Tom Waits einigt sich mit Opel
Lässt sich nicht ungestraft für Werbung nachahmen: Tom Waits
Tom Waits hat mit der Adam Opel AG und deren Werbeagentur McCann Erickson einen Vergleich geschlossen. Der Musiker hatte wegen eines Opel-Werbespots, in dem offensichtlich seine Stimme und sein Gesangsstil nachgeahmt wurden, auf 300.000 Dollar Schadensersatz wegen der Verletzung privater Rechte und Verstößen gegen das Urheberrecht auf Schadensersatz geklagt.
Über finanzielle Details der Vereinbarung gaben die Parteien nichts bekannt. Waits erklärte, er werde das ihm zugesprochene Geld einer wohltätigen Organisation spenden. "Ich bin froh, ein für allemal aus dem Autoverkaufsgeschäft draußen zu sein", kommentierte der Sänger und Songschreiber mit gewohnter Ironie die Beendigung des Rechtsstreits. Ein Sprecher von McCann Erickson erklärte: "Wir respektieren Mr. Waits und bedauern zutiefst jegliche Betroffenheit, die wir verursacht haben könnten."
Waits hat in der Vergangenheit bereits zwei Prozesse ähnlicher Art wegen Plagiaten seines Vokalstils in Werbekampagnen gewonnen: 1992 musste ein amerikanischer Tortilla-Chips-Hersteller 2,5 Millionen Dollar an den Kultstar zahlen, und auch VW/Audi und eine spanische Produktionsfirma, die einen Auto-Werbespot mit einer Waits-Imitation unterlegten, verloren 2004 und in der Berufung 2006 vor Gericht gegen den Musiker und Schauspieler.
Quelle: MusikWoche
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