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13 Semester

Coming-of-Age-Geschichte aus dem Leben eines Studenten, die erfolgreich auf Klischees und Klamauk verzichtet.

13 Semester Großansicht
(Bild: Fox)
Verleih Fox
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland 2009
Regie Frieder Wittich
Darsteller Max Riemelt, Alexander Fehling, Robert Gwisdek
Kinostart 07.01.2010
Einspielergebnis D € 1.068.946
Bes. (EDI) 162.962
Bes. (FFA) 161.462
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 02.05.2012 (arte)

nach oben Inhalt & Info

Nach bestandenem Abitur zieht Moritz, genannt Momo, freudig zum Studium nach Darmstadt. Doch zunächst laufen die Dinge überhaupt nicht nach Plan: Bei der Wohnungssuche ist er ebenso glücklos wie in punkto neuer Freundschaften und auch die Wirtschaftsmathematik hat er sich leichter vorgestellt. Doch dann wendet sich das Blatt. In Bernd, der bereits fünf Semester ohne allzu viel Stress hinter sich gebracht hat, findet er einen erfahrenen Mitbewohner und in Kerstin (vorerst) die Frau seiner Träume.

Keine prototypische bad taste US-College-Klamotte, sondern ein gut gemachter, intelligenter deutscher Studentenfilm. Regisseur Frieder Wittich spielt in seinem Kinodebüt virtuos mit den bekannten Versatzstücken des Genres, meidet aber Klischees und Klamauk. Das Ergebnis ist eine handwerklich saubere, ebenso hellsichtige wie humorvolle Coming-of-Age-Geschichte, die präzise vom heutigen Campusleben erzählt und von der Spielfreude des sorgfältig ausgewählten, angenehm zurückhaltend agierenden Ensembles lebt.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Statt altbekanntem College-Klamauk gelingt Spielfilmdebütant Frieder Wittlich eine einfühlsam-witzige Initiationsgeschichte, die nahe am echten (Studenten-)Leben spielt.

"13 Semester"... das ist eindeutig länger als die klassische Regelstudienzeit und deutet darauf hin, dass Moritz, genannt Momo, auch andere Dinge im Kopf hat außer dem Studienfach seiner Wahl, der Wirtschaftsmathematik. Kein Wunder, kommt er doch aus einem Kaff tief in der deutschen Provinz und will nun in der Universitätsstadt Darmstadt mit dem Leben beginnen. Während Kumpel Dirk voll im Studium aufgeht, tut sich Momo schwer. Bei der Wohnungssuche ist er zunächst ebenso glücklos wie in punkto neuer Freundschaften und auch das Lernen selbst hat er sich leichter vorgestellt. Doch dann wendet sich das Blatt. In Bernd, der bereits fünf Semester ohne allzu viel Stress hinter sich gebracht hat, findet er einen erfahrenen Mitbewohner und in Kerstin (vorerst) die Frau seiner Träume.

Was sich hier wie eine klassische amerikanische College-Klamotte anhört - Party, Poppen, Peinlichkeiten - erweist sich als gut gemachter, intelligenter Studentenfilm aus deutschen Landen. Als Regisseur zeichnet Drehbuchautor Frieder Wittich verantwortlich, der sein (solo) Kinodebüt gibt und überaus virtuos mit den sattsam bekannten Versatzstücken des Genres spielt. Denn es wird auch hier durchaus getrunken, gefeiert und geblödelt, aber in Maßen und vor allem überaus lebensnah. Statt der zu befürchtenden Klamaukkomödie bekommt man es mit einer humorvollen Coming-of-Age-Geschichte zu tun, die sehr genau vom heutigen Studentenleben erzählt - das heißt: notwendige Nebenjobs, schwierige Wohnungssuche, gestrenge Professoren, Angst vor Prüfungen und (gescheiterte) Beziehungen.

Die titelgebenden 13 Semester sind dabei die Kapitel, in die der Film eingeteilt ist und die stilistisch durchaus verschieden ausfallen. So wird beispielsweise das Auslandssemester Momos in Australien an Hand einer Diashow abgehandelt - budgetbedingt wohl und insofern originell gelöst. Wittichs größter Trumpf sind jedoch seine sorgfältig gewählten Darsteller. Der zurückhaltend agierende Max Riemelt ("Die Welle") als Moritz, der einem bald ans Herz wächst, Alexander Fehling ("Inglourious Basterds") als lebenslustiger Dauerstudent, Claudia Eisinger als Traumfrau in jeder Beziehung und vor allem Amit Shah als (zunächst) belächelter indischer Kommilitone, der aus dem Schneeballsystem Profit zu schlagen versteht und als Seifenverkäufer zum Millionär avanciert - finale Traumhochzeit inklusive.

Und so vergeht dieses Studium mit seinen vielen, amüsanten Nebenschauplätzen trotz einiger Holprigkeiten wie im Fluge. Auch dank der sauberen Kameraarbeit Christian Reins ("Stellungswechsel"), des treffend zusammengestellten Soundtracks und vor allem weil ohne Klischees operiert wird und der Regisseur seinen Campus bestens zu kennen scheint. geh.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Fox
O-Titel 13 Semester
Land / Jahr Deutschland 2009
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie
Produktionsfirmen Claussen+Putz Filmproduktion
Koproduktionsfirmen Hessischer Rundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts
Senderbeteiligung ARTE G.E.I.E.
Förderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 250.000),
HessenInvestFilm (EUR 650.000),
DFFF - Deutscher Filmförderfonds (EUR 371.705),
Hessische Filmförderung (EUR 44.000)
Projektförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 200.000)
Produktionsförderung Hessische Filmförderung (EUR 25.000)
Verleihförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 100.000),
FilmFernsehFonds Bayern (EUR 80.000),
Die/Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Drehort Darmstadt
Drehzeit 01.04.2008 - 13.05.2008
Kinostart 07.01.2010
Laufzeit 102
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
FBW-Prädikat Wertvoll
Einspielergebnis D € 1.068.946
Bes. (EDI) 162.962
Bes. (FFA) 161.462
Charthistory
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.13semester.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Jakob Claussen, Uli Putz, Thomas Wöbke
Ausf. Produzenten Chris Ouwinga, Helen Beadleston, Darryn Welch, Gabriela Bacher
Redaktion Jörg Himstedt, Georg Steinert
Regie Frieder Wittich
Drehbuch Oliver Ziegenbalg, Frieder Wittich
Darsteller Max Riemelt (Momo), Alexander Fehling (Bernd), Robert Gwisdek (Dirk), Claudia Eisinger (Kerstin), Amit Shah (Aswin), Dieter Mann (Professor Schäfer), Raúl Semmler (Jo), Tobias van Dieken (Scheubert), Daniel Zillmann (Käthe), Roberto Cappelluti, Michael Herl, Moritz Pliquet, Cyril Sjöström (Flo), Alex Holike (Jugendherbergsgast), Benjamin Kramme (Uwe), James Meuser (Jaques), Maria Vogt (Bibbi), Ole Micha Spörkel (Hans), Johannes Suhm (Phillip), Alina Rank (Eva), Uschi Morlang (Bibliothekarin), Tobias Jundt (Bonaparte), Cédric Monnier (Caesar)
Kamera Christian Rein
Schnitt Marty Schenk
Musik Oliver Thiede, Tobias Jundt, Kris Steinninger, Michael Kamm
Produktionsdesign Tamo Kunz
Ton Gunnar Voigt
Kostüme Sabine Keller
Maske Irina Tübbecke-Bechem, Mieke Willaert
Herstellungsleitung Jens Oberwetter
Produktionsleitung Sofie Scherz-Fleischer
Casting Suse Marquardt
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
13 Semester Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 98 Min. Kauf
13 Semester
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 98 Min. Kauf
13 Semester
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 98 Min. Kauf
13 Semester Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 12, 98 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Diverse 13 Semester
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Nach bestandenem Abitur zieht Moritz, genannt Momo, freudig zum Studium nach Darmstadt. Doch zunächst laufen die Dinge überhaupt nicht nach Plan: Bei der Wohnungssuche ist er ebenso glücklos wie in punkto neuer Freundschaften und auch die Wirtschaftsmathematik hat er sich leichter vorgestellt. Doch dann wendet sich das Blatt. In Bernd, der bereits fünf Semester ohne allzu viel Stress hinter sich gebracht hat, findet er einen erfahrenen Mitbewohner und in Kerstin (vorerst) die Frau seiner Träume.

Keine prototypische Bad-Taste-US-College-Klamotte, sondern ein gut gemachter, intelligenter deutscher Studentenfilm. Regisseur Frieder Wittich spielt in seinem Kinodebüt virtuos mit den bekannten Versatzstücken des Genres, meidet aber Klischees und Klamauk. Das Ergebnis ist eine handwerklich saubere, ebenso hellsichtige wie humorvolle Coming-of-Age-Geschichte, die präzise vom heutigen Campusleben erzählt und von der Spielfreude des sorgfältig ausgewählten, angenehm zurückhaltend agierenden Ensembles lebt.

Quelle: mediabiz.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: WertvollKurztext:

Der Studienplatz für Wirtschaftsmathematik führt die beiden Freunde Momo und Dirk mitten ins Studentenleben von Darmstadt. Während der zielstrebige Dirk in seinem Studium vollends aufgeht, konzentriert sich Momo auf die angenehmeren Dinge des Lebens: Frauen und Partys. In tagebuchähnlicher Form begleitet diese sehr authentische Komödie den sympathischen Studenten Momo auf den Höhen und Tiefen seiner dreizehn ereignisreichen Semester. Momos Entwicklung bis hin zum Wendepunkt seines Lebens wird eindrücklich in Szene gesetzt und durch einen mitreißenden Soundtrack begleitet. Mit viel Humor, einem gut strukturierten Drehbuch und einer sensiblen Kameraführung zeichnet Frieder Wittich einen gelungenen Debütfilm und gibt einen amüsant-nostalgischen Einblick in die Studienzeit.

Gutachten:

Ein junger Mann aus der Provinz lernt während seines Studiums nicht nur Wirtschaftsmathematik, sondern ebenso sein Leben zu meistern, zumindest halbwegs. Solche 'coming of age'-Stories lassen sich immer wieder schön erzählen - nicht zuletzt weil die Geschichten zur gleichen Zeit modern und archetypisch sind.

Regisseur Frieder Wittich erzählt episodenhaft vom Studentenleben. Sein Protagonist Momo erscheint zuerst zwar etwas blass und ohne Rückrad, doch im Laufe des Films wird langsam deutlich, wie er sich entwickelt und seine eigenen Ziele setzt. Die einzelnen Erzählstränge sind gut angelegt, wobei Wittich all seinen Figuren den Raum und die Zeit gibt, sich langsam zu entfalten. So ist der Film auch eine Milieustudie, in der genau gezeigt wird, wie Studenten an der Universität von Darmstadt studieren, wie sie wohnen, wo sie ihre Freizeit verbringen und mit welchen Gelegenheitsjobs sie ihr Geld verdienen. Das wirkt authentisch. Darüber hinaus beweist der Regisseur in zahlreichen Sequenzen seinen Blick für raffinierte und stimmungsvolle Kameraeinstellungen. Wittich gelingt es auch, einen angenehm komödiantischen Grundton durchzuhalten, ohne dabei je seine Charaktere zu komischen Figuren oder Klischees zu reduzieren. Spätestens wenn der Student der Wirtschaftsmathematik an einem Schneeballsystem scheitert, weil er die Mathematik der Wirtschaft nicht versteht, wird klar, wie subtil das Drehbuch gebaut ist. Am Schluss gelingt es Wittich dann auch, die einzelnen Erzählfäden überzeugend wieder zusammenzuführen.

13 SEMESTER hätte ruhig ein oder zwei Semester kürzer sein dürfen, aber da er nun mal von einem Langzeitstudenten erzählt, ist seine Länge nur konsequent.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Datum Stadt Festivalname
24.09.2009 - 04.10.2009 Zürich 5. Zurich Film Festival
27.10.2009 - 01.11.2009 Hof 43. Internationale Hofer Filmtage
18.03.2010 - 21.03.2010 Frankfurt am Main 3. Lichter Filmtage

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