München/Berlin, 30.07.2005, 18:00  mediabiz.de

Sony BMG übernimmt die Hälfte von Four Music

Zum 1. Januar 2005 hatte Four Music, das Label der Fantastischen Vier, den Vertriebsvertrag mit Sony BMG gekündigt und lautstark Unmut über den langjährigen Partner geäußert. Nun aber lässt sich Sony BMG die 50-prozentige Beteiligung an der Berliner Firma eine siebenstellige Millionensumme kosten, wie "Spiegel online" berichtet.

Dabei hatte Fanta4-Manager Andreas "Bär" Läsker noch Anfang dieses Jahres konstatiert: "Wir können es uns einfach nicht vorstellen, weiter mit diesem Musikkonzern zusammenzuarbeiten." Four Music, das Label, das die Fantastischen Vier vor Jahren gegründet hatten, machte im Jahr 2004 rund zwölf Millionen Euro Umsatz. Mit Four Music verlor Sony BMG ab Januar 2005 einen wichtigen lokalen Repertoire-Lieferanten, da es die Inhaber vorzogen, beim Vertrieb ihrer Produkte mit Universal Music zu kooperieren. Damals meinte Four-Music-Geschäftsführer Fitz Braum über Sony BMG: "Diese Firma hat über Jahre ihre Pflichten gegenüber der Band in unverantwortlicher Weise vernachlässigt und kann mit ihr nicht umgehen." Mit einer Klage wolle man dem Vertrag der Fantastischen Vier mit Sony BMG, der noch über drei Alben läuft, ein vorzeitiges Ende machen. Man habe bei Four Music eine Vielzahl von "konkreten Verfehlungen" zusammengetragen, um nun eine Vertragsauflösung erzwingen zu können, sagte Braum damals.

Nun aber scheint sich alles zum Guten zu wenden: Sony BMG hat über Four Music wieder Zugriff auf erfolgreiche deutsche Künstler wie Gentleman, Max Herre und Joy Denalane. Und Four Music hat ein bisschen mehr Geld in der Kasse. Fragt sich nur, ob der Vertriebsvertrag mit Universal Music unter diesen Voraussetzungen Bestand haben kann.


Quelle: MusikWoche

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    Sony BMG übernimmt die Hälfte von Four Music

    Zum 1. Januar 2005 hatte Four Music, das Label der Fantastischen Vier, den Vertriebsvertrag mit Sony BMG gekündigt und lautstark Unmut über den langjährigen Partner geäußert. Nun aber lässt sich Sony BMG die 50-prozentige Beteiligung an der Berliner Firma eine siebenstellige Millionensumme kosten, wie "Spiegel online" berichtet.

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