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Hamburg/Berlin, 23.04.2013, 11:53  MusikWoche | Events
Kreativität schützen Thema: Kreativität schützen

Musiker-Initiative macht sich fürs Urheberrecht stark

"Don't Fuck With Music": Unter diesem Motto hat sich eine Musiker-Initiative zusammengeschlossen, die sich für ein starkes Urheberrecht in Deutschland einsetzen will (Bild: dontfuckwithmusic.de, Screenshot) Großansicht
"Don't Fuck With Music": Unter diesem Motto hat sich eine Musiker-Initiative zusammengeschlossen, die sich für ein starkes Urheberrecht in Deutschland einsetzen will (Bild: dontfuckwithmusic.de, Screenshot)
Unter dem Motto "Don't Fuck With Music" hat sich eine Musiker-Initiative zusammengeschlossen, die sich für ein starkes Urheberrecht in Deutschland einsetzen will. Damit würden sich Musiker hierzulande "zum ersten Mal gemeinschaftlich gegen die illegale Verbreitung von Musik im Internet und die Aufweichung des Urheberrechts" wehren, heißt es in einer Mitteilung der Initiative, als deren Sprecher Dirk Wilberg fungiert, Gründer und Betreiber der Hamburger Agentur Community Promotion:

"Das Internet bietet den Künstlern mit seinen zahlreichen Musikportalen und sozialen Netzwerken eine große Bühne", sagt Wilberg. "Doch die illegale Musikverbreitung schadet freischaffenden Musikerinnen und Musikern enorm. Sollte jetzt, wie von der Bundesregierung geplant, auch noch der Schutz des Urheberrechts beschnitten werden, beraubt man die Musiker ihrer Existenzgrundlage. Musik braucht Schutz."

Eine Protestaktion gegen das Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken ist für den 24. April 2013 ab 11.00 Uhr in Berlin geplant, Heinrich-von-Gaggern-Straße, Ecke Paul-Löbe-Allee. An diesem Tag berät der Rechtsausschuss des Bundestages über den Entwurf. "Die Musiker und ihre Partner, die sich gegen den Missbrauch ihrer Musik wehren, werden vom Gesetzgeber als 'unseriös' bezeichnet", mahnt Wilberg. "Uns wird jede Verteidigungsmöglichkeit genommen, weil sie praktisch nicht mehr finanzierbar ist. Damit stehen wir schutzlos da. Musikerinnen und Musiker sind auf ein starkes Urheberrecht und seine verlässliche Durchsetzung angewiesen."

In einem im Internet veröffentlichten Manifest fordern die Initiatoren Musikfans und Politiker dazu auf, die Werke Musikschaffender mit mehr Respekt zu behandeln und die Urheberrechte nicht zu entwerten, sondern zu stärken (hier).

"Bisher scheuen die Künstler davor zurück, öffentlich für ihre Rechte einzutreten, aus Angst, sie könnten als uncool gelten", sagt Wilberg. Das sei aber der falsche Weg, "denn die illegale Verbreitung von Musik schadet der Musik und den Musikern". Er ruft dazu auf "das Manifest auf unserer Website zu unterzeichnen". Zu den Unterzeichnern des Manifests zählen unter anderem Jeannette Annina Chung, Carol von Rautenkranz, Andy Ludyk, Gunther Buskies oder der Musiker Ulrich Schnauss.


Quelle: MusikWoche

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