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Blackhat

Michael Mann erzählt in seinem neuen Actionthriller von digitaler Kriminalität, wenn er Chris Hemsworth auf die Jagd nach Cyber-Terroristen schickt.

Blackhat Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2014
Regie Michael Mann
Darsteller Chris Hemsworth, Lee-Hom Wang, Wei Tang
Kinostart 05.02.2015
Einspielergebnis D € 963.011
Bes. (EDI) 121.406
Bes. (FFA) 121.280
Charthistory
Boxoffice USA $ 7.830.210
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Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Längst ist die Welt digital vernetzt. Dass sie dies auch angreifbar macht, merkt die US-Regierung, als eine anonyme Hackergruppe die internationalen Finanzmärkte angreift. Unwissend wer dahinter steckt, setzt der Geheimdienst auf Nicholas Hathaway, ein genialer Hacker, der zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Gegen das Versprechen seiner Freilassung lässt er sich auf eine Zusammenarbeit mit der Regierung ein. Doch schon bald merkt er, dass er sich mitten in einem tödlichen Kampf gegen Cyber-Terroristen befindet.

Über fünf Jahre sind vergangen seitdem Regisseur Michael Mann mit "Public Enemies" im Kino vertreten war. Dieses Mal verschlägt es ihn nicht in die Vergangenheit, sondern mitten in die technischen Auswüchse moderner Kriminalität. Chris "Thor" Hemsworth gibt den Helden mit zwielichtiger Vergangenheit. Wie man es von Mann erwartet, durchbricht er dabei seine Thrillerhandlung mit einzelnen, dafür umso spektakuläreren Actionsequenzen. Und auch seiner Liebe zum digitalen Filmen bleibt der Regisseur von "Heat" treu.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Atemloser Cyberthriller von Michael Mann, der Ermittler aus den USA und China Jagd auf ein mysteriöses Hacker-Mastermind machen lässt.

Wenn Michael Mann gut ist, ist er der Beste. Wenn er nicht so gut ist, ist er immer noch sehenswert. "Blackhat", der erste Film des mittlerweile 71-jährigen Bildermagiers seit fünfeinhalb Jahren, als er Johnny Depp in "Public Enemies" in den Bandenkrieg schickte, gehört in letztere Kategorie: Mit Manns Klassikern wie "Der letzte Mohikaner", "Heat", "Collateral" oder "Miami Vice" kann es der Hackerthriller nicht aufnehmen. Dafür ist das von Mann mitverfasste Drehbuch zu flach und die Geschichte so löchrig, dass man bisweilen den Wind durchpfeifen hört. Spielte der formvollendete Stilist in seinen letzten Filmen immer radikaler mit den Möglichkeiten ökonomischer Erzählung, scheint er hier zu Beginn des Films tatsächlich Probleme zu haben, simpelste Szenen einzurichten, als sei er wegen der jahrelangen Pause eingerostet und müsste sich erst wieder ans Filmemachen gewöhnen.

Ein erster Hack eines ominösen Bösewichts zum Einstieg, in dem er scheinbar mühelos Kontrolle über ein japanisches Atomkraftwerk erlangt, lässt Schlimmes ahnen. Zum Glück nimmt der Film an Fahrt auf und wird zusehends besser, wenn er sein Personal in Stellung gebracht hat. Das heißt zwar auch, dass sein zunächst als genialer Hacker eingeführter Antiheld, gespielt mit viriler Überzeugung von Chris Hemsworth, nicht nur erst von einem befreundeten Polizisten aus China aus dem Knast gepaukt werden muss, sondern auch das Keyboard mit Faustfeuerwaffen eintauschen muss. Aber wenn die bunt zusammengewürfelte Einsatztruppe mit amerikanischen und chinesischen Mitgliedern erst einmal in Südostasien gelandet ist, um die Fährte des Bösewichts und seiner Häscher aufzunehmen, findet "Blackhat" im Trubel der hektischen Metropolen endlich seinen Rhythmus und seine Identität.

Mann ist fasziniert von der elektrisierenden Atmosphäre und lässt sich spürbar von der fremdartigen Energie inspirieren: Ein bisschen John Woo weht durch die Actionsequenzen, die Mann zu jener Form von purem Kino zurückführen, mit dem er sich einen Namen gemacht hat. Fast erscheint es, als sei das Hot-Button-Thema Hacking nur ein Macguffin: Wenn es endlich nicht mehr um lästige Bits & Bytes geht, sondern um Leben und Tod, ist "Blackhat" viel besser, gelingen ihm die magischen Momente, die man sich von einem Kinoromantiker wie Michael Mann wünscht. Der offensichtlich auf offener Straße gedrehte Showdown während einer Prozession in Jakarta mag völlig unrealistisch, ja sogar hirnverbrannt erscheinen, aber er hat eine hypnotisierende Sogwirkung, die so manche Schwäche und den streckenweise irritierenden Digitallook des Films verzeihen lassen. Dann ist man froh, dass noch ein letzter Mann aufrecht geblieben ist und die altmodischen Tugenden des Genrekinos zelebriert. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Universal
O-Titel Blackhat
Alternativ-/Arbeitstitel Cyber (AT) / Untitled Michael Mann Project (AT)
Land / Jahr USA 2014
Kategorie Spielfilm
Genre Thriller / Action
Produktionsfirmen Forward Pass/Legendary Pictures
Kinostart 05.02.2015
Laufzeit 133
FSK ab 16 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 963.011
Bes. (EDI) 121.406
Bes. (FFA) 121.280
Charthistory
USA-Start 16.01.2015, bei Universal
Boxoffice USA $ 7.830.210
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.blackhat-film.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Jon Jashni, Michael Mann, Thomas Tull
Koproduzenten Julie Herrin, Michael J. Malone, Michael Solinger
Ausf. Produzenten Eric McLeod, Alex Garcia
Regie Michael Mann
Drehbuch Morgan Davis Foehl
Darsteller Chris Hemsworth (Nicholas Hathaway), Lee-Hom Wang (Chen Dawai), Wei Tang (Chen Lien), Viola Davis (Carol Barrett), Holt McCallany (Mark Jessup), Andy On (Alex Trang), Ritchie Coster (Elias Kassar), Christian Borle (Jeff Robichaud), John Ortiz (Henry Pollack), Yorick van Wageningen (Sadak), Tyson Chak (Tech), William Mapother (Rich Donahue), Brandon Molale (Sort Guard), Danny Burstein (Jeffries), Archie Kao (Shum), Abhi Sinha (Daniels), Jason Butler Harner (George Reinker)
Kamera Stuart Dryburgh
Schnitt Jeremiah O'Driscoll, Stephen Rivkin, Joe Walker
Musik Harry Gregson-Williams
Produktionsdesign Guy Dyas
Kostüme Colleen Atwood
Casting Bonnie Timmermann
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Blackhat Universal Pictures Germany DVD, ab 16, 128 Min. Kauf
Blackhat Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 16, 133 Min. Kauf
Blackhat Universal Pictures Germany DVD, ab 16, 128 Min. Leih
Blackhat Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 16, 133 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Längst ist die Welt digital vernetzt. Dass sie dies auch angreifbar macht, merkt die US-Regierung, als eine anonyme Hackergruppe die internationalen Finanzmärkte angreift. Unwissend wer dahinter steckt, setzt der Geheimdienst auf Nicholas Hathaway, einem genialen Hacker, der zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Gegen das Versprechen seiner Freilassung lässt er sich auf eine Zusammenarbeit mit der Regierung ein. Doch schon bald merkt er, dass er sich mitten in einem tödlichen Kampf gegen Cyber-Terroristen befindet.

Über fünf Jahre sind vergangen, seitdem Regisseur Michael Mann mit "Public Enemies" im Kino vertreten war. Nun verschlägt es ihn nicht in die Vergangenheit, sondern mitten in die technischen Auswüchse moderner Kriminalität. Chris "Thor" Hemsworth gibt den Helden mit zwielichtiger Vergangenheit. Wie man es von Mann erwartet, durchbricht er dabei seine Thrillerhandlung mit einzelnen, dafür umso spektakuläreren Actionsequenzen. Und auch seiner Liebe zum digitalen Filmen bleibt der Regisseur von "Heat" treu.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Ein Hacker wird aus dem Gefängnis geholt, um die US-Regierung bei der Aufklärung eines weltweiten Cybercrimes zu unterstützen. Actionthriller von Michael Mann, der Chris Hemsworth auf die Jagd nach Cyber-Terroristen schickt.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

In der digitalen Welt ist niemand mehr sicher. Auch nicht Unternehmen, Banken oder Regierungen. Als wichtige Finanzmärkte von einem Hacker angegriffen werden, entschließt sich der US-Geheimdienst, drastische Maßnahmen zu ergreifen. Denn der einzige Computerexperte, der helfen kann, ist Nicholas Hathaway. Er kennt den Code des Hackers, hat ihn sogar mitentwickelt. Das Problem: Hathaway sitzt im Gefängnis. Der Deal: Hathaway wird entlassen und schnappt dafür den Hacker, bevor noch größerer Schaden entstehen kann. Der Deal steht und Hathaway fliegt nach Hong Kong, um mit einem kleinen Team dem Hacker das Handwerk zu legen. Doch je näher sie ihm kommen, desto mehr wird aus der Bedrohung für das World Wide Web eine Gefahr für ihr Leben. In seinem neusten Film widmet sich Meisterregisseur Michael Mann der zentralen und brandaktuellen Fragestellung nach den Gefahren des Internets. Denn je vernetzter die Menschheit ist, desto angreifbarer macht sie sich auch. Doch neben dem interessanten und faszinierenden Sujet beeindruckt vor allem die technische Perfektion des Films, die einmal mehr beweist, wie stilsicher Michael Mann arbeitet. Ob Farb-, Bild- oder Soundkomposition - jede Einstellung ist perfekt aufeinander abgestimmt und formvollendet. Neben einem Höchstmaß an Spannung und Action lässt sich Mann aber auch Zeit, um die Geschichte hinter der Action zu erzählen. Die Suche nach dem Hacker wird dabei immer mehr zu einer nervenaufreibenden Schnitzeljagd, an deren Ende ein furioser und überwältigender Showdown steht, bei der Mann einmal wieder zeigt, dass er der moderne Meister des Shoot Outs ist. Chris Hemsworth verkörpert Nicholas Hathaway als gebrochenen Helden kraftvoll und ambivalent, irgendwo zwischen einem Actionheld der alten Schule und dem technisch hochbegabten Zweifler der digitalen Zeit. Sämtliche Figuren sind komplex, vielschichtig und oftmals in ihren Motivationen und Absichten undurchdringlich, wie es in einem guten Thriller sein muss. Die Musik von Harry Gregson-Williams treibt die atemlose Spannung zusätzlich an und verstärkt das mulmige Gefühl, das sich unweigerlich bei einem solchen Thema einstellen muss. Mit BLACKHAT beweist Michael Mann, dass er sein Handwerk meisterlich beherrscht. Ein hochspannender und hochaktueller Film.

Gutachten:

Die FBW-Jury hat dem Film das Prädikat besonders wertvoll verliehen.

Schon die erste Szene des neuen Thrillers von Michael Mann zieht in ihren Bann und verspricht viel: Die Kamera rast durch ein gewaltiges Computersystem, durch eine utopisch anmutende Welt voller Leitungen und Chips. Wie das Innere eines Raumschiffs sieht diese digitale Landschaft aus. Im fernen Dunkel dieser fast schon mystisch anmutenden Szenerie blinkt dann ein Licht auf - ein Warnlicht, das nicht bemerkt wird. Wenig später explodiert der Turm eines chinesischen Kraftwerks. Ein Hacker hat alle Sicherheitssysteme ausgehebelt. Sein nächster Angriff gilt der Börse. Durch geschickte Manipulation und Eingriff in die Datensysteme gelangt der Unbekannte in den Besitz von 74 Millionen Dollar. Wer steckt dahinter, was ist der Masterplan dieses Mannes, der durch Strohmänner Angst und Gewalt verbreiten lässt? Ein chinesischer Offizier, betraut mit der Aufklärung der Hintergründe des Angriffs auf das Kernkraftwerk, holt sich den Mann an Bord, der einst die Codes und Systeme mit entwickeln half, die nun missbraucht und ausgehebelt werden. Dieser junge Mann sitzt im Gefängnis eine langjährige Strafe wegen seiner Hackerangriffe auf die Zentren der Wirtschaft ab. Doch er erweist sich in der Tat als der Einzige, der den eher hilflosen Gesetzeshütern den richtigen Weg weisen kann. Schließlich aber gerät auch er ins das Schussfeld nicht nur der Verbrecher, sondern der NSA, deren wichtigsten Code er knackt, um die Welt vor den Plänen des großen Unbekannten zu retten.
Perfekt inszenierte Verfolgungsjagden, sympathische Hauptfiguren (allen voran Chris Hemsworth als Hacker Hathaway), ein geschickt aufgebauter Spannungsbogen, dazu eine gehörige Portion Suspense, die nicht nur von Kämpfen, rasanten Autojagden und Schießereien lebt, sondern mit der Erwartung des Zuschauers spielt, halten in Atem. Erschreckend ist, wie aktuell dieser Film des Altmeisters Michael Mann wirkt. Während sein 2009 gedrehter Film "Public Enemies" von Bankräubern in der "guten alten" Gangster(hoch)zeit um 1930 erzählt, greift Mann diesmal die Albträume unserer Zeit auf: Totale Kontrolle durch staatliche Behörden, Computersysteme, die gehackt, missbraucht und manipuliert werden können, der gläserne Mensch und damit ein Verlust der Kontrolle über die öffentliche und private Sicherheit. Auch die Kameraarbeit und Farbdramaturgie überzeugen, und die Musik, an der mehrere Komponisten gearbeitet haben, darunter Harry Gregson-Williams, wurde modern aufgepeppt, um sich der rasanten Geschichte um Cyber-Piraterie und der ultimativen Bedrohung durch skrupellose Gangster, die alle Codes und Firewalls umgehen, anzupassen.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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