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Besser geht's nicht

Comedy um die Romanze eines neurotischen Misanthropen mit gemein-komischen One-Linern. Showcase für Jack Nicholson.

Besser geht's nicht Großansicht
Verleih Columbia TriStar
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 1997
Regie James L. Brooks
Darsteller Jack Nicholson, Helen Hunt, Greg Kinnear
Kinostart 12.02.1998
Einspielergebnis D € 17.078.505
Bes. (EDI) 3.002.836
Bes. (FFA) 3.077.487
Charthistory
Boxoffice USA $ 147.637.474
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nach oben Inhalt & Info

Melvin Udall ist kein sehr angenehmer Zeitgenosse. Sein Frühstück ißt er jeden Tag zur selben Zeit am selben Platz im selben Restaurant mit selbst mitgebrachtem Plastikbesteck. Jedem, dem er begegnet, begrüßt er mit einer Gemeinheit. Doch langsam lernt er zu lieben, erst den Hund seines schwulen Nachbarn, dann den Nachbarn und schließlich auch Carol.

Die Comedy um die Romanze eines neurotischen Misanthropen ist vor allem ein Showcase für Jack Nicholson, der mit bösartigen Sprüche und erst griesgrämigen und später charmanten Blicken um sich werfen kann. Sitcom-Regisseur James L. Brooks nutzt zwar seine TV-Erfahrung für Timing, betont aber die menschliche Besserung der Figur, nicht nur ihren Witz.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Negativ und Positiv ziehen sich an - ein Naturgesetz, das in "Besser geht's nicht" glaubhaft bestätigt wird. James L. Brooks' konstant komische, sensible, aber selten sentimentale Komödie über den zwischenmenschlichen Hindernisparcours eines unausstehlichen Misanthropen und einer sympathisch-resoluten Kellnerin, reizt mit ihrem sehr exzentrischen Protagonisten die Toleranzgrenzen einer romantischen Versuchsanordnung aus. Lohn für dieses Risiko ist eine ungewöhnliche, mit angezogener Handbremse entwickelte Liebesgeschichte, die dank großer Unterhaltungsqualitäten ein Millionenpublikum ins Kino locken sollte.

Ein klassisches Weihnachtsthema im Geiste von Charles Dickens, die Humanisierung eines egoistischen Kotzbrockens, bildet den Kern dieser Komödie, mit der Regisseur Brooks ("Zeit der Zärtlichkeit") sich vom Flop seines verstümmelten Musicals "I'll do anything oder: Geht's hier nach Hollywood?" bestens erholt zeigt. Mit einer unwiderstehlichen Mischung aus gewohnter Grimassenparade und filigranen Gefühlszäsuren spielt Jack Nicholson den zwanghaften Neurotiker Melvin Udall, der jede seiner raren, eher ungewollten menschlichen Kontaktaufnahmen zu Beschimpfungen der übelsten Sorte nutzt. Am stärksten betroffen, weil geographisch am nächsten, ist Nachbar Simon (reife mimische Leistung: Ex-Talkshow-Moderator Greg Kinnear), dessen Hunde- und Männerliebe Udalls Stimmungsbarometer immer wieder in den Keller treibt. Andere Opfer seines rhetorischen Gefechtsfeuers sind Gäste und Bedienungen eines Lokals, das Udall tagtäglich mit seinem exotischem Charme verwöhnt. Und wenn einmal sein Stammtisch vergeben oder seine Lieblingskellnerin Carol (Helen Hunt) dienstbefreit ist, findet er passende Worte für dreiste Besetzer ("Euer Appetit ist so groß wie Eure Nasen") wie auch arglose Tischdienerinnen ("Hello, elephant girl"). Einzig Carol vermag ihm Paroli zu bieten, woraus Udall eine Art Frühform von Respekt entwickelt. Der Reiz in der von Mark Andrus und Brooks mit exzellenten Dialogen üppig angereicherten Geschichte besteht in der Herausforderung Udalls durch seine schlimmsten Alpträume. Der zwanghafte Ordnungs- und Reinlichkeitsfanatiker auf den Spuren von Howard Hughes muß sich gefürchteten Infektionsherden (Simons Hund, Carols schwerkranker Sohn) nähern und sich schließlich sogar um den schwulen Nachbarn kümmmern. Was erfreulicherweise seinen Charakter nicht pathetisch klischeehaft verändert, sondern lediglich ergänzt. Nicholsons verbale Dreckschleuder macht Pausen, bleibt aber nie gänzlich außer Betrieb. Das verhindert banale Sentimentalität und macht die Annäherung zwischen ihm und der vortrefflichen Helen Hunt (Star der Hit-Sitcom "Verrückt nach Dir") um so spannender. In der Konstellation mag diese unaufdringliche Love Story nicht realistisch sein, in den Gefühlen aber wirkt sie immer authentisch. Nicht nur hier wird diese romantische Komödie ihrem Titel und den Unterhaltungserwartungen eines potentiell großen Publikums gerecht. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Columbia Tristar
O-Titel As Good As It Gets
Land / Jahr USA 1997
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie
Produktionsfirmen Gracie Films
Kinostart 12.02.1998
Laufzeit 138
FSK ab 6 Jahre
Einspielergebnis D € 17.078.505
Bes. (EDI) 3.002.836
Bes. (FFA) 3.077.487
Charthistory
USA-Start 26.12.1997, bei Sony Pictures Releasing
Boxoffice USA $ 147.637.474
nach oben Cast & Crew
Produzenten James L. Brooks, Bridget Johnson, Kristi Zea
Koproduzenten John D. Schofield, Richard Marks, Aldric Porter, Maria Kavanaugh
Ausf. Produzenten Richard Sakai, Laurence Mark, Laura Ziskin
Regie James L. Brooks
Drehbuch Mark Andrus, James L. Brooks
Darsteller Jack Nicholson (Melvin Udall), Helen Hunt (Carol Connelly), Greg Kinnear (Simon Bishop), Cuba Gooding Jr. (Frank Sachs), Skeet Ulrich, Shirley Knight (Beverly), Jesse James (Spencer), Yeardley Smith (Jackie), Lupe Ontiveros (Nora)
Kamera John Bailey
Schnitt Richard Marks
Musik Hans Zimmer
Produktionsdesign Bill Brzeski, Philip Toolin
Ton Jeffrey Wexler
Kostüme Molly Maginnis
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
70. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
1997, Los Angeles, 23.03.1998 Beste Hauptdarstellerin Helen Hunt
70. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
1997, Los Angeles, 23.03.1998 Bester Hauptdarsteller Jack Nicholson
55. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
1998, Los Angeles, 18.01.1998 Beste Darstellerin (Komödie oder Musical) Helen Hunt
55. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
1998, Los Angeles, 18.01.1998 Bester Darsteller (Komödie oder Musical) Jack Nicholson
55. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
1998, Los Angeles, 18.01.1998 Bester Film (Komödie oder Musical)  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Besser geht's nicht Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH Blu-ray Disc, ab 6, 138 Min. Kauf
Besser geht's nicht Süddeutsche Zeitung DVD, ab 6, 139 Min. Kauf
Besser geht's nicht
Nicht lieferbar
AVU-Video-Vertriebs-GmbH VHS, ab 6, 133 Min. Kauf
Besser geht's nicht
Nicht lieferbar
Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH VHS, ab 6, 133 Min. Kauf
Besser geht's nicht Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH DVD, ab 6, 133 Min. Kauf
Enthalten in:
Funny Box (5 DVDs)
Nicht lieferbar
Sony Pictures Entertainment Deutschland
DVD, ab 12, 510 Min.
Kauf
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Zwar verdient Melvin Udall seinen komfortablen Lebensunterhalt mit dem Verfassen von Liebesromanen, doch privat ist der misantrophische Zwangsneurotiker ein hundertprozentiges Ekelpaket. Das muß vor allem sein unschuldiger Nachbar erfahren, der als Homosexueller und Hundebesitzer gleich doppelt den Ärger des Gestörten weckt. Einzig der resoluten Kellnerin seines Stammlokals bringt Melvin einen Hauch von Respekt entgegen, und ihr gelingt es schließlich auch, ihn mit wahrer Liebe für die Zivilisation zu gewinnen.

Selten präsentiert sich die Besetzung einer Hollywood-Sommerkomödie so durchgehend hochklassig wie in diesem Falle, und dennoch gelingt es einem entfesselten Jack Nicholson, jedermann, -frau und -hund an die Wand zu spielen. Für ihn und Partnerin Helen Hunt ("Twister") gab's zum Dank den Oscar, für den Kunden gibt's ein turbulentes Feuerwerk politisch höchst unkorrekter Gags mit einem romantischen Kern, der selbst felsgestählte Actionfans anrühren dürfte.

Quelle: mediabiz.de

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Comedy um die Romanze eines neurotischen Misanthropen mit gemein-komischen One-Linern. Showcase für Jack Nicholson.

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