsteller George Clooney (Harry Pfarrer), Frances McDormand (Linda Litzke), Brad Pitt (Chad Feldheimer), John Malkovich (Osbourne Cox), Tilda Swinton (Katie Cox), Richard Jenkins (Ted Treffon), Elizabeth Marvel (Sandy Pfarrer), J.K. Simmons (CIA Boss), David Rasche (Agent Palmer), Olek Krupa (Krapotkin)
Sprecher D Detlef Bierstedt (Harry Pfarrer), Heidrun Bartholomäus (Linda Litzke), Tobias Meister (Chad Feldheimer), Joachim Tennstedt (Osborne Cox), Karin Buchholz (Katie Cox), Frank-Otto Schenk (Ted Treffon), Katharina Koschny (Elizabeth Marvel), Jan Spitzer (CIA Boss), Oleg Schmidt (Krapotkin)
Kamera Emmanuel Lubezki
Schnitt Roderick Jaynes
Musik Carter Burwell
Produktionsdesign Jess Gonchor
Kostüme Mary Zophres
Casting Ellen Chenoweth

Hier sehen Sie mediabiz community-Mitglieder, die an diesem Titel mitgewirkt haben.
Mit nur einem Klick können Sie persönlich mit ihnen in Kontakt treten.

sonstige … Tobias Schmidt (Produktionsmanager: Organisation Filmpremiere)
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
Bogey - Box Office Germany Award
Bogey - Box Office Germany Award Großansicht
2008, München 1000 Besucher pro Kopie am Startwochenende  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Burn After Reading Universum Film DVD, ab 12, 92 Min. Kauf
Burn After Reading (Einzel-DVD) Universum Film DVD, ab 12, 92 Min. Kauf
Burn After Reading (Deluxe Edition)
Nicht lieferbar
Universum Film DVD, ab 12, 92 Min. Kauf
Burn After Reading Universum Film Blu-ray Disc, ab 12, 96 Min. Kauf
Burn After Reading Universum Film DVD, ab 12, 92 Min. Leih
Burn After Reading Universum Film Blu-ray Disc, ab 12, 96 Min. Leih
Enthalten in:
Joel & Ethan Coen - The New Collection (3 Discs)
Nicht lieferbar
Universum Film GmbH
DVD, ab 16, 310 Min.
Kauf
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Fitnessstudioangestellte Linda Litzke will ihren Körper rundum erneuern lassen. Nur das nötige Kleingeld fehlt. Es trifft sich gut, dass Kollege Chad im Umkleideraum über eine Daten-CD mit offenbar brisantem Geheimmaterial stolpert und auf die Idee kommt, den Besitzer, den gerade gefeuerten CIA-Experten Ozzie, zu erpressen. Die Sache läuft aus dem Ruder, auch durch das Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel, bei dem Ozzies Gattin ihren Mann aus dem Loft wirft und gemeinsam mit Linda dem Charme des smarten Regierungsbeamten Harry Pfarrer erliegt.

Nach dem Oscar-prämierten Meisterwerk "No Country For Old Men" wenden sich die sichtlich entspannten Coen-Brüder wieder einer jener skurrilen schwarzen Komödien mit garantierter Gewaltexplosion zu, mit denen sie sich einen Namen gemacht haben. Für ihre schonungslose Abrechnung mit Dummheit in den USA konnten sie sich die Mitwirkung der größten Stars Hollywoods sichern: George Clooney, Brad Pitt, Tilda Swinton und John Malkovich haben viel Spaß in dieser gewitzten Parodie auf Dramen wie "Michael Clayton".

Quelle: mediabiz.de

nach oben Pressestimmen

Allein die bunte Schauspieler-Truppe reicht für einen tollen Kinoabend. Als Sahnehäubchen kommt aber noch der berühmte lakonische schwarze Humor der Coen-Brüder dazu.

Treffpunkt Kino

Locker-flockige, auch bissige Komödie der Coen-Brüder.

Blickpunkt:Film

Mit absurden Charakteren, irrwitzigen Dialogen und punktgenauer Situationskomik entfaltet der Film ein souveränes, ins Groteske changierende Spiel mit Genremustern, das mal derb, mal ironisch-liebevoll den uramerikanischen 'Pursuit of Happiness' aufs Korn nimmt.

Filmdienst, 2. Oktober 2008

So ist "Burn After Reading" eine fantastische, vor Einfällen funkelnde Realsatire mit witzigem Übertreibungshumor geworden.

Abendzeitung, 2. Oktober 2008

Der gesamte Film strahlt einen Deadpan-Humor aus, er erzählt von den absurdesten Dingen mit einem völlig unbewegten Gesicht, während der ganze Kinosaal lacht. Es ist, als wollten die Coens sagen: Worüber lacht ihr denn bloß? So benehmen sich die Leute wirklich, weil sie so sind!

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Oktober 2008

nach oben TV-Quoten
Sender Datum Zeit Quote Marktanteil
ARD 10.09.2012 20:15 2.77 Mio. 9,4%
nach oben Newsarchiv
nach oben Auff�hrungen auf Festivals
Datum Stadt Festivalname
27.08.2008 - 06.09.2008 Venedig 65. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica

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