Sky_left Advertisement
Advertisement Superbanner
 

Filmverlag der Autoren und Futura Film Verleih und Vertriebsges.

Programm

Firma erloschen

alaska.de

Jugendliche auf der Suche nach Identität im Teufelskreis von Gewalt in dokumentarisch, stilisierter poetischer Video-Ästhetik.

alaska.de Großansicht
(Bild: Filmverl. d. Autoren (Arthaus))
Verleih Filmverl. d. Autoren (Arthaus)
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland 2000
Regie Esther Gronenborn
Darsteller Jana Pallaske, Frank Droese, Toni Blume
Kinostart 25.01.2001
Einspielergebnis D € 182.922
Bes. (EDI) 34.667
Bes. (FFA) 33.241
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 24.10.2002

nach oben Inhalt & Info

Die 16-jährige Sabine zieht zu ihrem Vater in eine trostlose Berliner Plattenbaugegend. Sie lernt Eddie kennen, der ihr widerwillig den Weg von der Bahn in ihre Straße zeigt und sich als Klassenkamerad entpuppt. Sie freundet sich mit ihm an. Mit seinen Kumpels, die sich bei Hundekämpfen und Prügeleien amüsieren, kann sie wenig anfangen. Als ein Junge ermordet wird, verdächtigt sie seine Freunde.

Bemerkenswerter Debütfilm, der seine Geschichte von Jugendlichen auf der Suche nach Identität im Teufelskreis von Gewalt in lebhaft stilisierten Bildern einer dokumentarisch poetischen Video-Ästhetik spannend erzählt. Zum authentischen Erscheinungsbild trägt bei, dass Musikclipregisseurin Esther Gronenborn mit durchweg jugendlichen Darstellern gedreht hat.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Ein bemerkenswerter Debütfilm, der seine Geschichte von Jugendlichen auf der Suche nach Identität im Teufelskreis von Gewalt am östlichen Rand von Berlin in lebhaft stilisierten Bildern einer dokumentarisch poetischen Video-Ästhetik spannend erzählt. Regisseurin und Autorin Esther Gronenborn trifft realistisch genau den Ton der Schüler und Kleinkriminellen im Plattenbau-Milieu des Großstadt-Außenbezirks und dürfte vor allem bei einem jugendlichen Publikum Anklang und nachdenkliches Verständnis finden.

Aber auch erwachsene Cineasten sehen ihre Ansprüche an eine relevantes deutsches Kino aus der aktuellen Wirklichkeit erfüllt. Esther Gronenborn, Absolventin der HFF München, hat Dokumentarfilme gedreht bis zu ihrem ersten Spielfilm und viel mit Video gearbeitet. Wie souverän sie mit dieser Technik und Ästhetik umzugehen weiß, ist in "alaska.de" wunderbar zu sehen, wenn sie die expressiven Bilder von Kameramann Jan Fehse allen Dogma-Regeln zum Trotz ruhig und klar ohne jede Wackel-Hektik inszeniert. Der sanfte Braunton in der Farbqualität, der manchmal an alte viragierte Stummfilmbilder zu erinnern scheint, gibt der atmosphärischen Stimmung des Films eine eigenartige faszinierende Mischung aus Distanz und Wärme. Distanz im Sinne von Respekt und Liebe für die Personen, von denen Gronenborn erzählt und die sie mit schauspielerisch unerfahrenen Jugendlichen besetzt hat. Die 16jährige Sabine (frappierend in ihrer sinnlich pragmatischen Emotionalität: Jana Pallaske) zieht zu ihrem Vater, weil sie mit dem neuen Freund ihrer Mutter nicht zurecht kommt. Sie lernt Eddie (melancholisch trotzig-sensibel: Frank Droese) kennen, mit dem sie in eine Klasse geht. Die Scheu und Berührungsangst der beiden, die in aggressivem Verhalten mündet und doch Annäherung meint, ist von Gronenborn nicht nur genau beobachtet, sondern auch mit großer Behutsamkeit inszeniert und von den Darstellern präzis in jeder emotionalen Nuance umgesetzt, unverkrampft und sehr spontan. Sabine, die als Neue in der Klasse natürlich entsprechend gehänselt wird, fühlt sich in Eddies Freundeskreis auch nicht auf Anhieb wohl. Da ist vor allem Micha, der arbeitslos und ständig im Clinch mit der Polizei ist. Als die Jungs einmal mit einem, der nicht zur Clique gehört, in einen handgreiflichen Streit geraten, hat Eddie plötzlich ein Messer in der Hand, und die Schlägerei endet tödlich. Die Jungen laufen davon. Als Sabine dazu kommt, sieht sie gerade noch Micha davonrennen, das Messer in der Hand. Jetzt kann nichts mehr so sein wie vorher: eine telefonische Drohung zwingt Sabine zum Schweigen, Eddie soll für Micha herausfinden, was sie wirklich gesehen hat, die Polizei sucht den oder die Täter. Es ist keine Zeit mehr für ehrliche Gefühle. Verdächtigungen, Misstrauen, Schweigen, Enttäuschung und Zorn. Und dennoch gibt es mittendrin, vor der Eskalation, Augenblicke der Zärtlichkeit, so etwas, das Liebe sein und werden könnte, beginnt.

Esther Gronenborn moralisiert nicht und verurteilt nicht, sie zeigt auf, mit einem genauen Gespür für die soziale Logik der Wirklichkeit und einem echten Kinotalent des Erzählens. Vor fast einem halben Jahrhundert gab es schon einmal einen deutschen Film über deutsche Realität im Berliner Jugendlichen-Milieu: "Die Halbstarken". An dieses Meisterwerk von Georg Tressler lässt "alaska.de" denken. Ein ebensolcher Kinoerfolg ist ihm zu wünschen. fh.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Mediathek
Großansicht
Bild 1 von 3

...(3 Bilder)

Text.
Bild: ...Filmdetails

Szene

 
nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Filmverl. d. Autoren (Arthaus)
O-Titel alaska.de
Alternativ-/Arbeitstitel Meine Schwester
Land / Jahr Deutschland 2000
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Neue Bioskop Film Produktions & Vertriebs GmbH, Shorts Production
Koproduktionsfirmen Studio Babelsberg Independents, Kinowelt Filmproduktion
Budget DM 2,0 Mio.
Verleihförderung MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (DM 40.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (DM 100.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (DM 215.000)
Drehort Berlin
Kinostart 25.01.2001
Laufzeit 90
FSK ab 12 Jahre
Bildformat 35 mm/Cinemascope
Tonformat Dolby-SR
Einspielergebnis D € 182.922
Bes. (EDI) 34.667
Bes. (FFA) 33.241
Charthistory
Weltvertrieb Kinowelt International
Filmtrailer Video
nach oben Cast & Crew
Produzenten Eberhard Junkersdorf
Koproduzenten Kirsten Sohrauer, Prof. Ulrich Limmer, Dr. Rainer Kölmel, Cooky Ziesche
Ausf. Produzent Dietmar Güntsche
Regie Esther Gronenborn
Drehbuch Esther Gronenborn
Darsteller Jana Pallaske (Sabine), Frank Droese (Eddi), Toni Blume (Micha), Nele Steffen (Coco), Willhelm Benner (Stefan), Daniel Fripan (Florian), Andrusch Jung (Daniel), Artur Rakk (Anton), Mathias Frenzel (Karl), Achmed Kersten Block (Ludger), Susanne Sachße (Sabines Mutter), Andreas Hoppe (Sabines Vater), Axel Prahl (Polizist Wünsche), Axel Werner (Fensterputzer)
Kamera Jan Fehse
Schnitt Christian Lonk
Musik Mosermeyerdöring
Produktionsdesign Tom Hornig
Ton Marc von Stürler
Kostüme Linda Harper
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
22. Max-Ophüls-Preis - Filmfestival   2001, Saarbrücken, 16.01.2001 - 21.01.2001 Interfilmpreis Esther Gronenborn
51. Deutscher Filmpreis
Deutscher Filmpreis Großansicht
2001, Berlin, 22.06.2001 Beste Regie Esther Gronenborn
51. Deutscher Filmpreis
Deutscher Filmpreis Großansicht
2001, Berlin, 22.06.2001 Bester Schnitt Christian Lonk
22. Bayerischer Filmpreis
Bayerischer Filmpreis Großansicht
2000, München, 19.01.2001 Beste Nachwuchsregisseurin Esther Gronenborn
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
alaska.de
Nicht lieferbar
Kinowelt Home Entertainment VHS, ab 12, 86 Min. Kauf
alaska.de
Nicht lieferbar
STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, ab 12, 86 Min. Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Alaska.de (Songtrack & Score) Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Weil Sabine mit dem Freund der Mutter nicht zurechtkommt, zieht die 16-Jährige zu ihrem Vater nach Berlin. Schon nach ein paar Schultagen lernt sie das brutale Großstadtleben in der heruntergekommenen Plattenbausiedlung kennen. Auf dem Heimweg wird sie Zeugin eines Mordes, behält ihre Entdeckung aber für sich. Kurz darauf beginnt Mitschüler Eddi, sich um sie zu kümmern. Allmählich entsteht eine scheue Zuneigung. Was Sabine nicht weiß: Eddie ist selbst in die Bluttat verstrickt und will herausfinden, was genau sie gesehen hat...

Ehrlich, direkt und ohne etwas zu beschönigen erzählt Esther Gronenborn in ihrem bemerkenswerten Kinodebüt von der knallharten Realität unter deutschen (Schul-)Dächern. Dabei verknüpft sie geschickt Elemente aus Dokumentarfilm, Krimi und Liebesgeschichte, ohne sich jedoch den "Schauwerten" dieser Genres zu unterwerfen. Denn das Spannende an diesem beklemmenden Schülerporträt mit Shooting Star Jana Pallaske ist weniger die Story, sondern die vom wahren Leben inspirierten Figuren. Für Liebhaber nationaler Produktionen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Kinodebüt der Musikclip-Regisseurin Esther Gronenborn, die in stilisierten Bildern von der 16-jährigen Sabine erzählt, die in einen Berliner Plattenbau zieht und dort auf ein von Gewalt geprägtes Umfeld trifft.

nach oben Newsarchiv

Mediabiz Datenbank

News

mehr News

Programmplaner

  • Film

    Vorschau bis: KW 2028/51

    Alle deutschen Kinostarts und TV-Movie-Sendetermine plus geplante, laufende und fertiggestellte deutsche und internationale Produktionen.

    Heute neu:

    Gemeldete Starts:
    0
    Aufgenommene Filme:
    0
    Filmkritiken:
    0
 
Sky_right Advertisement