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Firma erloschen

12 Monkeys

Abgedrehte Science-Fiction-Vision, in der Bruce Willis in die Vergangenheit reisen muß, um einem weltbedrohendem Virus auf die Spur zu kommen.

12 Monkeys Großansicht
(Bild: Concorde)
Verleih Concorde
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 1995
Regie Terry Gilliam
Darsteller Bruce Willis, Madeleine Stowe, Brad Pitt
Kinostart 21.03.1996
Einspielergebnis D € 12.131.170
Bes. (EDI) 2.121.969
Bes. (FFA) 2.140.180
Boxoffice USA $ 57.097.229

nach oben Inhalt & Info

Im Jahr 2035 haben die Überlebenden des großen Virus von 1997 Zuflucht im Untergrund gefunden. Eine anonyme Autorität schickt den Gefangenen James Cole in die Vergangenheit, um den Ursprüngen des Virus auf die Spur zu kommen. Cole landet prompt im Irrenhaus. Dort lernt er den übergeschnappten Umweltfanatiker Goines kennen, der mit seiner Armee der 12 Monkeys einen spektakulären Terrorakt plant.

In der zweifellos poetischsten Studioveröffentlichung des letzten Jahres schickt Terry Gilliam seinen Star Bruce Willis durch ein Fegefeuer desorientierender Handlungsebenen. In den Händen eines anderen Regisseurs hätte "12 Monkeys" einen geradlinigen Technothriller abgegeben, so wurde er ein wunderbar seltsames Puzzlespiel mit düsterer Weltsicht und explosiver Starpower.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Die Armee der zwölf Affen kommt, und mit sich führt sie einen wunderbar seltsamen, labyrinthartigen Film, dessen Potential an den Kinokassen dennoch nicht hoch genug einzuschätzen ist. In der zweifellos poetischsten Studioveröffentlichung des letzten Jahres schickt Visionär Terry Gilliam seinen Star Bruce Willis durch ein verwegenes Fegefeuer desorientierender Handlungsebenen, das "12 Monkeys" als extrem komplexe Fortführung von "König der Fischer", dem bislang letzten Werk des Ex-Monty-Python-Grafikers, ausweist. Weniger noch als Gilliams bislang größter Wurf "Brazil" läßt sich diese alptraumhafte Filmapokalypse vom Ende der Menschheit auf ein Genre festlegen. Rätselhaft von der einstimmenden Traumsequenz auf einem Flughafen, in der ein Junge mitansehen muß, wie ein Mann niedergeschossen wird, bis zur konsequent erlösenden Schlußsequenz, hangeln sich die "12 Monkeys" wie ein philosophischer Diskurs durch diverseste Spielarten von Science-fiction über Action-Film bis Virus-Thriller, um die altbekannten Themen des Regisseurs neu variiert zu präsentieren. Der Verlust von Identität, die Ausweglosigkeit des Seins, das Streben nach Erlösung, die unsichtbare Linie, die das Normale vom Wahnsinn trennt, und die Angst vor einem alles kontrollierenden Großen Bruder sind Motive, die Gilliam seit seinen ersten Filmen "Jabberwocky" und "Time Bandits" interessieren. Doch noch nie setzte Gilliam seine pessimistische Weltsicht so konsequent um wie in diesem symbolbeladenen Koloß, der einem ungewohnt wenig Humor als rettenden Strohhalm anbietet: Diesem verstörenden Alp ist man mit Haut und Haar ausgeliefert. Dafür hält diese Zeit-Odyssee eines Mannes aus dem Jahr 2035 in die Vergangenheit, wo er nach den Ursprüngen eines für den Großteil der Menschheit tödlichen Virus fahndet, herrlich verzweifelte Bilder verwegener Schönheit parat, die den Zuschauer stets bannen, auch wenn sich erst nach und nach ein Sinn in der Handlung feststellen läßt. Immer wieder wird jener James Cole (ein starker Bruce Willis) von einer gesichtslosen Autorität mit einem Minimum an Zielgenauigkeit ins 20. Jahrhundert geschickt. Denn bevor er das angestrebte Jahr 1996 erreicht, in dem - so besagen die wenigen existenten Indizien - die Terroristenvereinigung 12 Monkeys den tödlichen Virus vermeintlich auf die Menschheit losgelassen hat, verbringt Cole zunächst einige Zeit in einer Irrenanstalt des Jahres 1990 und ein kurzes Gastspiel in einem Schützengraben des Jahres 1918. Daß seine Vorgaben alle falsch sind und nicht, wie erwartet, ein verrückter Professorensohn (Brad Pitt als wild augenrollender Knuddel-Psycho) Verantwortung für den Untergang trägt, sondern er selbst es ist, der im Lauf seiner Aufenthalte den Samen der Zerstörung sät, macht diesen Cole zu einem tragischen Helden, dessen Leidensweg mit der Entdeckung der wahren Hintergründe noch nicht abgeschlossen ist. "12 Monkeys" ist ein genial konstruiertes, sich wild um sich selbst drehendes Puzzlespiel, das seinen Reiz auch daraus bezieht, daß Gilliam nicht bereit ist, alle Teile einzufügen, und zahlreiche lose Enden endlose Interpretationsansätze ermöglichen. Daß dieser Triumph der Fantasie trotz seiner Bilderflut viel Raum für seine glänzenden Schauspieler (neben den bestechenden Willis und Pitt überzeugt auch Madeleine Stowe als Psychiaterin, die Cole zur Seite steht) bereithält, daß trotz großer Szenen die kleinen Momente am nachhaltigsten wirken, unterstreicht, daß Terry Gilliam ein kleiner Geniestreich gelungen ist, der trotz der Weigerung von Zusagen an Kommerzialität mächtig unterhaltsames Kino mit großem Massenanspruch präsentiert. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Concorde
O-Titel 12 Monkeys
Land / Jahr USA 1995
Kategorie Spielfilm
Genre Science Fiction
Kinostart 21.03.1996
Laufzeit 131
Einspielergebnis D € 12.131.170
Bes. (EDI) 2.121.969
Bes. (FFA) 2.140.180
Boxoffice USA $ 57.097.229
nach oben Cast & Crew
Produzenten Charles Roven
Ausf. Produzenten Robert Cavallo, Gary Levinsohn, Robert Kosberg
Regie Terry Gilliam
Drehbuch David Webb Peoples, Janet Peoples
Darsteller Bruce Willis (James Cole), Madeleine Stowe (Kathryn Railly), Brad Pitt (Jeffrey Goines), Christopher Plummer (Dr. Goines), Jon Seda (Jose), Joseph Melito (James Cole, jung), Christopher Meloni (Lt. Halperin)
Kamera Roger Pratt
Schnitt Mick Audsley
Musik Paul Buckmaster
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
53. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
1996, Los Angeles, 20.01.1996 Bester Nebendarsteller Brad Pitt
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
12 Monkeys
Nicht lieferbar
EuroVideo Medien HD DVD, ab 16, 130 Min. Kauf
12 Monkeys EuroVideo Medien Blu-ray Disc, ab 16, 130 Min. Kauf
12 Monkeys (Limited Edition im Steelbook)
Nicht lieferbar
EuroVideo Medien DVD, ab 16, 124 Min. Kauf
12 Monkeys
Nicht lieferbar
EuroVideo Medien UMD, ab 16, 124 Min. Kauf
12 Monkeys (Remastered) EuroVideo Medien DVD, ab 16, 124 Min. Kauf
12 Monkeys
Nicht lieferbar
EuroVideo Medien DVD, ab 16, 124 Min. Kauf
12 Monkeys
Nicht lieferbar
EuroVideo Medien VHS, ab 16, 124 Min. Kauf
12 Monkeys
Nicht lieferbar
VCL Communications Laser Disc, ab 16, 124 Min. Kauf
12 Monkeys
Nicht lieferbar
VCL Communications VHS, ab 16, 124 Min. Leih
Enthalten in:
Das Panoptikum des Terry Gilliam (5 Discs)
Nicht lieferbar
Das Panoptikum des Terry Gilliam (5 Discs)Das Panoptikum des Terry Gilliam (5 Discs)
Nicht lieferbar
EuroVideo Medien GmbH
EuroVideo Medien GmbH
EuroVideo Medien GmbH
Blu-ray Disc, ab 16, 607 Min.
Blu-ray Disc, ab 16, 607 Min.
DVD, ab 16 beantragt
Kauf
Kauf
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Blasters! - Best Of Action Movie Soundtracks Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Der Häftling Cole wird im Jahr 2035 in die Vergangenheit geschickt, um einen Virus zu lokalisieren, der 1996 fast die gesamte Weltbevölkerung das Leben gekostet hat. Zunächst landet Cole in einer Nervenheilanstalt des Jahres 1990, wo ihn ein verrückter Professorensohn vor den Anschlägen der "Armee der 12 Monkeys" warnt. Dann taucht er plötzlich in einem Schützengraben des Ersten Weltkriegs auf. Schließlich hat seine Odyssee eine Ende, und er findet in einer Psychiaterin eine Verbündete im Kampf gegen den unsichtbaren Feind...

"12 Monkeys", eine geniale Mischung aus Science-fiction-Spektakel, Actionfilm und Thriller, bezieht seinen Reiz vor allem daraus, daß der Zuschauer den Film im Kopf selbst zusammensetzen kann. Das poetische, wenn auch zutiefst pessimistische Werk von Regisseur Terry Gilliam ("Brazil") war mit über zwei Millionen Besucher einer der ganz großen Leinwanderfolge des Frühjahrs 1996. Dieser Erfolg dürfte sich fortsetzen, zumal zugkräftige Stars wie Bruce Willis und Brad Pitt die Hauptrollen spielen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Vom Jahr 2035 wird der Häftling James Cole in die Vergangenheit geschickt, um die Ursache für die beinahe komplette Auslöschung menschlichen Lebens zu finden. Futuristisches Meisterwerk von "Brazil"-Regisseur Terry Gilliam.

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